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Hate Eternal - Upon Desolate Sands

hate eternal 2018xxlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 38:56 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Schön, dass es immer noch genug Bands gibt, auf die man sich voll und ganz verlassen kann, sowohl was Qualität, als auch die Konsequenz in ihrer musikalischen Ausrichtung angeht. Das Krachkommando Hate Eternal um Erik Rutan gehört definitiv dazu, denn die Kollegen ballern uns jetzt auch schon seit über zwanzig Jahren in regelmässigen Abständen erfolgreich die Rübe frei. Und auch "Upon desolate sands" weiss auf ganzer Linie zu überzeugen, denn ähnlich wie auf dem Vorgängeralbum "Infernus" (Review hier!) geht es von Vorne bis Hinten ordentlich brutal zur Sache. Dabei wird keineswegs immer nur wild drauflos geballert, nein die Kapelle schafft es ganz ausgezeichnet, eine unglaublich intensive Mischung aus purer Aggression, technischen Spielereien und einigen extrem coolen Melodien zu zaubern. Kommt sehr homogen rüber und macht das Album zu einer echt runden Sache. Ganz feiner Old School US-Death Metal, der sehr oft (zum Beispiel beim schweinegeilen "Nothingness of being"!!) so klingt, wie es Morbid Angel wahrscheinlich verdammt gerne wieder tun würden. Kann man als Death Metal Junkie nix mit falsch machen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Violent Fury (3:55)
2. What Lies Beyond (3:09)
3. Vengeance Striketh (4:39)
4. Nothingness of Being (5:02)
5. All Hope Destroyed (5:45)
6. Portal of Myriad (4:13)
7. Dark Age of Ruin (3:58)
8. Upon Desolate Sands (5:02)
9. For Whom We Have Lost (3:18)

Deathrite - Nightmares Reign

deathrite 2018xxlLabel: Century Media Records

Spielzeit: 42:59 min.

Genre: Death´n´Roll

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: sm-metal-shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Eigentlich haben die Jungs von Deathrite immer ziemlich coole Mucke gespielt, gerade das letzte Album "Revelation of chaos" mit seinem fetten Schwedentod-Einschlag hat mir richtig gut gefallen. Doch was ist denn das für ein Zeug, dem meine Ohren auf dem neuen Longplayer lauschen müssen? Eine gar seltsame groovig/rockige Art des Death Metals, das darüber hinaus noch mit einigen Black Metal Elementen "verfeinert" wird. Erinnert mich irgendwie ein wenig an Tribulation, was aus meinem Munde nur leider kein Kompliment ist, denn mit dem Zeug der Schweden konnte ich auch noch nie so richtig warm werden. Der neue Sound von Deathrite mag sicherlich ziemlich cool und modern sein, ich bin leider total enttäuscht von der Platte. Ob es am Wechsel zum Labelriesen Century Media liegt, oder an den neuen Bandmitgliedern - ich weiss es nicht und selbst wenn... das Ergebnis bleibt ziemlich mau. Sehr schade, aber "Nightmares reign" ist für mich eine fette Enttäuschung.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

01. When Nightmares Reign (04:52)
02. Appetite For Murder (04:31)
03. Invoke Nocturnal Light (04:58)
04. Demon Soul (07:22)
05. Devils Poison (05:02)
06. Bloodlust (02:26)
07. Obscure Shades (04:20)
08. Temptation Calls (09:28)

Megalith Grave - Reminiscence In Ancient Torments

Megalith Grave2018Label: Viri Sanguinum Records

Spielzeit: 73:10 min.

Genre: Dark Ambient/Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Bevor jetzt Hunderttausende "Raw Black Metal"-Fans, die Bands von Ruach Raah bis Nihil Invocatio" vergöttern, in Verzückung geraten, weil der Herr Gamol von Megalith Grave wieder aufschlägt (uns allen sind ja noch die zarten Klänge des "From effigies past"-Albums (Review hier!), oder von der Split mit Nihil Invocation (Review hier!) im Ohr!), muss ich schnell "Obacht!" Rufen, denn mit Raw Black Metal hat das vorliegende Werk nicht unbedingt etwas zu tun. Vielmehr fasst der Kollege hier mehrere Veröffentlichungen zusammen und beglückt uns mit den Songs der "Disembodied seclusion"-MC (2014), der "Black Enmity"-MC (2013) und der "Emissions from lifeless end"-MC (2014). Nette Sache, einmal waren die Kassetten extrem limitiert und zum Anderen gibt uns das die Gelegenheit, mal eine ganz andere Seite des Amerikaners kennenzulernen. (Das große Vorbild Ildjarn" hat sich ja ähnliche musikalische Auszeiten vom primitiven Black Metal Geballer gegönnt!) Geboten wird uns zunächst düsterer Dark Ambient, sehr sphärisch und mit einer mystisch/unheilvollen Atmosphäre versehen. Gamol beschränkt sich bei den einleitenden vier Songs (von der "Emissions..." Kassette) nur auf die allernötigsten Klänge (dagegen sind selbst die ersten Mortiis-Album fröhliche Tanzmusik...), was dem Ganzen eine ausgesprochen hypnotische Ausstrahlung verleiht. Sehr geil, davon hätte ich gerne noch mehr gehört. Danach geht es nämlich extrem räudig weiter, in bester Burzum-Weise, also langsam, monoton und total abgefuckt. Auch ziemlich intensiv und totaler Underground. Im abschließenden Song "Reflections of a mourner's past Part II" kommt dann noch mal Ambient zum Zuge, diesmal mit einer leicht spacigen Note verfeinert. Eine interessante, weil vielseitige Compilation, die mir gut gefällt, auch wenn man natürlich beim Sound Abstriche machen muss.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Bereaved Souls Journey
2. Distinct Aura of Friged Hate
3. Reflections of a Mourner's Past part I
4. The Allurement Towards Diminished Life
5. Hideous Semblance
6. Emit Darkness
7. Disfigured Images of a Wailing Spirit
8. In the Depression of Lurid Mist
9. Reflections of a Mourner's Past part II

Sodom - Partisan

sodomxxl2018Label: Steamhammer

Spielzeit: 16:34 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 23. November 2018

Als bekannt wurde, dass Tom Angelripper seine gesamten Mitmusikanten ausgetauscht hat, war das schon ein Hammer. Doch spätestens, als die Nachricht durchsickerte, dass Alt-Sodomist Frank Blackfire wieder zurückkehren würde, da war die Metal Welt schon fast wieder in Ordnung. Nun haben wir mit der "Partisan"-EP das erste Lebenszeichen der neuen Besetzung und nicht nur ich dürfte extrem neugierig auf die beiden frischen Songs sein! Und was soll ich sagen? Das Ergebnis ist schweinegeil ausgefallen!! Die Band ist härter denn je und entfesselt eine ungeheure Energie und Spielfreude - man hört förmlich, wie gut die vier Musiker miteinander harmonieren. Und die neuen im Bunde haben sich auch ordentlich nützlich gemacht, so basiert der Titelsong auf einem Killeriff von Blackfire und der zweite Track "Conflagration" ist aus der Feder von Neuling Yorck (und klingt so geil nach Sodom, als wäre der Kollege schon seit Jahrzehnten Teil der Tanzkapelle aus Gelsenkirchen). Schön ist auch der dritte und abschließende Song vom "Agent Orange"-Album, nämlich "Tired & red". Der wurde live auf dem 2018er Rock Hard Festival aufgenommen (was der erste Liveauftritt n der neuen Besetzung war!). Doch das meiner Meinung nach Beste an dieser Besetzung sitzt hinterm Drumkit! Herr Husky ist eine fette Bereicherung, denn sein unglaublich kraftvolles Getrommel peitscht die gesamte Mannschaft gnadenlos nach vorne und hat keinen geringen Anteil an der feinen Aggressivität der Band. Sehr geil - so kann das gerne weitergehen mit Sodom!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Partisan
2. Conflagration
3. Tired & Red (Live at the Rock Hard Festival 2018)

Master - Vindictive Miscreant

master2018Label: Transcending Obscurity Records

Spielzeit: 44:26 min.

Genre: Thrash Metal/ Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 28. November 2018

Scheiße, was ist bloß mit Paules Stimme passiert? Bereits auf 'Edge Of The Abyss', der dritten Scheibe des Projekts Johansson & Speckmann, ist mir aufgefallen, dass Herr Speckmann bei weitem nicht mehr so gut bei Stimme ist wie in der Vergangenheit; es klingt mitunter so, als würde er nach jedem zweiten Vers aufstoßen. Gut, er war nie ein Freddy Mercury, Mikael Åkerfeldt oder Mike Patton, aber ein paar gutklassige Growls hatte der "Exil-Tscheche" in der Vergangenheit stets parat. Bei einigen Songs der aktuellen Scheibe stören diese stimmlichen Ausfälle richtiggehend ('Vindictive Miscreant'); bei anderen kann man darüber hinweg sehen ("Actions Speak Louder Than Words', 'The Impossible Of Dreams', 'The Inner Strength Of The Demon'), was auch daran liegen mag, dass im Hintergrund weitere Growls und/oder Shouts untergemischt wurden.

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Songs sind zu lang geraten (keines der Lieder ist weniger als vier Minuten lang, wobei sechs der acht Stücke die Fünf-Minuten-Marke mit Leichtigkeit knacken), was pro forma kein Problem darstellen würde, wenn das Dargebotene entsprechend inhaltsreich gehalten wäre; im Fall von 'Vindictive Miscreant' reicht die Klasse und Masse an Abwechslung aber gerade 'mal für Dreiminüter. Im Umkehrschluss sind die Songs zwar alle nicht schlecht, aber eben viel zu lang(atmig). Mit 'Hit: Engulfed In Paranoia' hat das in dieser Formation seit 2003 zusammenspielende Trio (neben Speckmann sind das die Herren Pradlovsky und Nejezchleba) allerdings auch einen kleinen Hit am Start, der mit sechseinhalb Minuten zwar auch etwas aufgebläht erscheint, aber wie die Hölle groovt und für Master-Verhältnisse ordentlich progressiv ist.

Wenn ich an Paul Speckmann und Master denke, fallen mir immer wieder Begriffe wie Beharrlichkeit, Ehrlichkeit, Scheiße-jetzt-erst-recht-Einstellung und Eingängigkeit ein. Und so ist auch das neueste Machwerk von Master ein grundsolides Album geworden, wenn auch kein wirklich gutes.

Rippenspieß

XXL WertungM

Tracklisting:

01. Vindictive Miscreant
02. Actions Speak Louder Than Words
03. Replaced
04. The Inner Strength Of The Demon
05. The Book
06. Engulfed In Paranoia
07. The Impossible Of Dreams
08. Stand Up And Be Counted

Lucifer´s Child - The Order

Lucifers child Label: Agonia Records

Spielzeit: 44:23 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 09 November 2018

Freunde hellenischen Stahls aufgepasst! Die Griechen von Lucifers Child präsentieren ihr zweites Album "The Order". Dieses startet mit "Viva Morte", welches sofort unweigerlich Assoziationen zu Rotting Christ in den Kopf schießen lässt. Der stampfende Drumbeat und das abgehackte Riffing machen definitiv Lust auf mehr. Und mehr davon bekommt man auch.

Der Titelsong startet episch klagend und erinnert an das letzte großartige Varathron Album. Die Vocals wirken zeitweise verzerrt und eine fulminante Sprachpassage gibt es auch. Der Schlachtenrefrain lässt Szenen von glorreichen und zeitgleich grausamen antiken Kriegen im Kopf erscheinen.

Lucifers Child bleiben ihrer Linie auf dem ganzen Album treu. Jeder der acht Songs überzeugt durch ein stimmiges Gesamtbild. Ausfälle nach oben oder unten gibt es kaum. Das bringt uns zum Problem der Scheibe. Das klingt alles sehr gut gemacht und durchdacht, nur krankt es dem Album an eigener Identität. Die ganze Chose hat man so, oder so ähnlich schon oft gehört, gerade von den Übergriechen Rotting Christ.

"Through Fire We Burn" sei hier trotzdem noch erwähnt. Haben wir es hier doch mit einem fabelhaften Stück zu tun, das mit Chören und massig Atmosphäre glänzen und überzeugen kann und somit als Anspieltipp empfohlen sei.

Insgesamt kann man dieses Album kaum kritisieren. Es macht von Minute eins an Spaß und überzeugt mit starkem Songwriting. Die eigene Identität hat die Band aber noch nicht gefunden. Das muss nicht immer schlecht sein, manchmal reicht es auch feine Kost in gewohntem Gewand zu bekommen. In der Summe seiner Teile also ein wirklich ordentliches Album.

Sascha Scheibel

XXL WertungL

Tracklist:

1. Viva Morte
2. The Order
3. Fall Of The Rebel Angels
4. Through Fire We Burn
5. El Dragón
6. Black Heart
7. Haraya
8. Siste Farvel

Décembre Noir - Autumn Kings

Decembre noir 2018xxlLabel: Lifeforce Records

Spielzeit: 67:39 min.

Genre: Death/Doom

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 09. November 2018

Der Herbst ist da. Grauer Himmel, Regen und orangene Farben prägen wieder zunehmend den Alltag. Was kann da besser passen, als ein Album mit dem Namen "Autumn Kings"? Dem Herbst zuträglich beginnt Décembre Noirs drittes Album, in einer regnerischen Kulisse. Diese wird durch eine sanft gespielte Gitarre gebrochen, und großes soll folgen.

Sobald die ersten Töne Gesang erklingen, und die Gitarre mit leidvollen Melodien richtig einsetzt,wirkt die Atmosphäre, und selbst der noch leicht strahlende Herbsttag wird zur wohlig traurigen Oase. Sehnsüchtig spielen sich Décembre Noir durch acht wohlklingende Kompositionen, die oftmals gekonnt zwischen laut und leise wechseln, genug Raum für zerbrechlichen klaren Gesang lassen, dabei aber niemals kitschig sind. Das hier ist immer noch Metal und nichts für zartbesaitete Ohren.

Alle Lieder bieten Überlänge, fühlen sich aber oftmals sehr viel kürzer an. Zu gut durchdacht und jeder Note genug Raum gebend gestaltet sich jeder der Songs. Das fühlt sich manchmal doomig ("Hymn Of Sorrow"), manchmal Melo-Death-mässig ("In The Pouring Rain") an. Abwechslung gibt es also auch. Sowohl im Tempo, als auch der vokalen Gestaltung gibt es nichts zu meckern.

Ein tolles Album, welches für sich den perfekten Releasetermin auserkoren hat. Die Platte liefert den optimalen Einstieg in den Herbst und offenbart echte Langzeitqualitäten. Freunde von Insomnium oder Swallow The Sun sollten großen Gefallen an diesem Album haben, sowie träumerische Geschöpfe, Genießer und verlorene Seelen. Volle Kaufempfehlung!

Sascha Scheibel

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. In the Pouring Rain
2. Autumn King
3. Barricades (Feat. Erwin Franz/Catalepsia)
4. A Weeping Sunrise
5. Between Silence and Shards (Feat. Marcus Bischoff/Heaven Shall Burn)
6. Dress.Code.Black
7. Hymn of Sorrow
8. The Downward Path

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