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Eskapi: Välkommen till (O)verkligheten

eskapi cover smLabel: Art Of Propaganda

Spielzeit: 28:33 Min.

Genre: Depressive Rock

Info: Facebook

CD kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Ich bin mit relativ hohen Erwartungen an diesen Release herangegangen, spielt doch J.Gabrielson/1853 (Vanhelga, Lifelover) eine größere Rolle in diesem Projekt. Eskapi veröffentlichten Ende letzten Jahres Ihre Debüt LP „Välkommen till (O)verkligheten", welche im Vorfeld von vielen Fans der oben genannten Bands, aber auch Liebhabern von Depressive Rock/Metal im allgemeinen, mit großer Vorfreude erwartet wurde. Leider konnten sich diese Erwartungen in meinem Fall zu keiner Zeit erfüllt werden.

Die EP beginnt mit einem Track, der schnell zeigt in welche Richtung sich die Veröffentlichung stilistisch entwickeln wird. Es ist eine Mischung aus Depressive Rock und Sprechgesang. Durch die schwedischen Texte wirkt das dargebotene unfreiwillig komisch, dazu kommt ein eher langweiliges Keyboardgeklimper und im Hintergrund ein Drumcomputer. Wenn dann aber der Gesang in heulendes Winseln abdriftet ist es mit meinem Verständnis für diese Art von Musik komplett vorbei. Beim hören der EP kommt stellenweise das Gefühl auf, es handle sich um eine Parodie depressiver Musik, doch ist die Musik leider Ernst gemeint. Viele Fans der beteiligten Musiker werden mit diesem Werk nichts anfangen können, ist es doch soweit von alldem was Lifelover und Vanhelga vertreten entfernt. Die große Frage, die man sich natürlich jetzt stellen muss, was haben sich die Künstler dabei gedacht? Hier wurden alle Stärken außer Acht gelassen und irgendwie ein „eigener" Stil kreiert, der aber so undurchdacht ist, dass er sich an der eigenen Darbietung verschluckt. Natürlich hat die EP auch 1-2 hörbare Lieder, diese sind aber maximal „ganz nett". Das Lied „Till Dig (När Jag Försvinner)" und mit Einschränkung das verlinkte Hörbeispiel „Hejda" sind mit Abstand die besten Lieder auf dieser EP. Hätte man daraus eine Single gemacht, wäre die Bewertung auch deutlich besser geworden. Alles andere auf der EP kann getrost ignoriert werden.

Die beteiligten Musiker wollten sicherlich etwas experimentelles wagen, in gewissen Zügen kann man auch eine Tendenz zu Lifelover erkennen, allerdings ist das Dargebotene kaum hörbar. Als Parodie auf depressive Musik mag das ganze noch lustig sein, aber als Ernst gemeintes Release fehlt mir doch das Verständnis dafür. Immerhin haben ein ordentlicher und ein annehmbarer Song auf die EP geschafft, sodass es kein Totalausfall ist.

Moritz Naczenski

XXL WertungM

Tracklist:

1. Invant Vansinne
2. Vargar & Får
3. Narkotiska Känslor
4. Region Skåne
5. Till Dig (När Jag Försvinner)
6. Skillnader
7. Hejdå

XXL-Tipp

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