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Musmahhu - Reign of the odious

Musmahhu2019Label: Iron Bonehead Productions

Spielzeit: 42:12 min.

Genre: Death Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Musmahhu? Da war doch mal was? Stimmt, die hatten doch Anfang des letzten Jahres eine 7" mit dem Titel "Formulas of rotten death" (Review hier!) herausgebracht. Coole Mucke, aber schlechter Sound. Nun an letzterem haben die Kollegen ordentlich gearbeitet, so klingen die Songs auf "Reign of the odious" eine ganze Spur besser, ohne ihren "Underground/Rumpel-Charme" zu verlieren. Das freut mich natürlich, denn so kommt die immer noch vorhandene Qualität der Songs viel mehr zur Geltung. Geblieben ist (und das ist auch verdammt gut so!) großartiger, dreckiger und räudiger Death Metal, der mit einer ungeheuren Aggression vorgetragen wird. Heidewitzka, hier hat aber jemand schlechte Laune... Diese vertonte Brutalität hebt aber dafür die Laune des Hörers, sofern dieser auf ungeschliffene Wut, verpackt in derbste Klänge, abfährt (und wer tut das nicht?). Freunde von Hochglanz-Geprügel dürfen an dieser Stelle "Ciao" sagen, denn das bekommt man bei Musmahhu (übrigens ein Monster aus der mesopotamischen Mythologie, eine Mischung aus Schlange, Löwe und Vogel) definitiv nicht geboten. Dafür dreckigen Krach mit einer angepisst/aggressiven Atmosphäre, ist doch 'ne verdammt feine Sache

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Apocalyptic Brigade of Forbidden 06:09
2. Musmahhu, Rise! 06:23
3. Slaughter of the Seraphim 06:15
4. Burning Winds of Purgatory 02:27
5. Reign of the Odious 07:07
6. Spectral Congregation of Anguish 06:39
7. Thirsting for Life's Terminus 07:51

Ossuarium - Living Tomb

Ossuarium  Living TombLabel: 20 Buck Spin

Spielzeit: 40:25 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: 01. Februar 2019

'Living Tomb' stellt das Debütalbum der vier Amis von Ossuarium dar und erschien kürzlich. Das Quartett besteht seit 2016, nahm 2017 die vielbeachtete Demo 'Calcified Trophies Of Violence' auf und brachte diese unters Volk.
Schon das tolle Dan-Seagrave-Coverartwork zeigt, was man zu erwarten hat: Oldschool-Death-Metal, wie man ihn heutzutage glücklicherweise wieder häufiger hört. Man scheißt hier auf alle aktuellen Trends und spielt eine Melange aus brutalem, beinahe schon chaotischem Todesblei und schleppendem Doom Metal, wobei immer wieder sphärische Klänge, die eine beinahe schon hypnotisierende Wirkung aufweisen, aus den Boxen schallen. Der tiefe Grunzgesang könnte meines Erachtens nach etwas abwechslungsreicher sein, aber das ist Gemeckere auf hohem Niveau. An sich ist 'Living Tomb' ein gutes, recht vielseitiges Album geworden.

Fazit: Geboten werden in knapp 40 Minuten sieben Todesblei-Brecher, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und nichts anderes als Tod und Verderben bringen. So muss richtig fieser Death Metal klingen: böse, brutal und unbarmherzig.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Intro
02. Blaze Of Bodies
03. Vomiting Black Death
04. Corrosive Hallucinations
05. Writhing In Emptiness
06. End Of Life Dreams And Visions Pt. 1
07. Malicious Equivalence
08. End Of Life Dreams And Visions Pt. 2

Ectovoid - Inner Death (7")

xxlEctovoidLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 12:00 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Knapp zwei Jahre ist es her, dass mich die Amerikaner mit ihrem Dark abstraction-Album (Review hier!) erfreut haben. Nun gibt es drei neue Songs von den Kollegen zu hören und zwar auf einer schicken 7" (und auch als Kassette) und die knüpfen im Grunde genommen nahtlos an gerade erwähnten Longplayer an. Das heisst, es gibt feinen Old School Death Metal mit dem gewissen "Etwas" zu hören, was im Falle von Ectovoid das geschickte Spiel mit dem Tempo ist. Egal, ob es langsam bis schleppend voran geht oder die Hoschis voll aufs Gaspedal treten - es knallt gut und auch die modrig/dreckige Atmosphäre stimmt. Natürlich sind 12 Minuten viel zu kurz, aber wie nehmen ja, was wir kriegen können - in diesem Fall eine durchaus gelungene EP.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Internal Inversion 02:48
2. Archaic Memories Unearthed 03:58
3. Isolation in Mind Continuum 05:14

Funereal Presence - Achatius

Funerealxxl Presence  AchatiusLabel: Sepulchral Voice Records

Spielzeit: 48:32 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Soundcloud

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VÖ-Datum: 15. Februar 2019

Vier Tracks in fast 50 Minuten - was beim Doom völlig normal ist und allermeistens auch richtig gut funktioniert, ist beim Black Metal doch eher seltener anzutreffen und oft gehen dort solch überlange Songs in Richtung uninspiriert und langweilig. Nicht so bei dem Kollegen von Funereal Presance! Dieser nennt sich Bestial Devotion und man kennt ihn vielleicht von Negative Plane. Ähnlich wie schon auf dem gelungenen Debüt "The archer takes aim" (The Ajna Offensive - 2014) verknüpft er geschickt ursprünglichen, recht räudigen Black Metal mit fast schon verspielten Passagen, wechselt gerne das Tempo und variiert auch seinen Gesang von keifend über grimmig bis hin zu klarer Stimme. All diese Bestandteile agieren ausgesprochen harmonisch und homogen miteinander und insgesamt stellt das Album definitiv einen qualitativen Fortschritt zum oben erwähnten Debüt dar (und dieses war schon durchaus als gelungen zu bezeichnen!) Einen Song von über 10 Minuten mit genug interessantem Leben anzufüllen, ist eindeutig nicht einfach, hier wird dies aber ausgezeichnet bewerkstelligt. Da dieser Facettenreichtum darüber hinaus zu keinem Zeitpunkt auf Kosten der unheilvollen und aggressiven Atmosphäre geht, kann ich mit Fug und Recht von einem echtem Volltreffer reden. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Wherein Achatius is Awakened and Called Upon
2. Wherein a Messenger of the Devil Appears
3. Wherein Seven Celestial Beasts Are Revealed To Him
4. Wherein Achatius is Flogged to the Hills of Violation

Marrasmieli - Marrasmieli

Marrasmieli  MarrasmieliLabel: Naturmacht Priductions

Spielzeit: 19:44 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Wow, was für eine grandiose EP! Marrasmieli kommen aus Finnland und präsentieren uns heuer ihr selbstbetiteltes Debüt. Und das Teil ist einfach nur großartig!! Majestätischer Black Metal erschallt hier: Atmosphärisch, mit gelungenen folkloristischen Elementen versetzt und durch geile Keyboards unterstützt. Dabei auf der anderen Seite aggressiv und brutal - eine absolut tödliche Mischung. Die Musiker machen definitiv alles richtig und ich möchte die Songs als nicht weniger als "perfekt" bezeichnen. Ich bin zumindest total begeistert und vergebe mit Freude die Höchstnote. Leider sind auf der CD nur zwei Songs enthalten und da ich durch diese aber mal sowas von angefixt bin, kann ich nur hoffen, dass die Kollegen so schnell wie möglich mit Nachschub um die Ecke kommen! Supergeile Scheibe!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Marrasmieli 06:57
2. What Nature Fears 12:47

Graves - Liturgia de Blasfemia

Graves  Liturgia de blasfemiaLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 31:58 min.

Genre: Raw Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Raw Black Metal aus Portugal - na was für eine Überraschung! Ich sag' ja, da ist irgendwo ein Nest... Im Ernst, nach ihrer letztjährigen Demo-Kassette "Unholy desecration" (erschienen bei Signal Rex) kommt nun der Debüt-Longplayer der Band in die Regale und jeder Freund des Lo-Fi Black Metal dürfte von diesem Leckerbissen begeistert sein. Räudig und primitiv geht es zur Sache, der Sound ist auf das akustische Gemetzel perfekt zugeschnitten (also dreckig und ungeschliffen, aber nie matschig oder gar zu dünn!), was will man mehr? Neue Akzente setzen kann die Scheibe zwar nicht und die Band kommt auch nicht ganz so kaputt 'rüber wie andere Vertreter dieses schnuckeligen kleinen Subgenres, aber man wird eine gute halbe Stunde hervorragend unterhalten - wenn man auf solchen primitiven Krach steht. Ich tue dies und weil auch die Atmosphäre so richtig schön krank, böse und fies ist, kann ich Euch das Teil nur empfehlen. Aber Vorsicht!! Ist definitiv nichts für Poser, Warmduscher und Möchtegern-Black Metaller!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Do Demiurge... Ultraje de Viver 01:29
2. I Am Fire I Am Death 03:08
3. Sangrando em Golgota 03:26
4. Sangrando em Golgota... Parte 2 04:35
5. Impregnado p' la Foice 05:21
6. Do teu Ventre a Maldade saiu 03:03
7. Minha Alma Imolei em Golgota 05:07
8. Graves Hold Your Name 03:25
9. Via Dolorosa até Golgota 02:24

Profanatica - Altar Of The Virgin Whore

ProfanaticaLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 19:33 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Als ich das erste Mal mit den blasphemischen Amerikanern in Kontakt gekommen bin, (das war die absolut grandiose Split-LP mit den ebenfalls grandiosen Kolumbianern von Masacre) hat sich die Band kurz danach aufgelöst. Dem Gehörnten sei Dank haben sie sich ein paar Jahre später zusammengefunden und machen seitdem wieder regelmässig unheiligen Krach. So auch dieser Tage und auch wenn die Alben der Band immer noch geiler sind als 80% der gesamten Black Metal Gemeinde, konnten sie das chaotisch/ungestüme ihrer Anfangstage nicht mehr so ganz reproduzieren. Das ist natürlich völlig normal und auch nicht sonderlich tragisch, aber eine Tatsache. Wem es da ähnlich geht wie mir, dem kann ich die neue EP "Altar of the virgin whore" nur ganz doll ans pechschwarze Herz legen. Denn was die Musiker in den knapp 20 Minuten hier abfeuern, ist so dermassen "Back to the roots" wie ich es von der Band schon sehr lange nicht mehr gehört habe. Acht kurze Eruptionen voller Gewalt, Hass und Blasphemie werden uns um die Ohren gepeitscht, dass es eine wahre Pracht ist. Brutal wie die Sau! Meine Favoriten sind neben dem Titelsong das gerade mal eine Minute lange "Thorn king" - fieser geht es kaum. Wie schon gesagt: Profanatica waren niemals schlecht (nicht mal ansatzweise!!), aber diese neue Scheibe ist definitiv ein neuer Höhepunkt in der Bandgeschichte! Ich bin schwer begeistert!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Conceived with Sin 02:09
2. Prayer in Eclipse 02:52
3. Altar of the Virgin Whore 02:53
4. Crucifixion Wounds 01:58
Side B
5. Thorn King 01:00
6. Sacred Code Broken 02:16
7. Fuck the Messiah 03:23
8. He Has Risen 03:02

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