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Gorilla Monsoon: Firegod - Feeding the Beast

Gorilla MonsoonLabel: Supreme Chaos Records

Spielzeit: 60:12 Min.

Genre: Supreme Chaos Records

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Gorilla Monsoon sind zurück. Die Doom- und Stoner-Band aus Dresden beglücken uns mit einem neuen Album nach sieben langen Jahren Wartezeit. Zugegeben, viel hatte ich von der Gruppe nicht gehört, bevor das mir ohne Promo-Text vorliegende ,,Fire God - Feeding The Beast" rauskam. Gut Ding will bekanntlich Weile haben und wenn dann auch die Fans nach der langen Wartezeit immer noch spitz auf die Gruppe sind wie Nachbars Lumpi - sehr gut!

Kommen wir also zu den einzelnen Liedern, sieben sind es an der Zahl geworden, verteilt auf einer Spieldauer von über 40 Minuten. Und siehe da: schon alleine am Sound und der Attitüde würde ich denken, die Truppe käme aus New Orleans, Louisiana, von wo sie aus, ähnlich wie Down, die Erde unsicher macht, um die Bühnen der Welt zu entern (würde ich es nicht aus dem Internet wissen).

Geschrei, Gekreische, Alarmsirenen läuten den Opener ,,Goatlord" ein, der mit einem saucoolen Riff und einem megakomplexen Rhythmus um die Ecke kommt. Dazu ein an Phillip H. Anselmo angelehnter Shouter hier, zweistimmige Gitarrenpassagen da und ein Sound, als wäre die Platte in einem Gefängnis unter der Beteiligung der schaulustigen Insassen entstanden. Wird Zeit, dass ich mal wieder meinen Kapuzen-Pulli anziehe und meiner Gang auf der Straße mit diesem Song einen Besuch auf der Straße abstatte.
,,March of the Hellrock" ist ein rockiger Stampfer geworden, der die Attitüde des ersten Songs beibehält, während ,,Hammerdown" ein bisschen den Südstaatenflair des Albums (wäre es tatsächlich in NOLA aufgenommen worden) durchschimmern lässt. ,,P.O.R.N." dagegen lässt im 6/8-Rhythmus, unterlegt von Gestöhne aus Filmen, die sich näher mit den hydromechanischen Prinzipien des Fortpflanzens beschäftigen, die groovigere, coolere Seite der Gruppe von der Leine - habt ihr auch alle eure Sonnenbrillen mitgebracht?
Der klassische Tribut an Black Sabbath und insbesondere Ozzy Osbourne darf bei so einer Platte natürlich nicht fehlen und diesen bekommen wir hier mit ,,Bastard Business", einem schleppenden, sechsminütigen Monolithen dann auch geboten - sogar die Gitarristen klingen so, als ob sie nach dem Stille-Post-Prinzip sich von Pepper Keenan und Kirk Windstein, die vorher von Tony Iommi persönlich Gitarrenunterricht bekommen und künstliche Fingerkuppen geschenkt bekommen hatten, haben unterrichten lassen. Mit ,,Law of the Riff" ist dann auch ein Stück mit fast acht Minuten Überlänge dabei, welches die Südstaaten-Atmosphäre von ,,Hammerdown" mit der Heaviness von ,,Bastard Business" kombiniert - definitiv der Höhepunkt des Albums, welcher mehr als stimmungsvoll und spannend zwischen verträumten, ruhigen Passagen und der totalen Doomkeule, garniert mit Death-Growls, hin- und herspringt.
Sogar bei den einzelnen Musikern könnte man denken, der Sänger hätte früher bei Pantera gesungen, der eine Gitarrist bei Crowbar gespielt, der andere bei Corrosions of Conformity und der Schlagzeuger bei EyeHateGod - was? Achso! Ups, die Band besteht ja nur aus vier Mitgliedern, von denen einer der beiden Gitarristen für den Gesang zuständig ist. Gut, ok, aber ihr wisst schon, was ich meine, hehe. Das 5 3/4 Minuten lange Abschlusslied ,, Call of Gaia " ist dann ein ebenfalls cooler Southern-Rocker im Wechselspiel mit Gitarrenriffs, so zähflüssig wie Lava, geworden, bei dem mir der Refrain dann auch am besten am ganzen Album gefällt. So muss das!

Auch, wenn diese Platte alles andere als originell geworden ist, die Idee, ein solches Album aufzunehmen, ist sehr cool gewesen und die Umsetzung noch besser geworden - Spaß macht die Platte auf jeden Fall, wenn man bedenkt, dass wirklich jede einzelne Hookline, jedes Riff und jede Gesangspassage ein Tribut an Down sind, selbst bei dem Einspielen von Soundsamples schlug man in diese Kerbe ein. Und das macht die Scheibe, die definitiv mehr als eine Überbrückung zu deren nächster EP ist, so gut und authentisch und die Mitglieder der Band, die hier keinen halbherziges Ripping betrieben haben und mit Liebe zum Detail ans Werk gegangen sind, so sympathisch, die sich über eine XL-Bewertung freuen dürfen.

Domenic Saheb Djavaher

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Goatlord
March Of The Hellrock Inc.
Hammerdown
P.O.R.N.
Bastard Business
Law Of The Riff
Call Of Gaia
Shotgun Justice
Firegod
Glory Days

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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