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Killswitch Engage – Disarm The Descent

kse 2013Label: Roadrunner Records

Spielzeit: 40:40 Min

Genre: MetalCore

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: YouTube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Aus dem Camp der Band, über die ich heute zu schreiben gedenke, gab es in den vergangenen Monaten gleich zwei Einschläge von großer Bedeutung zu verzeichnen, die gerade für eine der Fragen, die die Bandgemeinde wie kaum eine andere spaltet, ordentlich Zündstoff geliefert hat. Ganz klar: die Rede ist von den Veränderungen auf dem Sängerposten.

Zunächst war der, für außenstehende Betrachter, doch recht überraschende Ausstieg des Sängers Howard, von dem nicht wenige überzeugt waren, dass er wohl für immer bei KSE bleibt. Für mich gab es zumindest ein kleines Indiz, da das letzte Album nach meinem Empfinden doch recht durchwachsen war. Daraus aber einen Sängerwechsel abzuleiten, wäre doch sehr gewagt gewesen.

Eine noch größere Bombennachricht stellte dann der Wiedereinstieg des alten Sängers Jesse Leech, der in Fankreisen nicht minder für Diskussionen gesorgt hat. Ich persönlich freue mich sehr, da Alive Or Just Breathing mein persönliches Lieblingsalbum der Band ist. Ob die Qualität des neuen Albums davon profitiert hat? Das rauszufinden wird nun meine Aufgabe sein.

Und deshalb fange ich direkt mit „The Hell In Me“ an, welches direkt losprügelt und spontan für einen euphorischen Schub sorgt. Mann, was habe ich Jesse am Mikro vermisst! Die Riffs sind im Vergleich zu den letzten paar Alben spontan im Härtegrad gestiegen, ohne die Ohrenschmeichler-Licks der Marke KSE außen vor zu lassen, das Drumming ist extrem druckvoll. Geiler Einstieg! „Beyond The Flames“ kann mit einer gut austarierten Mischung aus gefälligen Harmonien und Kaskadenriffs auf der einen Seite und gut dosierten Einschüben mit Jesses typischen Screams und Riffbrechern aufwarten und verfügt zudem über eine sphärische Bridge.

„The New Awakening“ raubt mir auf Anhieb die Rübe ab. Hört euch mal die ersten Riffs an: technisch versiert und trotzdem brutal. So müssen Metalcore-Riffs einfach klingen. Gangshouts (!) gibt es auch auf die Ohren, genauso wie eine Bridge mit liebevollen Heavy Metal-Anleihen, die zu einem genialen Solo (im Hause KSE haben die Seltenheitswert) einleiten. Cooles Teil. Der nächste Track „In Due Time“ ist schon seit einiger Zeit geläufig und gab mit damals bereits Anlass zur Hoffnung: schwer groovendes Riffing, immer wieder Passagen mit Doublebassdrumming, der Wechselgesang zwischen Jesse und Adam schraubt die Dynamik in ungeahnte Passagen. Erneut gibt es supergeiles Solo zu hören (mit Tapping!). Ganz heißer Kandidat für den nächsten KSE-Megahit.

„A Tribute To The Fallen“ überrascht direkt mit galoppierenden Riffpassagen und einem ungemein hohen Tempo. Der Bridgepart kommt als Mischung aus typischen Metalcore-abgehackten Grundtonriffing mit ungemein atmosphärischen Klangteppich daher, erneut gibt es, unterlegt mit krassem Doublebassdrumming, ein prima Solo zu bestaunen. Gegen Ende schleicht sich noch eine – nicht unpassende – Melancholie ein, die den Song ausfadet und hinterher von einem Synth-Teppich aufgegriffen. „Turning Point“ punktet mit fettem Down-Tuning, aus deren Konsequenz sich eine ultraheavy tönende Riffaxt, die in allerbester KSE-Manier mit einem melodischen Chorus kontrastiert wird. Kopf ausschalten und bangen!

„All We Have“ erschüttert mit superschnellem und superheavy Riffing, dass so auch aus dem Death Metal-Fach stammen könnte, und die konsequenterweise mit eingestreutem Blast unterlegt werden. Der Chorus ist passend dazu mit einem Melo Death-artigen Melodiebogen unterlegt. Die Bridge groovt schön und durchbricht so den High Speed-Track. Geiler Scheiß! „You Don't Bleed For Me“ ist erneut, ohne die KSE-Trademarks aufzugeben, erneut eine Hommage an klassischere Spielarten des Heavy Metal. Das wird zum einem am Riffing deutlich, zum anderen an die ruhigen Bridgepart, dem sich eine zweite Bridge anschließt, die fast schon aus dem Thrash stammen könnte.

Bei „The Call“ gibt es ordentlich auf die Zwölf, und erneut bedient man sich zahlreichen Stilmitteln aus dem Thrash, ohne jedoch seinen eigenen Stil zu vernachlässigen. Besonders geil finde ich hier den Umstand, dass der clean gesungene Chorus mit Gravity Blasts (!) unterlegt ist. Erholung wird dem Hörer erst mit der Bridge gewährt, die zum einen das Tempo rausnimmt, zum anderen den Fokus auf Jesse legt. Yes! „No End In Sight“ beginnt langsam und getragen, geht in ein sehr geiles Riff über (unbedingt reinhören!), bevor der Drummer wieder den Hurrikan auspacken darf und damit den Chorus einleitet. Die Harmonisierung des Gesangs im Mittelteil setzt ein kleines Highlight, die sich anschließende Bridge stellt dann so etwas wie den ersten Breakdown des Albums dar (vergesst nicht: es ist immer noch ein Metalcore-Album!), ohne dabei den Fluss zu zerstören.

„Always“ beginnt mit Gitarren-Feedbacks und in einer Basseinleitung. Was sich anschließt, kann ich nur als Lehrstunde in Sachen Heavy-Ballade bezeichnen, die sich zudem als in meinen Augen beste KSE-Ballade erweist, die die Jungs jemals zu Stande gebracht haben, einfach aus dem Grund heraus, dass diesem Track jeglicher unnötiger Kitsch fehlt. Davon ist gerade ein kleine Portion im Chorus vorhanden. Für KSE ungewohnt enthält diese Ballade sogar garstige Momente (in der Bridge), der sich ein sphärischer Übergangspart anschließt, und nach dem letzten Chorus wirkt langsam ausgefadet... Den Schlusspunkt setzt „Time Will Not Remain“, und während Jesse „let's go!“ ins Mikro kreischt, sägen die Gitarren los, begleitet von einem rasenden Schlagzeug. Zum Schluss wird der Hörer noch einmal richtig gefordert, denn die Tempi, Parts und übertragenen Stimmungen wechseln in einer Geschwindigkeit, dass einem fast schon schwindlig wird. Die Bridge, die leicht progressiv ausgerichtet ist, leitet in ein weiteres kurzes, aber umso besser gemachtes Solo ein.

Wääm! Mit krachender Gewalt zersplittert KSE all meine Bedenken, dass das neue Album irgendwelche Schwächen haben könnte. Es ist fast, als hätte man – sorry für alle Howard-Fans, dass ich es so sagen muss – die Handbremse gelöst und stufenlos vom zweiten in den sechsten Gang gewechselt hätte. Es ist einfach alles besser: Mehr Bums, geilere Produktion, geilere Songs (ich hab fast mit meinem Kopf die Tastatur zerstört!) und weeeeiiiit mehr Abwechslung. Die Rückkehr von Jesse hat sich als absoluter Segen für die Band erwiesen, denn die Jungs trauen sich einfach mehr. Neben der ungewohnt hohen Zahl von Soli, die zudem noch supergeil gespielt waren, überrascht auch die bisher ungekannte Vehemenz, mit der der Drummer zu Werke geht. Jesse zeigt sich zudem von seiner besten Seite und präsentiert sich am Mikro topfit, die Teamarbeit mit Adam setzt Akzente, und die Reinnahme von Stilmitteln aus klassischen Heavy Metal-Spielarbeiten bereichern den Sound von der Band ungemein.

KSE haben mit Disarm The Descent einen absoluten Knaller abgeliefert. Mit fröhlicher Souveränität pfeifen die Jungs auf die engen Grenzen des Metalcore-Genres und bereichern ihren Sound mit genrefremden Stilmitteln und liefern amtlich ab. Der Wiedereinstand von Jesse Leech war die vielleicht beste Entscheidung in der Bandgeschichte, und belohnt werden sie – und wir, die Hörer – mit dem mit Abstand besten (nicht Mainstream-tauglichsten!) KSE-Album aller Zeiten! Und ja, ich habe jetzt ein neues Lieblingsalbum von KSE! Alle Daumen hoch und mit deutlichem Ergebnis:

xxl

Michael Denkers

Tracklist:

1.    The Hell In Me
2.    Beyond The Flames
3.    The New Awakening
4.    In Due Time
5.    A Tribute To The Fallen
6.    Turning Point
7.    All We Have
8.    You Don't Bleed For Me
9.    The Call
10.    No End In Sight
11.    Always
12.    Time Will Not Remain

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