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Seamount: Nitro Jesus

seamount cover smLabel: The Church Within Records

Spielzeit: 50:02 Min.

Genre: klassischer Doom mit Stoner und Classic Rock-Einsprengseln

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Einen recht spannenden Doom-Hybrid bieten die Würzburger Seamount auf ihrem fünften Album „Nitro Jesus“, wo klassischer Doom-Stoff im Geiste alter Black Sabbath, Pentagram, Trouble und The Obsessed auf Classic Rock sowie Stoner-Einsprengsel trifft.

Die akustischen Wohltaten beginnen bereits im glänzenden Opener „Bestial Rising“, welcher ganz großartiges End-Siebziger/Early-Achtziger-Classic Rock-Wonnegefühl transportiert – Euphorie und selige Nostalgie en galore. Doch Obacht! Bereits das folgende „Can't Escape The Pain“ zeigt den stilistisch äußerst wechselhaften (doch nie unpassend oder zerrissen wirkenden!) Verlauf des weiteren Albums auf: der schleppende und zunächst im Gesamtkontext recht zähe Brocken doomt reichlich langsam dahin. Interessant ist hier der Gesang, welcher während der Zeile: „All I know is black as night“ plötzlich unerwartet nach David Bowie klingt – ansonsten sind überwiegend klassisch nasale Ozzy/Christian Linderson-Doom-Gesänge enthalten. Absolut überraschend schließlich das fabelhafte „Hold Up The Sun“, in welchem man fast schon an die seligen Tribe After Tribe zu ihren fabelhaften „Love Under Will“-Tagen (1993) denken mag. „In The End“ rockt recht harsch sowie im Albumkontext regelrecht aggressiv-wütend und lockert damit an vorletzter Startposition noch einmal ordentlich auf, ehe mit dem hypnotischen „No One Knows“ ein großartiger Schlusspunkt gesetzt wird. „No one knows / No one knows where we go“, beschwörend intoniert – Worte, die gut ins aktuelle Zeitgeschehen passen. Und Sänger Phil Swanson klingt hier erneut gänzlich anders: faszinierend, welch großartige Facetten seine Singstimme hat. Ich liebe den Song sehr: er transportiert gleichermaßen Melancholie wie auch Hoffnung – wenn am Ende die Gitarren noch regelrecht verwunschen zu sirren beginnen, dann mag man wohlig versunken nur noch zwei Stimmen auf dieser Welt nachhängen: derjenigen des eigenen Herzens wie auch der dieser fantastischen Musik.

Dem vorliegenden Album kann man im Grunde genommen nur eins vorwerfen: nicht jeder Song hätte so lange ausgespielt werden müssen, manche Idee hätte durch zeitliche Verknappung und Zuspitzung profitiert. Ansonsten ist hier wirklich alles im grünen Bereich. Am besten ist „Nitro Jesus“ interessanterweise in den Momenten, in welchen es gänzlich unbeeindruckt über den traditionellen Tellerrand blickt. Ich würde mir folglich für die Zukunft wünschen, dass die Band diesen Weg mutig und entschlossen weiter verfolgt.

Momentaner Stand: absolut sympathisch, liebens- und empfehlenswert, grundgut – Seamount würde ich von ganzem Herzen einen deutlichen Achtungserfolg gönnen. Solche Bands braucht die Szene – kein Bullshit, kein okkultes Brimborium, kein fälschlicherweise als Zeichen von Männlichkeit gedeuteter Testosteron-Overkill. Sondern Kreativität. Ehrlichkeit. Richtiges Songwriting. Gefühl verschiedenartigster Couleur ohne Firlefanz und Kasperletheater from hell-Image. Diese Band hat unser aller Unterstützung verdient – ganz im Ernst.

Daniel Lofgren

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Bestial Rising
2. Can't Escape The Pain
3. Nitro Jesus
4. Scars Of The Emotional Stuntman
5. Hold Up The Sun
6. Bulletproof
7. Beautiful Sadness
8. In The End
9. No One Knows

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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