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Winters - Berlin Occult Bureau

winterLabel: Van Records

Spielzeit: 38:21 Min

Genre: Doom, Stoner Metal, Grunge

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen


Berlin Occult Bureau klingt für mich als Indiana Jones Fan eigentlich schon mal spannend. Irgendwie nach Cartoon-Nazis, Okkultismus und Abenteuer im tiefsten Dschungel. Auch das Cover haut ein bisschen in die Kerbe mit seinen Totenschädeln in Schwarzweiß-Optik und die Frakturschrift tut ihr übriges. Doch irgendwie habe ich mir etwas anderes unter dem neuesten Album der schottischen Band Winters vorgestellt als das, was dann aus meinen Boxen quoll. Eins vorweg: ich kannte die Jungs bis dato überhaupt nicht. BOB wie ich den neuen Silberling mal abkürzen will, ist meine erste Begegnung mit der Band. Daher sei mir verziehen, wenn ich ohne Vergleich von Vorgängerwerken auskommen muss und nur meine Erwartungen aufgrund der Verpackung in die Waagschale werfen kann.
Winters spielen einen Sound irgendwo zwischen schleppendem Doom, Stoner Metal, Grunge und Sludge. Eine ziemlich gewöhnungsbedürftige Mischung, die mich leider bei den ersten paar Hördurchgängen nicht so richtig packen konnte. Einige Teile der Kompositionen erinnern zwar in ihrer Struktur entfernt an genretypisches Handwerkszeug, das man auch von frühen Candlemass-Alben kennt, aber genau genommen sind dies eher Spurenelemente in einer langsam dahin köchelnden Suppe. Der deutsch betitelte Track Ausländer ist so ein Beispiel. Quälend langsame, tief betrübte Gitarren erschaffen die Klanglandschaft dieses Songs, der die Gefühle der Bandmitglieder im Exil in Berlin zum Thema hat. Doch wenn man denkt, die Jungs grooven sich jetzt so richtig doomig ein, wird man direkt mit dem Anschluss-Stück eines besseren belehrt. Fast ein bisschen punkig - da kommt das Sludge-Element - mit rauen, unbearbeiteten Riffs, die auch einer Band im Seattle der 90er Jahre gut zu Gesicht gestanden hätten. So mischen die Schotten das gesamte, mit 38 Minuten recht kurze (ja, ich weiß, die neueste Saint Vitus ist auch nicht länger ...), Album über die verschiedenen Stile zu einer für mein Gehör recht schwer verdaulichen Melange. Dazu kommt der doch recht hohe und quakende Gesang, der mir nach ein paar Mal Hören doch irgendwie auf den Nerv geht. Immer wieder flammen zwar ein paar durchaus spannende musikalische Feuer auf, zum Beispiel im Falle des Titeltracks, aber wirklich überzeugend werden die Winters leider nie.
Wer wirklich hauptsächlich Doom Metal und Stoner Metal hört, sollte dem Album mal ein paar Runden gönnen, aber Gelegenheits-Fans werden vermutlich nicht auf ihre Kosten kommen. Zu wenig erinnerungswürdige Songs und Sounds, zu viel Durcheinander. Da muss jemand mal ran und nachschleifen, vielleicht wird dann was draus. Wo denn nun die Nazi-Okkultisten im Aztekentempel waren, frage ich mich, nachdem ich mir das doch so schön vorgestellt hatte. Mein innerer Film war da wohl deutlich spannender, als der Soundtrack, den mit Winters präsentierten. Also lieber Indiana Jones und der letzte Kreuzzug in den BlueRay- als Berlin Occult Bureau in den MP3-Player.

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Oliver Fedkte

Trackliste:

01 - Goodbye
02 - Plans Within Plans
03 - Ausländer
04 - Schwarze Kraft
05 - Berlin Occult Bureau
06 - On Your Street Again
07 - No Tomorrow
08 - Ace Frehley
09 - Run Run Run Run
10 - Geistkämpfer

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