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Sea of Disorder: Merging Land and Sky

Sea of Disorder  Merging Land and SkyLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 57:39 Min.

Genre: Post Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Zwischendurch darf es auch gerne mal etwas beschaulicher in meinem CD Player werden, neben Ambient und Doom gibt es dafür auch noch einiges aus dem Genre des Post Rocks, was zum Entspannen und träumen, bestenfalls sogar zum Nachdenken anregt.

Das Salzburger Duo Sea of Disorder hat sich dieser Musik verschrieben, Legenden besagen, dass man sich nach einem gemeinsamen Opeth Konzert zusammenfand, um Musik zu spielen. Warum auch nicht? Der Beginn der CD ist genretypisch, schön langsam mit getragenen, leicht melancholischen Melodien. Nicht schlecht, aber auch nicht vom Hocker reißend, denke ich mir gerade, da setzt der Gesang ein – und der ist erstaunlicherweise sehr rau und kratzend, was man hier gar nicht erwartet hätte, sondern was gut und gerne auch zu ´ner Black Metal Band passen würde. Der Mann hinter de Stimme ist niemand anderer als Jason Watkins, seines Zeichens Sänger der Ami-Sludger Mouth of the architect. Das passt ganz ausgezeichnet zusammen und gibt der Band natürlich sofort etwas ganz Eigenes.

Leider hört man den Kollegen nur auf diesem Song, denn die Band agiert mit verschiedenen Gastsängern. So veredelt Josh Wing von den Post Rockern Sól den dritten und Thomas Torsson von den Schweden EF (ebenfalls Post Rock) den fünften Song. Der Rest des Albums ist rein instrumental und ich muss schon sagen, dass dies eine hochgradig interessante und sehr gelungene Mischung ist! Die drei Songs mit Gesang sind deutlich heftiger, bzw. düsterer, kratzen hier und da auch mal am Sludge, während die drei Instrumentalstücke purer Post Rock sind. Zerbrechlich, voller Melancholie und zarter Schönheit.

Mir persönlich gefällt der Beitrag von Jason Watkins am besten, aber das gesamte Album ist ein absoluter Volltreffer geworden. Man glaubt es kaum, dass es sich hier um eine in Eigenregie geschaffenes Debüt handelt. Großartig!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Ghost Of Yesterday 09:39
2. 1953 14:33
3. Merging Land And Sky 07:08
4. Falling Giants 06:49
5. As The Clouds Disperse 10:07
6. Horizon 09:22

XXL-Tipp

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