.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsI-KMalice - New Breed Of Godz

In Mourning - The Weight Of Oceans

in_mourning-cover_smLabel: Spinefarm Records / Soulfood

Spielzeit: 60:57 Min.

Genre: Melodic Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen


Den nächsten Output, den ich besprechen möchte kommt wieder aus den Hause Spinefarm Records. Die Band In Mourning startete im Jahr 2000 zunächst als Gothic Metal Band bevor sie ins Death Metal Fach wechselten. Die fünf Schweden brachten nach langer Zeit ihr erstes Langeisen „Shrouded Divine" 2008 auf den Markt, 2010 folgte das Zweitwerk „Monolith". Mit „The Weight Of Oceans" steht nun der dritte Longplayer in den Startlöchern und will von der Metalwelt in Empfang genommen werden.

Das Cover wurde von niemand geringerem als Kristian „Necrolord" Wâhlin entworfen, was man an seinen Initialen rechts unten im Eck erkennen kann. Darauf abgebildet ist ein Meeresgetier, was man als Mischung zwischen einer Hydra und Chutullu bezeichnen kann. Jedenfalls ist das Cover durch seine dunklen Farben des Wassers und der Trostlosigkeit sehr faszinierend.

Die Platte fängt mit „Colossus" an, der durch ein Synthesizer beginnt. Danach wird von den Drums und dem Bass das Fundament gelegt, bis sich die Gitarre anschließt. Das Klanggebilde schafft die richtige Stimmung, um in See zu stechen hinaus ins dunkle nasse Kalt. Der Gesang brüllkreischt amtlich und verschafft den nötigen Druck, den der Song braucht. Durch die 9 ½ Minuten hinweg wird eine schwermütige Stimmung gehalten, die mit einem sehr coolem Gitarrensolo abgerundet wird. Man merkt, die Reise wird noch einige Überraschungen haben.
Mit „A Vow To Conquer The Ocean" wird eine Kampfansage nachgelegt. Die Riffs sind auf Angriff gerichtet und der druckvolle Sound macht den Track schön aggressiv. Mit ordentlich Wut im Bauch brüllt der Sänger seine Entschlossenheit hinaus zum Meer wie Kapitän Ahab seinen Hass auf Moby Dick. Dazwischen wird es wieder ruhiger, die beiden Gitarren zocken eine beruhigende Melodie und dann wird wieder geschreddert. Ab und zu wirkt der Klang leicht doomig, was der Atmosphäre einen unglaublichen Push gibt. Noch ein kleiner Lead zum Schluss und die Wut versiegt.
Ähnlich atmosphärisch präsentiert sich auch „From A Tidal Sleep". Weniger ruppig in der Gangart dafür umso progressiver entführt uns der Song in den nächsten schaurigen Moment. Lauert es schon am Meeresgrund? Das Ungeheuer des dunklen Wassers? Das Solo transportiert die mystische Stimmung gekonnt und sonst kann sich die Instrumentalisierung locker mit der Klasse von Dark Tranquillity messen. Es wird gegen Schluss noch mal schneller, die Drums trommeln machinengewehrartig und die Bedrohung scheint nah zu sein.

Doch es wird ruhiger, ohrenbetäubend ruhig. Die Gitarre zupft eine wundervolle Melodie und der Sänger zeigt auch, dass er gut clean singen kann. Ist der Sturm und die Gefahr gebannt? Die Ballade lässt es chilliger angehen und legt den Schiffskapitän zur Ruhe, genau genommen in eine traurige Ruhe. Ich höre Sehnsucht in der Stimme und die Narben, die die Vergangenheit gebracht haben. Ich lasse die schwermütige Soundwand noch eine Weile über mich ergehen und gehe dann zum nächsten Song über.
„Convergence" dreht die Stimmung deutlich, denn hier werden wieder treibende Riffs geboten und das gewohnte Growling. Der Klang wechselt zwischen wütenden Riffs und traurigen Melodien ab; was für ein Wechselbad der Gefühle. Die Band versteht es, dieses Spagat gekonnt durchzuführen. Mit einer Basseinlage und den peitschenden Drums kommt die Angriffsposition zur Vollendung. Wo ist das Ungeheuer? Die Harpune ist bereit! Dort kommt es hervor und versinkt wieder im Wasser. Wieder keinen Fang gemacht.
Nur mit einem Klavier gespielt wird zum Verschnaufen „Sirens" dazwischengeschoben. Dazu unterlegen Streicher das Klanggebilde dezent. Das letzte Drittel wartet und will das Abenteuer der Meere vollenden.

Und dieses beginnt furios! Druckvolle Deathriffs treffen auf kantiges Gitarrenspiel. Die „Isle Of Solace" erwartet den Hörer, der sich mit auf dem Schiff befindet und dem Kapitän dabei zusehen muss wie er wütend darüber wird, das Meeresmonster nicht erlegt zu haben. Nicht weniger unharsch kommt „The Drowning Sun" daher. Grummelnd an Deck sieht er die Sonne langsam sinken, doch der Hass steigt in ihm auf. Genau dies kann man durch das intensive Growling und die hämmernden Riffs spüren. Musikalisch weichen die Jungs nicht von dieser Intensität ab, so als ob der Kapitän nicht mehr zu besänftigen wäre.
Doch als man denkt, dass der Song nun vorbei ist, geht es melodischer weiter. Die Wut scheint wieder zu weichen, wenn aber nur langsam, dann knallen die Gitarren wieder ordentlich rein. Der Kapitän schreit seine Wut vollends raus und die Wellen schlagen höher und höher und dann..... Stille.
Was passiert nun? Die Stimmung ist bei „Voyage Of A Wavering Mind" hin und her gerissen. Die Riffs sind genauso hart wie vorher, der Sound erdig, das Tempo bleibt in der Mitte. Die aggressive Stimmung wird noch mal aufgerollt, womit die erfolglose Reise sein Ende finden wird. Meist überwiegt der heftige Part gegenüber dem sanfteren, lässt ihm aber auch keinen Zug. Damit endet die Geschichte wohl etwas unbefriedigend.

Zuallererst kann ich nur positives über dieses Album sagen. Ich mag es, wenn eine Platte durch die Musik hindurch in der Lage ist eine Geschichte zu erzählen. Der Mix aus Progressive, Melodic Death und sogar in Spuren Gothic funktioniert bestens und ist darüber hinaus gut produziert. Schwachstellen finde ich zwar keine, aber ich hätte mir persönlich ein besseres Ende in Form eines balladesken Schlusstracks gewünscht. Drum fällt mein Fazit etwas weniger euphorisch aus.

Die Schweden bitten zur Reise auf hoher See und haben mit dem dritten Longplayer „The Weight Of Oceans" den passenden Soundtrack parat. Zusammen mit dem Artwork von Necrolord bietet das Album Spannung und Abwechslung bis zum Ende, der besser hätte ausfallen können. Von mir gibt es ein gutes XL

Ben Denkers

xl

Tracklist:

01. Colossus
02. A Vow To Conquer The Ocean
03. From A Tidal Sleep
04. Celestial Tear
05. Convergence
06. Sirens
07. Isle of Solace
08. The Drowning Sun
09. Voyage Of A Wavering Mind

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

Das hörst Du Dir an:

Vomit Angel - Imprint of extinction

Vomit Angel

Ahret Dev - Hellish

Ahret Dev  Hellish

Abythic - Conjuring The Obscure

abythic conjuring 600px

Baest - Venenum

beast2019

Atlantean Kodex - The Course Of Empire

atlantean

Kêres - Ice, vapor and crooked arrows

Keres  Ice,

Karmic Void - Armageddon sun

KARMIC VOID   Armageddon Sun

Kringa - Feast upon the gleam

kringa

Arcane Frost - Dragged into the void

Arcane Frost  Drag

Aske + Kuutar + Old Pagan + Black Candle: Four ways of blasphemy

Aske

Temple Of Dread - Blood Craving Mantras

temple of dead

Vordr - Vordr

vordr

Nunslaughter - Antichrist 

Nunslaughter  Antichrist

Necrotted - Die for something worthwhile

Necrotted  Die for something worthwhile

Entombed A.D. - Bowels of Earth

emtombedad2019

Kudlaakh - Kudlaakh

Kudlaakh  Kudlaakh

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

mayhem tour2019

sulphuraeon tour

abortedtour

swallowthsun

spectralwound

Destroyer666 2019xxl

at the gatestour

endseeker tour

abbath tour

Zum Seitenanfang