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Soen – Tellurian

soen-tellurian-7113Label: Spinefarm Records

Spielzeit: 52:47 Min.

Genre: Progressive Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Es sind gerade mal zwei Jahre vergangen, als die Band Soen ihr Debüt „Cognitive" auf den Markt brachte. Interessanterweise bekam das Quartett, nebst den hervorragenden Kritiken auch Unkenrufe zu hören, dass sie zu sehr nach Tool und Opeth klingen würden (einmal fiel der Name Toolpeth). So abwegig ist der Gedanke nicht, da die Band selbst gerade die beiden Bands als Vorbild angibt. Trotzdem besteht kein Zweifel, dass mit „Cognitive" der Band ein über weite Strecken hervorragendes Stück Musik gelungen ist (Höchstnote im XXL-Rock Soundcheck).

Und jetzt im November 2014 kommt das lange erwartete Album „Tellurian", das mit einem sehr interessanten Coverartwork daherkommt. Die erste Single „Tabula Rasa" glänzt ebenfalls mit einem surrealen Cover (Stichwort „Warum hast du dieses Menschenkostüm an?"). Doch eine wichtige Frage drängt sich dennoch auf: Kann Soen die musikalische Glanzleistung vom Debüt aufrechterhalten? Finden wir es heraus.

Das kurze, hauptsächlich perkussive Intro „Komenco" leitet gekonnt in das erste Lied „Tabula Rasa". Die erste Single wird durch ein kräftiges Midtempo und vielen Taktwechseln bestimmt, die gut arrangiert sind. Alles ist auf Revolution gestimmt. So lautet es z.B. im Refrain „Where is my right to choose, when all the options are missed?" Zum Schluss wird es ruhiger, und das Lied kann sich zu Ruhe betten. „Kuraman" geht da nochmal mehr in die Vollen. Erstaunlich, wie sich der Gesang und die Instrumentalisierung gegenseitig pushen und der Gesang selbst wie ein Instrument wirkt. Dazu gesellt sich ein beeindruckender Basslauf, der nicht von Gitarre und Drums zunichte gemacht wird. Der Harmoniewechsel wird noch durch wuchtige Blastbeats eingeleitet, danach fließt der Song voller Power weiter. Verdammt beeindruckend bisher!
Fuß weg vom Gaspedal, denn jetzt darf mit „The Words" eine Ballade den Weg auf die Platte finden. Grundmelodie wird durch eine cleane Gitarre gezockt, daneben gefühlvolle Lyrics. Damit es nicht zu ruhig wird, hat das Quartett auch Powerriffs eingebaut. In seiner Gesamtheit ist der Song einfach brillant. Definitiv ein Anspieltipp!

„Pluton" hingegen haut wieder ordentlich in die Kacke. Hier experimentiert die Band mit vielen Tempowechseln und streut hier und da bewusst Pausen ein. Für den Laien ist es auch schwer erkennbar, ob die Jungs nicht sogar den Takt variieren, was den Song in sich wuchtiger macht. Mal balladesk, mal thrashig und auf jedenfalls vielfältig vergehen über sieben Minuten musikalische Kunst.
„Koniskas" ist nicht weniger kunstvoll. Die Gitarre spielt eine verspielte Melodie, während der Bass und die Drums das Fundament bilden. Zum Refrain wird es kräftiger, bis es danach wieder ruhiger wird. Klasse arrangiert!

Beim folgenden „Ennui" wird die Band technisch noch versierter. So wirkt die Riffstruktur zunächst ungestüm, ist aber auf den Punkt genau getimed. Sänger Joel legt seine Leidenschaft enorm in den Gesang, dass es gerade eine Freude ist. Daneben lassen die Instrumente dem Gesang genug Freiraum, sich vollends zu entfalten. Zum Schluss hauen die Instrumentalisten noch in die Vollen, bis es fast unmerklich in den Song „Void übergeht. Dieser acht Minuten lange Track setzt den steilen Trend des Albums fort, sich stetig zu steigern. Hier nimmt man zugunsten der Songstruktur auch nicht so viele Tempowechsel vor, was dem Track gut zu Gesicht steht. Darüber hinaus versinkt man in der Perfektion der Musik, dass einem die vergleichsweise lange Spielzeit sehr kurzweilig vorkommt. Erwähnenswert ist das Zusammenspiel zwischen Bass und Gitarre, die sich mit ihren Phrasierungen zuspielen.

Als Schlusspunkt des Albums darf „The Other's Fall" sein Stelldichein geben. Mit Maschinengeräuschen gespickt kommt zu Beginn ein mysteriöser Vibe auf. Mit beinahe neun Minuten bietet der Song genug Platz, um die musikalischen Fähigkeiten der Band zum Ausdruck zu bringen. Und das tun sie ausgediegen, denn die Drums kommen sehr tight rüber, die Riffs glänzen durch Eingängigkeit und der Gesang ist eh über jeden Zweifel erhaben. So bleibt der Song von Anfang bis Ende spannend und bleibt dem hohen Niveau des Silberlings treu.

Wie unschwer herauszulesen hinterlässt das Zweitwerk von Soen einen mehr als guten Eindruck. Gab es beim Debüt höchstens noch die Nähe zu einer gewissen Band aus Kalifornien zu bemängeln, so kann man „Tellurian" als Loslösung der Vorbilder erklären. Soen schaffen es problemlos, ihrem Sound eine Eigenständigkeit zu verleihen, die zuvor noch leicht gefehlt hat. Darüber hinaus glänzt das Album mit viel Liebe zum Detail, was keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Keine Frage, Soen wird sehr bald in die Champions League des Progressive aufsteigen und Bands wie Tool und Opeth (die ohnehin über jeden Zweifel erhaben sind) in nichts nachstehen.

Wer denkt, „Cognitive" war schon ein schwer zu überbietendes Werk, wird von „Tellurian" begeistert sein. Soen schaffen es mit Leichtigkeit, ihrem Sound und Stil noch mehr Leidenschaft und Können hinzuzufügen. Solange Tool sich Zeit lassen, mit einem neuen Album um die Ecke zu kommen, wird man mit dieser Scheibe mehr als glücklich. Absoluter Pflichtkauf in Sachen Progressive Metal!

Ben Denkers

XXL-WertungXXL

Tracklist:

1. Komenco
2. Tabula Rasa
3. Kuraman
4. The Words
5. Pluton
6. Koniskas
7. Ennui
8. Void
9. The Other's Fall

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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