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Torment Tool – Under Friendly Attack

torment tool  under friendly attackLabel: Gegentrend Records

Spielzeit: 42:52 Min.

Genre: Death/Thrash

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 16. November 2012


Vor kurzem noch hat meine Kollegin Wiebke das Debut der Jungs aus Geislingen besprochen, jetzt liegt mir der Nachfolger vor. Und mittlerweile sind Sie bei einem neuen, jungen Label namens Gegentrend Records untergekommen. Aber in den Jahren zwischen ihrem Debut und der neuen Scheibe sind sie nicht nur an einen Plattenvertrag gekommen, sie haben auch attraktive Support-Slots bei namhaften Bands ergattern können, die sich sehen lassen. Mit dabei waren u.a. Sodom, Asphyx, Destruction, Exciter und Death Angel. Sogar ein Spanientrip mit Tankard war darunter; all das hat dafür gesorgt, dass der Name der Band im Untergrund mittlerweile relativ bekannt ist.

Für mich persönlich ist es natürlich ein Genuss zu sehen, welchen Weg die Jungs genommen haben, die ich ihre Karriere von Anfang an mitverfolgen konnte; umso mehr ist es natürlich ein Knaller, dass das aktuelle Werk von Andy Classen produziert wurde, der im Thrash-Fach natürlich ein großer Name ist und solche Werke - Torment Tool steht wie Schule der späten 80er - geradezu prädestiniert ist. Die Fragen, die sich mir stellen, sind folgende: Konnte Band ihr Können noch weiter ausbauen? Wie fügt sich der neue Drummer ein? Ist das neue Werk de facto besser als das Debüt?

Nun, dies herauszufinden, habe ich mir zur Aufgabe gemacht. Und mit "'Till Death" geht es schon mal ordentlich los. Im Mid-Tempo angesiedelt, fällt im Vergleich zum Vorgänger die ungleich rauere und damit deutlich passigere Produktion auf, die dem Material sehr gut tut. Von der Stoßrichtung irgendwo zwischen Kreator, Exodus und Slayer angesiedelt, weiß die Nummer - trotz gelungener, teilweiser sehr starker Soli und starkem Drumming - nicht vollends zu überzeugen, da mir an dieser Stelle einen Tacken Geschwindigkeit fehlt. Nichtsdestotrotz ordentlicher Einstieg. "Elitary Reproach" fühlt sich im typischen Mosh-Pit Trash-Stil zu Hause und überzeugt mit gelungen Übergängen und mit einigen netten Geschwindigkeitsspielereien. Der Chorus hat einen ungewöhnlichen Aufbau, die Soli sind Sahnehäubchen.

"Behind The Mask" erinnert mich sofort an die groovigen Werke von Slayer und entwickelt eine ungemein hohe Dynamik. Man merkt der Nummer an, dass die einfach unheimlich viel Spaß gemacht haben muss. Sehr gut! "Redeemer" orientiert sich stärker an der deutschen Trash-Schule und gibt sich, strukturell, erstaunlich abwechslungsreich. Der Chorus enthüllt einen neuen Aspekt an der Stimme des Sängers; in der Bridge wird ordentlich an Fahrt aufgenommen, die Drums grooven lässig und unterlegen die Soli anschließend mit einem Doublebassdrumteppich, der in einen Moshpit-Rhythmus übergeht. Gegen Ende erinnert mich die Stimme von Uli in manchen Momenten gar ein bisschen an Motörhead's Lemmy (ohne freilich dessen absoluter Whiskey-Attitüde). Der siebeneinhalb-Minüter wurde ohne Ermüdungserscheinungen spannend durcherzählt und macht echt Spaß. Anspieltipp!

"Partycrüshers" wird nicht zufällig mit dem "Metal-Umlaut" geschrieben; diese Nummer ist eine famose Party-Hymne, der in vielen Momenten die Lässigkeit einer Rock'n'Roll-Komposition durscheinen lässt und runtergeht wie Öl. Cheers! Mit "Under Friendly Attack" stellt sich mir nun ein kurzes, aber knackiges Intermezzo vor, das eindeutig vom Death-Metal inspiriert ist und zudem direkt....

...in "Like Cattle" übergeht, einer Nummer, die nicht nur direkt am Anfang ein viehisch gutes Solo einbringt, sondern auch Trash/Death-Spirit atmet. Der Chorus ist zudem echtes Mitgröhlfutter und dürfte zudem im Rahmen eines Auftritts bestens funktionieren. Die Drums knattern die meiste Zeit im Maschinengewehrmodus durch. Der Bridgepart offenbart nicht nur einen Spokenword-Part, sondern lässt auch das Können der gesamten Instrumentenfraktion aufleuchten. Das Duell zwischen den Soli und den Drums macht echt Laune, die Schreie geben Ende sind echt viehisch. Einer meiner persönlichen Favoriten! "Pieces Of Perversion" ist Rifftechnisch erneut sehr von Kreator inspiriert und macht von Anfang an keine Gefangenen. Im Gesamtbild ergibt sich eine sehr oldschoolige, aber hart groovende und mitreißende Nummer, die nicht nur ein sehr langes Gitarrenduell unterzubringen weiß, sondern auch ebenso noch Drumgalopp einbaut. Das Ende wirkt zwar auf mich etwas abgehackt, ansonsten sehr gelungener Rübenabschrauber!

"Morbid Tranquility" hält sich an sein Versprechen und baut zunächst eine relativ morbide Stimmung auf und erinnert stilistisch an das ein oder andere Werk von Sodom und ähnlich gelagerten Bands. Erneut entdeckt der Hörer einen neuen Aspekt am Sänger, der in diesem Stück sehr viel kehliger zu Werke geht, aber immer wieder auch spitze Schreie einstreut. Der Song groovt vor sich hin und baut - fast schon ein bisschen hypnotisch - die Riffs repetitiv immer weiter auf und ergänzt diese an den richtigen Stellen um neue Aspekte. "Fallen Wolf's Revenge" beginnt langsam, fast schon behutsam und baut eine melancholische Grundstimmung auf, die mit dem Einsetzen des leicht in Richtung Tribal schielenden Drummings allmählich die Stimmung auf ein bedrohliches Grundniveau raufschraubt und unaufhaltsam einer Klimax entgegensteuert. Stimmiges und instrumentales Abschlussstück.

Ich freue mich für die Jungs, denn mit ihrem Zweitwerk Under Friendly Attack ist ihnen ein famoses, zwar nicht perfektes, aber dennoch sehr abwechslungsreiches und überaus stimmiges Thrash/Death-Album der alten Schule gelungen, dass zwar ohne einen absoluten Mega-Hit auskommen muss, aber vom Niveau her schon recht hoch ist und ein weiteren Trittstein in Richtung eines Magnus Opum darstellen kann, der den Jungs - in Zukunft - den endgültigen Durchbruch bescheren mag, was ich ihnen auch von Herzen wünsche. Auch wenn ich selbstverständlich darauf verzichten muss, die Höchstnote zu geben, muss ich attestieren, dass insgesamt ein sehr gelungenes Werk zu Buche steht, dass jedem Fan der alten Trash-Schule problemlos reinlaufen dürfte und mit Sicherheit viele Parties bereichern wird. Von daher: Weiter so, Jungs!

Michael Denkers

xl

Tracklist:

1. 'Till Death
2. Elitary Reproach
3. Behind The Mask
4. Redeemer
5. Partycrüshers
6. Under Friendly Attack
7. Like Cattle
8. Pieces Of Perversion
9. Morbid Tranquility
10. Fallen Wolf's Revenge

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