.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsU-V

The Very End – Turn Off The World


the very end 2012Label: SPV/Steamhammer

Spielzeit: 47:09 Min

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: YouTube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

The Very End haben sich mit dem dritten Album im Gepäck bei Branchenriese SPV/Steamhammer zurückgemeldet und wollen erneut den Finger in die Wunden der Gesellschaft legen. Als Erfüllungsgehilfe dient erneut Thrash der härteren Gangart mit deutlicher Schlagseite Richtung Death Metal. Aber soviel sei schon mal versprochen: Es gibt auch die ein oder andere Überraschung.

Ganz ehrlich: Ich freue mich schon auf dieses Review. Bereits vom Vorgänger war ich sehr begeistert, und wenn die Band ihr Niveau zu halten weiß, steht mir eine Schlachtplatte allererster Güte bevor. Und das würde ich den Mannen um Björn Gooßes allein schon nach dem sympathischen Interview nach dem Vorgänger gönnen.

Produziert wurde das Eisen von Waldemar Sorychta und Dennis Koehne. Aber genug der Plänkelei. Fangen wir an!

„Splinters“ legt nach kurzem Akustik-Einstieg los wie die Feuerwehr und wartet direkt am Anfang mit einer faustdicken Überraschung auf: einige Zeilen werden zum Teil auf deutsch gesungen! Der Song ist als saustarke Mischung zwischen Thrash- und Doublebassdrumming, pfeilschnellen Thrash/Death-Riffing und einigen atmosphärisch ausgearbeiteten Bridge-Parts aufgebaut. Als besonders beeindruckend erweist sich das Tapping-Solo, unter dem ein melodischer Klangteppich liegt. Wahnsinnseinstieg! „Iron Sky“ geht etwas mehr in die groovende Richtung und gewinnt von Anfang an mit der unerwartet hohen Variabilität von Björns Stimme. In der Konsequenz der Umsetzung und der hohen Dynamik (einschließlich akustischem Zwischenstück mit Soli und Harmonien) fühle ich mich entfernt an Machine Head erinnert, das Riffing und Drumming fühlt sich generell in der Bay Area zu Hause.

Bei „Infidel“ dürfte jedem Freund der groovigen Thrash-Richtung spontan das Herz aufgehen. Auf der anderen Seite entdecke ich bei genauerem Hinhören immer wieder kleine Anspielung in die Death Metal-Ecke, die den Track ungemein durchschlagskräftig machen. Das Hochton-Riff kurz vor dem Solo setzt noch eine ganz eigene Marke. Geil! Mit „The Black Fix“ geht es hinunter in den Moloch des Death/Thrash, was insbesondere durch das Gastspiel von LG Petrov (Entombed) unterstrichen wird. Wahnsinnige Grooves treffen auf rasiermesserscharfe Riffs und eine Menge Leidenschaft für die Mucke. Die Bridge erinnert stilistisch erneut ein wenig an Nevermore (was vor allem dem Gesang geschuldet sein dürfte), und die sich anschließenden Solo-Abfahrten sind mit die besten des ganzen Albums!  

„Maelstrom Calling“ beginnt sehr melancholisch und lotet die Grenzen zwischen Dark Metal und Thrash Metal aus. Müsste ich es anhand von Bands näher spezifizieren, würde ich einen Bastard aus  Sentenced und gutem Bay Area-Material in den Ring werfen. Die Bridge bringt durch das Bassspiel und einen Touch klassischen Heavy Metal ins Spiel. Echt coole Nummer! „Sixes And Nines“ startet verzerrt und geht zunächst in ein relativ klassisches Thrash-Schema über, überrascht dann aber mit einem eher ungewohnten, aber nichts desto trotz sehr coolen Aufbau, der den Hörer auch ein wenig fordert, da hier weder ein reinrassiges Groove Monster, noch ein typisches Uffta-Uptempo-Gehämmer, noch generisches Bay Area-Feeling aufkommt. Durch die Machart hebt sich der Track aus dem ohnehin abwechslungsreichen Material noch einmal stärker ab und setzt sich hartnäckig im Hinterkopf fest.

„The Last Mile“ ist ein von Anfang an ein einziger Wirbelsturm entfesselter Energie, welcher sich aus pfeilschnellem Thrash mit sägendem Riffing, welcher mit Passagen abgehackten Riffings und melodischen Refrains durchsetzt ist und dadurch jeden Anflug von Gleichförmigkeit im Keim erstickt. Die akustische Bridge tut ihr übriges dazu und leitet einen Part ein, der sich locker im Melodic Death daheim fühlen könnte. Geil! „Dreadnought“ zeichnet sich durch schnelles und kompliziertes Riffing aus, welches durch einen super eingängigen Chorus garniert wird. Die Bridge durchbricht das Schema mit einem straighten Metal-Riff, dem sich, als Unterlegung im Solo, ein kaskadierendes Riff anschließt.

„Gravity“ trägt seinen Namen nicht zu unrecht. Ein Merkmal des Songs sind nämlich ständig eingestreute Gravity Blasts. Aber auch sonst erweist sich der Track als Lehrstunde brutalen Thrash Metals, dem durch abwechselnden Doublebass-, Uffta- und Groove-Passagen Rechnung getragen wird. Etwa ab der Hälfte schließt sich ein mit Melodien/Harmonien gespickter Bridge-Part, der als Ruhe vor dem Solo-Sturm zu verstehen ist. An diesem wird deutlich, dass sich der technische Anspruch der Band seit dem letzten Album nochmal deutlich erhöht hat. Das Tempo ist ab der zweiten Hälfte deutlich rausgenommen, dafür regieren groovige Riffs und geniale Soli. „Orphans Of Emptiness“ packt im Anschluss nochmal die garstige Death/Thrash-Keule aus und hinterlässt nichts als pure Verwüstung. Der Chorus erweist sich erneut als Kontrapunkt, sind doch auch hier wieder melodische Riffläufe zu entdecken. Der basslastige Übergang nach dem zweiten Chorus dient als vorbereitender Teil für das technisch hochwertige Solo, das sich diesmal recht kurz fasst und dem Schlusspart Platz macht. Als Schluss bekommen wir „To Feed On Hope“ zu hören, welches streckenweise an eine Mischung aus Testament, (Melo-) Death Versatzstücken und einer guten Schippe anspruchsvollem Riffing erinnert, das zuweilen Nevermore/Loomis-Bereiche touchiert. Gekrönt wird der Song von Björns unverwechselbarem Organ und sehr melodischen Soli. Im Bridge/Solo-Part bekommen wir von diesen so einige, echt gute geboten. Starker Schlusssong!

Im Vergleich zum bereits sehr guten Mercy & Misery ist dem Schaffen der Band nochmal ein deutlicher Schritt nach vorne zu attestieren. Allein die Produktion und dem Neuzugang an der Gitarre haben für einen Quantensprung im technischen Anspruch der Kompositionen gesorgt, und das songwriterische Niveau hat auch deutlich zugenommen. Es gibt – und das zu sagen fällt mir selten so leicht wie in diesem Fall – einfach nichts zu meckern!

The Very End dürften mit dem viel beschworenen dritten Album – dem allgemein der Status eines „Make it or Break it“-Albums zugesprochen wird – die perfekte Voraussetzung für den endgültigen Durchbruch geschaffen haben. Hier stimmt einfach alles: Die Mucke ist mit Herzblut gespielt und dennoch von einem Abwechslungsreichtum und einer technischen Raffinesse, dass mir als Schreiber geradezu das Herz aufgeht. Was sich bereits im letzten Album angedeutet hatte, tritt stärker in Erscheinung; zum harten Mix zwischen Thrash, der zwischen deutscher Schule und Bay Area pendelt, und Death, der gerne klassisch-brutal, gerne als melodische Variante mit ins Boot genommen wird, kristallisiert sich noch eine technische Komponente heraus, die in vielen Momenten dem Mix der Band eine Nevermore/Loomis-Schlagseite verpasst. Meine Damen und Herren: Ganz großes Kino! Folgerichtig kann es nur eine Note geben:




xxl
 
Michael Denkers

Tracklist:

    1.    Splinters
    2.    Iron Sky
    3.    Infidel
    4.    The Black Fix
    5.    Maelstrom Calling
    6.    Sixes And Nines
    7.    The Last Mile
    8.    Dreadnought
    9.    Gravity
   10.    Orphans Of Emptiness
   11.    To Feed On Hope

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

Das hörst Du Dir an:

Rogga Johansson - Entrance To The Otherwhere

ROGGA JOHANSSON

Crom Dubh - Firebrands and ashes

Crom Dubh  Firebrands and ashes

Sinners Bleed - Absolution

sinnersbleed

Enthroned - Cold Black Suns

enthroned2019

Abbath - Outstrider 

abbath2019

Délétère - Theovorator: Babelis Testamentum

Deletere2019Deathspell Omega - The furnaces of Palingenesia

Deathspell Omega2019

Vulture - Ghastly waves & battered graves

vulture 2019

Óreiða - Óreiða

oreioa

Nattfog - Pohjan Porteilta

Nattfog

Winterwolf - Lycanthropoc Metal of Death

Winterwolf  Lycanthropoc Metal of Death

Evohé - Deus Sive Natura

evohe

Inert - Vermin

inerxxl 2019

Calyx - Vientos Arcaicos

Calyx  Vientos arcaicos

Gaahls Wyrd: GastiR - Ghosts Invited

gaahl

Nocturnal Breed - We only came for the violence

Nocturnal Breedxxl  We only came for the violence

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

mayhem tour2019

sulphuraeon tour

abortedtour

swallowthsun

Destroyer666 2019xxl

at the gatestour

endseeker tour

abbath tour

Zum Seitenanfang