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Root: Zjeveni

root ZjeveniLabel: I Hate

Spielzeit: 37:03 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Das im “Ostblock” in den frühen Neunzigern allerlei obskure Black-Metal-Kombinationen ihren ganz eigenen Sound erfunden haben, der fernab von aller norwegischen Kälte seinen Charme hatte, ist heute kein Geheimnis mehr. Bands wie Master’s Hammer und auch Root gehören schon lange zu den festen Größen des Black Metal Undergrounds, von denen man zumindest schon einmal etwas gehört haben sollte. Bei “Zjeveni” handelt es sich um das Debütalbum von Root, welches im August dieses Jahres als LP wiederveröffentlicht wurde.

Es ist nicht ganz so einfach ein Review für ein Album zu schreiben, welches zwei Jahre nach der eigenen Geburt erschienen ist. Man kann lediglich versuchen sich in diese Zeit hinein zu versetzen, dennoch wird man nie wirklich den gesamten Kontext einfangen können. Root spielten schon immer eine mehr an Venom angelehnte Version des Black Metals, mit Gitarrensolos und einer gewissen Nähe zum Heavy Metal. Dazu kommen die im Genre typischen satanischen Texte. Der Sound im allgemeinen ist auf diesem Album sehr dreckig und rotzig, was sich auch vor allem in der Stimme niederschlägt. Die Band schafft es so gekonnt den Spirit früher Black Metal-Releases einzufangen und dabei dennoch ihren eigenen Charme in die Musik einfließen zu lassen. Gerade im zeitlichen Kontext - also 1990, dem eigentlichen Erscheinungsjahr des Albums - muss man sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Genreplatzhirsche noch kein Album auf dem Markt hatten. Natürlich schlägt “Zjeveni” auch in eine ganz andere Kerbe. Jemand der sich eher im typischen norwegischem Black Metal heimisch führt, wird mit diesem Album nicht auf Anhieb klarkommen, ist es doch grundsätzlich ein komplett anderer Sound den Root hier kreiert.

Für mich ist das Album sehr einfach zu beschreiben: Black Metal wie er sein sollte: rotzig und dreckig. Dazu kommen poltrige Drumpassagen und sägende Gitarren. Über die Aufnahmequalität lässt sich natürlich streiten, für das Jahr 1990 war dieses Album aber sicherlich ein Wegbereiter. Auch wenn Root im Black Metal nie wirklich eine große Anerkennung erfahren haben. Am besten einmal reinhören. Das Album ist für alle interessant die einmal die frühe Atmosphäre und den Sound des Black Metals fernab von Norwegen aufnehmen möchten.

Moritz Naczenski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Intro
2. Zjevení
3. Aralyon
4. Výslech
5. Upálení
6. Píseň pro Satana
7. 666
8. 7 černých jezdců
9. Démon
10. Znamení
11. Cesta zkázy

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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