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Ihresgleichen – Kreuz an Kreuz

Ihresgleichen  Kreuz an KreuzLabel: Gegentrend Records

Spielzeit: 55:46 Min.

Genre: deutschprachiger Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Ihresgleichen, gegründet 2006, sind als relativ neues Signing zum Label Gegentrend Records gestoßen und veröffentlichen unter deren Flagge ihr Drittwerk Kreuz an Kreuz. Nachdem die ersten beiden Alben über Twilight erschienen, soll nun mit frischer neuer Labelunterstützung so richtig durchgestartet werden.

Welchen Stil verfolgen Ihresgleichen nun? Nachdem mir die Band bislang relativ unbekannt war, bin ich zunächst den Angaben auf dem Promozettel gefolgt. Die Rede ist hier von einer Mischung aus klassischem Power Metal, Gothic und NDH mit intelligenten Texten. Eine kurze Stichprobe über das oben verlinkte Video verstärkte den Eindruck noch.

Dennoch wäre eine bloße Übernahme dieser Angaben ohne eingehende Rezensierung bloßes Copy & Paste, und deshalb steht nun meine Rezension an....

...die mit dem Track „Das Licht erblickt“ beginnt. Nach den ersten perlenden Klavier- und Flötentönen entspinnt sich ein geradezu hypnotisch-mystisches Intro, welches verschiedene Ethno-Einflüsse verarbeitet, aber sich zunächst nicht recht einfügen will. Mit einem Babyschrei als Übergang beginnt „Mut zu leben“, und der geneigte Hörer beginnt unmittelbar zu verstehen, was mit der Mischung zwischen Gothic und NDH gemeint sein könnte. Hier stehen klassische Einflüsse und Choräle sowie symphonische Einflüsse gleichberechtigt neben abgehackten Riffs und theatralischem Gesang. Direkt nach dem zweiten Chorus packt die Band Metal-Axt so richtig aus, ein Solo folgt, und der Song geht in die Zielgerade. Als Einstieg nicht schlecht!

„Die Liebe“ startet mit einem beinahe Tool-esken Basspart, geht allerdings schnell in NDH-typisches Riffing mit entsprechenden Gesang über. Der Chorus hingegen kann mit leicht indisch anmutenden Melodielinien faszinieren, und die Bridge packt aus der selben Richtung noch eine Schippe obendrauf, was sich vor allem in der Solo-Arbeit des Gitarristen äußert. Der Song gewinnt seine Faszination aus der Vermengung scheinbar unvereinbarer Konzepte progressiver Songführung und NDH-Riffs. Nice! „Brich dein Schweigen“ fällt vom ersten Moment an durch einen vergleichsweise ungewöhnlichen Rhythmus auf. Ansonsten hat dieser Song bis dahin leider nicht ganz so viel zu bieten wie die Songs davor, da – bis auf eine stilistisch ein wenig abweichenden Bridge – die Melodie leider etwas müde vor sich hin plätschert. Der brutale zweite Teil des Tracks kann dann durch Anklänge auf Death- und Black Metal die Stimmung noch ein wenig heben, und gegen Ende ist der geneigte Hörer dann doch etwas versöhnt.

Mit „Ich bin in dir“ kommt dann die erste Ballade des Albums um die Ecke, die – bis auf die tiefenwirksam dargebrachten Lyrics – nichts aufregend neues zu bieten hat (so oder so ähnlich sind viele Songs strukturiert). Es scheint fast, dass sich mit „Licht und Schatten“ direkt eine weitere Ballade anschließen will. Allerdings entspinnt sich ein durch klassischen Power und Death Metal (!) beeinflusster Track, der mit einer tollen Laut-Leise-Dynamik beeindrucken kann und zudem einen geilen Solopart zu bieten hat, der spontan allen Freunden bester Heavy-Kunst perfekt reinlaufen dürfte. Goil!

„Macht“. Das ist zunächst dissonante Klaviermelodik und Kinderreime. Und dann startet ein Track durch, der eine geradezu unheimliche Dynamik entwickelt, was zum einen den dissonant-trüben Strophen und dem dazu in Gegensatz stehendem Chorus zu verdanken ist. Die Bridge bringt noch zusätzlich einen  Hauch Progressivität und Epik in den Mix, und fertig ist die perfekte akustische Definition von Macht. Einer meiner persönlichen Lieblinge des Albums! „Feuerbrandung“ markiert sozusagen den Übergang in die „B-Seite“ des Albums und ist im Grunde ein Soundscape, der ein wenig an einen Großbrand in einer Höhle erinnern mag....

….und damit den Riff-Kracher „Rotes Firmament“ eröffnet, der sich erneut erfolgreich an der Vereinigung progressiver Elemente mit NDH-Vehemenz versucht. Mit der Wiederholung des zweiten Chorus fügt sich noch ein Melo-Death-artiges Riff ein, welches quasi den Übergang zur Bridge und damit zum Solo markiert, dass mit viel Verve und Seele gezockt wird. Und während noch ein weiteres mal der Chorus wiederholt wird, darf noch ein weiteres Solo die Ohren des Hörers erfreuen. Wahnsinnseinstieg! „Krieg“ groovt sich mit Bass und einem Power Metal-Riff ein, nur um dann fast ansatzlos in ein grooviges Death-Riff mit entsprechendem Grunzgesang überzugehen. Und ab da gibt es im Grunde kein Halten mehr. Zwar ist der Track nicht gerade eine Hochgeschwindigkeitsbombe, der Hörer bekommt dennoch mehr als genug Gelegenheiten, seinen Kopf ordentlich zu schütteln. Alleine die Bridge-Parts sind eigentlich schon eine Empfehlung wert. Nur die Chor-Einspieler nerven etwas. Ansonsten allererste Sahne. Absoluter Anspieltipp!

„Kreuz an Kreuz“ ist erneut ein instrumentales Intermezzo, dass wieder sehr mystizistisch angehaucht ist und zuweilen musikalisch an die amerikanischen Ureinwohner oder eurasische Steppenvölker erinnert.... „Der Tod“ haut mächtig ins Mett und erinnert in seiner Vehemenz und Eindringlichkeit erneut mehr an alte Death Metal-Schule. Was erneut auffällt: Straight ist anders. Dennoch verkommen die technischen Kabinettstückchen keineswegs zum Selbstzweck, sondern fügen sich perfekt ein. Einfach gut!

„Tränen der Sonne“ gibt sich erneut instrumental, hat diesmal aber einen spannenden Kontrast zu bieten: Mystik mit Keyboard und Panflöte auf der einen, Riffs und Soli auf der anderen Seite. Nach diesem Einstieg beginnt der Bass zu spielen, die Melodien wechseln nach Nahost, Tribal-Drumming ist vereinzelt zu vernehmen. Wie eine Gesangslinie schwebt über allem die Gitarrenmelodie, die vor sich hin soliert und dabei eine äußert gute Figur. Cooles Instrumental, allerdings etwas unglücklich vor dem Ende des Albums platziert, das unter dem Namen „Tanz in den Tod“ äußert sparsam betextet ist. Allerdings macht das nix, denn musikalisch ist der Track durchaus gelungen, da der Band in diesem Fall ein schöner Kontrast zwischen leicht orientalischer und cleaner Musik und schwerem Riffing gelungen ist. Was allerdings dieses etwas seltsame Ende soll, erschließt sich mir nicht ganz, wahrscheinlich soll aber damit ein Zyklus von Geburt bis Tod angedeutet werden.

Der Band Ihresgleichen ist mit dem Album Kreuz an Kreuz und durchaus gelungener Mix zwischen scheinbar unvereinbaren Kontrasten gelungen: Dissonanz und Harmonie, Progressivität und stumpfe NDH-Beats, orientalische / ethno-nomadische Mystik und brachiales Riffing. Tatsächlich ist aber dennoch ein Kontrast vorhanden, den die Band bis zur nächsten Veröffentlichung abschalten muss: der Kontrast zwischen gelungenen Songs und eher beiläufig und unauffällig platzierten Stücken. So ist – um ein Wortspiel zu bemühen – der Kontrast zwischen „Licht und Schatten“ noch zu groß um die wirklich guten Noten zu zücken. Und die Band darf und soll sich trauen, durchaus auch Death und Black Metal offen auf ihre Einflussliste zu setzen. Dennoch: ein sehr gutes L ist es allemal wert.

XXL-WertungL

Michael Denkers

Tracklist:

1.    Das Licht erblickt
2.    Mut zu leben
3.    Die Liebe
4.    Brich dein Schweigen
5.    Ich bin in dir
6.    Licht und Schatten
7.    Macht
8.    Feuerbrandung
9.    Rotes Firmament
10.    Krieg
11.    Kreuz an Kreuz
12.    Der Tod
13.    Tränen der Sonne
14.    Tanz in den Tod

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