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Darkness - First Class Violence

darkness firstxxlLabel: Massacre Records

Spielzeit: 40:51 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Der beste Thrash kommt immer noch aus dem Ruhrpott, soviel ist mal sicher. Und da machen auch Darkness von bei mir umme Ecke keine Ausnahme - ganz im Gegenteil! Schon ihr Comebackwerk "The gasoline solution" (Review hier!) war ein verdammt geiles Teil und mit dem neuen Album setzten die Kollegen aus Essen noch mal locker einen drauf. Ok, das Intro kann man sich schenken, aber alles, was danach durch die Boxen dröhnt ist Thrash Metal der allerfeinsten Art. Old School Teutonen Thrash um genau zu sein, herrlich aggressiv und mit ordentlich Wut im Bauch. Trotzdem schaffen es die Musiker in dieser brutalen Suppe noch saugeile Melodien unterzubringen und auch einen Hauch "Moderne" kann man heraushören. Letzteres allerdings sehr dezent, also für mich in genau der richtigen Dosierung (denn moderner Thrash ist ja bekanntlich "pfui"!) Ganz im Ernst, das Feuerwerk, das hier abgeschossen wird, knallt von Anfang bis Ende. Die Songs sind ohne Ausnahme unglaublich geil, wobei ich vielleicht den Track "Zeutan" hervorheben möchte, ist dieser doch dem längst verstorbenen Sänger Oliver Fernickel (aka Zeutan) (dieser hatte die Demos von 1985 bis 1989 eingesungen) gewidmet - schöne Sache!! So und nicht anders hat guter, "richtiger" Thrash Metal zu klingen, damit er dem Onkel Christian gefällt! Neben "Puppeteer of Death" von Teutonic Slaughter (Review hier!) das beste Thrash Album dieses Jahres! Schön finde ich es auch, dass man beim Coverartwork diesen herrlichen "Retro-Flair" beibehalten (erinnert angenehm an Death Squad) und den abgebildeten Kollegen als Maskottchen nun endgültig etabliert hat. Dieser bildet nun mit Sodoms Knarrenheinz und dem Tünnes von Teutonic Slaughter nun das Dreigestirn des Ruhrpott Thrash Metals. Kurz und knapp: "First class violence" ist extrem grandios!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

01. PRELUDE IN E
02. LOW VELOCITY BLOOD SPATTER
03. NEOPRIMITIVE
04. HATE IS MY ENGINE
05. SEE YOU ON THE BODYFARM
06. ZEUTAN
07. THE AUTOCRAZY (AUTOCRACY) CLUB
08. BORN DEAD
09. FIRST CLASS VIOLENCE
10. I BETRAY

Ennui - End Of The Circle

Ennui Label: Non Serviam Records

Spielzeit: 72:37 min.

Genre: Funeral Death/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Es wird mal wieder Zeit für meine "Entdeckung der Woche"! Diesmal trifft es das Duo Ennui aus dem fernen Georgien. Was die für Musik machen? Ich gebe mal einen kleinen Hinweis: Es gibt drei Songs bei einer Spielzeit von über 70 Minuten, naaa wer weiss es? Richtig, es handelt sich um Doom, genauer gesagt, um gnadenlos geilen Funeral Death/Doom!! Schon dass der erste Track "End of the circle" die 30 Minuten Marke locker knackt, dürfte bei jedem Doom-Jünger feuchte Flecken hinterlassen und die beiden Musiker ziehen hier auch alle Register: Es dauert fast fünf Minuten, bis der Gesang einsetzt und wenn man bis dahin schon begeistert von den gehörten Klängen war, dann knallt es jetzt so richtig! Denn die einsetzenden Growls sind derart finster und voller Verzweiflung, dass man gar nicht weiss, ob man sich fürchten oder heulen soll. Die Musik ist ungemein langsam, frisst sich in Zeitlupe durch die Gehörgänge direkt ins Gehirn - und dann explodiert sie plötzlich! Markerschütternde Schreie leiten eine extrem gewalttätige (wenn auch kurze!) Eruption von Aggression ein, die den Hörer vollends zerfetzen. Kurz und schmerzhaft - dann geht es wieder zurück in die zähflüssigen Gefilde, es ist ein Traum! Die Atmosphäre dieses Albums ist tiefschwarz, mysteriös und unheimlich intensiv. Hier werden Emotionen an der Grenze zum absoluten Ausnahmezustand transportiert und lassen den Hörer in einem ebensolchen zurück. Ein absolut grandioses Werk! Kurz noch zur Band: Die existiert seit 2012 und hat bereits drei weitere Longplayer (und zwei Splits!) veröffentlicht (die ich mir unbedingt zulegen muss!!!). Ich bin restlos begeistert!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. End of the Cricle
2. The Withering Part I – Of Hollow Us 
3. The Withering Part II – Of Long-Dead Stars 

Ulthar - Cosmovore

ultharxxlLabel: 20 Buck Spin Records

Spielzeit: 38:11 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 09. November 2018

Wüsste ich es nicht besser, hätte ich den Ursprung der vorliegenden Tanzkapelle doch glatt in Australien vermutet, denn die Mucke der Kollegen passt musikalisch so richtig schön zu den üblichen Verdächtigen vom fünften Kontinent (Deströyer666, Gospel of the Horns...). Aber das Trio namens Ulthar kommt aus dem sonnigen Kalifornien. Macht aber nix, die Musik knallt nämlich trotzdem ordentlich, leckerer Rumpel Black/Death, den Fans der oben erwähnten (und ähnlich gelagerten...) Formationen sehr schnell in ihr schwarzes Herz schliessen dürften. Zu 90% geht's volle Pulle los, nur manchmal wird das Tempo gedrosselt, halt wie's gefällt. Nichts Innovatives oder überraschend Neues wird hier geboten, aber das Debüt der Amis macht viel Spaß und lädt zum feucht/fröhlichen Mitbangen ein. Auch wenn sicherlich jeder von Euch schon mehr als nur ein Album dieser musikalischen Ausrichtung in der Sammlung stehen haben - mit "Cosmovore" könnt Ihr nichts falsch machen!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Cosmovore
2. Solitarian
3. Infinite Cold Distance
4. Entropy-Atrophy
5. Assymetic Warfare
6. Dunwich Whore

Profezia - Dodekaprofeton

Profezia  Dodekaprofeton Label: Moribund Records

Spielzeit: 56:23 min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Endlich ist es soweit, die Italiener von Profezia um Bandkopf Kvasir bringen nach viel zu langen fünf Jahren Wartezeit einen frischen Longplayer heraus! Warum ich so begeistert bin? Ganz einfach: Weil diese Band einfach nur grandios ist!!! Und (Vorsicht Spoileralarm!) das neue Werk "Dodekaprofeton" ist definitiv das Beste, was die Kollegen bislang veröffentlicht haben! Die Zusammenarbeit von Kvasir (der übrigens auch bei Abhor (noch so eine geile italienische Formation!!) aktiv ist) mit seinem dänischen Kollegen Ynleborgaz (bekannt von solch ebenfalls hervorragenden Kapellen wie Agantyr, Make a Change... Kill Yourself und (früher mal) Blodarv und Holmgang...) ist auf ihrem Zenit angekommen, das ist sicher. Der Hörer bekommt einen Black Metal präsentiert, der mit vielen Elementen mehr als gekonnt aufgepimpt wird, so finden wir zum Beispiel Ambient Klänge, Streicher, Mönchsgesänge, Sprachsamples und anderes. Hört sich irgendwie überladen an? Auf gar keinen Fall!! All dies wird dezent und unglaublich songdienlich eingesetzt, so dass wir sieben extrem geile Tracks bekommen, die allesamt voll und ganz überzeugen und gleichzeitig eine ungemein homogene Einheit darstellen. Das alles erzeugt eine mystisch/okkulte Atmosphäre, die ihresgleichen sucht und mich total hinweggefegt hat. Das hier ist okkulter (Ambient) Black Metal von allerhöchster Qualität und ich hoffe ganz stark, dass diese geile Band nun endlich den Status erreicht, der ihr aufgrund ihrer musikalischen Qualität eigentlich schon seit Jahren zusteht!!! Und hoffentlich gibt es das Ganze auch noch irgendwann das Ganze auf Vinyl!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Malachi 09:17
2. Nahum 12:01
3. Amos 04:49
4. Obadiah 03:13
5. Jonah 03:27
6. Zechariah 05:54
7. Zephaniah 17:42

Witchgöat - Umbra Regit (MC)

witchgoatxxl2Label: Morbid Skull Records

Spielzeit: 10:20 min.

Genre: Black/Death/Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Aus dem fernen El Salvador kommen Witchgöat und präsentieren uns heuer ihr Demo-Debüt. Die drei (eigentlich nur zwei, dazu unten mehr!) dargebotenen Songs versprühen einen fetten "Retro-Charme", es wird eine rumpelige Mischung aus Uralt-Black, Death und Thrash Metal gespielt, die echt Spaß macht. Sinn macht diese Veröffentlichung allerdings keinen großartigen, denn der dritte Song ist zum Beispiel nur ein akustisches Geklimper da hätte ich persönlich lieber noch etwas gewartet, bis man ein paar mehr Songs zu präsentieren hat. Dann ist die Kassette auch noch auf popelige 33(!!) Exemplare limitiert, wie man sich damit einen gewissen Namen machen soll, ist mir schleierhaft, auch wenn man sich das Teil auf der Bandcamp-Seite von Morbid Skull Records runterladen kann. Kostet dann allerdings auch 3,30$, wer kauft sich das? Aber das ist nicht mein Problem, ich muss auch nicht alles verstehen - wichtig ist, dass die Mucke ziemlich geil ist und man eigentlich nur Daumen drücken kann, dass sich die Kollegen halten und uns irgendwann mit Nachschub versorgen (dann gerne im Album-Format!)

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Emanations From The Underworld 04:52
2. Proliferation Of The Dark Souls 03:39
3. Towards The Gûlgaltâ 01:49

Pa Vesh En - Church of Bones

Pa Vesh xxlEn   Church of BonesLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 36:59 min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Veröffentlichung Nummer Drei in diesem Jahr von den Weisrussen Pa Vesh En und was soll ich sagen? Die Kollegen gehen ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter und liefern schweinegeilen Black Metal mit einem unterirdisch beschissenen Sound ab. Das ärgert mich langsam, denn was könnte die Band mit einer etwas besseren Soundqualität (und ich spreche hier selbstverständlich nicht von irgendwelchen Hochglanz-Produktionen!) für gigantische Musik präsentieren. Verdammt schade (ich wiederhole mich...), aber was soll man machen - es hört einfach niemand auf mich. Ich habe sogar das Gefühl, dass die Produktionen immer schlechter, dünner und matschiger wird! Klar hat man sich nach ein, zwei Songs ein ganz klein wenig an die schlechte Qualität gewöhnt, aber wenn man den Gesang oftmals gar nicht als solchen erkennen und die verschiedenen Instrumente nur erahnen kann, da ist dann selbst für mich Schluss mit lustig. Wie schon bei ihrer "A Ghost" EP (Review hier) und der erst kürzlich erschienenen Split mit Temple Moon (Review hier) kann ich trotz wirklich verdammt guten Songs keine gute Note vergeben. Eine Schande...

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. The Wilderness of Cursed Souls
2. A Funeral Procession
3. La Valse Macabra
4. Pale Body Desecration
5. The Venom Seed
6. My Obscure Obsession
7. With Pain He Waits in Vain

Morte Incandescente - Somos o fogo do teu inferno (MC)

Morte Incandescente Label: War Arts Productions

Spielzeit: 17:21 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Wer regelmäßig meine Plattenkritiken liest, dem dürfte nicht entgangen sein, dass ich eine kleine Vorliebe für Black Metal aus dem schönen Portugal habe! Und damit meine Begeisterung bloss nicht abflaut, gibt es lecker Frischfutter von einer meiner Lieblingsbands, nämlich Morte Incandescente! (Hurra!) Das Duo gibt es jetzt auch schon seit 2002 und seitdem erfreut man seine Fans mit qualitativ hochwertigem, klassischem Black Metal. So auch auf "Somos o fogo do teu inferno"! (Was wohl so was bedeutet, wie "Wir sind das Feuer Deiner Hölle") Es gibt geilen Underground Black Metal auf die Ohren, variabel im Tempo und mit einem herrlich garstigen Krächzen veredelt. Mein persönlicher Favorit (mit Abstand!) ist der gnadenlose Song "Poema em Branco", der mit seinem für die Band ungewohnt schleppenden Tempo eine faszinierende und unheilvolle Atmosphäre erzeugt, die mich absolut umgehauen hat. Vielleicht der bislang beste Song der Portugiesen! Viel zu schnell ist das Ganze dann auch schon wieder vorbei und ich will mal hoffen, dass die Kassette nur ein kleiner Vorgeschmack auf ein hoffentlich bald kommendes Album darstellt - fände ich super!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Penumbra da Realidade 05:06
2. Abandonado 03:55
3. Poema em Branco 05:26
4. Canção do Caixão 02:54

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