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Weh: Ingenmannsland

weh cover smLabel: Soulseller Records

Spielzeit: 36:46 Min.

Genre: „Ich nehme mal meine Akustikgitarre und zupfe düster vor mich hin“

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 04. Dezember

 

Wer kennt Ancient VVisdom? Ja, die mit den beiden „V“, nicht DIE Ancient Wisdom aus Black Metal-Hausen. Nun gut, wahrscheinlich nicht sehr viele. Tenhi dürften wohl geläufiger sein. Und erst recht das zweite Ulver-Album. In diesen Fußstapfen funktioniert die Musik von Weh – leider abzüglich jeglicher Magie sowie ohne erkennbares Gespür für fesselnde und interessante Songs.

In der Reduktion auf eine Stimme sowie der diese begleitenden Akustikgitarre zeigt sich schnell und erbarmungslos auf, ob der dahinterstehende Musiker wirklich ein versierter Liedermacher ist – oder aber nur der Hans oder der Franz von nebenan, der „halt auch mal Musik machen will“. Weh ist insofern nichts weiter als Hans (Weh) oder Franz (Weh). Gut, in Wahrheit steckt der Norweger Erik Evju hinter diesem Ein-Mann-Neofolk-Projekt.

Man kann nun ehrlicherweise nicht sagen, dass alles auf „Ingenmannsland“ vergebliche Liebesmüh darstellt, ein Song wie „Night After Day After Night“ hat in der Tat seine vereinzelten Momente. Eine umfassende Betrachtung zeigt jedoch schonungslos auf, dass diesem Album keine Magie innewohnt, das Songwriting ist ziellos und nichtssagend – als Hintergrundmusik gerade noch in Ordnung, doch das Heil der nach großartiger Musik dürstenden Seele des Zuhörers wird hier nirgendwo erreicht. Die Stimme ist gerade noch in Ordnung, jedoch spätestens auf Albumlänge nichtssagend und zu gewöhnlich, Variation findet kaum statt. Ein Großteil aller Männer mit tiefer Stimme und zumindest etwas musikalischem Talent kann mehr oder minder so singen – was Hans (Weh) oder Franz (Weh) jedoch mitnichten in den Rang eines echten Sängers erhebt.

Das Album ist unausgegoren und stellt nichts weiter als eine Selbstverkünstelung der dahinter stehenden Seele des Erik Evju dar. Von daher freue ich mich aller Kritik zum Trotze für ihn, nun eine weitere (es gibt bereits zwei Vorgänger) eigene Platte im Schrank stehen zu haben. Der Rest der Menschheit freut sich jedoch besser darüber, dieses Album nicht zu kaufen und stattdessen Geld für eine andere Platte frei zu haben. Nur weil ein Album nett klingt, ist es noch sehr, sehr lange nicht gut.

Daniel Lofgren

XXL WertungXS

Tracklist:

1. Intethet
2. The Second Sight
3. Old Stars Of The North
4. The Oath
5. Der Lå Et Hav Av Ild
6. Night After Day After Night
7. Ingenmannsland
8. The Great War

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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