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Huntress: Static

HUNTRESS StaticLabel: Napalm Records

Spielzeit: 47:23 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Auf dem Cover: die böse Zwillingsschwester von Miss Piggy, mit viel zu weit aufgerissenen Schweinsäuglein. Aus ihren Fingernägeln zucken Blitze - die muss unbedingt zur Maniküre. Und zum Zahnarzt. Zudem wäre noch ein Blitzableiter auf dem holden Haupt ganz ratsam.

Auf dem Album enthalten: zunächst einmal ein absolut überragender Megahit namens „Flesh“. Grandios und komplett begeisternd – hätte er in den Achtzigern das Licht der Welt erblickt, dann würde ihn heute fast jeder kennen. Ich liebe den Song, es ist tatsächlich einer der besten der laufenden Saison - reinhören ist für jeden traditionellen Metaller Pflicht. Basta!

Ansonsten im Sortiment: zwei deutlich abgebremste, erst Irritation, später jedoch Begeisterung auslösende Filethappen namens „Brian“ und „Mania“. Huntress agieren hier sehr geheimnis- und stimmungsvoll; in dieser Richtung sollten sie künftig – ergänzend zu all den willkommenen Energieladungen in Form von klassisch voran preschenden Metalsongs – weiter experimentieren.

Zusätzlich mit an Bord: einige Hits, welche nicht das Niveau von „Flesh“ erreichen, aber trotzdem richtig Spaß machen – da wäre der Opener „Sorrow“ zu nennen, ebenso wie „I Want To Wanna Wake Up“ oder „Noble Savage“.

Der Rest ist immer wenigstens gut, nicht unbedingt weltbewegend zwar, kein Stoff, um kommenden Klassikerstatus auszurufen – und neben den aktuellen Überwerken so vieler Dinosaurier und tragenden Säulen des Genres ist es leider in der Tat etwas schwierig, „Static“ als dringend erforderlichen Neuzugang der heimischen Plattensammlung zu benennen. Andererseits jedoch: hey, dies ist ein wirklich euphorisches, grundsympathisches Album, welches zu jeder Sekunde Spaß bereitet und sicher nur scheuklappenbewehrten und dadurch umso stärker zu bemitleidenden, nicht nach links und rechts schauenden Bewahrern des „wahren Untergrunds“ den Zornesschaum aus dem Munde treten lassen wird.

Ich finde zwar persönlich nicht, dass die Band so klingt wie Warlock (was manchmal zu lesen ist), doch qualitativ passt der Vergleich durchaus: da ist sicher noch Luft nach oben, die Musik ist nicht der Weisheit letzter Schluss; aber sie ist nichtsdestotrotz so liebenswert und voll von guter Energie, dass man sie einfach nur lieb haben kann. Auch, wenn ein Album wie „Burning The Witches“ ein deutlich höheres Kaliber darstellt als „Static“.

Daniel Lofgren

XXL WertungL

Tracklist:

1. Sorrow
2. Flesh
3. Brian
4. I Want To Wanna Wake Up
5. Mania
6. Four Blood Moons
7. Static
8. Harsh Times On Planet Stoked
9. Noble Savage
10. Fire In My Heart
11. Black Tongue

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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