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Gravehill - Death Curse

gravehill-cover smLabel: Dark Descent Records

Spielzeit: 36:51 Min.

Genre: Death/Black/Thrash Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 01. April 2014

 

Woran denkt Ihr, wenn Ihr Anaheim hört, diese im südkalifornischen Orange County gelegene, im 19. Jahrhundert entstandene Stadt, deren Gründerväter aus Süddeutschland kamen? Etwa an Disneyland? An die Anaheim Ducks? Vielleicht an die von Blizzard Entertainment veranstaltete „Blizzcon“? An No Doubt, die Mitte der Neunziger diesen unsäglichen, im Radio auf Dauerschleife gespielten Hit hatte? Oder aber an die für Musikbegeisterte interessante NAMM Show? An Stände, Sonne, Heiterkeit...
Mir fällt als erstes Kerry King ein, der in dieser Stadt zur Welt kam und dort somit augenscheinlich das Böse gleich mitbrachte, das sich seit 2001 in der Formation Gravehill am Deutlichsten zeigt. Noch in diesem Jahr veröffentlichte man bereits die EP 'Practitioners of Fell Sorcery', nur um sich anschließend wieder aufzulösen. Sechs Jahre später reformierte das verbliebene Gründungsmitglied Thorgrimm, das zwischenzeitlich bei den Death-Doomern Morgion sowie Keen Of The Crow zockte, Gravehill, die nach einer Herausgabe einer Demo und einer EP mit 'Death Curse' mittlerweile ihre dritte Langrille veröffentlichen.

Geboten werden, nachdem das Intro 'Gates Of Hell' besagte Tore erst einmal aufgestoßen hat, acht überraschend gut produzierte, dennoch nicht klinisch klingende oldschoolige Death-Metal-Granaten, die immer wieder in fiesen Thrash-Gefilden wildern und zudem eine gehörige Portion Schwarzmetall erster Generation (sprich Venom, Hellhammer...) aufweisen. Brächte man die Venom-Mannen zu 'Black Metal'-Zeiten mit den Jungs von Unleashed zur 'Shadows In The Deep'-Phase zusammen, heraus käme genau dieses Album. Streckenweise schimmern auch ältere Motörhead hervor, aber das ist bei dieser Art Musik eh obligatorisch.

Mit Ausnahme der Doom-Abrissbirne 'Open Their Throats', welches schleppend beginnt und erst ab zweieinhalb Minuten den Knüppel aus dem Sack lässt, preschen alle Songs nach vorne und machen keinerlei Gefangene. Mike Abominator röchelt, grunzt und kotzt seine satanischen Unflätigkeiten schön räudig ins Mikro, während der Rest der Bande (sprich J.T. Corpse, Hell Messia, CC DeKill und eben Thorgrimm) ähnlich konsequent agiert; hier und da gibt es nen thrashiges, slayereskes Gitarren-Solo.

Das hier ist Metal, wie er sein sollte: authentisch, laut und asozial. Eine wunderbare Platte.

Kai Ellermann

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

1 - Gates of Hell
2 - Death Curse
3 - At Hell's Command
4 - Open Their Throats
5 - Fear the Reaper
6 - Unending Lust for Evil
7 - Black Blood Rising
8 - Crucified
9 - The Ascending Fire

XXL-Tipp

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