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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsConvulse: Cycle of Revenge

Sol De Sangre + Panico Al Miedo - La senda de la muerte (Split)

Sol xxlDe SangreLabel: War Anthem Records

Spielzeit: 16:12 min.

Genre: Death Metal

Hörprobe: Youtube

Info: Sol De Sangre; Panico Al Miedo

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wie geil ist das denn? Da haben sich die beiden Bands Sol De Sangre (Kolumbien) und Panico Al Miedo (Spanien) zusammengetan, um auf dieser EP Coverversionen bekannter Death Metal Klassiker zum Besten zu geben. Ich merke schon, wie Ihr gerade denkt: "Wie unoriginell - und ausserdem kann das ja gar nicht stimmen, schliesslich sind die Songtitel ja auf Spanisch!!". Das ist ja das Geile!!! Die Kollegen hatten nämlich die grandiose Idee "Revel in flesh" (Entombed), "Before the creation of time" (Unleashed), "Pull the plug" (Death) und "Twisted truth" (Pestilence) einfach mal in ihre Muttersprache zu übersetzen und somit auf Spanisch auf die Menschheit loszulassen. Das Ergebnis ist verdammt cool ausgefallen und da ich eh ein Freund von gut gemachten Covern bin, finde ich diese EP absolut schweinegeil! Darüberhinaus lernt man noch zwei hochinteressante Bands kennen, von denen mich die Kolumbianer ganz besonders begeistert haben, deren im letzten Jahr erschienene CD Sol De Sangre ich unbedingt mal antesten muss. (Kleines Update: Hab ich mittlerweile gemacht und das Teil ist noch geiler als die beiden Songs dieser EP!!!) Sehr coole und originelle Geschichte, diese Split!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Festin de la carne - SOL DE SANGRE (3:41)
2. Antes de la creación - SOL DE SANGRE (3:56)
3. Desconéctame - PANICO AL MIEDO (4:32)
4. Verdad Vil - PANICO AL MIEDO (4:04)

Neanderthalensis - Rain over scorched earth (MC)

NeanderthalensisLabel: Corpse Torture Records

Spielzeit: 38:01 min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Neanderthalensis ist ein neues Ein-Mann-Unternehmen aus München. Dahinter steckt der Herr Swartaz Wulfaz und dieser hat sich voll und ganz dem Black Metal verschrieben. Auf seinem ersten Demo "Rain over scorched earth" macht er zumindest keine Gefangenen und präsentiert eine extrem brutale Orgie der Gewalt. Der Gesang ist ordentlich verzerrt, was die Sache so richtig fies macht, musikalisch geht es eher in die Cascadian-Ecke. Das funktioniert bei den ersten beiden Songs auch sehr ordentlich, wobei man mit deren Länge von über acht Minuten schon nah an die Grenze kommt, wo es irgendwann (ob der auftretenden Monotonie) nicht mehr interessant, sondern öde wird. Und hier liegt auch das Problem beim abschliessenden Track "Take your fists and make your life" - er ist mit 21:23 einfach ein ganzes Stück zu lang. Zwar beginnt er recht langsam, so dass man zunächst den Eindruck bekommt, der Stil würde sich vielleicht ein wenig ändern, doch nach kurzer Zeit geht das Geprügel wieder los und das reicht dann doch nicht, um eine solche Spielzeit komplett auszufüllen. Und diese zwischendurch auftretenden, sehr seltsamen Sprach-Einspieler (die klingen, als ob da irgendwelche Typen völlig bekloppt in die Aufnahmen reinquatschen bzw. schreien...) finde ich ganz persönlich total deplatziert. Trotzdem ist "Rain over scorched earth" ein gut gemachtes Debüt-Demo, das zwar noch deutlich Luft nach oben lässt, aber auch vielversprechende Ansätze bietet. Einfach mal reinhören, mal schauen, was da in Zukunft noch auf uns zukommt!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Claim Your Only Life (or Someone Happily Will) 08:19 
2. Pity Is the Worst Thing You Can Give Someone 08:19 
3. Take Your Fists and Make Your Life 21:23

Iteru - Ars Moriendi

IteruLabel: Helter Skelter Productions

Spielzeit: 34:26 min.

Genre: Death/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die aus Belgien stammende Formation hat sich auf ihrem Debüt mit Haut und Haar dem Death/Doom verschrieben, der darüber hinaus so ein klein wenig in die Melodic/Gothic-Ecke schielt. Das ist eigentlich eine gute Idee, denn von dieser Mucke kann es ja wirklich nie genug geben, doch leider ist die Umsetzung noch ziemlich holprig ausgefallen. Die Ansätze sind durchaus vielversprechend, doch einfach noch nicht ganz durchdacht, so dass man als Hörer hier und da mal kurz zusammenzuckt und denkt "Aua, was war das denn?". Vielleicht hat man das Album einfach ein bisschen zu früh eingespielt, wobei ein erstes Werk natürlich noch ein paar Schwächen haben darf. Insgesamt kann man "Ars Moriendi" als "ganz ok" bezeichnen, aber das Teil hat definitiv noch viel Luft nach oben zu bieten.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

Side A
1. Through the Duat 09:35
2. We the Dead 06:15
Side B
3. Salvum Me 08:24
4. To the Gravewarden 10:12

Sammas' Equinox - Pilgrimage/Boahjenásti

Sammas' EquinoxLabel: Signal Rex

Spielzeit: 33:23 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die finnischen Black Metaller von Sammas' Equinox präsentieren auf dieser CD ihre beiden Demos "Pilgrimage" (2016) und "Boahjenásti (2017), was ich für eine sehr gute Idee halte, denn beide Veröffentlichungen sind richtig gut, so dass es eine Schande gewesen wäre, sie nicht einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Beginnen wir mit "Pilgrimage", dies startet mit einem wunderbaren Ambient-Intro, das mir so hervorragend gefällt, dass ich mir glatt ein ganzes Album mit dieser Mucke vorstellen könnte. Die beiden folgenden Stück sind sehr ordentlich gemachter, räudiger Underground Black Metal, der zwar nichts weltbewegendes bietet, aber dennoch zu gefallen weiss. Der Sound ist qualitativ natürlich auf Demo-Niveau, ich habe aber schon bedeutend schlechteres gehört. Als Outro gibt es dann ein fast schon schmerzhaftes Noise/Industrial-Stück zu hören, das sehr extrem daherkommt und deshalb ganz gut zum Rest passt. "Boahjenásti" präsentiert uns dann drei Songs, die sowohl qualitativ, als auch vom Sound eine deutliche Steigerung darstellen. Die beiden ersten Tracks sind vielleicht nicht mehr ganz so extrem, dafür aber strukturierter und durchdachter ausgefallen. Und dann kommt "Kuolonhenkäys", ein schleppender Viking Black Metal Midtempo-Stampfer, der mich sehr angenehm an die ganz frühen "Einherjer" erinnert. Sehr majestätisch, mit Gänsehaut-Atmosphäre und einem Ambient-Finale, welches das Ganze gekonnt abschliesst. Hat vom Stil her so überhaupt nichts mit dem Rest zu tun, gefällt mir aber mit Abstand am besten und ich fände es extrem cool, wenn die Band in dieser Art weiter musizieren würde!! Mal schauen, was das kommt... Insgesamt also eine gut gemachte Zusammenstellung, die eindeutig Lust auf mehr von Sammas' Equinox macht!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A
1. Introduction 03:25
2. Hyperborean Pilgrimage 05:36
3. Streams of Apollo's Blood 05:13
4. Outroduction 03:32
Side B
5. Shores of Pohjola 04:36
6. Fávdna's Arrow 04:28
7. Kuolonhenkäys 06:33

Creeping Death - Specter Of War

Creeping Death  Specter Of WarLabel: Entertainment One

Spielzeit: 18:12 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 15. Februar 2018

Oldschool-Todesblei (mit einer nicht von der Hand zu weisenden Thrash-Metal-Schlagseite) vom Allerfeinsten präsentierten uns zu Beginn des letzten Jahres die Texaner von Creeping Death, als sie ihre EP 'Specter Of War' Anfang Januar (ausschließlich in digitaler Form) herausbrachten. Das emsige Quintett veröffentlichte im Bandgründungsjahr 2015 bereits die Single 'Meant To Bleed' und eine schlicht 'Demo 2015' betitelte ... äh... Demo, 2016 die 'Sacrament Of Death'-EP sowie ein Jahr später die Single 'Specter Of War', dessen Titeltrack sich auch auf der aktuellen EP befindet, welche in den nächsten Tagen via Entertainment One in Form einer 180-Gramm-Vinylscheibe wiederveröffentlicht wird.
Geboten werden, wie eingangs bereits erwähnt, erstklassiger Death Metal, der ordentlich groovt und auch das eine oder andere slayereske Gitarrenriff aufwartet. Sehr geil auch die Performance von Sänger Reese, dessen Stimme der von Marc Grewe zu allerbesten Morgoth-Zeiten frappierend ähnlich ist.
Das einzig Ärgerliche ist, dass die EP nur knapp 18 Minuten lang ist und man die fünf Stücke ratzfatz durchgehört hat. Jungs, macht endlich 'mal 'nen Longplayer, ich will mehr von Eurer Mucke!!!

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Revenge
02. Specter Of War
03. Trail Of Confusion
04. Salvation
05. New Agony

God Disease - Drifting Towards Inevitable Death

God DiseaseLabel: FDA Records

Spielzeit: 42:12 min.

Genre: Death Metal/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 15. Februar 2018

God Disease aus Finnland kannte ich bisher auch noch nicht; dabei lärmen die Kollegen mit einem Jahr Unterbrechung bereits seit 2010 und haben auch ein bisschen was veröffentlicht, nämlich die Demo 'Crawling Out Of The Coffin' (2013) sowie die EPs 'Abyss Cathedral' (2014), 'Doom Howler' (2015) und 'Rebirth Of Horror' (2016).

In den nächsten Tagen steht nun die Veröffentlichung des Debütalbums des Quintetts, 'Drifting Towards Inevatable Death', via F.D.A. Records an, in das wir vorab 'reinhören durften. Geboten werden acht grabesfreuchte Death-Doom-Nummern, die mordsdreckig und weit brutaler als die Ergüsse manch anderer Todesbleikapelle daherkommen. Sieben der acht Stücke knacken zudem die Fünf-Minuten-Dreißig-Marke locker, was bei der Musikrichtung allerdings niemanden wundern dürfte. Mitunter erscheinen die Songs dann doch streckenweise etwas zu langatmig und repetetiv, unter'm Strich ist die Platte aber immer noch eine gute und dürfte vor allem Fans der alten My Dying Bride ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Das gut zur Musik passende Coverartwork stammt von Roberto Toderico.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Descending Into Abyss
02. At The Pillars Of Kadatheron
03. Cadaver Sculptor
04. King Of Maggot Crawling Flesh
05. Cathedral Gates
06. Death... Is Just A Beginning
07. Blessed Darkness
08. Drifting Towards Inevitable Death

Deserted Fear - Drowned in Humanity

desertedfe2019Label: Century Media Records

Spielzeit: 47:21 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: sm-metal-shop

VÖ-Datum: 08. Februar 2019

Bei dem doch recht rasanten Aufstieg der Rasselbande aus Thüringen dürfte es niemanden verwundern, dass so langsam auch das Geschrei losgeht von wegen "Ausverkauf" und "Kommerz" - Gähn!!!! Was ist die Metal-Gemeinde doch manchmal engstirnig und so berechenbar... Ich wette, dass einige (eher viele) von den Mecker-Hoschis die Band früher total geil fanden und mal ganz ehrlich: Haben sich die Jungs denn musikalisch großartig verändert? Definitiv nicht! Und so kommen wir direkt zu "Drowned in humanity" (was für eine großartige Überleitung, nicht wahr?). Die Kollegen haben es mittlerweile geschafft, ihren ganz eigene Duftmarke zu setzen und haben ihren Sound verfestigt. Das heisst, diese für sie typische Mischung aus Brutalität und eingängigen Melodien findet der Hörer auch auf dem neuen Longplayer. Klar, wer seinen Death Metal ausschliesslich dunkel und dreckig mag, für den dürften Deserted Fear vielleicht nicht die perfekte Adresse sein, denn ohne das jetzt negativ zu meinen, kann man die Mucke der Kollegen schon als "Hochglanz-Death Metal" bezeichnen. Und genau diese Art von Mucke zelebrieren sie verdammt geil! Gerade im hinteren Teil des Albums, wenn das Tempo ein wenig gedrosselt wird, können die Jungs ihre Stärken besonders gut ausspielen. So ist "Drowned in humanity" ein richtig cooles Teil geworden, das vielleicht keine Überraschungen bietet (braucht man auch nicht...), aber ohne Zweifel keinen Fan der Band enttäuschen wird!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Intro
2. All Will Fall
3. An Everlasting Dawn
4. The Final Chapter
5. Reflect The Storm
6. Across The Open Sea
7. Welcome To Reality
8. Stench Of Misery
9. A Breathing Soul
10. Sins From The Past
11. Scars Of Wisdom
12. Die In Vain (bonus track)
13. Tear Of My Throne (re-recorded)

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