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Michael Monroe: Blackout States

Michael Monroe  Blackout StatesLabel: Spinefarm Records

Spielzeit: 42:02 Min.

Genre: Rotzrock

Info: Homepage

Album kaufen: EMP

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

In den Achtzigern hielten Michael Monroe und seine Hanoi Rocks das – letztlich uneingelöste – Ticket für den wilden Ritt nach ganz oben in den Händen. Umso erfreulicher ist es, dass M.M. mit seinen vorherigen Alben „Sensory Overdrive“ und „Horns And Halos“ jeweils Nummer 1 in seiner Heimat Finnland war. Und schön, dass in seinem Herzen noch immer das alte Feuer lodert: „Blackout States“ belegt dies deutlich. Michael Monroe schmiedet hier wieder einen energiegeladenen Kick Ass-Hybriden aus klassischem L.A.-Glam- und Sleazerock, Social Distortion-Punk sowie Endneunziger-Rotzrock zurecht, welcher im Sommer vermutlich noch ein wenig mehr gezündet hätte.

Nicht jeder der auf „Blackout States“ enthaltenen Songs ist ein absoluter Volltreffer, und das fröhliche Gekrähe erfreut zwar Herz und Geist, sorgt jedoch bei jedem Durchlauf immer mal wieder für ein temporäres Abschweifen der Aufmerksamkeit. Doch natürlich hat diese Art von Musik noch nie für eine kontemplative Seelenwanderung unter dem Kopfhörer getaugt: „Blackout States“ ist Musik für das Auto, für den Strand, für die nächste Party. Es ist Livemusik im klassischen Sinn – lebensbejahend, lebendig, am eigenen Körper spür- und erfahrbar; weltlich und diesseitig durch und durch, gemacht für all die Bühnen dieser Welt. Der klassische Geist der Rockmusik in unendlicher Potenz, wenn auch nicht durchgängig auf Erstliganiveau dargeboten.

Dieses findet sich auf „Blackout States“ immerhin im schmissigen Opener „This Ain't No Love Song“, dem rasanten „R.L.F.“ (= „Rock Like Fuck“) sowie dem in den Strophen deutlich an Faster Pussycat's „Nonstop To Nowhere“ (von „Whipped“, 1992) erinnernden Titelsong wieder. In ebenfalls überzeugenden Songs wie „Good Old Bad Days“ und „Permanent Youth“ kommt zudem kurzzeitig ein Saxophon zum Einsatz, was das Album noch sympathischer macht.

Insgesamt betrachtet ist „Blackout States“ solide und als guter Durchschnitt zu bewerten: ein Spaß, Energie und Euphorie verschießendes Album, welches aber durch eine Komprimierung auf die acht bis neun stärksten Songs deutlich gewonnen hätte. Doch aller leichten Kritik zum Trotz: Daumen drücken für die dritte Nummer 1 in Folge ist hier angesagt – auch wenn „Blackout States“ alles in allem nicht der Weisheit letzter Schluss ist, mag man es Michael Monroe von Herzen gönnen.

Daniel Lofgren

XXL WertungM

Tracklist:

This Ain't No Love Song
Old King's Road
Goin' Down With The Ship
Keep Your Eye On You
The Bastard's Bash
Good Old Bad Days
R.L.F.
Blackout States
Under The Northern Lights
Permanent Youth
Dead Hearts On Denmark Street
Six Feet In The Ground
Walk Away

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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