.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsL-MLilith Laying Down - Nether Regions

Mekong Delta – Intersections

mekong_delta_intersectionsLabel: Steamhammer / SPV

Spielzeit: 50:02 Min.

Genre: Progressive Thrash Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 20. April 2012

Nun bin ich soweit und bewerte ein „Best-of" einer Band, die ich Szeneliebhabern nicht weiter vorstellen muss und so manchem Kenner mit der Zunge schnalzen lässt. Meine Damen und Herren, hier haben wir sie vor uns: "Intersections" von Mekong Delta.

Allerdings würde ich der Band und ihrem Schaffen unrecht tun, wenn ich die hier vorliegenden 10 Stücke (allesamt aus der ersten Hälfte der Diskographie; das jüngste Stück hat schlappe 18 Jahre auf dem Buckel) als bloßes Best-of bezeichnen würde, denn das ist es definitiv nicht; es ist vielmehr das Ergebnis des Bestrebens der aktuellen Besetzung danach, die neu gewonnene Live-Energie auf CD zu bannen und die Klassiker der Band entsprechend in einem neuen - modernen - Soundgewand zu präsentieren.

Soweit zur Theorie; Praxis ist, dass Mekong Delta für einen sehr speziellen Stil im Thrash-Bereich stehen und eine gewisse Alleinstellung für sich beanspruchen, wurden im Laufe der Karriere auch immer wieder Klassik-Stücke musikalisch bearbeitet; und wenn man sich ansieht, wer zum Gründungsline-up gehört (u. a. Peavy von Rage), verwundert dies auch nicht weiter, finden dezente Klassikeinflüsse doch auch immer wieder ihren Weg in die Musik von Rage. Aber bevor ich abschweife, fange ich lieber mit dem Hören an.

„The Cure" steigert sich langsam, bringt erst die Drums nach vorne, bringt dann die Gitarren nach vorne, die zwischen Progressive, Thrash und Klassikeinflüssen pendeln. Bereits hier zeigt sich überdeutlich der sehr spezielle Stil der Band: Würde sich hier schon so manch einer entsetzt abwenden, gefällt mir das dargebotene ganz gut; auffällig ist, dass der aktuelle Sänger eine gewisse stimmliche Ähnlichkeit zu Bruce Dickinson aufweist. „Shades Of Doom" vertieft das Schema und erweist sich als nervenaufreibende Angelegenheit; der Kontrast zwischen Thrash und Progressive/Klassik allgemein etwas stärker in den Vordergrund. Die Bridge erweist sich als ungeheuerlich Thrash-lastig, das Solo ist so krank und abgedreht, dass ich meinen Ohren kaum traue. Auf Dauer etwas anstrengend.

„Sphere Of Eclipse" beginnt mit einem coolen Wechselspiel zwischen Gitarren und Bass, dreht dann bis zum Anschlag auf und beschert mir so den ein oder anderen WTF-Moment, denn was sich mir hier darbietet, ist im Grunde die perfekte Symbiose zwischen Thrash und Progressive. Mit Einsetzen des Gesangs tritt das Hauptmotiv etwas in den Hintergrund, schafft Platz für eine sehr klassik-affine Gesangsdarbietung - das gibt sich jedoch schnell, und die beiden Parteien stehen sich dann erstmal als gleichberechtigte Partner gegenüber. So geht das mit verschiedenen Motiven immer wieder, allerdings muss ich zugeben, dass mir das auf Dauer etwas zu ermüdend erscheint. Das Basszwischenspiel lockert die Angelegenheit deutlich auf, geht dann in den Solopart über (mit einem sehr sphärischen Solo) und greift am Ende das Eingangsriffing wieder auf. „The Healer" gibt sich dann zunächst recht entspannt und schöpft aus den Vollen der Progressive-Einschübe, bevor nach ca. 1 Minute zum Gesang übergegangen werden darf. Ab diesem Punkt entspinnt sich ein vergleichsweise entspannt-lockeres Progressivegebilde, dass mit dem ein oder anderen druckvollen Einschub glänzen darf und sich so als gutklassiges Stück in der Tracklist einnistet.

„Innocent?" erweist sich im Anschluss als sehr viel Thrash-lastiger und kommt die meiste Zeit ohne große Überraschungen aus; vergleichsweise straight und eingängig, mit ungewöhnlichem Bassspiel. „Memories Of Tomorrow" erscheint vordergründig als Melange aus Thrash mit ungewöhnlich melancholischer Schlagseite, entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber als so sehr von Klassikeinflüssen durchzogen, dass die Herkunft der Melancholie nicht weiter erörtert werden muss. Die progressive Bridge bildet da keine wesentliche Ausnahme, bringt aber noch mal ein anderen Twist in das Geschehen ein.

Das tiefe, verzerrte Bass-Intro „Heroes Grief" leitet perfekt in das kriegerische Grundthema des Songs über, dass sogar leicht Doomlastig ist und ansonsten auch mehr auf der groovigen Seite des Thrash steht denn auf der schnellen, hämmernden. Gegen Ende wird dieser Umstand umso auffallender, da das Riffing in eine Art Trance aufbaut. „Heartbeat" kommt mit einem druckvollen Bassrauschen um die Ecke, seviert uns im stimmungsvollen Intro vereinzelte Töne, die den Eindruck erwecken, dass es sich hier um eine Person dreht, der irgendwo allein mit sich und seinem Herzschlag in Agonie versinkt - doch bevor der Song endgültig im wabernden Wummern versumpft, legt der Rest der Instrumentenschafft los und serviert uns solide Kost zwischen viel Progressive und einigen, nicht näher bestimmbaren Einflüssen. Während der Song eher unspektakulär vor sich hin dudelt, finde ich mich mit einem gelungen Soloteil ab und finde den Rest eher mäßig spektakulär.

„Transgressor" leite uns zurück auf die grünen Wiesen des (progressive) Thrash und irritiert mit seltsamen Lautäußerungen des Sängers. Abwechslung wird hier groß geschrieben; allein in der ersten Minute werden drei verschiedene Parts etabliert. Für den Soloteil allein werden weitere zwei unterschiedliche Parts eingeführt. Unglaublich - weniger begabte Musiker hätten daraus glatt 5 Lieder gezimmert. Wegen des Schauwerts überaus interessant. Mit „Prophecy" nähern wir uns dann dem letzten Stück dieser Sammlung repräsentativer, alter „Perlen", und ich werde spontan mehr mitgerissen als bei den - gefühlt - fünf letzten Stücken zuvor. Vielleicht liegt es daran, dass man nicht auf Teufel komm raus versucht, super anstrengende Prog-Versatzstücke mit Thrash zu vermischen. Ganz coole Nummer, die durch den etwas spontaneren Zugang hervorragend funktioniert. Besonders der langgezogene „Schrei" in der Mitte gibt dem Track etwas besonderes.

Okay, ich werde an dieser Stelle zugeben (müssen), dass ich mich noch nicht viel mit Mekong Delta befasst habe, also auch nicht werde abschätzen können, inwiefern die Originale klingen im Vergleich zu den Neuaufnahmen. Allerdings werde ich hier ein klares Statement setzen, dass lautet: Ich bin von diesem Album in der Form nur mäßig begeistert. Dafür, dass die Band zumindest teilweise den Anspruch erhebt, Thrash mit Progressive und Klassikeinschüben zu kreuzen, wirkt mir die ganze Chose stellenweise viel zu verkopft, oder ich finde den Zugang einfach nicht; keine Ahnung, jedenfalls lassen mich die meisten Tracks verdammt kalt, trotz allen Könnens am Instrument, trotz der guten Stimme des Sängers, trotz der häufig verwendeten Basseinlagen und der ungewöhnlichen Bassarbeit.

Fazit:

Als Best-of bzw. Neuauflage großer Klassiker haben sich Mekong Delta keinen gefallen getan. Wenn es die Intention war, dadurch neue Fans zu gewinnen bzw. die jüngeren von der Qualität des älteren Materials zu überzeugen, muss ich leider sagen, dass die Mission nicht erfüllt wurde. Bei mir jedenfalls hat diese Compilation nicht den Wunsch nach mehr geweckt. Schade! Deshalb an dieser Stelle - leider! - nur ein:

m

Michael Denkers

Tracklist:

01. The Cure [Vom Album „Mekong Delta", 1987]
02. Shades Of Doom [Vom Album „The Principle Of Doubt", 1989]
03. Sphere Eclipse [Vom Album „Kaleidoscope", 1992]
04. The Healer [Vom Album „Visions Fugitives", 1994]
05. Innocent? [Vom Album „Kaleidoscope", 1992]
06. Memories Of Tomorrow [Vom Album „The Music Of Erich Zann", 1988]
07. Heroes Grief [Vom Album „Mekong Delta", 1987]
08. Heartbeat [Vom Album „Kaleidoscope", 1992]
09. Transgressor [Vom Album „Dances Of Death", 1990]
10. Prophecy [Vom Album „The Music Of Erich Zann", 1988]

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

Das hörst Du Dir an:

Absolutum - II

absolutum ii ep

Shades of Deep Water - Death's threshold

Shades of Deep Water  Death's threshold

Vomit Angel - Imprint of extinction

Vomit Angel

Ahret Dev - Hellish

Ahret Dev  Hellish

Abythic - Conjuring The Obscure

abythic conjuring 600px

Baest - Venenum

beast2019

Atlantean Kodex - The Course Of Empire

atlantean

Kêres - Ice, vapor and crooked arrows

Keres  Ice,

Karmic Void - Armageddon sun

KARMIC VOID   Armageddon Sun

Kringa - Feast upon the gleam

kringa

Arcane Frost - Dragged into the void

Arcane Frost  Drag

Aske + Kuutar + Old Pagan + Black Candle: Four ways of blasphemy

Aske

Temple Of Dread - Blood Craving Mantras

temple of dead

Vordr - Vordr

vordr

Nunslaughter - Antichrist 

Nunslaughter  Antichrist

Necrotted - Die for something worthwhile

Necrotted  Die for something worthwhile

Entombed A.D. - Bowels of Earth

emtombedad2019 

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

mayhem tour2019

sulphuraeon tour

abortedtour

swallowthsun

spectralwound

Destroyer666 2019xxl

at the gatestour

endseeker tour

abbath tour

Zum Seitenanfang