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Kampfar: Profan

kampfar profanLabel: Indie Recordings

Spielzeit: 40:13 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Vimeo

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Leider nach wie vor oft übersehen sowie insgesamt zu wenig gewürdigt, sind Kampfar mit ihrer Gesamtdiskografie längst zu einer der besten Black Metal-Bands überhaupt avanciert. Warum sie dabei immer wieder in den Pagan-Topf geworfen wird, hat sich mir bis zum heutigen Tag nicht erschlossen. Knapp 20 Jahre nach Veröffentlichung ihrer selbstbetitelten EP wird hier nach wie vor ein Niveau erreicht, welches in der Gesamtschau annähernd aussichtslos seinesgleichen sucht. Der Höhepunkt des Schaffens wurde dabei im vergangenen Jahr mit „Djevelmakt“ erreicht: für mich das beste Metal-Album 2014 – ein atemberaubendes Meisterwerk mit frostklirrenden Hymnen und Melodien für die Ewigkeit.

Als „Profan“ vor einigen Monaten unerwartet auf den Veröffentlichungslisten auftauchte, war ich verblüfft, geschockt, gelähmt, sprachlos, elektrisiert, ängstlich und euphorisch – alles gleichermaßen. Die Band hat nie zuvor so schnell mit einem neuen Album nachgelegt, ich war durchaus skeptisch. Und tatsächlich: das Niveau des überragenden Vorgängers wird auf „Profan“ nicht noch einmal erreicht. Dennoch ist es ein sehr gutes Album im beeindruckenden Katalog dieser Band geworden.

Jedoch ist durchaus eine gewisse Routine ausmachbar, das typische und nach wie vor großartige Kampfar-Element wird auf „Profan“ streckenweise etwas zu beliebig ausgeritten und dann regelrecht willkürlich auf die akustischen Leinwände aufgetragen. Wo auf „Djevelmakt“ noch jeder Song sein eigenes Gesicht, seine eigene unvergleichliche Aura hatte, da wirkt „Profan“ deutlich verwaschener und mutet damit wie ein Zerrbild von „Kvass“ (2006) an, welches im Jahr 2015 gewaltsam über die „Djevelmakt“-Vorlage gespannt wurde.

Sieht man jedoch von diesem Malus ab, dann kann man auch auf „Profan“ großartiges entdecken: der letzte Song „Tornekratt“ ist da bevorzugt zu nennen, welcher auch auf dem Vorgänger ein absolutes Highlight gewesen wäre. Die Gesänge von Dolk erzeugen hier wohlige Schauer, während die Gitarren schleppend und melodisch-mäandernd durch das neblige Moorland streifen. Man ist ergriffen und begeistert, dieser Song entzieht der Realität jedwede Existenzberechtigung und man richtet sich während des Hörgenusses mental eine Holzhütte in dieser verwunschenen Landschaft ein. Man kann dem Song – wenn überhaupt! – nur eine einzige Sache vorwerfen: dass er (und damit das komplette Album) zu abrupt endet.

Mit diesem Song sowie den mächtigen und durchschlagenden „Gloria Ablaze“ und „Icons“ haben Kampfar ihrem Werk drei absolute Klassiker hinzugefügt. Der Rest ist immer mindestens gut und meist sogar sehr gut, dennoch wirkt „Profan“ an vielen Stellen zu routiniert – was dem Entfachen einer wahren Magie leider abträglich ist. Insgesamt wirkt das Album zu sehr „gemacht“, die Band hat ihr Songwriting auf dem Vorgänger endgültig perfektioniert und verwaltet dieses Genie aktuell zufrieden, ohne es jedoch zügellos und maximal inspiriert in die Musikwelt zu schießen.

Als Fazit bleibt mir an dieser Stelle nur: wer Kampfar noch nicht im heimischen Musikregal stehen hat, der sollte endlich zugreifen und idealerweise mit dem überirdischen Vorgänger „Djevelmakt“ beginnen; wer die Diskografie komplett zuhause stehen hat, der muss natürlich auch „Profan“ haben – enttäuschend ist das Album nämlich nur, wenn man es in direkte Relation zum Vorgänger oder altbewährt-überragendem wie „Fra Underverdenen“ (1999) setzt.

Daniel Lofgren

XXL WertungL

Tracklist:

1. Gloria Ablaze
2. Profanum
3. Icons
4. Skavank
5. Daimon
6. Pole In The Ground
7. Tornekratt

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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