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Killing Joke – MMXII

killing jokeLabel: Spinefarm Records

Spielzeit: 50:54 Min.

Genre: Alternative, Post Punk

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen


Killing Joke ist einer der Bands, deren Namen ich oft gehört aber mich nie mit ihnen beschäftigt habe. Liegt wohl auch daran, dass ihr Bekanntheitsgrad in Deutschland vergleichsweise geringer ist als in ihrer Heimat Großbritannien. Seit 1979 unterwegs und mit vielen Höhen und Tiefen gesegnet haben sie sich bis zum heutigen Tag gehalten und sind aktuell wieder in der Originalbesetzung.

Ihr aktuelles Werk trägt passend zum Erscheinungsjahr den Titel "MMXII" und das Cover ziert neben einer Fabrik und roter Erde einen Totenschädel. Da stellt sich die Frage nach dem tieferen Sinn und ob der Albumtitel 2012 nicht für den vermeintlich drohenden Weltuntergang steht (ich persönlich plane ja wie einige andere auch schon mal eine Apocalypse After Show Party ;-) ) was ja nicht verwundern würde, da Sänger Jaz Coleman viele Jahre zuvor schon aus einer Sektenlaune heraus auf solch ein Ereignis gewartet hat. Da stellt sich die Frage, ob das Album musikalisch darauf abgestimmt hat. Ich werde es herausfinden.

Den ersten Akzent setzt der 9 minütige Epos „Pole Swift" mit weiträumigen Synthesizern. Die dezente Instrumentalisierung schließt sich nahtlos an und Jaz singt erst mal in sich gekehrt, bis seine Stimme zunehmend rauer wird. Der Refrain strahlt eine gewisse Bedrohlichkeit aus, während die Strophen hingegen beruhigend wirken. Das elektronische Soundgewand wirkt technisch und kalt und genau das erzeugt eine gewisse Faszination. Klanglich bestimmend ist „Fema Camp" geraten. Mit harten Riffs bestückt und im Midtempo verharrend kommt eine militärische Atmosphäre auf. Interessant ist, dass sich der Song auf die FEMA Inhaftierungslager bezieht. Womit wir bei den Verschwörungstheorien angekommen wären. „Rapture" fällt hektischer aus, als ob man sich auf der Flucht befinden müsste. Rapture bedeutet wörtlich Entrückung und dürfte den bibelkundigen Lesern ein Begriff sein. Das treibende Tempo tut ihr übriges um den Hörer möglichst zu beunruhigen.
Mechanisch anspruchsvoll kann man auch das folgende „Colony Collapse" bezeichnen. Der Gesang ist hier sehr ausgeglichen, die Instrumentalisierung vertrackt und kantig. Zwischendurch entstehen gewaltige Klangwände, die sich aussichtslos anhören und anfühlen. Man merkt deutlich den roten Faden, den die Platte markieren soll.

Ein Grunge-mäßiges Fundament kann „Corporate Elect" vorweisen. Der Sound klingt auffallend dumpf aber dennoch strukturiert. Alles ist auf Aufstand ausgelegt, die Straßen sind voller Menschen und das Chaos herrscht. So langsam führt mich das Album ins ungewisse Dunkel der möglichen Zukunft. „In Cythera" beruhigt mich da aber schon wieder. Mit balladesken Elementen und im sanften Tempo haltend lehnt man sich zurück. Ich bekomme das Gefühl, als ob ich mich in einem Traum befinden würde, in dem alles noch gut und schön war. Hier kann ich der Realität entfliehen, die eh schon aussichtslos ist. Aus meinen Träumen reißt mich „Primobile" durch den sanften Beginn und die anschließend verstörenden Gitarrenriffs. Sachlich zu urteilen ist der Track nicht anders strukturiert wie die davor: einfache Riffs und wenig Abwechslung die aber wiederum einen Charme ausstrahlen, den man sich schlecht entziehen kann.
„Glitch" ist wieder knallhart und erbarmungslos. Man spürt die kommende Bedrohung und genauso singt auch Herr Coleman. Er bellt, brüllt und keift sich die Seele aus dem Leib. Fakt ist, er polarisiert und das ist auch gut so. In „Trance" wird es soundmäßig nochmals chaotischer, in selbigen kommt man aber nicht wirklich. Ist hier die Trance der Erdbevölkerung gemeint, die das Ende nicht kommen sieht? Waren es die Illuminaten? Was haben die Freimaurer damit zu tun?
Oh sorry ich schweife ab....
Anmerken kann ich, dass der Song eine verstörende Wirkung hat und das es die Band versteht, dem Hörer vor den Kopf zu stoßen; und das mit Stil.
Das Schlusslicht bildet „On All Hallow's Eve" mit dem gewohnten Midtempo. Der Gesang ist wieder sanft und in sich gekehrt. Wir nähern uns dem unausweichlichen Ende der Welt und Jaz Coleman scheint diesem mit spannender Erwartung entgegenzutreten. Nach dem hören der Platte muss ich erst mal eine Verschnaufpause einlegen.

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich anfangs arge Probleme mit dem Material hatte da ich überhaupt keinen Zugang dazu bekam. Die Schemata sind bei allen Tracks gleich und wiederholen sich oft. Mich störte auch das arg elektronische an der Musik, liegt auch daran, dass ich nicht der Fan von Industrial bin. Erst als ich dem Album noch eine Chance gab erkannte ich die eigentliche Stärke der Platte: die Schlichtheit und die atmosphärischen Phrasierungen der Instrumente machen die Platte zu etwas besonderes. Frontmann Jaz Coleman mag zwar mit seiner apokalyptischen Sicht nicht jeden überzeugen, aber er schafft es durch seinen Gesang einen Hauch von Aussichtslosigkeit rüberzubringen. Ich fasse also zusammen:

Killing Joke bringen mit ihrer vertonten Apokalypse einen für den Hörer harte Nuss raus, die ihren Tribut fordert und ergründet werden will. Drei Durchläufe braucht man schon, um das Material zu verstehen aber es lohnt sich. Von mir gibt es ein neutrales

l

Ben Denkers

Tracklist:

01. Pole Swift
02. Fema Camp
03. Rapture
04. Colony Collapse
05. Corporate Elect
06. In Cythera
07. Primobile
08. Glitch
09. Trance
10. On All Hallow's Eve

XXL-Tipp

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