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Shaking Godspeed - Hoera

Label: Drakkar

Spielzeit: 34:58 Min.

Genre: Psychedelic, Retro Rock

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: YouTube

VÖ-Datum: 08.02.2013

Unkonventionell – das sind die Niederländer Shaking Godspeed nicht nur laut Presseinfo. Zu dieser Unkonventionalität zählt wohl auch, nach gerade einmal zweieinhalbjähriger Bandgeschichte, einer EP und einem Album bei der Veröffentlichung des neuen Albums gleich den 2011er Langspieler neuaufzulegen und sie dann als Doppelalbum auf den Markt zu bringen.

Zunächst stellt sich die ganz praktische Frage: in welchem Zustand ist diese Musik zu hören? Es wirkt einerseits so, als könnten Shaking Godspeed nüchtern leicht missverstanden werden, wenn nicht gar unverstanden bleiben; andererseits scheint die Gefahr, nach egal welchem Substanzkonsum unter Umständen einen Horrotrip beim Hören von „Hoera“ zu bekommen durchaus real. Tatsächlich klingt die Band oft danach, ihre Zuhörer schlichtweg provozieren zu wollen - positiv formuliert; es wäre nicht falsch zu sagen: ihnen gehörig auf die Nerven gehen! So bei dem Titellied „Hoera“ oder auch „Gong Gong“. Dann wieder haben sie so wunderbare Melodien, dass man ihnen dafür direkt einen eigenen Orden stiften möchte. Das bluesrockige „Season's Over“ ist genau wie das poppige „With“ ein gutes Beispiel dafür. Der Einsatz der Instrumente und Gesangsstile wirkt organisch gewachsen und dennoch wohl überlegt - ob Akustikflair oder E-Geschrammel, selbst die Orgel wird nicht als pures Retro-Stilmittel eingesetzt, sondern erfüllt in jedem Lied eine entscheidene Aufgabe. Das sehr vielfältige Spiel zwischen Konsonanz und Dissonanz wirkt bei näherem Hinhören stets aufs Neue spannend und dem jeweiligen Lied zuträglich, anstatt als Platittüde gewollter Hörempfindungsstörung eingesetzt zu werden. Shaking Godspeed klingen irgendwie britisch, manchmal nach überdrehten Blur und dann wieder nach hochmodernen Beatles, die sich gerade sehr erfolgreich in einer Bluesphase ausprobieren. Darüberhinaus werden - wie beim sehr aufregenden „Jesus“ - Gitarrenriffs dem Stoner entliehen, während Wout Kemkens Stimme ungewohnt kratzig losröhrt, damit sich die Band Sekunden später in einem, auf eine sehr eigenwillige Weise, eingängigen Refrain ergießen kann. Bei „The Ghouls Have Come“ werden zu unheimlichem Jahrmarktleierorgelklang 6/8-Variationen ins Zuhörerohr gedrückt, um im letzten Lied - „Scratch Your Name In Our Skin“ - Surfsounds aufzufahren. Letztgenanntes Lied ist in seinem surfigen Psychobilly-Rock'n'Roll-Gewand neben dem für Shaking Godspeed-Verhältnisse fast schon gefälligen Eröffner „I Wonder“ und dem wunderschönen Doors-angehauchten bluesrockigen „Season's Over“ Anspieltipp für „Hoera“.

Es fordert den Zuhörern schon Bereitschaft ab, den auf einer musikalischen Woge der Extravaganz fliegenden Holländern ihre Ohren zu schenken. Wer Shaking Godspeed aber furchtlos und mit musikalischer Offenheit, die ihre Wurzeln irgendwo im psychedelischen früh-70er Rock haben sollte, begegnet, wird lange nicht von Bord wollen.

Julika Quickert

Tracklist:

01. I Wonder
02. Hoera
03. French Girls
04. Season's Over
05. Jesus
06. Gong Gong
07. Without
08. Promise
09. With
10. The Ghouls Have Come
11. Scratch Your Name In Our Skin

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