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Selvans - Faunalia

Selvans  FaunaliaLabel: Avantgarde Music

Spielzeit: 56:25 min.

Genre: Atmospheric Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Die italienische Formation Selvans präsentiert mit "Faunalia" ihren zweiten Longplayer und will den Hörer mit Black Metal Klängen beglücken, die von reichlich Keyboard-Sound unterstützt werden. (Also sicherlich nix für die "Stumpf ist Trumpf"-Fraktion!) Das Ergebnis dieser Liaison hinterlässt bei mir einen gespaltenen Eindruck. Verzichten die Kollegen auf jeglichen "Schnickschnack", dann haben wir sehr ordentliche Black Metal-Klänge vor uns - leider sind diese Passagen viel zu selten zu entdecken. Beim Einsatz von Bombast und Pathos verliert man im Hause Selvans nämlich leider immer wieder das rechte Maß, sprich: Es ist oft einfach zu viel des Guten. Dadurch wird die aggressiv/brutale Seite des Albums zu stark in den Hintergrund gedrängt, die Mischung aus "Hart" und "Zart" ist für meinen Geschmack einfach nicht ausgewogen, nicht vernünftig ausbalanciert. Da gibt es einfach genug andere Bands, die das erheblich besser drauf haben. Da hilft auch das wirklich sehr schöne Cover-Artwork nichts...

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Ad malum finem 03:03
2. Notturno peregrinar 07:39
3. Anna perenna 07:24
4. Magna mater maior mons 14:32
5. Phersu 09:07
6. Requiem aprutii 14:40

Se Lusiferin Kannel - Valtakunta

Se Lusiferin KannelLabel: Signal Rex

Spielzeit: 66:59 min.

Genre: Atmospheric Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Atmosphärischer Black Metal kann eine verdammt feine Sache sein - muss es aber nicht! Ein Beispiel für die zweite Variante sind leider die Finnen von Se Lusiferin Kannel mit ihrem Debüt "Valtakunta". Ihre Version der Vermischung von brutalem Black Metal und epischen Keyboards funktioniert nämlich nicht besonders gut. Da ist zunächst mal der matschige Sound, den ich bei 'ner Südamerika-Rumpel-Truppe noch durchgehen lassen würde, bei atmosphärischem Black Metal muss meiner Meinung nach der Sound aber bedeutend besser und klarer sein. Dieser Punkt schmälert das Hörvergnügen schon mal, was man allerdings noch durch hochgradig geile Songs kompensieren könnte. Ihr bemerkt den Konjunktiv? Denn die Finnen schaffen es auch nicht, mit besonderer Qualität zu überzeugen. Ihre vier Songs bleiben so gar nicht im Ohr hängen, sind oftmals zu kitschig und (wie ich es so oft formuliere) können somit die langen Spielzeiten (hier geht nichts unter einer Viertelstunde!) nicht adäquat mit Leben füllen. Es ist eher mühsam, sich durch die Scheibe zu hören (kämpfen, quälen...) und das sollte ja nicht der Sinn der Sache sein. Nö, "Valtakunta" ist definitiv kein Volltreffer.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Edes vedet eivät saa rauhaa 16:45 
2. Ilmestys myrskystä 17:16 
3. Näin vastaa autio maa 17:10 
4. Auringon valtakunta 15:48

Metal Inquisitor - Panopticon

MetalInquisitorxxl PanopticonLabel: Massacre Records

Spielzeit: 42:27 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Der klassische Heavy Metal erlebt ja im Moment eine gewaltige Frischzellenkur und viele der neuen Bands der sogenannten NWOTHM sorgen für herrlich frischen Wind in der Szene (allen voran vielleicht die (vollkommen zu Recht!) überall abgefeierten Visigoth!). Doch darf man bei allem Überschwang nicht vergessen, dass es da so eine Handvoll Kapellen gibt, die diesen Stil schon seit vielen Jahren konsequent durchziehen. Wem fällt da nicht sofort die Koblenzer Truppe Metal Inquisitor ein und um genau diese und ihr neues Album "Panopticon" geht es hier! Fans der Band mussten lange warten, doch um es vorwegzunehmen: Das Album ist der Hammer! Ok, so wirklich überraschend ist das natürlich nicht, denn die Jungs aus Koblenz haben ja eigentlich noch nie was Schlechtes rausgehauen. (Wäre auch ziemlich bekloppt, wo sie sich doch immer ordentlich viel Zeit für ein neues Werk nehmen) Auch auf "Panopticon" gibt es klassischen Heavy Metal der Marke NWoBHM mit geilen Riffs und coolen Melodien. Dabei schafft es die Band ihrem Sound immer noch etwas ungeschliffenes, sogar leicht kauziges anzuheften. Die Musik auf der Platte ist absolut zeitlos, hätte vor 30 Jahren hervorragend funktioniert und auch in 30 Jahren werden Metaller mit gutem Geschmack ordentlich Freude an dieser Band haben, da bin ich mir ganz sicher! Ein verdammt geiles Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. FREE FIRE ZONE
02. CHANGE OF FRONT
03. BEYOND NIGHTMARES
04. TRIAL BY COMBAT
05. SHOCK TACTICS
06. RE-SWORN THE OATH
07. SCENT OF FEAR
08. WAR OF THE PRIESTS
09. DISCIPLINE AND PUNISH

Barfight - Nothing But A Roadtrip

Barfight  Nothing But A RoadtripLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 18:10 min.

Genre: Heavy Metal/ Stoner Rock

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Seid Ihr es leid, Eure Ace-Of-Base-Best-Of-CD in Dauerrotation hören zu müssen? Dann besorgt Euch neuen Hörspaß! Beispielsweise die just im Jänner auf die Menschheit losgelassene EP 'Nothing But A Roadtrip' der argentinischen Krachkapelle Barfight. Geboten wird ein (es auf immerhin knapp 19 Minuten bringender) Hybrid aus schmutzigem Heavy Metal und knackigem Wüstenrock, der nicht nur Fans der alten Black Sabbath gefallen dürfte. Innerhalb der gesteckten Grenzen gestalten die Jungs aus Rosario ihre vier Stücke recht abwechslungsreich: 'Road Dreams' kommt recht groovig daher; 'Crash & Burn' ist verspielt, aber auch vertrackter; auf 'Bleeding Out' kommt als zweite Stimme Gegrowle zum Einsatz; 'Running Scared' wiederum kommt recht dynamisch daher.
Besonders hervorzuheben ist die Stimme des Sängers, der niemals in die Eierkneiferliga abzudriften droht, sondern eher wie eine Mischung aus Ozzy Osbourne und John Garcia klingt.
Die Produktion könnte einen etwas besseren Sound vertragen, geht aber noch in Ordnung.

Bisher erschien 'Nothing But A Roadtrip' lediglich in digitaler Form; ich könnte mir aber vorstellen, dass ein interessiertes Label den Kram auf Vinyl herausbringt. Verdient hätte er es nämlich.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Crash & Burn
02. Running Scared
03. Road Dreams
04. Bleeding Out

Blot & Bod - Ligæder

Blot & Bod  LigæderLabel: Iron Bonehead 

Spielzeit: 32:10 min.

Genre: Black Metal trifft Punk

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dreckig, rotzig, räudig - mit diesen drei Worten kann man das Debüt dieser dänischen Kapelle mehr als treffend beschreiben. Das ursprünglich 2017 veröffentlichte Teil wird gerade von Iron Bonehead auf Vinyl nochmal neu herausgebracht und das ist verdammt geil so, denn diese Scheibe ist ungelogen der Hammer! Das Trio spielt eine unwiderstehliche und verdammt brutale Mischung aus rauem Black Metal und Punk, die volle Lotte knallt. Und damit wir uns richtig verstehen, ich rede von Punk, keinem Crust, keinem Core, sondern guter alter Straßenköter-Punk. Diese Mischung ist so richtig schön abgefuckt und erinnert an die ganz alten Tage, in denen Black Metal und Punk noch viel enger miteinander verbunden waren, als sie es heute sind. Hört Euch einfach mal uralte Mayhem-Sachen an und Ihr wisst, was ich meine. Auf jeden Fall haben die Dänen diesen Geist verdammt gut eingefangen und mit ungeheurer Wucht, Wut und der passenden angepissten Stimmung eingespielt. Ich bin total begeistert von dieser Platte und kann nur jedem empfehlen, der auf so richtig schön kaputte Mucke steht, sich dieses Kleinod zuzulegen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Kom i hu 02:25
2. Ul 04:01
3. Auga 03:02
4. Blodstænkte fjer 03:15
5. Sindet styrter 02:13
6. Mit blodbad 02:14
Side B
7. Bær lig 03:01
8. Velt din gud 03:11
9. Når ulven glammer 01:40
10. Væk døde mænd 02:19
11. Ravne 03:15
12. Erindring 01:36

Degragore - From Sin To Redemption

Degragore  From sin to redemptionLabel: Satanath Records + Metal Ör Die Records + Rebirth The Metal Productions

Spielzeit: 38:10 min.

Genre: Brutal Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Nach zwei rein digital erhältlichen EPs beehren uns die 2016 gegründeten ungarischen Death Metaller von Degragore mit ihren erstem Longplayer, auf dem sich auch einige Songs der "Kissing, Pissing, Vomiting"-EP befinden. Musikalisch wird uns sehr typischer Brutal Death Metal geboten, nahe am Grindcore gelagert. Diese Nähe fällt vor allem beim Gesang auf, der sich verwegen zwischen extrem gutturalem Röcheln und markanten Pigscreams bewegt. Ansonsten muss man noch festhalten, dass sich die Kollegen nicht ausschliesslich im Highspeed-Bereich aufhalten, sondern sich immer wieder auch dem Midtempo widmen. Insgesamt ist das Album also 'ne runde Sache, die den Liebhaber solch extremer Klänge sicherlich ganz gut unterhält, etwas aussergewöhnliches stellt "From sin to redemption" aber definitiv nicht dar. Solide Knüppel-Kost halt, vom denen wir alle sicherlich genug im CD-Regal stehen haben. Ob man dieses Werk unbedingt dazustellen muss? Nicht unbedingt, aber wenn man das Teil irgendwo preiswert erstehen (oder tauschen) kann, macht man nicht viel falsch!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. I.N.R.I. 02:32
2. Newborn Sacrifice 02:56
3. Cannibal Priest 03:42
4. Path to Self Destruction 02:44
5. Book of Sin 03:58
6. Church of Blasphemy 03:00
7. Redemption (Believe in Yourself) 02:25
8. Down to the Cellar 03:34
9. Eaten by Pigs 02:15
10. Kissing, Pissing, Vomiting 04:50
11. Forgive Me... 03:08
12. The Cross 03:06

Rotting Christ - The Heretics

rotting Christ The HereticsxxlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 43:36 min.

Genre: Bombast Dark Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 15. Februar 2018

Freunde des letzten (erstklassigen!) Longplayers "Rituals" dürfen sich freuen, denn die Griechen haben mit "The Heretics" ihren Stil definitiv zementiert und knüpfen quasi nahtlos an den Vorgänger-Tonträger an. Das heisst, es geht weiterhin bombastisch, majestätisch und pompös zur Sache! Aber keine Sorge, es wird mitnichten mit Zuckerwatte um sich geworfen, man hat sich eine gewisse Grundhärte bewahrt - auch wenn diese natürlich nichts mehr mit früheren Glanztaten zu tun hat (diese Zeiten sind nun mal vorbei...). "The Heretics" ist ein wunderbar homogenes und in sich stimmiges Werk geworden, das den Hörer von einem Höhepunkt zum nächsten bringt. (Also musikalisch...) Rotting Christ verstehen es ausgezeichnet, in einem Gebiet, das die Gefahr im Kitsch zu verenden stets mit sich trägt, Akzente zu setzen und trotz hoher musikalischer Qualität nie die Bodenhaftung verliert. Im direkten Vergleich mit "Relicts" kann die Platte zwar nicht ganz mithalten, aber das sind lediglich Kleinigkeiten (man vergleicht einfach automatisch). Mir gefällt's auf jeden Fall richtig gut, die Band hat genau das abgeliefert, was ich (und sicherlich auch viele andere Freunde der gepflegten Unterhaltung!) erwartet habe und wann bekommt man das schon mal im Leben? Im Ernst, die Platte ist echt gut geworden - kauft sie Euch!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. In The Name of God (04:14)
2. Vetry Zlye (Ветры злые) (03:13)
3. Heaven and Hell and Fire (04:52)
4. Hallowed Be Thy Name (05:06)
5. Dies Irae (03:46)
6. I Believe (ΠΙΣΤΕΥΩ) (03:42)
7. Fire God And Fear (04:50)
8. The Voice of the Universe (05:23)
9. The New Messiah (03:07)
10. The Raven (05:23)

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