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Thorr-Axe: Gates of Winter

thorr axeLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 53:31 Min.

Genre: Doom Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereist erschienen

 

Thorr-Axe sind mal wieder eine meiner Bandcamp-Entdeckungen, ich bin dort immer wieder auf der Suche nach neuen, markanten Bands aus den Bereichen Black- und Doom-Metal. Die vier Jungs aus den USA haben bisher die komplette Discographie ihrer Band auf Bandcamp veröffentlicht. Die Alben entstanden bisher stets in Eigenproduktion und sind nur digital erhältlich. „Gates of Winter" ist nun das zweite Album der Band, der Vorgänger erschien bereits 2011. Dabei hat sich seit dem Erstling die Besetzung der Band einmal komplett geändert, ist doch lediglich der Sänger das einzige Mitglied der Originalbesetzung von 2007.

Auf dem Album bekommt der Zuhörer eine skurrile Mischung aus Doom-Metal und eher Hardcore-lastigen Vocals geboten. Das Album hat durch diesen Umstand eine riesige Aggressivität, die mich vom ersten Hören an in seinen Bann gezogen hat. Die Musik selbst ist dabei klassisch so wie man es sich vorstellt. Die Schwere, die dem Doom Metal zur jeder Zeit innewohnt ist natürlich auch hier Gegenwärtig. Die Dynamik lebt hier allerdings vor allem durch den Gesang, da dieser auch die Geschwindigkeit des Albums angibt, stellenweise würde ich sogar sagen, dass das Album für Doom-Metal noch etwas zu schnell ist. Die Mischung passt dennoch sehr gut zusammen. Das Drumming ist sehr einfach gehalten, passt sich aber gut der Musik an. Im Gegensatz dazu ist beispielsweise das Gitarrenspiel sehr markant und hat ebenfalls einen hohen Wiederkennunsgwert. Die Kehrseite der Eigenproduktion ist sicherlich die etwas fade und drucklose Produktion. Auch die Abmischung der einzelnen Instrumente könnte deutlich besser sein und mehr aus dem Album herausholen. Der Gesang ist sehr laut abgemischt und verdrängt durch diesen Umstand schnell die restlichen Instrumente, die daher schnell untergehen und etwas im „Brei" versinken. Dennoch haben Thorr-Axe einen wirklich hohen Wiedererkennungswert und ihr solltet dem Album definitiv mal eine Chance geben. Natürlich nur, wenn ihr auch mit den eher untypischen Vocals klarkommt.

Wieder einmal eine tolle Entdeckung. Das Album kann digital für 5$ erworben werden. Wenn es euch gefällt, könnt ihr natürlich auch mehr bezahlen. Mir gefällt die Genre-Mischung auf diesem Album sehr gut, daher kann ich mit der eher mäßigen Produktion ganz gut leben. Bleibt natürlich zu hoffen, dass das Album auf einem Anständigen Label veröffentlicht wird, damit die Band auch den Sound bekommt, den sie verdient.

Moritz Naczenski

XXL WertungL

Tracklist:

1. Open The Gates
2. The Seer's Vision
3. Four Hooves
4. Mountain Crusher
5. The Forging Ritual
6. Gates of Winter
7. Descent
8. Intermission
9. Awakening

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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