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KLV: Valkeus

 KLV ValkeusLabel: Svart Records

Spielzeit: 17:20 Min.

Genre: Experimental Doom Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Wer immer schon mal wissen wollte was Sami Hynninen und Jari Pohjonen vor Reverend Bizarre so gemacht haben, der wird sich KLV anschauen müssen. Das Projekt der beiden Musiker wurde etwa 1992 gegründet und hat nur wenige, in Eigenproduktion veröffentlichte Tapes an den Mann gebracht. Diese wurden bereits 2008 von einem chilenischen Label auf eine Compilation „Niin musta on maa“ gepresst. Mit „Valkeus“ wurden einige dieser Titel von Svart Records auf Vinyl gebannt und mit einem hübschen Cover-Artwork verziert.

Wenn man nun den brachialen Sound von Reverend Bizarre auf dieser LP sucht, wird man enttäuscht werden. Die dargebotene Musik orientiert sich zwar am Doom Metal und einige Elemente sind auch wieder bei Reverend Bizarre aufgetaucht, allerdings ist das dargebotene doch deutlich experimenteller. Neben einigen Samples und Stimmfetzen findet man auch oftmals eine eher Ambient-Artige Atmosphäre wieder. Den Kern der Veröffentlichung bilden die beiden vollständigen Tracks „Mooses ja kolibri“ und „Kannel karhun morsiamesta“, alle weiteren sind eher als Intros/Outros zu sehen. Der sehr schleppende, Leise Doom Metal, der hier gespielt wird, ist in dieser Form kaum mit anderen Veröffentlichungen zu vergleichen und hat ein extrem hohes Maß an Eigenständigkeit. Auf den Alben von „Opium Warlords“ kann man allerdings eine gewisse Inspiration heraushören, ist doch auch Sami Hynninen auf seinen aktuellen Werken deutlich experimenteller als noch bei Reverend Bizarre. Der finnische Gesang trägt seinen Teil zur Eigenständigkeit dieser Veröffentlichung bei. Blickt man auf das Entstehungsjahr der Band, sowie die Veröffentlichungsjahre der einzelnen Tracks, kann man KLV schon als einer der Vorreiter des Experimental Doom Metals bezeichnen. An manchen Stellen der finnischen Band Aarni hört man ähnliche Experimentierfreudigkeit und fühlt sich leicht an KLV erinnert.

Auch wenn die LP mit knapp 17 Minuten nicht die längste ist, haben mich die beiden Tracks definitiv weggeblasen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, greift zu, auch wenn es natürlich nicht jedermanns Sache ist. Die beiden späteren Reverend Bizarre Musiker haben bereits schon früh zeigen können, dass sie ein hervorragendes musikalisches Gespür haben.

Moritz Naczenski

XXL WertungXL 1

Trackliste:

1. Siion, keväässä
2. Mooses ja kolibri
3. Kuljen aina kohti kuolemaa
4. Huutavan ääni korvessa
5. Kannel karhun morsiamesta

XXL-Tipp

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