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Illnath – 4 Shades Of Me

Illnath  4 Shades Of MeLabel: Pitch Black Records

Spielzeit: 40:08 Min

Genre: Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: YouTube

VÖ-Datum: 15. März 2013

Vom zyprischen Label Pitch Black Records kommt der neueste Output der dänischen Formation Illnath, die sich zum Einen durch hervorragende Kritiken auszeichnet, zum anderen für die Vocals Mona Beck zur Verfügung hat, was insofern trotz eine Besonderheit ist, da Frauen im Extrem Metal trotz Arch Enemy, Holy Moses und Konsorten am Mikro immer noch rar gesät sind.

Der Stil der Band wird vom Label selbst als eine Art Melodic/Symphonic Death Metal mit Gothic-Einschlag beschrieben. Diese Umschreibung macht mich schon mal sehr neugierig, da ich mir adhoc nicht vorstellen kann, wie das zusammen gehen mag.

Ich lasse mich also überraschen und drücke die Play-Taste...

...und aus dem Kopfhörer ertönt „Blood Warrior“. Die Gitarren schreddern rhythmisch los, und als die Riffs einsetzen, erinnert mich die Stimme der Sängerin tatsächlich ein wenig an Angela Gossow, nur das Mona noch etwas mehr Drive hat und deutlich fieser klingt. Im ersten Track pflegt der Vierer einen sehr basischen, rhythmusbetonten Stil, aus dem in erster Linie ein orientalisch angehauchtes Solo und einige Tempiwechsel herausstechen. Knochentrockener Death Metal zum Rübe schütteln. Guter Einstieg! „Gallow Hill“ groovt wie die Hölle und erinnert mich in dieser Machart eigentlich mehr guten Thrash, wobei nicht zu leugnen ist, dass der Melo Death große Spuren hinterlassen hat. Die Bridge lädt Moshen ein. Lediglich das Mid-Tempo stört auf Dauer.

„King Of Your Mind“ nimmt im Anschluss den Fuß von der Bremse, und zum ersten Mal beginne ich zu erahnen, was mit Melodic Death mit leichter Gothic-Schlagseite gemeint sein könnte. Riffs und Drumspiel greifen wie ein Zahnrad ineinander, und das Riffing ist wie aus dem Melo Death Handbuch, wenn auch nicht mit so einem hohen technischen Anspruch wie etwa DT oder At The Gates. Der Solopart gegen Ende zeigt nochmal deutlich die symphonischen Spurenelemente. Cooler Track! „Pieces“ groovt sich wieder irgendwo zwischen Mid und Uptempo ein, die Riffs werden dem Hörer geradezu vor die Füße geworfen. Der Bridgeteil überrascht mit einem fast schon chromatischen Zwischenriff.

„No Salvation“ gibt sich erneut sehr rhythmusbetont, dreht aber die Geschwindigkeit etwas auf und kann auf dieser Ebene auch überzeugen. Das Hauptriff ist hab ich in ähnlicher Form allerdings schon oft gehört und gewinnt deshalb leider keinen Originalitätspreis. Zudem störe ich mich an der Doublebassdrumming-Passage in der Bridge, wo viel zu offensichtlich ist, das getriggert wurde. Schade! Das Solo hingegen ist erste Sahne. „Captain Of The Seven Seas“ beginnt mit einem sehr atmosphärischen Bass-Riff, und als man sich schon in Sicherheit wähnt, bricht ein tosender Sturm über den Hörer ein. Schnell, hart, brutal branden die Riffs über einen hinweg. Der Chorus nimmt dann das Tempo heraus, verfügt über einen supergeilen Text (geradezu eine Liebeserklärung an alle Piraten) und groovt schön dem Hei-Ho! entgegen. Die Bridge ist mir etwas zu Drum-lastig. Ansonsten: Top! Mein persönlicher Favorit des Albums.

„Unleashed“ kann mit ungewöhnlichem, aber abwechslungsreichem Riffing aufwarten, dass nebenbei mit drei verschiedenen Arten des Drummings aufwartet, die den Song gleich vom Start weg zwischen den anderen Songs herausheben. Viel Groove und anspruchsvolles Riffing runden einen Track ab, der einfach Bock macht. „Shades Of Me“ kippt den Schalter dann in Richtung schwedischem Melodic Death mit Anleihen im Black Metal um. Will heißen: Fieses Gekeife, sägende und pfeilschnelle Riffs, ein Chorus mit ordentlich Groove und fies brutaler Abgang. Herrlich!

„Not My God“ wartet mit einer Mischung aus Groove und Melodik auf, die sich im Prinzip als eine Art Mischung zwischen Thrash-Drumming, Melo-Riffs, einem genial-singenden Solo mit anschließendem Bass-Zwischenspiel und leicht psychotischer Bridge bezeichnen lässt. „It's On Me“ beginnt im Midtempo und supermelodisch und hat gewisse Momente, die in der Tat aus dem Gothic-Bereich entliehen sein könnten. Hört euch allein mal das Solo an! Insgesamt wirkt der Song zwar etwas brav, dennoch sehr gut gemacht. Bei „Angelic Voices Calling“  handelt es sich um die 2012-Version, die sich stilistisch noch einmal stärker in die Melodic Death-Richtung schlägt und einen guten Abschluss für das Album darstellt.

Die Band Illnath hat mit „4 Shades of Me“ ein gutklassiges Werk herausgebracht, das mit einer – wirklich guten! – Death Metal-Fronterin aufwarten kann und zudem erstklassiges Song-Material liefert. Die knochentrockene Produktion passt wie die Faust auf's Auge und wird gerade viele Oldschool-Hörer begeistern können. Was diesen Eindruck runter zieht, ist die Tatsache, dass die Drums – leider! – getriggert wurden und manche Songs sich ein wenig in der Belanglosigkeit verlieren. Nichtsdestotrotz starkes Album von einer Band, der ich durchaus eine große Zukunft zutraue. Deshalb von mir

xl

Michael Denkers

Tracklist:

    1.    Blood Warrior
    2.    Gallow Hill
    3.    King Of Your Mind
    4.    Pieces
    5.    No Salvation
    6.    Captain Of The Seven Seas
    7.    Unleashed
    8.    Shades Of Me
    9.    Not My God
    10.    It's On Me
    11.    Angelic Voices Calling

 

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