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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsA-BAbhor: Rituale Stramonium

Abhor: Rituale Stramonium

Abhor Rituale StramoniumLabel: Moribund Records

Spielzeit: 52:26 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 31. März 2015

 

Na, mal etwas Kult gefällig? Bitteschön - die Italiener von Abhor gehören definitiv in diese Rubrik. Gegründet 1995 sind die Kollegen auch schon eine ganze Weile dabei und waren schon immer ein wenig anders als der Rest. Das mag an ihrer Herkunft liegen, die italienische Szene ist ja bekannt für ihren sagen wir mal ungezwungenen Umgang mit dem, was andere als Kitsch bezeichnen.

Soweit würde ich bei Abhor keineswegs gehen, aber ihr Sound erinnert mich nicht nur an die ganz frühen Cradle of Filth (so die Zeit der ersten beiden Alben, die noch richtig gut waren!), sondern auch an Landsleute wie "Evol", oder "Morturay Drape". Das soll heißen, hier wird das Keyboard keineswegs nur als untergeordnetes Instrument im Hintergrund, sondern flächendeckend eingesetzt. Sehr viel Wert wird auf eine gruselig/gothische Horrorfilm-Atmosphäre gelegt, die neben dem Keyboard durch die üblichen Verdächtigen wie Wolfsgeheul, Frauenschreie u.ä. erzeugt wird.

Jetzt soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass die Kollegen hier ein vor Kitsch triefendes, unhörbares Machwerk hingerotzt hätten - ganz im Gegenteil! "Rituale stramonium" ist ein verdammt gutes Album geworden! Mittelschneller Black Metal trifft auf eben jene, oben erwähnte, symphonische Elemente, die aber absolut gekonnt miteinander agieren! Wenn man einen solchen Sound hören möchte, dann kann ich Abhor nur wärmstens empfehlen, denn die Jungs wissen genau, was sie tun und vor allem spielen sie diese Art des Black Metals schon seit sehr langer Zeit, also keine Spur von Anbiederung an irgendwelche Hypes oder hippe Strömungen.

Ähnlich vielen Bands der griechischen Black Metal Gemeinde erschaffen die Italiener nämlich eine herrlich mystisch/okkulte Atmosphäre, die ja zum Black Metal ähnlich gut passt, wie damals die klirrend kalte Aggression der Norweger. Das Ergebnis überzeugt mich zumindest voll und ganz und ich schicke ein "Gut gemacht!" nach Padua!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Between Flames and Moon
2. Diabolus Est Qui Id Invocate
3. De Exorcismis Et Supplicantionibus Quibusdam
4. I...The Witch
5. Soul's Poison
6. Circle Of Stones
7. The Chant Of The Owl
8. Wine Of Sabbath
9. Requiem For Errans Infernorum

XXL-Tipp

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