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Chaos Theory – Bio-Death

chaos theory  bio-deathLabel: Massacre Records

Spielzeit: 30:30 Min.

Genre: Modern Thrash Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 29. Juni 2012


Aus dem sonnigen Italien wollen uns die Thrasher von Chaos Theory mit ihrem Debütalbum die moderne Schule des Thrash Metal nahe legen. Gegründet 2009, hat die Gruppe um Giovanni Spagnolli schnell die erste Demo eingetütet und mit dieser 2010 einen Deal mit Massacre klar gemacht, was in die Aufnahme des vorliegenden Debüts mündete, während dieser sich allerdings der Basser wieder verabschiedete - aus privaten Gründen - und laut Promo-Zettel bis jetzt nicht ersetzt wurde; die Bass-Parts wurden dann ersatzweise von Maurizio Franchetti eingespielt.

Soviel zur Vorgeschichte. Wie also wird das Album aussehen? Das ist eigentlich immer die spannendste Frage bei Debütanten, da man verständlicherweise noch nichts gehört hat. Doch das wird sich heute ändern! Modern Thrash steht auf der Agenda, und da darf man gespannt sein, in welche Richtung das gehen wird. Wird es qualitativ hochwertig (etwa wie Machine Head)? Oder orientiert sich die Chose eher an der NWOAHM, vulgo Trivium und Konsorten in ihren metallischen Momenten (da werden mich jetzt sicher einige Köpfen für diese Aussage...)? Oder geht es gar in eine ganz andere Richtung (etwa wie Drone)?

Zur Klärung des Sachverhalts beschließe ich, mir die Mucke zu Gemüte zu führen und drücke auf „Play"...

... und „Faith" dröhnt mir entgegen und macht schnell klar, in welche Richtung es geht. Es wird sehr modern - zuweilen fühle ich mich tatsächlich an Trivium(!) erinnert - aber auch die Kompromisslosigkeit von LOTD und neueren Kreator ist spürbar. Dooferweise fällt bereits im ersten Track auf, dass es dem Arrangement ein bisschen an Eiern fehlt. „Virus" legt nach, kann aber trotz etwas düsterer Athmosphäre dennoch nicht völlig überzeugen - auch hier fehlt es irgendwie an Druck und Begeisterung. Der Break kommt zudem etwas abrupt und die Riffs setzen an einem völlig anderen Punkt wieder an, was den Track nicht gerade zu bestem Easy-Listening macht.

„Dawn Of Death" rauscht völlig belanglos an mir vorbei und kann in keinem Punkt überzeugen, was daran liegen mag, dass das Riffing und das Arrangement spannungsarm und zu gleichförmig bleiben. Extrem Schade! Mit „Carnage" scheint man den Schnitzer wieder gut machen zu wollen, legt man doch etwas mehr Geschwindigkeit in die Drums und Riffs; dennoch kann diese Besinnung auf ein Tick mehr Abwechslung auch diesen Track nicht davor retten, dass er im Grunde komplett Nutzenfrei durch den Äther schwebt. Langsam frage ich mich, ob dieses Album noch zu retten ist?

„Biodeath", der Titeltrack, leitet - endlich! - eine leichte Wende ein. Das Riffing kommt mit einem mal druckvoller rüber, man erkennt eine gewisse Besinnung auf die Thrash Roots (Slayer, Kreator und co.) ohne jedoch die moderne Orientierung zu vernachlässigen. Hoffnungsschimmer! „Chockers" kann das Momentum in der Folge aufnehmen und begeistert damit, dass ich das erste mal auf diesem Album auch das Drumming als Thrash Drumming erkenne. Die Band lässt den geneigten Hörer hier zudem genug Zeit, auch einfach mal die Matte kreisen zu lassen, ohne dass man fürchten muss, irgendwelche Vocals zu verpassen.

Mit „Domination" geht die Kurve stetig nach oben; die Einleitung zum Track versprüht bereits einen leichten Groovevibe, die Doublebassdrum wird konstant durchgetreten, und zum ersten Mal kommen mir die Gitarren-Soli nicht deplatziert vor. Seltsamerweise nimmt mit „Xenotransplant" die Qualität der Produktion um einige Ebenen zu, der Druck wird gesteigert, und zum ersten Mal kann ich mit Fug und Recht behaupten, einen wirklich ordentlichen Song vor mir zu haben. Von der Riffstruktur erinnert die Chose an Kreator. Nicht schlecht!

„Final Solution" kommt mit einem schmucken Clean-Intro um die Ecke, um danach umzuschlagen in einen Thrasher, der dem geneigten Hörer den Kopf abschraubt. Das Solospiel ist allererste Sahne, die Riffs knallen ordentlich, und zum die Drums machen ordentlich Dampf. Geht doch! Mit „Spyral", dem finalen Track, wird es sogar vertrackt, und das galoppierende Riffing in Verbindung mit den technischen Spielerein macht richtig Spaß! Die Bridge weiß mit seinem Clean-Riff und den Sprachsamples zu begeistern. Leider bleibt die Feststellung, dass der Track des Ende eines Albums einleitet, dass, meiner Meinung nach, erst jetzt an Fahrt aufgenommen hätte.

Bis heute dachte ich immer, dass Alben so aufgebaut sein sollten, dass die schwachen Tracks geschickt zwischen den bärenstarken Songs versteckt sind. Idealerweise hat ein Album aber auch keinen einzigen schwachen Track. Dummerweise haben wir exemplarisch ein Album erlebt, dass leider alle schwachen Tracks an den Anfang gestellt hat und in der Folge, was die Qualität der Tracks anbelangt, eine konstante Entwicklung nach oben nahm. Zudem muss ich bemängeln, dass ich die Songs lange Zeit eigentlich kaum als Thrash - weder im klassischen noch im modernen Sinne! - wahrgenommen habe, und dass die Stimme des Sängers die meiste Zeit schwer zu ertragen ist.

Versteht mich nicht falsch: Die instrumentalen Leistungen als solche waren vollkommen im grünen Bereich, die Arrangements hingegen waren es nicht. Hier ließ sich erst gegen Ende eine Steigerung erkennen, und ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die Italiener schlicht und ergreifend einen Schnellschuss gestartet haben, der für die Qualität des Albums kontraproduktiv war.

Fazit:

Mit Bio-Death haben sich Chaos Theory keinen Gefallen getan. Die Tracks wirken über weite Strecken zu hölzern, zu schaumgebremst, um wirklich begeistern zu können. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Songs noch ein paar Jahre reifen zu lassen, um die Arrangements zu verfeinern und die Parts und Riffs besser verzahnen. Bis dahin kann ich den Italienern, gerettet durch die zweite Hälfte des Albums, gerade mal ein mageres M zugestehen.

m

Michael Denkers

Tracklist:

01. Faith
02. Virus
03. Dawn Of Death
04. Carnage
05. Biodeath
06. Chokers
07. Domination
08. Xenotransplant
09. Final Solution
10. Spyral

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