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Callejon – Blitzkreuz

callejon_blitzkreuz_cd_lg_1Label: Four Music

Spielzeit: 44:42 Min

Genre: Metalcore/Emo

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

Über Metalcore selbst brauche ich ja nicht mehr viele Worte verlieren. Seit mind. 10 Jahren überfluten ganze Bands, die größtenteils auf den Fotos wie Milchbubis aussehen, die musikalische Landschaft. Ich für meinen Teil finde den Stil an sich ganz gut (was man von meinem Bruder nicht unbedingt behaupten kann) und höre mir gerne Bands wie Killswitch Engage, August Burns Red, The Ghost Inside u.a. an. Callejon gehören auch zu den von mir bevorzugten Bands.

Gegründet im Jahre 2002 brachten sie nach zwei Demos ihr Debütalbum „Willkommen im Beerdigungscafe" anno 2006 raus. Ungewöhnlich sind dabei die deutschsprachigen Texte, die selbst von Landsleuten nicht verwendet werden mit Ausnahme von We Butter The Bread With Butter (wird auch von einigen liebevoll als Kindergeburtstag meets LSD bezeichnet). Ich lernte die Band letztes Jahr durch ihr 2008 herausgehauenes Zweitwerk „Zombieactionhauptquartier" kennen. Die tiefgründigen, teilweise emolastigen Texte, die Energie in den Riffs und die Experimentierfreudigkeit nahmen mich früh in Beschlag. Das 2010 veröffentlichte „Videodrom" war zwar auch gut, reichte aber bei weitem nicht an den genialen Vorgänger heran.
Mit „Blitzkreuz" wagen die fünf Westfalen den nächsten Schritt Richtung Metalcoreolymp. Meine Erwartungshaltung ist nicht gerade gering, denn ich hoffe sehr, dass sie den Vorgänger übertrifft.

Ein sehr episches Intro bekam der Titeltrack, der an den Anfang der Platte gesetzt wurde.
Melodische Härte dringt durch den kühl wirkenden Track und die im Refrain gesungenen Zeilen „Willkommen in deinem Leben und der Freiheit, Nein zu sagen" deuten auf einen Neuanfang hin. Schon mal nicht schlecht, trotz gewisser Theatralik. Elektronische Beats werden bei „Kojote Ugly" eingesetzt. Die Riffs erinnern mich irgendwie an die frühen Linkin Park, die Härte hat genauso wie bei „Videodrom" abgenommen. Macht sich hier aber nicht negativ bemerkbar.
Atmosphärisch wird es bei „Meine Liebe". Die Mischung aus Gitarren und Synthesizern funktioniert gut, der Song selbst scheint mir doch etwas zu unausgeglichen.

„Atlantis" ist da schon wesentlich besser. Der Sänger fragt den Hörer „Seid ihr bereit, für dieses Lied?" und ich attestiere dem Track ein gewisses Hitpotenzial. Das Tempo und die Riffs sind gut platziert, die Lyrics sind kräftig und wie gewohnt sinngeschwängert. Die Powerballade „Vergissmeinnicht" legt einen melancholischen Schleier in den Gehörgang. Das Midtempo trägt die emotionalen Lyrics, die solche Sätze hervorbringt „Auf das die Zeit den Tod besiegt; denn es ist nicht alles tot, was ewig liebt" erstaunlich gut. Ich sehe schon die ersten Taschentücher zücken bei den Muttersöhnchen. Ok ich geb's zu, der Song gefällt mir auch total!

Anschließend fällt der Song „Porn from Spain 2" komplett aus dem Rahmen. Die Fortsetzung vom legendären Lied aus dem Album „Zombieactionhauptquartier" rühmt sich auch mit Gastauftritten von K.I.Z., Madsen Sänger Sebastian und man munkelt sogar von Mille von Kreator (ich höre ihn aber nicht heraus). Bemerkenswert ist die Liedzeile „Nein man, ich will noch nicht gehen; ich will weiter auf dich schiffen solang bis du erkennst, dass meine Pisse keine Fanta ist...TRINK!"
Wollte ich nur mal niedergeschrieben haben ;-)

Die Spur wird bei „Bevor du gehst" wieder aufgenommen. Liebesschmerz wird in schnellen Riffs gebettet und in flotter Geschwindigkeit gezockt. Nice!
„Polar" ist da schon gediegener. Zumindest vorerst, denn das Tempo wird bald angezogen. Lyrisch bin ich mir nicht sicher und belasse es mit der Interpretation. Die Stimmung des Songs dürfte man passend zum Liedtitel als kühl bezeichnen, was durch das Klavier am Schluss unterstrichen wird.
Deutlich metallischer geht es bei „Was bleibt seid ihr" zu. Die Riffs hätten glatt von einer Power Metal Band sein können, denn die Melodiearbeit ist vorbildlich gut. Rein textlich ist es eine Hommage an die Fans, Freunde oder was auch immer; das lasse ich auch mal lieber offen.

„Bring mich fort" zieht das Tempo gut an. Die Band gibt hier auch nochmal alles, was sie drauf hat (oder was sie bisher nicht ganz ausgereizt hat). Ein Plus an Härte, Melodie und Gekeife. Passt alles!
Schlusslicht ist die Ballade „Kind im Nebel", die alle Attribute des Kummers und des Schmerzes zusammenfasst (in Fachkreisen nennt man das Emo-Overkill). Mit Streichern und der traurigen Grundstimmung taumelt man in dem See der Tristesse. Ein wie ich finde würdiger Abschluss der Platte.

Nach etwa 45 Minuten kann ich schon mal sagen, dass die Platte viel besser ist als sein Vorgänger. Zwar gibt es nur wenig Songs, die das Prädikat „Auf die Fresse" verdienen, die Lyrics haben aber deutlich an Reife zugelegt. „Porn from Spain 2" ist da ein wenig deplatziert, da sie der Stimmung des Albums nicht folgt. Zugegeben, Callejon ist nicht die Band für jedermann, denn soviel Emo auf einmal verträgt nicht jeder (oder soll ich sagen tut sich keiner freiwillig an?). Wer aber; und zu diesen Leuten kann ich mich auch zählen, auf eine gute Portion Metalcore mit tiefgründigen Texten steht ist hier bestens bedient. Die Band entwickelt sich spürbar weiter und können das Jahr 2012 als ihr Jahr bezeichnen.

Mit „Blitzkreuz" gelingt es Callejon ihrer Linie treu zu bleiben und sich zu steigern. Tiefgründigkeit gepaart mit melodischen Gitarren markieren ein gelungenes Album, dessen kleine Schwächen verzeihen wird. Drum verdient die Platte ein gutes XL

Ben Denkers

xl

Tracklist:

1. Blitzkreuz
2. Kojote Ugly
3. Meine Liebe
4. Atlantis
5. Vergissmeinnnicht
6. Porn from Spain 2
7. Bevor du gehst
8. Polar
9. Was bleibt seid ihr
10. Bring mich fort
11. Kind im Nebel

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