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Sabaton - Carolus Rex

sabaton - carolus rexLabel: Nuclear Blast

Spielzeit: 45:09 Min.

Genre: Power Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

Turbulente Zeiten liegen hinter Sabaton, den Aufsteigern der letzten Jahre im Power-Metal-Bereich. Kurz vor Release des neuen Albums wurde fast die gesamte Besetzung der Band ausgetauscht. Nur Bassist Pär Sundström und Frontmann Joakim Brodén blieben übrig. Die anderen Mitglieder wären nicht mehr mit vollem Einsatz und der nötigen Motivation bei der Sache gewesen, hieß es. Ersatz für die Gitarren und das Schlagzeug waren dann aber schnell gefunden. Einzig die Stelle des Keyboarders bleibt vorerst vakant, weshalb dessen Parts auf der „Swedish Empire"-Tour zunächst vom Band kommen werden. Die Veröffentlichung von „Carolus Rex", dem mittlerweile sechsten Album der Schweden, ging dadurch fast ein wenig unter. Seit Freitag ist es nun aber draußen. Und da es noch von der alten Besetzung eingespielt wurde, sollte sich an der musikalischen Ausrichtung der Band nicht allzu viel geändert haben.

Und so ist es dann auch. Nach einem kurzen Intro erwartet „Carolus Rex" den Hörer mit dem charakteristischen Sabaton-Sound, der einem aus den Boxen entgegen gefeuert wird. Brodéns einzigartige Stimme lässt dann auch keine Zweifel mehr offen. Auch das neue Album klingt typisch nach Sabaton und weckt oft Erinnerungen an frühere Werke, insbesondere die „The Art of War". Die Schweden schaffen es aber, durch ein paar feine Änderungen das bekannte Konzept frisch zu halten.
Zwar gibt es auch auf „Carolus Rex" die ein oder andere schnellere Nummer, wie das eingängige ‚The Lion from the North' oder die etwas belanglosen ‚1648' und ‚Killing Ground', der Fokus liegt aber vor allem auf den epischen Stücken. Hier sind besonders ‚A Lifetime of War' und ‚Long Live the King' zu erwähnen. Über allem thront aber der Titeltrack ‚Carolus Rex'. Mit seinen rollenden Drums und dem majestätischen Refrain ragt der Song als musikalischer sowie thematischer Höhepunkt heraus. Und damit es nicht zu eintönig wird, zeigen Sabaton mit den beiden überragenden Hits ‚Gott mit uns' (hier hat Peter Tägtgren einen Gastauftritt) und ‚Poltava', dass sie auch beim Songwriting noch Akzente setzen können.
Erfreulicherweise wurde der Einsatz des Keyboards deutlich zurückgeschraubt. Stattdessen wird den Gitarren und ihren Soli mehr Platz eingeräumt, was den Hörgenuss merklich steigert. Einzig das finale ‚Ruina Imperii' ertrinkt in billigen Keyboard-Klängen und schließt das Album so eher unglücklich ab.

Thematisch bleibt man zwar beim Krieg, entfernt sich aber von den zwei großen Kriegen, die die bisherigen Alben dominiert haben. Man geht über 200 Jahre weiter zurück und widmet sich auf „Carolus Rex" der schwedischen Geschichte. Das Konzeptalbum beschreibt den Aufstieg und Fall von Karl XII. von Schweden und dessen Rolle im Großen Nordischen Krieg. Beim Schreiben der Texte wurde die Band von Historiker Bengt Liljegren unterstützt, der weiterführende Informationen ergänzte und die Songtexte gegenlas. So wird die Geschichte von Carolus Rex zwar etwas verklärt, aber auf fundierten Fakten basierend erzählt. Trotz all dieser geschichtlichen Hintergründe kommen die zu erwartenden Schlagworte aber nicht zu kurz: Truppen marschieren („marching"), Städte brennen („burning") und „Propaganda" wird auch verbreitet.
Passend zum patriotischen Thema wurde das komplette Album auch in der Landessprache eingesungen. Es hört sich auf Schwedisch durchaus interessant an und es trägt sicher auch zur Authentizität bei, aber aufgrund des Nichtverstehens und der etwas befremdlich klingenden Sprache überzeugt die englische Fassung am Ende dann doch mehr.

Auf den diversen Editionen von „Carolus Rex" finden sich auch noch drei Bonus Tracks, die nicht unerwähnt bleiben sollen:
Einmal wäre da das unvermeidliche Cover von Status Quo's ‚In the Army Now'. Ein allzu großer Unterschied zum Original lässt sich nicht erkennen und etwas mehr Druck wäre wünschenswert gewesen.
Dann hat man noch ‚Feuer frei!' von Rammstein aufgenommen. Das gerollte Lindemann-R passt zu Joakim Brodén, der den Song auch gleich auf Deutsch eingesungen hat. So richtig zünden will die Nummer aber nicht.
Und zu guter Letzt haben sich Sabaton noch an dem Überhit ‚Twilight of the Thunder God' von Amon Amarth versucht. Die Double Bass überholt sich hier selbst, aber Brodéns klarer Gesang passt einfach nicht. Besser wird es, wenn erneut Peter Tägtgren seine Death-Vocals beisteuert.
Alles netter Bonus, aber auch nicht mehr.

Sabaton bleiben sich weiter treu. Auch auf „Carolus Rex" klingen die Schweden so, wie Sabaton eben klingen. Erneut wird starker Power Metal mit eingängigen Melodien und Refrains geboten, die sich im Kopf festsetzen. Natürlich sind die Anleihen bei sich selbst unverkennbar, aber dank geschickter Variation der bekannten Bestandteile und nuanciertem Songwriting überzeugt das neue Album auf ganzer Linie. Das konsequent durchgezogene textliche Konzept bringt zusätzlich frischen Wind in die schwedischen Kriegserzählungen. Nach einem kurzen Stillstand beim letzten Album wird es für Sabaton mit „Carolus Rex" jetzt noch weiter nach oben gehen.

Christian Schrübbers

xl

Tracklist:

01. Dominium Maris Baltici
02. The Lion from the North (Lejonet från Norden)
03. Gott mit uns
04. A Lifetime of War (En Livstid i Krig)
05. 1648
06. The Carolean's Prayer (Karolinens Bön)
07. Carolus Rex
08. Killing Ground (Ett Slag Färgat Rött)
09. Poltava
10. Long Live the King (Konungens Likfärd)
11. Ruina Imperii

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