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Sons of Aeon – Sons of Aeon

Label: Lifeforce Records

Spielzeit: 48:54 Min.

Genre: Melodic Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 18. Januar 2013

 

Ein neues Superprojekt steht vor der Haustür! Dieses lautet auf Sons of Aeon und vereint u.a. Mitglieder von Swallow The Sun sowie Ghost Brigade. Jetzt mag der (unbedarfte) Leser denken, dass dabei die große Melancholie herauskommen wird. Doch ist dem so?

Schon allein die Aufmachung des Promozettels lässt aufhorchen. Statt des üblichen „diese-Band-ist-die-tollste-und-beste“-Gelabers erwartet uns eine Erzählung eines Mitglieds der Band, der an dieser Stelle schlicht W genannt wird (findige Fans werden sicherlich schnell erraten, um wen es sich handelt). Und er erzählt uns von seiner musikalischen Sozialisation, seinen Lieblingsbands, seinen Einflüssen, so authentisch, wie es eben auf Papier gebannt werden kann.

Und schnell wird auch einem klar, warum er das tut: Denn wider erwarten zocken Sons of Aeon lupenreinen (Melodic) Death Metal schwedischer Prägung! Und das war gewiss so nicht zu erwarten, wenn man sich vor Augen führt, von welchen Bands die Mitglieder kommen.

Schon jetzt gilt dieses Album vielen Insidern als eines der Besten, die dieses Jahr herauskommen. Zuviel der Lorbeeren? Lasst es uns herausfinden....

Und was sich mit „Faceless“ aus meinen Kopfhörern Bahn bricht, ist ein Death Metal Intro allerbester Prägung, das einen auf der Stelle mit dem Kopf mitwippen lässt. Und kaum ist die letzte Note des Intros verklungen, ballert die Doublebassdrum im Midtempo los, sägt sich ein kraftvolles Riff durch alle Fasern des Körpers. Schon ist man längst im hypnotischen Propellerbanging gefangen – da legt die Band einen Zahn zu und reißt uns mit sich. Was sich dem Hörer nun offenbart, ist oldschooliger Death Metal, dem man noch die Thrash Roots deutlich anmerkt. Das läuft mir äußert gut rein – zumal man die Abwechslung nicht vergisst; und plötzlich stellt man erschrocken fest, das der Eröffnungssong bereits vorbei ist! Unfassbar! „Cold Waves“ groovt sich sofort von 0 auf 100 und lässt auf Anhieb auch einige Anklänge an guten Melodic Death erkennen. Dem aufmerksamen Hörer entgehen auch mit Sicherheit die gut eingebetteten Schlenker und Fills nicht, die so manches mal die große Kunst der Musiker erahnen lassen. Die Bridge kann gar mit einem leicht orientalisch angehauchten Riff aufwarten. Genial!

Mit „Burden“ schlagen die Jungs einen melancholischeren Ton an und bewegen sich so noch offensichtlicher in die melodische Todesecke, Rückgriffe auf die Hauptbands der Musiker lässt das Intro auch recht deutlich zu. Und was nach dem Intro folgt, ist Melodic Death, den ich in der Güte eigentlich nur noch von Dark Tranquillity kenne, auch wenn sich SoA stilistisch in eine andere Richtung begeben. Mit zunehmender Songdauer gibt es außerdem ein großartiges Melo Death Trademark-Riff zu entdecken – inklusive Twin-Gitarren! „Enemy Of The Souls“ holt mit dem Knüppel ordentlich Schwung, um in einer fast fließend-eleganten Bewegung einem lässig und dennoch nachdrücklich die Zähne mit Hiebextraktion zu entfernen. Und ganz nebenbei erweist sich der Track auch noch als Groove-Monster. Straighte auf die Zwölf-Bedienung.

Mit „The Centre“ beweisen die Jungs, dass sie auch weiterhin die großen Gefühle beherrschen. Traurig, langsam, getragen, melancholisch, dennoch mit einer gesunden Härte ausgestattet, so präsentiert sich der Song, der noch nebenbei den Beweis erbringt, das Gitarren und Basser gleichzeitig geniale Melodielinien spielen können, ohne das jemand zu kurz kommt – geradezu einen Saiteneruption. „Havoc & Catharsis“ gibt sich, dem Namen entsprechend, im schwarzen Gewand und ist mit folgerichtig mit einem Riff ausgestattet, dass starke Anleihen am Black Metal nimmt. Zuweilen kommt das sogar im Gesang zu tragen, so biestige Schreie habe ich jedenfalls eher selten im Death Metal gehört. Das große Geknüppel geht zum letzten Drittel hin in einen saumäßigen groovigen Moshpart über, welches erneut mit einem dieser leicht orientalischen Riffs aufwarten kann. Und nebenbei über das erste (echte) Solo verfügt (wenn ich mich jetzt nicht täusche).

„Weakness“ ist ein Emulgat der besten Momente von At The Gates, Dark Tranquillity und – mit leichten Abstrichen – späten Carcass und darf zurecht als echter Melo Death-Kracher bezeichnet werden. Kracht ordentlich und zaubert mir unweigerlich ein zementiertes Lächeln aufs Gesicht.  Die zweite Hälfte des Songs beginnt mit einer hochmelodischen und zugleich hochmelancholischen Bridge, die mich fast schon träumen lässt, wäre da nicht der markerschütternde Schrei des Sängers, der mich sofort wieder aus meiner Träumerei holt und zugleich ein paar bratende Gitarren dazu holt. Wahnsinn!! „Seeds Of Destruction“ fräst sich mit ultrapräzisem Triolenriffing sowie garstig beißendem Bassspiel durch die Gehörgänge und lässt keinen Zweifel an der Mission des Songs: Hier soll Zerstörung zelebriert werden! Passend dazu gesellen sich zu dem explosiven Mix Momente schwarzer Raserei dazu, die mich sogar bisweilen an die guten, alten Immortal erinnern. Super Nummer!

„Wolf Eyes“ gibt sich Angesichts der großartigen Songs auf diesem Album nicht die Blöße und präsentiert, als neuen Aspekt der Mucke dieser Band, die hochmelodische Seite des Melo Death Metal, sozusagen ein Paradebeispiel dafür, wie In Flames Anno 2013 meiner Meinung nach klingen sollten (es aber leider nicht tun). Daumen hoch! Und schon bin ich beim letzten Song angelangt. „Black Sheep Process“ nennt sich das gute Stück, dass sich zunächst langsam, wirkungsvoll, atmosphärisch, rein Instrumental und im Kriechgang im Hirn einnistet, um dort auch nicht mehr zu verschwinden. Grandioses Ende eines grandiosen Albums.

Eigentlich genügen zur Beschreibung dieses Albums fünf Silben: Un-fass-bar Ge-nial! Wenn das neue Jahr gleich mit so einem Kracher beginnt, muss ich mir eigentlich um den Rest des Jahres in musikalischer Hinsicht keine Gedanken mehr machen. Hier wurde einfach alles richtig gemacht. Die Jungs haben die Grenzen des Möglichen im Rahmen des (Melodic) Death Metal vollständig in alle Richtungen ausgereizt und dabei vollständig und flächendeckend brilliert. Und das gilt selbstverständlich nicht nur für den technischen Aspekt, auch das „Gefühl“, der Spannungsbogen stimmt vollkommen, die Songs waren komplett richtig angeordnet, es wurde eine Geschichte erzählt, ohne das – meines Wissens nach zumindest – dies ausdrücklich mit Absicht geschehen wäre. Eigentlich muss keine weiteren großen Worte verlieren. Bitte Jungs, bleibt am Ball, löst dieses Projekt bloß nie auf! Eine blinde Empfehlung und ganz klar

Michael Denkers

Tracklist:

    1.    Faceless
    2.    Cold Waves
    3.    Burden
    4.    Enemy Of The Souls
    5.    The Centre
    6.    Havoc & Catharsis
    7.    Weakness
    8.    Seeds Of Destruction
    9.    Wolf Eyes
    10.    Black Sheep Process

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