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Lordi – To Beast Or Not To Beast



LORDI-ToBeastOrNotToBeast300x300Label: AFM Records

Spielzeit: 43:18 Min.

Genre: Hard Rock

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: YouTube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die finnischen Monster sind zurück! Wenn von Lordi die Rede ist, hört man gemeinhin von vielen Leuten, dass es ja diese "Freaks vom Eurovision" gewesen wären. Tatsächlich verbinde auch ich spontan die Teilnahme der Rocker im Jahr 2006 mit diesem Bandnamen, aber jetzt, 7 Jahre später, wäre es unfair, die Band allein darauf zu beschränken.

Vielmehr hat man noch im fröhlichen 2-Jahres-Takt neue Alben rausgehauen und dabei mal eine gute und mal eine nicht so gute Figur gemacht. Nach dem letzten Output "Babez For Breakfast" mussten die Finnen noch das Ableben ihres alten Drummers hinnehmen, und die Keyboardering Awa verabschiedete sich im letzten Jahr auch. Nachdem nun das Line-Up wieder vervollständigt ist, geht es in die nächste Runde mit "To Beast Or Not To Beast".

Und mit dem Eingangstitel "We're Not Bad For The Kids (We're Worse)" geht es ansatzlos und ungewohnt krachend los. Ich muss jedoch gestehen, dass mir die Stimme des Sängers in der Vergangenheit deutlich besser gefallen hat. Jedoch hat der Track einen überaus interessanten Break mit leicht orientalisch orientierter Rhythmik zu bieten. Der neue Drummer bringt definitiv etwas mehr Punch in die Songs ein, als es vorher üblich war. Ordentlich, aber nicht überragend. "I Luv Ugly" beginnt für die Verhältnisse der Finnen schon beinahe progressiv und pendelt sich in der Folge irgendwo zwischen Hard Rock, ein wenig Power Metal und ein einer klitzekleinen Prise angethrashten Momenten ein. Interessanter Song, der zumindest auf ähnliche Experimente hoffen lässt.

"The Riff" greift die neu entdeckte Experimentierfreude auf und lässt das Keyboard in ungewohnten Klängen ertönen. Auch der Aufbau des Songs fällt sehr anders aus, und ich meine auch – gerade im Bridgeteil – leichte Industrialanklänge vernommen zu haben. "Something Wicked This Way Comes" ist nicht nur allein im Titel eine klare Anspielung auf das gleichnamige Iced Earth-Album, sondern erinnert in der Machart und im Riffing zuweilen sehr an die US-Band, behält sich aber ganz klar noch eine ganz eigene Note und zaubert zudem ein fantastisches Solo aus dem Hut. Durch den "Stilbruch" mit der beste Song des Albums.

"I'm The Best" rifft sich im Anschluss hart durch das Programm, und auch wenn die platten Lyrics zuweilen leichtes Fremdschämen auslösen, finde ich, dass die überdeutlichen Thrash-Anleihen dem Sound von Lordi hervorragend stehen. Die Bridge sorgt dank Keyboard-Überprogramm für leichte Überzuckerung, ansonsten aber eine solide Nummer mit fast durchgängiger Doublebassdrumming-Bedienung. Das Intro von "Horrifiction" lässt man am besten ganz schnell hinter sich. Dummerweise wird es hinterher nicht viel besser, da sich der Track als Ansammlung von Halloween-Klischees entpuppt (nein, ich meine nicht die Band, sondern den Feiertag...) und darüber hinaus kaum Riffing zu bieten hat. Lediglich die Bridge weiß einigermaßen zu gefallen. Schade!

Was beim vorherigen Track alles falsch gelaufen ist, läuft bei "Happy New Fear" dagegen richtig. Die Riffs und der Aufbau des Songs versprühen zuweilen Marylin Manson-Vibe (das mag auch den Chören und dem Klatschen im Chorus geschuldet sein), der Rhythmus lässt mich teilweise ungewollt mitwippen. Auffällig: erneut gibt es ein klasse Solo auf die Ohren. Lediglich das Ende mit dem Runterzählen und dem Feuerwerk hätte man sich eigentlich auch sparen können. "Schizo Doll" ist ein Paradebeispiel dafür, wie ich mich mir guten Horror Rock vorstelle: ein stimmiges Intro mit einer Puppenstimme, geiles und schmissiges Riffing im Off-Beat, getragene Übergänge und ein leicht cheesiger Mitgröhl-Refrain. Zusammen mit dem Über-Solo des Albums mit Abstand die coolste Nummer des Albums bislang.

Mit "Candy For The Cannibal" geht es leicht schräg weiter, und der Bass erinnert wohl nicht zufällig an einen Herzschlag. Der Chorus ist unheimlich cheesy geraten, ist aber verzeihbar, da der Song durch den Umstand, dass eine Geschichte erzählt wird, durchaus seine Daseinsberechtigung hat und dadurch recht gut geworden ist. "Sincerely With Love" ist genauso, wie ich beim Titel vermutet habe: nämlich keine Ballade, sondern ein gepflegtes Abkotzen über einen uns unbekannten Typen, der anscheinend viel Dreck am Stecken hat. Musikalisch gibt sich der Song geradezu typisch Lordi im besseren Sinne: straightes Riffing, das ein oder andere kleine Solo, Backings im Chorus. Nice to have. "SCG6 Otus Butcher Clinic" beginnt mit einem sehr schrillen Elektronik-Intro und ist im Grunde ein Mitschnitt des Drumsolos des verstorbenen Drummers Otus im Rahmen eines Auftritts und damit ein würdiges Denkmal für den verschiedenen Weggefährten.

„To Beast Or Not To Beast“ ist im Beste Sinne ein typisches Lordi-Album. Punkt. Positiv aufgefallen ist mit allerdings, dass die Band in Sachen Experimente und Druck auf den Saiten einige Schippen nachgelegt hat. Zwar in Sachen Härte damit immer noch weit von den extremen Spielarten des Metals entfernt, kann der Musikmix im Grunde nicht mehr als lupenreiner Hard Rock bezeichnet werden. Und das ist auch gut so! Allerdings gibt es wieder mal einige Songs mit eher geringer Daseinsberechtigung, die meinen Gesamteindruck etwas runterziehen. Im Endergebnis bleibt für die Monster Rocker aus Finnland ein überaus solides

 

Michael Denkers

Tracklist:

1.    We're Not Bad For The Kids (We're Worse)
2.    I Luv Ugly
3.    The Riff
4.    Something Wicked This Way Comes
5.    I'm The Best
6.    Horrifiction
7.    Happy New Fear
8.    Schizo Doll
9.    Candy For The Cannibal
10.    Sincerely With Love
11.    SCG6: Otus Butcher Clinic

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