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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsI-KKylesa – From the Vaults Vol. I

Kylesa – From the Vaults Vol. I

Label: Season of Mist

Spielzeit: 41:52 Min.

Genre: Sludge

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Nach einer Dekade mit fünf Veröffentlichungen gönnen sich die US-Amerikaner KYLESA mal selbst etwas, das Album „From the Vaults Vol. I“ enthält mit „End Truth“ nur ein gänzlich neues Stück, die anderen 11 Tracks rekrutieren sich aus bisher unveröffentlichten Liedern, alternativen Versionen zu bekannten Stücken und sogar zwei Cover-Nummern haben es auf das Album geschafft. Die Klanghomogenität lässt vermuten, dass hier jedoch nicht per Zufallsgenerator und Hot Button ein Album zusammengekleistert wurde, sondern liebevoll und penibel eine Compilation zusammengestellt wurde, die das bisherige Schaffen der Sludger aus Georgia in einem zum Teil neuen Klanggewand zeigt.

Nach dem einminütigen Intro folgt mit „Inverse“ ein Kracher als Einstieg in die Platte. Das Lied mutet an, als würden die Beastie Boys über den Beat von Queens „We will rock you“ und Sepulturas Monster-Riff-Song „Territory“ schreien. Das letzte komplette Stück des Albums stellt das Pink Floyd-Cover „Set the controls for the heart of the sun“ dar, welches deutlich im KYLESA-Klanggewand daher kommt, durch die verzerrten und verhallten Saiteninstrumente zwar etwas an mystischer Stimmung im Vergleich zum Original einbüßt, in der Psychedelik aber nicht minder verstörend wirkt. „Intro“ sowie das Interludium „Bass Salts“ und das Outro „Drum Jam“ unterstreichen perfekt das Gefühl, das der Sound von Kylesa auf „From the Vaults Vol.I“ erzeugt – im Proberaum nebenan jammt eine verdammt gute Band! Die Instrumente wummern und die Gesänge gehen darin manchmal unter, die Songstrukturen sind verworren, der Liedaufbau oft Partlastig sowie eher von den Instrumenten als dem Gesang bestimmt und doch hat jeder Song seinen eigenen Charakter. Herausstechen können auf diesem Album das mit einem erstaunlich eingängigen Refrain versehene „Paranoid Tempo“ sowie das eher punkige mit Hardcore-Attributen gespickte „Bottom Line II“. Ein weiterer Anspieltipp ist das doomige „Drained“, ein Buzzov-en-Cover, das nicht ganz so düster, dafür rotziger als das Original eingespielt wurde, wobei Laura Pleasants Stimme anmutet, als waberte der Beschwörungsgesang einer bösen Hexenmeisterin aus einem düsteren Wald.

Für jeden Sludge-Anhänger wird „From the Vaults Vol. I“ ein wahrer Leckerbissen sein, die musikalische Offenheit von KYLESA wird aber auch offengeistige Hörer anderer Metalstile einnehmen können, zudem dieses Album durch seinen Compilation-Charakter einen gelungenen Einstieg in das KYLESA-Werk bietet. Nur um für ein eventuelles „Vol. II“ noch Platz zu lassen gibt es nicht die volle Wertung, aber sehr satte XL von XXL.

Julika Quickert

Tracklist:
01. Intro
02. Inverse
03. 111 Degree Heat Index
04. Between Silence and Sound II
05. Paranoid Tempo
06. End Truth
07. Bottom Line II
08. Wavering
09. Bass Salts
10. Drained (Buzzoven Cover)
11. Set The Controls For The Heart Of The Sun (Pink Floyd Cover)
12. Drum Jam

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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