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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsGravetemple - Impassable Fears

Graveborne - 1918

graveborn 1918Label: Wolfspell Records

Spielzeit: 50:58 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die mir bislang völlig unbekannte finnische Black Metal Formation Graveborne präsentiert uns mit ihrem dritten Longplayer "1918" ein Konzeptalbum über den (kurzen, aber blutigen!) finnischen Bürgerkrieg. Thematisch ein hochinteressantes Gebiet (gerade für mich als ausgewiesenen Geschichts-Hoschi!), wobei es für alle Hörer, die der finnischen Sprache (ich kaufe ein "i") nicht mächtig sind, nicht wirklich erhellend ist, denn die Kollegen verwenden konsequent ihre Muttersprache. Musikalisch gibt es dazu ziemlich blutleeren, recht langweiligen Standart-Black Metal, der nun wirklich nicht zu Begeisterungsstürmen einlädt. Nö, das hat man alles schon viel zu oft gehört und es gibt unzählige Bands, die deutlich besser aufspielen. Merke: Nicht alles, was aus Finnland kommt, ist auch automatisch innovativ oder aussergewöhnlich. Kleine Randnotiz: Chef bei Graveborne ist der Kollege Marchosia", den viele von Euch sicherlich als Gitarrist von Black Crucifixion kennen dürften. "1918" ist leider eins von jenen Alben, die so gut wie gar keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und schnell wieder in Vergessenheit geraten werden...

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. 1918 02:09
2. Myrskytuuli 05:00
3. Jääkärin tie 07:31
4. Valkokaarti 04:08
5. Susinarttu 06:03
6. Kuoleman kellot 03:59
7. Tuomittu 05:10
8. Punakaarti 04:39
9. Vaiti 06:13
10. Jumalan palvelija 06:06

Mourning By Morning - Mourning By Morning

Mourning By Morning Label: Wolfspell Records

Spielzeit: 40:20 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Täusche ich mich da, oder kommen gerade aus den USA besonders viele Ein-Mann-Black Metal-Projekte? Ein wirklich gutes Image haben diese Projekte nicht, denn leider tummeln sich dort einfach viel zu viele Möchtegern-Musiker, die einen derartig miesen Schrott produzieren, dass sich beim Anhören die Fußnägel nach hinten drehen... Diesem Trend will der Mann hinter Mourning By Morning namens Caden Frankovich entschieden entgegentreten und das macht er auch richtig gut! Auf seinem Debüt-Longplayer (dem vorangegangen sind eine EP und mehrere rein digital veröffentlichte Songs) präsentiert er eine gelungene Mischung aus klassischem und Depressive Black Metal, die erstaunlich gut funktioniert. Zumeist ist er im typischen DBM Tempo (also langsam und recht schleppend...) unterwegs, doch immer wieder drückt er dann das Gaspedal metertief in den Asphalt und erfreut den Hörer mit extrem aggressiven Ausbrüchen - sehr cool! Diese Mixtur ist gut ausbalanciert und da der Kollege noch zusätzlich einige sehr schöne Melodien einbaut, lassen sich die hier und da noch auftretenden Längen ganz gut aushalten. Ein wirklich gelungenes Debüt, das zwar noch ein wenig Luft nach oben lässt, aber definitiv ein Reinhören wert ist!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Azure Eyes 04:32
2. At Heart 05:34
3. The Bride of Ice 05:18
4. Bleakness 04:13
5. I Wander 06:51
6. Underneath the Pressure of the Sea 04:33
7. Wintertide 09:19

Organic - Carved In Flesh

organicLabel: Testimony Records

Spielzeit: 37:07 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 16. November 2018

Das südtiroler Quartett Organic treibt seit 2013 sein Unwesen in der Extrem-Metal-Szene und präsentiert mit 'Carved In Flesh', nachdem man 2014 die EP 'Death Battalion' veröffentlichte hatte, sein Debütalbum via Testimony Records. Der Oldschool-Todesblei der vier Italiener atmet sehr viel schwedischen Vibe (Dismember, Entombed...), erinnert aufgrund der recht tiefen Growls aber auch an nordamerikanische Genrevertreter wie Deicde oder Cannibal Corpse. Die Produktion ist amtlich (Sound Control Studio), auch die Spielzeit von 37 Minuten geht total in Ordnung.

Bei den unzähligen saustarken Death-Metal-Scheiben der letzten Zeit geht 'Carved In Flesh' leider ein wenig unter, auch wenn das Langeisen, welches auf CD, Vinyl und Tape (cool!) sowie als Download erhältlich sein wird, beileibe kein Rohrkrepierer ist. Letzten Endes empfiehlt es sich also, vor dem Erwerb ein Ohr zu riskieren, aber das ist ja in Zeiten, in denen man eh in beinahe jede Platte schon vor Release komplett 'reinhören kann, eh obligatorisch.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklist:

1. Suffocate In Blood
2. Shrouded In Darkness
3. Frozen Meat Medal
4. Macabre Rites
5. Der Fotzenknecht
6. I, Soulless
7. Carved In Flesh
8. Carnal Absolution (Behind The Altar)
9. From Beyond
10. Death Battalion (Vinyl Bonustrack)
11. The Result Is To Collapse (Vinyl Bonustrack)

Xalpen - Wowk Otrr

Xalpen   Wowk Otrr Label: Morbid Skull Records

Spielzeit: 24:26 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Xalpen kommen aus dem fernen Chile und präsentieren uns mit "Wowk otrr" ihre zweite EP. Eine hervorragende Idee, denn die Songs knallen verdammt gut. Geboten wird uns tiefschwarzer Black Metal, der mit einem guten Schuss Südamerika-Rumpel-Charme verfeinert wurde. Wer jetzt aber simples Geprügel erwartet, den muss ich enttäuschen, denn die Musiker verstehen es ganz ausgezeichnet, sowohl mit dem Tempo zu spielen, als auch mit einigen dezent eingesetzten Elementen eine intensive und bösartige Atmosphäre zu erschaffen. Endlich mal wieder eine Band, die das Satanische in den Mittelpunkt ihres kreativen Schaffens stellt, ich hab' manchmal das Gefühl, dass dieser Aspekt des Black Metals immer mehr in Vergessenheit gerät. Nicht so bei Xalpen und das funktioniert ganz ausgezeichnet. Eine wirklich sehr geile EP, die Appetit auf mehr macht!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Intro 00:22
2. Kay’taw hawrr sho’on palakaw-msh 04:20
3. Ten Hashpen 07:28
Side B
4. K’terrnenqár Shwaken 03:40
5. Xosh Kassek 04:36
6. Wowk Otrr 02:18
7. Sèyta 01:42

Fluisteraars + Turia - De Oord (Split)

Fluisteraarsxxl Turia CoverLabel: Eisenwald Tonschmiede

Spielzeit: 32:47 min.

Genre: Black Metal

Info: Fluisteraars

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Zwei Songs bei 'ner Spielzeit von über 30 Minuten - was beim Doom ganz normal ist, stellt beim Black Metal schon eine Ausnahme dar (wäre in der Anfangszeit der Bewegung völlig undenkbar gewesen...) und stellt die entsprechenden Bands schon vor eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Als erstes stellen sich dieser die Kollegen von Fluisteraars und wer die Band kennt (zum Beispiel durch ihren verdammt geilen letzten Longplayer "Luwte" (Review hier!)), der weiss, dass die Niederländer so was können und genau dies tun sie auch auf dieser Split. Im unteren Mid-Tempo-Bereich unterwegs entfesseln sie einen bösartigen Bastard, der trotz des ätzenden Gesangs und der dunklen Atmosphäre den Platz für einige grandiose Melodien findet und all dies zu einer unwiderstehlichen Einheit verschweisst. Sehr geil!! Ihre Landsleute von Turia (die mir bislang noch unbekannt waren) gehen da etwas garstiger zur Sache und holzen auch zunächst ordentlich los. Und auch sie schaffen es, ihre knapp 18 Minuten mit genug unheiligem Leben zu füllen, wenngleich sie das Niveau von Fluisteraars nicht ganz erreichen. Sie spielen gekonnt mit dem Tempo und beenden den Song mit immer ruhiger werdenden Ambient-Elementen. Auch hier kann ich nur sagen: Daumen hoch! Eine mehr als gelungene Split!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. FLUISTERAARS - Oeverloos (14:49)
2. TURIA - Aan den Golven der Aarde Geofferd (17:58)

Corpsessed - Impetus Of Death

Corpsessed xxlCoverLabel: Dark Descent Records

Spielzeit: 45:52 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 23. November

Es gibt Herbsttage, an denen man im wahrsten Sinne keine Sonne sieht. Es ist reichlich trüb, weil der Himmel bewölkt ist; zudem fällt hin und wieder Regen auf dem mit Laub bedeckten Rasen des kleinen Gärtchens. Die Stimmung ist im Keller.

Heute ist so ein Tag. Was passt da also besser, das Gemüt erzuhellen, als ein Cocktail aus modrigem Todesblei finnischer Prägung und chaotischem Death Metal der US-amerikanischen Sorte à la Incantation? Das in den nächsten Tagen erscheinende 'Impetus Of Death' des Quintetts Corpsessed stellt einen derartigen Cocktail dar. Mal gibt es sehr gepflegt einen auf die Fresse, eine unheilig erscheinende Melodie folgt der anderen, an anderer Stelle zelebriert man schon beinahe sphärischen Doom. Herrlich düstere Songs allesamt, variantenreich im bandeigenen Proberaum in Szene gesetzt. Das Zweitwerk der fünf Finnen, deren Kapelle bereits seit 2007 besteht, ist eine grabesfeuchte und brutale Platte, bei der jeder Death-Metaller, der was auf sich hält, reinhören sollte.

Ach ja, das lovecrafteske Coverartwork wurde von Mattias Frisk angefertigt, dessen Kapelle Vanhelgd vor nicht allzu langer Zeit auch einen netten neuen Silberling präsentierte.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Impetus Of The Dead
02. Sortilege
03. Endless Plains Of Dust
04. Graveborne
05. Paroxysmal
06. Forlorn Burial
07. Begetter Of Doom
08. Starless Event Horizon

Hate Eternal - Upon Desolate Sands

hate eternal 2018xxlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 38:56 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Schön, dass es immer noch genug Bands gibt, auf die man sich voll und ganz verlassen kann, sowohl was Qualität, als auch die Konsequenz in ihrer musikalischen Ausrichtung angeht. Das Krachkommando Hate Eternal um Erik Rutan gehört definitiv dazu, denn die Kollegen ballern uns jetzt auch schon seit über zwanzig Jahren in regelmässigen Abständen erfolgreich die Rübe frei. Und auch "Upon desolate sands" weiss auf ganzer Linie zu überzeugen, denn ähnlich wie auf dem Vorgängeralbum "Infernus" (Review hier!) geht es von Vorne bis Hinten ordentlich brutal zur Sache. Dabei wird keineswegs immer nur wild drauflos geballert, nein die Kapelle schafft es ganz ausgezeichnet, eine unglaublich intensive Mischung aus purer Aggression, technischen Spielereien und einigen extrem coolen Melodien zu zaubern. Kommt sehr homogen rüber und macht das Album zu einer echt runden Sache. Ganz feiner Old School US-Death Metal, der sehr oft (zum Beispiel beim schweinegeilen "Nothingness of being"!!) so klingt, wie es Morbid Angel wahrscheinlich verdammt gerne wieder tun würden. Kann man als Death Metal Junkie nix mit falsch machen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Violent Fury (3:55)
2. What Lies Beyond (3:09)
3. Vengeance Striketh (4:39)
4. Nothingness of Being (5:02)
5. All Hope Destroyed (5:45)
6. Portal of Myriad (4:13)
7. Dark Age of Ruin (3:58)
8. Upon Desolate Sands (5:02)
9. For Whom We Have Lost (3:18)

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