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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsGravetemple - Impassable Fears

One Tail, One Head - Worlds Open, Worlds Collide

OTOH xxlCoverLabel: Terratur Possessions

Spielzeit: 46:20 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Auch wenn One Tail, One Head aus Trondheim stammen und Drummer und Sänger bei Mare herumturnen (letzterer dort als Bassist), ist die Band keineswegs als "Nidrosian" zu bezeichnen, was ich persönlich ganz cool finde, zumal mit dem aktuellen (sehr geilen!!) Album von Mare (Review hier!) in diesem Sektor eigentlich schon fast alles gesagt wurde. Hier bei "OT,OH" gibt es richtig schönen, klassischen Norge-Black Metal auf die Ohren. Variabel im Tempo, raue Atmosphäre (also kein Keyboard-Gesäusel o.ä.) und lecker aggressiv - so muss gut gemachter Black Metal klingen! Gerade Sänger Luctus weiss mit seinem Organ Akzente zu setzen, eine echte Entdeckung am Mikro, spielt er bei seinem anderen Bands (Mare, Behexen, Celestial Bloodshed...) doch zumeist die vier, bzw. sechs Saiten-Instrumente. Insgesamt ist "Worlds open, worlds collide" also eine gelungene, runde Sache - schön, dass aus Trondheim auch mal was "bodenständiges" kommt!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Certainly Not
2. Arrival, Yet Again
3. Worlds Open, Worlds Collide
4. Stellar Storms
5. An Utter Lack Of Meaning, Hither To Unbeknownst, Suddenly Revealed
6. Firebirds
7. Sordid Sanctitude
8. Rise in Red
9. Passage
10. Summon Surreal Surrender

Warpath - Filthy Bastard Culture

WARPATHxxl2018Label: Massacre Records

Spielzeit: 62:15 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 23. November 2018

Herrliche Tage für Thrash-Fans! Erst die geile neue Scheibe von Darkness (Review hier!), jetzt das neue Warpath-Album und dann demnächst ja auch noch die "Partisan"-EP von Sodom. (Spoileralarm: Geiles Teil!!!) Nun spielen aber erstmal die Kollegen von Warpath auf und Ihr werdet es sicher schon erwartet haben: Die Jungs sind immer noch schweinegeil unterwegs und haben auch immer noch die fettesten Riffs zwischen Bosporus und Gibraltar! Die Band hat ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Sound perfektioniert und die Musiker sind und bleiben für mich die "Crowbar des Thrash Metals" (Wegen dem fetten Sound, nicht wegen der Optik!!!) Die Songs sind ohne Ausnahme tonnenschwer wie 'ne Dampfwalze, nur dass man von dieser nicht überrollt wird (ist ja schliesslich kein Doom!!), sondern es knallt eher so, als würde der Hulk Dir die Walze mit Schmackes auf den Schädel ballern! Wütend, brutal und massiv (dieses Wortspiel muss einfach sein...), so herrlich kann Thrash Metal sein! Die Burschen knüpfen also nahtlos an ihr grandioses Comebackwerk "Bullets for a desert session" (Review hier!) an und metzeln fröhlich alles nieder! Sänger "Digger" hat sich nochmals gesteigert und ist mit seinem unnachahmlichen Organ die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Nix für Weicheier, aber wer von Euch Eier aus Stahl hat, der dürfte hier genau richtig sein! Ein Mörder-Album!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. The World Beyond (Intro)
02. Unbroken Soul
03. Back To Zero
04. Filthy Bastard Culture
05. Believe In Me
06. Into The Dark
07. Killing Fields
08. Below The Surface
09. F.U.
10. Violent Starr
11. Slow Motion Violence
12. St. Nihil
13. Nebelkrähe (Digipak Bonus)
14. For The First Time (Digipak Bonus)

Vanhelgd - Deimos Sanktuarium

vanhelgd 2018xxlLabel: Pulverized Records

Spielzeit: 44:15 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Heute gibt es 'mal wieder 'was äußerst Schmackhaftes aus Wasa-Land für den leidenschaftlichen Death-Metal-Gourmet: das 2007 zum ersten Mal in Erscheinung getretene schwedische Quartett Vanhelgd präsentierte mit 'Deimos Sanktuarium' kürzlich sein knapp 45 Minuten andauerndes Album Nummer fünf, welches ausgesprochen abwechslungsreich und vielschichtig daherkommt, ohne dabei übermäßig heterogen auszufallen. Die sieben vorhandenen Stücke sind von äußerst garstiger Natur und erinnern einerseits an die finnische Spielart des Todesbleis, andererseits fühlt man sich immer und immer wieder an die Klassiker-Kapellen wie Morgoth und Asphyx erinnert, was vor allem an den recht abwechslungsreichen Vocals liegen mag. Zudem garnieren die Schweden ihre Songs mit Doom- und Black-Metal-Versatzstücken. Neu und originell geht natürlich anderes, aber mir ist das gerade scheißegal, da ich die Platte trotzdem schweinegeil finde und mich kaum satthören kann.

Vinylliebhaber haben im übrigen Gelegenheit, diese famose Scheibe auch als Schallplatte erwerben zu können. Aber haltet Euch 'ran: es gibt nur 1000 Stück.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. A Plea For Divine Necromancy
02. Så förgås världens härlighet
03. Vi föddes i samma grav
04. Profaned Is The Blood Of The Covenant
05. The Ashes Of Our Defeat
06. The Silent Observer
07. Här finns ingen nåd

Elegiac - Pagan Storm

Elegiac  Pagan Storm Label: De Tenebrarum Principio Records

Spielzeit: 62:02 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wow, der letzte Longplayer des Ein-Mann-Unternehmens Elegiac namens "Black Clouds of war" (Review hier!) erschien erst im Januar, seitdem hat der gute Mann doch glatt vier Splits und eine EP rausgehauen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Zane Young auch noch in mehreren anderen Kapellen musiziert, kann man wohl davon ausgehen, dass der Kollege keine anderen Hobbys hat. Aber warum auch nicht, wenn die Musik stimmt, soll seiner Veröffentlichungswut nichts im Wege stehen. Und die Qualität der auf "Pagan Storm" enthaltenen Klänge geht auch völlig in Ordnung: Es gibt ziemlich coolen Underground-Black Metal, der den Hörer über 60 Minuten gut unterhält. Herr Young ist sichtlich und hörbar darum bemüht, seine doch recht langen Songs (der kürzeste hat immerhin noch fünf Minuten Spielzeit!) abwechslungsreich zu gestalten, was ihm auch ganz ordentlich gelingt. Denn obwohl es sicherlich auch hier und da ein paar Längen gibt, wird man bei Elegiac nicht mit monotoner Langeweile erschlagen (bzw. eingeschläfert!), was ja durchaus positiv zu bewerten ist. Für Freunde des ungeschliffenen Black Metal, denen auch ein relativ räudiger Sound nichts ausmacht, ist "Pagan Storm" definitiv ein feines Scheibchen geworden.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Rituals of War 08:17 
2. Allegiance and Honor 05:06 
3. Somber Morning 10:20 
4. Through Ancient Eyes 07:33 
5. Purity of Winter 07:02 
6. Golden Fires of Victory 06:48
7. Pagan Storm 07:15 
8. Ancient Spirit 09:41

Karg - Dornenvögel

kargxxlLabel: AOP Records

Spielzeit: 76:00 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 16. November 2018

Dornenvögel? Echt jetzt? Der Herr Wahntraum benennt sein neues Album doch nicht wirklich nach DER Fernseh-Schmonzette der 80er Jahre? Und wie heisst dann sein nächstes Album? Falcon Crest? Denver Clan? Ok, das musste sein. Solche Assoziationen beweisen ja eigentlich nur eins: Dass ich ein alter Sack bin und geschlagene zwölf Jahre älter als Kollege Wahntraum, der von der Serie wahrscheinlich noch nie etwas gehört hat... Kommen wir also zum einzig Wichtigen: Zur Musik! Und hier liefert der gute Mann (den ihr alle natürlich auch als Sänger von Harakiri For The Sky kennt!) mehr als amtlich ab. Das Ganze nämlich flott als "Post Black Metal und fertig" zu beurteilen, käme einer frechen Beleidigung gleich, denn "Dornenvögel" ist so viel mehr! Es wird eine unglaublich intensive Atmosphäre aus Melancholie und Verzweiflung erzeugt und mit musikalischen Mitteln unterstützt, die so mancher Doom bis Gothic Band verdammt gut stehen würde. Traumhaft schöne Melodien, sanft und voller Traurigkeit, treffen auf Black Metal Eruptionen, in denen sich V. Wahntraum scheinbar die Seele aus Leib schreit - es scheint eine fast schon schmerzhafte (physische wie psychische!) Ekstase zu sein, die aus dem Künstler herausbricht. Und da passt der Albumtitel auch wahrlich grandios, so ist ein "Dornenvogel" nach einer alten keltischen Legende ein Vogel, der nur einmal im Leben singt und zwar erst im Todeskampf, nachdem er sich freiwillig im einem Dornenbusch aufspießt. Dann allerdings so schön, wie es kein anderer Vogel auf der gesamten Welt zu tun vermag. Und genauso erscheint dieses wunderbare Album: Schönheit paart sich mit Schmerz und erschafft im Untergang große Kunst. Atmosphärisch, emotional und ungeheuer intensiv, diese Schlagworte vermögen das Album ganz grob zu skizzieren, man muss es aber selbstverständlich gehört haben, um dem Zauber dieser Klänge zu verfallen. Bei der Umsetzung seiner Kunst bekam Wahntraum (oder auch J.J. - bin mir nicht ganz sicher, welcher Künstlernamen bevorzugt wird!) hilfreiche Unterstützung von befreundeten Stimmen der Bands Downfall of Gaia, Lunar Aurora, Ellende, Ancst und einigen mehr, die das Ganze gekonnt abrunden. Ein wahrlich beeindruckendes Werk, das sich zwar erst nach und nach preisgibt, schliesslich aber restlos begeistert!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Drangsal
2. La tristesse durera toujours
3. Petrichor
4. L'appel du vide
5. Meine Freiheit war ihr Tod
6. F 19.5
7. Heimat bist du tiefster Winter
8. Advent

Invocation (Chile) - The Mastery Of The Unseen (7")

Invocation (Chile)Label: Iron Bonehead

Spielzeit: 10:15 min.

Genre: Death/Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Krach aus Chile - na dafür bin ich doch immer zu haben! Das hier aufspielende Trio kommt aus der Stadt Valparaiso und ausnahmsweise mal nicht aus der Hauptstadt Santiago, musikalisch geht es auf der Single aber ganz typisch zu: Feiner Südamerika Black/Death, allerdings nicht ganz so räudig, wie viele Kollegen. Die beiden Songs wurden verdammt ordentlich eingeprügelt und auch der Sound ist ok. Schönes Teil, gerade wenn das Tempo mal ein wenig gedrosselt wird, kommt das Ganze am Besten zur Geltung. Nach einer 2-Track-CD und 'nem Demo aus dem Jahre 2016 nun das dritte Lebenszeichen der noch recht jungen Band und das Teil ist echt nicht schlecht. Natürlich viel zu schnell vorbei und viel zu wenig Mucke - aber so ist das halt bei einer Underground-7"! Kann man nichts mit falsch machen.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Ouija (Mystifying Oracle) 03:38
2. The Spirit Trumpet 06:37

The Ocean - Phanerozoic I: Palaezoic

the ocean 2018Label: Metal Blade Records

Spielzeit: 47:25 min.

Genre: Post-Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Eine sanfte Melodie leitet das neue Machtwerk von The Ocean"ein, geht fließend über in den ersten "richtigen" Song und bereitet direkt zu Beginn Hirn und Ohren auf die kommende emotionale Achterbahnfahrt vor. "Phanerozoic I: Palaezoic", reiht sich in guter alter Tradition in die Reihe unaussprechlicher Albentitel des Musikerkollektivs ein. Die Scheibe ist der erste Teil eines Doppelalbums, dessen zweiter Teil 2020 erscheinen soll.

Bewährt und trotzdem frisch startet das Album bereits großartig, diese Band war viel zu lange abwesend. Wüste Hardcore Attacken, treffen in "Cambrian II" auf fragile Gesangslinien während es im Hintergrund synthetisch wabert. Sänger Loic Rossetti zeigt direkt zu Beginn die volle Bandbreite seines stimmlichen Spektrums. Großartig was dieser Mann über die volle Spielzeit abliefert. Sechs Minuten später wird das Tempo zurückgefahren, eine Pianomelodie übernimmt die Führung und wird kurz darauf durch einen furiosen Gänsehautpart weggebrochen um das Lied erhebend abzuschließen.

Abwechslung wird auf diesem Album groß geschrieben. "Silurian" beginnt sludgig, erhebt sich aber schnell in progressives Fahrwasser. Die progressive Ausrichtung sticht generell deutlich hervor. Vermehrte elektronische Einflüsse unterstützen die Atmosphäre oftmals im Hintergrund, verwässern die Musik aber nicht, lassen die brachialen Parts dafür umso mächtiger wirken. In manchen Momenten kommen Erinnerungen an Between The Buried And Me auf, ohne diese auch nur ansatzweise zu kopieren.
Ein besonderes Highlight findet sich an fünfter Stelle: "Devonian" ist ein ganz fantastisches Stück Musik, dessen Vocals zu großen Teilen von Jonas Renkse (Katatonia) vorgetragen werden. Zu Beginn erinnert der Song auch sehr an die letzten Ergüsse Katatonias, ändert seine Richtung jedoch und vereint quasi das Beste der beiden Bands in einem Lied. Spätestens jetzt herrscht Gänsehautalarm.

"Phanerozoic" erweist sich auch nach wochenlanger Dauerbeschallung als tolles Album. Die Band hat sich weiterentwickelt, bleibt jedoch stets erkennbar. Das Album wirkt von vorne bis hinten perfekt durchdacht, ohne jedoch zu verkopft zu sein und das Herz zu vergessen. Das Album bietet Stoff für viele Stunden und man kann mehr als gespannt sein, ob der zweite Teil das hohe Niveau halten kann, oder im besten Fall eine nicht wegzudenkende Ergänzung darstellen wird.

Sascha Scheibel

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Cambrian Explosion 01:54
2. Cambrian II: Eternal Recurrence 07:51
3. Ordovicium: The Glaciation of Gondwana 04:49
4. Silurian: Age of Sea Scorpions 09:36
5. Devonian: Nascent 11:05
6. The Carboniferous Rainforest Collapse 03:08
7. Permian: The Great Dying 09:22

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