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Firespawn - Abominate

firespawnxxl2019Label: Century Media Records

Spielzeit: 41:38 min.

Genre: Death Metal mit Heavy-Metal-Versatzstücken

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Die in der Presse vielfach als Death-Metal-Supergroup bezeichnete schwedische Abrissbirne Firespawn veröffentlicht in den nächsten Tagen sein Drittwerk 'Abominate'. Hören wir also in die Scheibe rein.

Zunächst einmal freut es mich zu sehen, dass seit der Bandgründung im Jahre 2015 jedes der fünf Gründungsmitglieder weiterhin bei Firespawn am Ball geblieben und somit klar ist, dass das Quintett nicht bloß ein weiteres Projekt einiger Todesblei-Veteranen darstellt, sondern tatsächlich eine echte Band ist.
Was das Album ganz klar von anderen Death-Metal-Veröffentlichungen der letzten Zeit abhebt: es weist einen deutlichen Oldschool-Heavy-Metal-Vibe auf, was sich vor allem auf die präzise Gitarrenarbeit auswirkt; selten im Death Metal hat man derart klassische Soli genießen dürfen (vielleicht bei den späteren Death, die dann aber auch schon keinen wirklichen Death Metal mehr spielten, was man an dieser Stelle bitte nicht negativ verstehen sollte).
Aber keine Angst: die elf Songs werden durch das Dazutun alter HM-Trademarks ganz sicher nicht handzahm, langweilig und/ oder kraftlos. Dafür sorgen schon LG Petrov, der hier derart brutale Growls rauskloppt, die man von ihm in seinen alten Tagen ganz sicher nicht mehr erwartet hätte, sowie Matte Modins dynamisches Schlagzeugspiel. Die Stockholmer zeigen uns knapp 42 Minuten lang, wo der Hammer hängt.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. The Gallows End
02. Death And Damnation
03. Abominate
04. Heathen Blood
05. The Great One
06. Cold Void
07. The Hunter
08. Godlessness
09. Blind Kingdom
10. The Undertaker
11. Black Wings Of The Apokalypse

BAT - Axestasy

BAT  AxestasyLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 13:40 min.

Genre: Speed Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Diese Mischung aus Proto-Black Metal und Speed Metal hat es mir ja eh angetan und die Amis von BAT gehören definitiv zu meinen Lieblingsbands aus diesem Subgenre! Jetzt haben mich die Burschen nach ihrem "Wings of chains"-Longplayer (Review hier!) doch glatt drei Jahre warten lassen, bis sie mal wieder was von sich hören lassen. Schade, dass es "nur" 'ne EP geworden ist - aber man muss halt nehmen, was kommt. Musikalisch gibt es Gottseidank nix Neues zu berichten, die Kollegen bedienen immer noch jene oben erwähnte gnadenlose Mixtur aus Black und Speed und das mit viel Power und Spielfreude! Es knallt ordentlich, gerade mein Lieblingssong "ICE" (gesponsert von der Deutschen Bahn???) ist extrem geil ausgefallen, aber viel zu schnell ist der Spaß schon wieder vorbei. Noch nicht mal 'ne Viertelstunde, Leute ich brauch doch mehr von dem Scheiß!!! Kurz, aber gut (und mit einem saucoolen Coverartwork ausgestattet!!) - ich find's dufte!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Wild Fever 03:05
2. Long Live the Lewd 02:05
3. ICE 03:09 S
4. Ritual Fool 02:29
5. Slash of the Blade 00:28
6. Axestasy 02:24

Tanith - In Another Time

Tanith  In another timeLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 43:55 min.

Genre: Hard Rock/ Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wenn's bei Metal Blade mal 'ne Hard Rock Band ins Repertoire geschafft hat, dann sollte man aufhorchen, denn das ist ja schon sehr untypischer Stoff für dieses Label. Man fragt sich also, warum gerade diese Band und was hilft bei der Aufklärung dieses Rätsels? Genau: Einfach mal reinhören! Wobei ein sicherlich nicht zu vernachlässigender Faktor sein dürfte, dass sich hier Satan-Gitarrist Russ Tippins herumtreibt, der erstmals bei einer Band (jedenfalls soweit ich weiss) auch den Gesang übernommen hat. Zumindest halb, denn er teilt sich diesen mit seiner Kollegin Cindy Maynard (die übrigens wie die beiden weiteren Bandmitglieder aus den USA stammt), was schon mal einen großen Anteil am gelungenen Gesamtergebnis habe dürfte. Die beiden Stimmen harmonieren nämlich hervorragend miteinander (rau trifft auf zart!) und verzaubern den Hörer von Beginn an. Dazu gesellt sich schön zeitloser 70s Hard Rock, der wunderbar Retro klingt und das auf eine erdige, ausgesprochen natürliche Weise. Die Musiker müssen sich auch keineswegs vor dem Urgestein Tippins verstecken, denn qualitativ gibt es an ihrem Spiel nichts auszusetzen - ganz im Gegenteil! Ein durch und durch gelungenes Debüt! Gefällt mir wirklich ganz ausgezeichnet!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Citadel (Galantia Pt. 1) 05:49
2. Book of Changes 05:52
3. Wing of the Owl (Galantia Pt. 3) 05:10
4. Cassini's Deadly Plunge 04:58
5. Under the Stars 04:06
6. Mountain 04:32
7. Eleven Years 04:44
8. Dionysus 05:30
9. Under the Stars (Reprise) 03:14

Misþyrming - Algleymi

Misþyrming  AlgleymiLabel: Norma Evangelium Diaboli

Spielzeit: 46:16 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Black Metal aus Island, da bekommen viele doch sofort Schwitzflecken inne Strümpfe (natürlich vor Begeisterung), denn von der kleinen Insel ist in der letzten Zeit sehr viel schönes angeliefert worden. Auch die Kollegen von Misþyrming dürfen sich mit ihrem zweiten Album mit Fug und Recht in diese Riege eingliedern. Schon ihr vor drei Jahren erschienenes Debüt "Söngvar elds og óreiðu" (Alter, diese isländischen Buchstaben, die Du auf keiner Tastatur findest....) kam in der Szene ja sehr gut an (an mir ist es leider komplett vorbei gerauscht!) und auch der Song "Hof" von der Split mit Sinmara (Terratur Possessions - 2017) war ganz feiner Stoff. Wenden wir uns also dem neuen Werk zu und die Isländer schaffen es tatsächlich alle in sie gesetzte Erwartungen zu erfüllen, vielleicht sogar zu übertreffen. Wir finden hier qualitativ hochwertigen, atmosphärischen Black Metal der Extraklasse. Auf der Platte gibt es alles, was man erhofft hat: Aggression, geile Melodien, Bombast und Pathos, aber auch ruhige, fast schon verträumte Momente. Die Atmosphäre ist majestätisch, die synthetischen Klänge verbinden sich hervorragend mit den rauen Black Metal Elementen und trotz aller präsentierten Facetten ist das Album sehr homogen geworden. Sehr gutes Teil, hier kann man echt nicht meckern und deshalb kann ich "Algleymi" auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Orgia 05:27 
2. Með svipur á lofti 07:05
3. Ísland, steingelda krummaskuð 06:25 
4. Hælið 02:32 instrumental
5. Og er haustið líður undir lok 04:41 
6. Allt sem eitt sinn blómstraði 06:57 
7. Alsæla 06:05
8. Algleymi 07:04

Vargrav - Reign in supreme darkness

vargravLabel: Werewolf Records

Spielzeit: 41:17 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Knapp anderthalb Jahre nach dem Debüt "Netherstorm" (Werewolf Records - 2018j kommt das Ein-Mann-Unternehmen Vargrav mit dem Nachfolger um die Ecke. Musikalisch knüpft Herr V-Khaoz (ein sehr umtriebiger Finne, spielt und spielte noch in zig anderen Bands, z.B. Azgahal, Hin Onde oder auch Kalmankantaja...) nahtlos an den Vorgänger an. Das heisst, es gibt klassischen Black Metal mit einem guten Schuss Bombast zu hören, der handwerklich total in Ordnung ist. Das Tempo wird dezent variiert, das Aggressions-Level ist ordentlich hoch und sowohl Atmosphäre als auch der Sound wissen zu gefallen. Originell oder gar innovativ ist das Ganze zwar überhaupt nicht, aber wen das nicht stört der wird ausgezeichnet unterhalten. (So wie ich!) Solide eingeprügelter Black Metal der gehobenen Mittelklasse, mir gefällt's!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Intro - Et in Profundis Mysteriis Operta 02:19 
2. The Glory of Eternal Night 05:42 
3. Dark Space Dominion 04:32 
4. In Streams from Great Mysteries 05:51 
5. As the Shadows Grow Silent 04:37 
6. Crowned by Demonstorms 05:21 
7. Godless Pandemonium 05:14 
8. Arcane Stargazer 08:11

Archaic Tomb + Cryptworm: Split (7")

Archaic TombLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 11:20 min.

Genre: Death Metal

Info: Archaic Tomb; Cryptworm

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Split Singles sind doch eine feine Sache, um neue und unbekannte Bands zu entdecken. Hier haben wir zum Beispiel Archaic Tomb aus Portugal und Cryptworm aus England, die jeweils einen Song zum Besten geben. Die Portugiesen eröffnen den Reigen und legen schon mal ganz fett vor! Extrem dreckiger und vor allem düsterer Underground Death Metal wird uns hier entgegen gerotzt, dezent in der Geschwindigkeit, aber extrem abgefuckt und räudig dargeboten - Herrlich! Doch auch Cryptworm wissen zu überzeugen, gerade durch den tiefen gutturalen Gesang, der so mancher Grindcore-Kapelle sehr gut stehen würde. Auch hier variiert man geschickt zwischen Midtempo und "etwas schneller", was (ähnlich wie bei Archaic Tomb!) eine bedrohlich/kranke Atmosphäre erzeugt. Eine mehr als gelungene Zusammenarbeit, vor allem, wenn man bedenkt, dass Archaic Tomb bislang nur ein 5-Track Demo veröffentlicht haben und Cryptworm ebenfalls "nur" Demo und 'ne EP. Ich hoffe ganz stark, dass beide Bands am Ball bleiben, denn hier dürfen wir in Zukunft noch ganz starken Stoff erwarten, da bin ich mir sicher!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. ARCHAIC TOMB - Persecution Paraphrenalia 05:50
2. CRYPTWORM - Putrefactive Regurgitation 05:30

Whiskey Ritual - Black Metal Ultras

Whiskey Ritual  Black Metal UltrasLabel: Folter Records

Spielzeit: 34:30 min.

Genre: Black'n'Roll/Punk

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Was für ein saugeiler Album-Titel - da fragt man sich, warum da noch niemand vorher drauf gekommen ist! Da weiss man doch sofort, was einen musikalisch erwartet! Wobei ich mit der Beschreibung "Black'n'Roll" nicht ganz so einverstanden bin, denn im Gegensatz zum (ebenfalls sehr coolen!!) Vorgänger-Album "Blow with the devil" (Review hier!) finde ich, dass wir es hier viel eher mit einer extrem abgefahrenen Mischung aus (Proto) Black Metal und dreckig/rotzigem Street-Oi-Punk zu tun haben. Wie man es auch nennen mag, die Rotze knallt unheimlich, macht Hunger auf mehr und Durst auf alkoholische Getränke! Die Italiener schaffen es wieder einmal, mich so richtig gut zu unterhalten und ordentlich "Stimmung inne Bude" zu bringen! So eine Mucke kann ich mir wirklich immer geben, erst recht nach dem abschliessenden Turbonegro-Cover "Denim Demon", welches zum Sound von Whiskey Ritual so was von genial passt! Party On!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Black Metal Ultras 02:56
2. In the Army of Hell 03:55
3. Knockout 03:48
4. Death Comes by Limo 04:18
5. 666 Problems 04:07
6. Streets & Liers 03:53
7. Die Hard 04:00
8. Manifesto 04:37 Show lyrics
9. Denim Demon (Turbonegro cover) 02:56

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