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Shadows Fall - Fire From The Sky

shadows fallLabel: Spinefarm Records

Spielzeit: 58:49 Min

Genre: Metalcore/Thrash

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 17. August 2012

Aus dem beschaulichen Amerika stammt die nicht so beschauliche Band Shadows Fall, die uns dieser Tage - über Spinefarm - ihr mittlerweile siebtes Schaffenswerk vorlegt. Manch einem Kritiker gilt die Band als mäßiger Klon von KSE, den anderen ist nicht genug Abwechslung vorhanden (was zumindest zum Teil widerlegbar ist), aber dennoch können beide Argumente nicht vollends aus der Welt geschafft werden.

Warum das gerade bei diesem Album noch zum Problem wird - ein gewisser Adam D. hat produziert - wird noch später abgehandelt. Zunächst sollte zur Entscheidungsfindung erwähnt sein, dass uns die Extended Version vorliegt, auf der vier Bonustracks enthalten sind, die die Platte nochmal um schlappe 17 Minuten verlängern. Also dann, auf ins Hörvergnügen!

„The Uknown" legt schon mal mit energetischem Riffing los und offenbart von Anfang an den typischen Produzierstil von Adam D.. Auffällig bislang ist vor allem, dass das Riffing und die Stilistik des Tracks tatsächlich mehr trashig als corelastig sind. Das Solo jedenfalls ist erstklassig und leitet in einen Break über, der den Song in den Finalteil überleitet. Netter Einstieg, wenn auch ein wenig mehr Kraft wünschenswert wäre. „Divide And Conquer" legt eine ordentliche Schüppe drauf und offenbart etwas offensichtlicher die Metalcore-Wurzeln der Band. Tatsächlich erinnert dieser Song an einen melodischen Trivium-Track mit einem Twist in Richtung Unearth, wenngleich qualitativ nicht gleichwertig, aber überraschenderweise immer noch eigenständig genug, um nicht als „Hommage" durchzugehen. Ordentlich, allerdings fehlt mir immer noch der letzte Ausbruch.

Und der mag mit „Weight Of The World" gekommen sein. Nicht nur, dass das Intro flott runtergerifft wird und der Sänger endlich mehr aus sich raus kommt, auch Blasting-Passagen werden ausgepackt. Ab der Hälfte kommt eine Bridge-Passage, die dem Song nicht nur eine dynamische Wendung gibt, sondern auch ein erstklassiges Soloduell einleitet. Klasse! „Nothing Remains" packt mich von Anfang an mit seinem sägenden Riff, dass im Zusammenspiel mit dem Drums ordentlich Groove aufbaut. Nach dem ersten Chorus verliert sich dieser Groove zwar ein bisschen, nichts desto trotz wird der Track aber nie lahm und verliert sich auch nicht in unnötigem Tand.

Der Titeltrack „Fire From The Sky" gibt sich die Ehre und beginnt schon fast ein bisschen Doomig und erweist sich in der Folge als fies sägender Bastard aus leichtem Orient-Touch mit langsamen Beat und ultra-heavy produziertem Bass. Nach der Hälfte wird die Drehzahl enorm hochgefahren - Circle-Pit-Time! Dem schließt sich ein pfeilschnelles Solo und ein Bridgepart mit derbem Groove an, mit dem Ergebnis, dass sich der Track als bislang abwechslungsreichstes (und bestes) Stück des Albums präsentiert. „Save Your Soul" klingt von Anfang an schwer nach Verbeugung vor den Großen des neu-amerikanischen Stils - allen voran KSE und Trivium - sollte aber deshalb nicht unterschätzt werden, da der hymnische Charakter im Zusammenspiel mit dem supermelodischen Solo mit „Maiden"-Unterlegung, getrennt von den offensichtlichen Vorbildern - eine superbe Live-Granate ergeben dürften.

„Blind Faith" beginnt getragen, melancholisch, trüb und baut - behutsam nur - langsam und schrittweise das Riffing auf... Und vermöbelt den ganzen Aufbau innerhalb kurzer Zeit mit Drumpower. Ab jetzt wird ordentlich losgelegt; die Grundstimmung in seiner Basis aufrechterhaltend, spinnen sich die Riffs in die Höhe und gipfeln in ein geradezu unglaubliches Solo, dass ich in der Form selten gehört habe. Ein weiteres Highlight: Die Twin-Guitar-Riffs! „Lost Within" legt dann im Amon Amarth-Gedächtnismodus los (inklusive angeschwärzter Frühphase), schwenkt aber rechtzeitig vor Einsetzen der Vocals Metalcore/Thrash-Modus hinüber. Das Tapping-/Bending-Solo am Beginn des Soloteils darf gerne als Show-Off aufgefasst werden, ein kurzes, sphärisches Intermezzo leitet in den Song zurück. Goil!

„Walk The Edge" atmet fast schon ein bisschen Klassiker-Luft, verschenkt lediglich mit dem - meiner Meinung nach unnötigen - Screaming-Anteilen ein bisschen Fluss. Das Solo wirkt nicht ganz schlüssig integriert, ansonsten hat der Track das Zeug zu einer festen Position bei zukünftigen Konzerten. „The Wasteland" - der letzte Track des offiziellen Teils - ist ein Paradebeispiel für die hohe Metalcore-Schule, werden hier doch neben etlichen Gesangsstilen auch (dezent) melodische Parts mit Blastingpassagen geführt. Der Bridgepart stützt diese These, sowohl was die Hinleitung zum, als auch das Solo selbst, beweisen. Folgerichtig kommt als Rausschmeißer der bislang einzige (!) Breakdown des Albums...

Die Bonustracks werden mit „Eternal Life" eingeleitet, einem Song, dass in seiner Machart recht sperrig wirkt, aber dennoch in den Albumkontext passt und gerne auch hätte regulär mit aufgenommen werden dürfen; insgesamt kippt dieser Song mehr in die Metalcore-Richtung, obwohl dieser Eindruck durch den Soloteil ordentlich durchbrochen wird. „A Death Worth Dying" erinnert einmal mehr in seinem Stil an Trivium und Konsorten und ist in diesem Fall ein bisschen zu sehr „Hommage" um als ernsthaft gelungener Track durchzugehen - in diesem Sinne leider „Not A Song Worth Hearing", da im Gegenzug nicht zwingend genug. Die beiden Live-Songs werde ich nicht näher besprechen, da sie lediglich nette Dreingabe sind und zudem vor Ort nicht sonderlich gut, aber zumindest schön heavy abgemischt wurden.

Nach der akustischen Verarbeitung dieses Werks bleibt zum einen festzuhalten, dass der Stil - erfreulicherweise! - nach wie vor mit Metalcore allein unzureichend beschrieben ist und nur einen „echten" Metalcore-Track zu verzeichnen hat, namentlich „The Wasteland". Ein weiterer efreulicher Punkt ist sicherlich auch, dass das Album wider erwarten ordentlich abwechslungsreich geraten ist, was der geneigte, vorurteilsbehaftete Rezi-Schreiber nicht unbedingt so erwartet hätte.

Und dennoch... So leid es mit tut, es zu sagen, aber ich halte Adam Dutkiewicz nach wie vor für einen der Produzenten, die eher von ihrem Namen denn von ihrem Können leben, denn häufig genug klingen alle Alben, die er produziert, exakt gleich. Dieser Umstand wird insbesondere dann grenzwertig, wenn eine Band ihn als Produzenten mit an Bord nimmt (und ihn teilweise mit an den Songs arbeiten lässt!), die ohnehin schon mit dem ein oder anderen Vorurteil bezüglich der Nachahmerei von KSE und Konsorten zu kämpfen hat. Zum anderen fehlt bei dem ein oder anderen Track einfach das gewisse Maß an Brutalität, und so rauschen diejenigen eher an mir vorbei.

Fazit:

Im nunmehr siebten Studiowerk von Shadows Fall bleibt alles anders und doch alles gleich. Zwar teilweise erfolgreich um Abwechslung bemüht, ist es der Band mit diesem Album immer noch nicht vergönnt, die Schatten der übermächtigen Vorreiter der neuen, amerikanischen Szene endgültig abzuschütteln, und dank manch schwachbrüstigem Song zwischen den ansonsten gelungen Werken bleibt in der Summe ein mittelmäßiges

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Michael Denkers

Tracklist:

1. The Unknown
2. Divide And Conquer
3. Weight Of The World
4. Nothing Remains
5. Fire From The Sky
6. Save Your Soul
7. Blind Faith
8. Lost Within
9. Walk The Edge
10. The Wasteland
Bonustracks:
11. Eternal Life
12. A Death Worth Dying
13. Failure Of The Devout (live)
14. The Light That Blinds (live)

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