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Lifeforms – Multidimensional

Lifeforms  MultidimensionalLabel: Lifeforce Records

Spielzeit: 30:06 Min

Genre: Djent/Progressive Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: YouTube

VÖ-Datum: 10. Mai 2013

 

Zuweilen kommt man als Schreiberling in Kontakt mit Musikstilen, mit denen man vorher keine Berührungspunkte hatte. Djent ist so ein Fall: Kaum einzuordnen irgendwo zwischen Progressive Metal, Death Metal und Deathcore angesiedelt, wusste ich bislang nicht, wie das Ergebnis klingen soll bzw. ob die Bezeichnung nicht einfach nur ein Gag der Marketingabteilung einer Plattenfirma oder eines Musikers war; jedenfalls gibt es hierzu verschiedene Theorien.

Um die Bildungslücke zu schließen, bespreche ich heute den aktuellen Output der kalifornischen Band Lifeforms, die über Lifeforce Records die Tage das Album Multidimensional unters Volk bringen wollen. Gespannt, was mich erwartet, drücke ich auf Play...

….und mit verzerrtem und nervenzerrendem Sound geht der erste Song in den Ring, der mir sofort klar macht, warum es nicht unbedingt eine gute Idee ist, Gitarren mit einer größeren Anzahlen an Saiten auszustatten. Das Intro geht dann direkt in „Multidimensional“ über, welches in mir erst mal zwei Fragen aufwirft: Welche Aussage steht hinter der Musik? Und gibt es überhaupt einen Bassisten? Ansonsten klingt der Track als solcher tatsächlich wie eine Mischung aus Deathcore und Progressive Metal, der Sänger liefert eine relativ ordentliche Arbeit ab, ansonsten wirkt der Sound der Band auf mich zu schwammig und instabil.

„Illogical“ fügt dem Mix der Jungs noch dezente Elektro-Elemente hinzu, gibt sich ansonsten sehr progressiv und rhythmisch komplex. Als Bridge gibt es tatsächlich so etwas wie eine Melodie zu hören, auch wenn diese ebenfalls recht atonal tönt. Im Anschluss gibt sich „String Theory“ fast schon reduziert und gibt sich mehr den Tugenden der Core-Musik hin – sprich: stumpfes Akkordgeprügel und extrem rhythmusbetont.

„The Ones“ kommt endlich ein bisschen aus dem Quark und schafft es, ein wenig Dynamik aufzubauen. Als extrem nervig hingegen empfinde das unsagbar abgehackte Riffing, das mich nicht so recht begeistern kann. Die eingestreute Melodie in der Bridge ist schon fast eine wohltuende Oase. „Digitize“ erinnert mich vom Aufbau her beinahe schon ein wenig an Disturbed meets Progressive (welch seltsam anmutende Kombination!) und spart erneut nicht mit rhythmischen Experimenten und abgehacktem Riffing. Man hört dann sogar sowas ähnliches wie ein Solo.

Und dann: Wahnsinn! Es gibt auf der Platte tatsächlich so etwas wie normales Riffing mit Ansätzen von Melodie! „Reflections II“ wird damit ungewollt zu einem inhaltlich-musikalischen Kontrapunkt des Albums, sogar Cleangesang gibt es zu bewundern. Die Elektronika-mäßige Bridge trägt noch mehr zu diesem Eindruck bei. „Paradox“ macht seinem Namen alle Ehre, denn entgegen des bisherigen Verlaufs des Albums gibt sich der Track fast schon straight.

„Interlude“ beginnt zunächst sehr leise, beinahe schon zurückhaltend, und gibt sich sehr elektronisch und ansonsten sehr genehm, aber damit auch leider ein wenig langweilig. „Home“ greift das Motiv von Interlude dann auf und baut darauf dann das Riffing auf. In diesem Song steckt dermaßen viel Dynamik, dass ich in diesem Fall tatsächlich mal von einem, technisch gesehen, gelungen Track sprechen kann. Das Songwriting ergibt endlich mal einen Sinn. Schade, dass es ein ganzes Album gedauert hat, bis der Track gekommen ist...

 
Das Leben des Schreiberlings ist bisweilen ernüchternd. In manchen Bereichen frage ich mich, warum man eigentlich unbedingt mit den Gitarren noch tiefer stimmen muss. Dadurch ergibt sich ein bisweilen ein extrem matschiger und technisch-steriler Sound, der in den meisten Momenten nur schwer zu ertragen ist. Ein weiterer Schwachpunkt ist sicherlich, dass ich fast durchgängig das Gefühl hatte, dass das Album lediglich als Ventil für das Geltungsbedürfnis der Musiker herhalten musste, damit sie zeigen konnten wie gut sie doch an ihren Instrumenten sind. Dass die Jungs wirklich in der Lage sind, Songs zu schreiben, wird durch den letzten Track durchaus eindrucksvoll belegt; nur sollten sie in Zukunft ihr Potential vernünftig nutzen. Hier fehlt einfach eine Aussage, irgendein emotionaler Verknüpfungspunkt oder gar so etwas wie ein roter Faden, um das Album mit Sinn zu füllen. So kann ich wirklich nichts anderes vergeben als die Höchststrafe:

s

Michael Denkers

Tracklist:

1. Descent Into Madness

2. Multidimensional

3. Illogical

4. String Theory

5. The Ones

6. Digitize

7. Reflections II

8. Paradox

9. Interlude

10.Hom

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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