.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsL-MMorfin - Inoculation

Moonspell - Alpha Noir

moonspell2012Label: Napalm Records

Spielzeit: 40:38 Min.

Genre: Dark Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 27. April 2012


Man kann den musikalischem Werdegang von Portugals Finest durchaus mit dem der Kollegen von Paradise Lost vergleichen. Nachdem beide Bands in den 90ern ihre kommerzielle Hochzeiten erlebten, drifteten sie in andere musikalische Pfade ab und liebäugelten mit der Popkultur. Da die getreue Fanschar die jeweils neue Richtung nicht billigen wollte (oder gar konnte?) kehrten beide Kapellen, erst zögerlich (Paradise Lost brauchten etwas mehr Zeit, bei den Portugiesen machte es etwas schneller Klick), dann aber doch reumütig zurück in die musikalische Heimat.
Die letzten beiden Studioergüsse „Memorial" und „Night Eternal" von Fernando und Co. knüpften stilistisch fast schon nahtlos an das famose Debütalbum „Wolfheart" an, konnten mich aber ehrlich gesagt kaum länger als fünf Minuten fesseln. Qualitativ kann man den genannten Alben nichts vorwerfen, jedoch ist die Zeit für den sogenannten Dark Metal schlicht und ergreifend ganz einfach vorbei. Und wenn dann noch tief in die Kitschkiste gegriffen wird (man erinnere sich mit Grauen an das „Scorpion Flower" Video!), kann es nur ganz schlimm enden.

Daher ist es wenig verwunderlich, dass das neue und mittlerweile neunte Studioalbum eine erneute Kurskorrektur zu vermelden hat. Der eingeschlagene Weg der Vorgängerwerke wird zwar weitgehend weiterverfolgt, jedoch verzichten Moonspell anno 2012 auf den Kitsch und die Dramatik (lediglich beim instrumentalen Outro „Sine Missione" wird es dezent pathetisch) und legen sogar härtetechnisch ein ganzes Stück drauf. Und genau diese neugewonnene Härte ist es, was „Alpha Noir" so außergewöhnlich und großartig macht. Sie klingt weder aufgesetzt noch anbiedernd, sondern die Songs fordern diesen gewissen Biss - und siehe da, es funktioniert.
Sängerknabe, Hobbyvampir und Okkultist in Personalunion Fernando verzichtet bis auf ein paar wenige Momente auf seinen durchaus wohlklingenden Klargesang, passt sich dem Härtegrad der Scheibe an und shoutet sich regelrecht durch „Alpha Noir". Nicht selten werden Erinnerungen an das erste und bislang einzige Daemonarch Album wach. Dass das Keyboard (eigentlich ein stilprägendes Instrument bei den Portugiesen) demnach nur noch dezent im Hintergrund eine Rolle spielt, ist fast schon folgerichtig und tut der Dynamik der Scheibe gut.
Wenn man einmal von dem etwas sperrigen Opener „Axis Mundi" und dem bereits erwähnten Outro absieht, bietet uns die Band sieben starke, durchaus hitverdächtige Songs an, die für Moonspell Verhältnisse brettern, was das Zeug hält und live bestens funktionieren werden. Auch wenn der Vergleich ziemlich weit hergeholt ist, erinnern mich viele Momente (bspw. die Dynamik beim Titeltrack) auf „Alpha Noir" an das letzte Album der zukünftigen Tourpartner von Pain.
Alles gut also? Naja, fast. Wenn man Moonspells neunten Arbeitsnachweis auf Gewalt etwas ankreiden möchte, dann die fehlende Abwechslung, die sonst auf jedem anderen Album der Jungs zu finden war. Aber das soll ja auch einen bestimmten Sinn haben, wenn auch einen etwas fragwürdigen: „Alpha Noir" wird in einer streng limitierten Erstauflage (wahrscheinlich 500.000 Einheiten...) als Doppelablum ausgeliefert, auf der das zweite Album „Omega White" zu finden ist. Auf dem besagten Werk frönen laut Infotext Fernando und seine Spießgesellen ihre Vorliebe für Goth Rock a la Type O Negative und den Sisters of Mercy bis zum Erbrechen. Wie die Schiebe klingt? Keine Ahnung. Das zuständige Label hielt es nur für nötig, der Presse den deftigeren „Alpha Noir" Zwilling zugänglich zumachen und daher kann ich auch nur das vorliegende Werk bewerten.

„Alpha Noir" klingt unterm Strich einen ganzen Zacken kompakter, dynamischer und besser strukturiert als diverse Vorgängerscheiben. Und wenn man so will, das perfekte Album für Pärchen, die sonst einen eher unterschiedlichen Musikgeschmack haben: der Heavy Metal-Alles-Hörer und Altenpfleger Dirk (Kataklysm, CoB und etwas U.D.O.) wird mit dieser Scheibe genauso glücklich wie seine Freundin Petra (Studentin der Sozialwissenschaft), die vornehmlich an Wochenenden durch die Grufti-Tanztempel dieser Nation flattert. Herzlichen Glückwunsch.

Sven Meier

xl

Tracklist:

1. Axis Mundi
2. Lickanthrope
3. Versus

4. Alpha Noir
5. En Nome Do Medo
6. Opera Carne
7. Love Is Blasphemy
8. Grand Stand
9. Sine Missione

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

Das hörst Du Dir an:

Absolutum - II

absolutum ii ep

Shades of Deep Water - Death's threshold

Shades of Deep Water  Death's threshold

Vomit Angel - Imprint of extinction

Vomit Angel

Ahret Dev - Hellish

Ahret Dev  Hellish

Abythic - Conjuring The Obscure

abythic conjuring 600px

Baest - Venenum

beast2019

Atlantean Kodex - The Course Of Empire

atlantean

Kêres - Ice, vapor and crooked arrows

Keres  Ice,

Karmic Void - Armageddon sun

KARMIC VOID   Armageddon Sun

Kringa - Feast upon the gleam

kringa

Arcane Frost - Dragged into the void

Arcane Frost  Drag

Aske + Kuutar + Old Pagan + Black Candle: Four ways of blasphemy

Aske

Temple Of Dread - Blood Craving Mantras

temple of dead

Vordr - Vordr

vordr

Nunslaughter - Antichrist 

Nunslaughter  Antichrist

Necrotted - Die for something worthwhile

Necrotted  Die for something worthwhile

Entombed A.D. - Bowels of Earth

emtombedad2019 

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

mayhem tour2019

sulphuraeon tour

abortedtour

swallowthsun

spectralwound

Destroyer666 2019xxl

at the gatestour

endseeker tour

abbath tour

Zum Seitenanfang