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Ichor - Hadal Ascending

ichorxxl hadal ascendingLabel: Unholy Conspiracy Deathwork/ Wooaaargh Records

Spielzeit: 42:51 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ah, das Quintett Ichor aus Trier. Deren Drittwerk 'Depth' von 2014 hatte ich damals auch schon auf dem Seziertisch und für ziemlich gediegen befunden. Nun erschien vor kurzem Album Nummer 4, 'Hadal Ascending' benannt. Die auf dem Vorgängerwerk noch ein wenig vorhandenen Deathcore-Versatzstücke sind nahezu verschwunden, dafür kamen verstärkt Einflüsse aus dem Black Metal hinzu, was dem Gesamtsound wirklich ausgesprochen gut tut. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass 'Hadal Ascending' seinen gutklassigen "älteren Bruder" 'Depth' in beinahe allen Belangen (Brutalität, Abwechslungsreichtum, Ideenreichtum etc.) zu toppen vermag. Zudem handelt es sich hierbei um ein Konzeptalbum, dessen Erzählung möglicherweise an den Cthulhu-Mythos angelegt bzw. durch diesen beeinflusst wurde, denn es müssen ja nicht immer der Deibel, Serienkiller oder den Magen umdrehende Eingeweidepartys besungen werden.

Produziert wurde der knapp 43 Minuten andauernde Silberling erneut im polnischen Hertz Studio, das Coverartwork stammt von Par Olofsson. Unholy Conspiracy Deathworks vertreiben das Album als Digipak sowie digital, für die Vinylversion zeichnen sich Wooaaargh Records verantwortlich.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Peridise Or Perdition
02. Tales From The Depths
03. Black Incantation
04. In Ecstasy
05. A Glowing In The Dark
06. Black Dragons
07. Architect Of The Portal
08. The March
09. Children Of The Sea
10. Conquering The Stars

Rituals of the Dead Hand - Black oath

Rituals of the Dead HandLabel: Dunkelheit Produktionen

Spielzeit: 39:26 min.

Genre: Black/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das belgische Duo Rituals of the Dead Hand ist nebenbei auch noch bei Hemelbestormer unterwegs und da ich deren Album "A ring of blue light" (Review hier!) verdammt gut fand, konnte das ja eigentlich nur Gutes versprechen. Und so ist es auch! Das Debüt der beiden Musikanten ist wirklich ein Hammer geworden. Geboten wird uns ein tonnenschwerer und vor allem unglaublich bösartiger Mix aus Black Metal und Doom, der mit einer tiefschwarzen Atmosphäre aufwartet, die für Gänsehaut am ganzen Körper sorgt. Die beiden ersten Songs sorgen mit ihrer Schwere und Dunkelheit dafür, dass ich komplett ausraste. Damit dieser Zustand nicht zu körperlicher Selbstzerstörung führt, gibt es mit "The Gathering" ein kurzes instrumentales Zwischenspiel, um dann mit "They rode by night" in ein gnadenloses, irrsinnig schnelles und ultra-brutales Black Metal Inferno einzusteigen, mit dem an dieser Stelle sicherlich keiner gerechnet hätte - sehr gut gemacht! Nachdem Isangrim (Drums und Keyboards) und Lykaios (alles andere) gezeigt haben, dass sie es auch in Überschallgeschwindigkeit drauf haben (wenig überraschend, wenn man weiss, dass letzterer auch schon bei den Black Metallern von Gorath (aktiv von 1996 bis 2013) die Zügel in der Hand hatte!), geht es mit dem abschliessenden Song "The scourge" wieder knietief in die langsamen und missmutigen Abgründe des Black/Doom und liefert damit den würdigen Abschluss dieses wahrlich beeindruckenden Albums. Erinnert mich manchmal ein klein wenig an die wunderbaren "Sorrow", allerdings waren die Amis gegen diesen akustischen Moloch 'ne fröhliche Party-Band. Sicherlich nichts für sensible Naturen, aber die hören ja sowieso eher Walfischgesänge oder Meeresrauschen...

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Bonderkuil 08:53
2. Sworn 08:57
3. The Gathering 01:16
4. They Rode By Night 09:12
5. The Scourge 11:08

Burial Shrine - Labyrinth of Bridges

Burial ShrineLabel: Saturnal Records

Spielzeit: 40:42 min.

Genre: Angeschwärzter Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Und wieder einmal schmuggelt sich so quasi aus dem Nichts ein wahres Kleinod in meine Gehörgänge und von dort direkt in mein pechschwarzes Herz! Die Rede ist von Burial Shrine, einer kanadischen Band, die unlängst mit "Labyrinth of bridges" ihr Debüt-Album via Saturnal Records unters Volk gebracht hat. Und dieser Silberling hat es echt in sich: Ein extrem geiler, wunderbar räudiger und dreckiger kleiner Bastard aus ganz viel Death Metal und einem guten Schuss Black Metal wird uns hier um die Ohren geballert. Pure Aggression wird hier vertont und dies dann noch garniert mit einer verdammt angepissten Stimmung - also fröhliche Party-Mucke ist das hier definitiv nicht! Sondern feinster Underground-Krach, der mit einer wunderbar bösartigen und groben Atmosphäre aufwartet. Dieses Album ist so richtig schön fies, rotzig und verdammt schlecht gelaunt. Auch der Sound passt wie Arsch auf Eimer: Roh, ungeschliffen - aber dennoch kraftvoll und weit weg von irgendwelchen schlecht produzierten Matsch-Geschichten. Mir gefällt's ja immer sehr gut, wenn ich es mit dem ganz groben Knüppel bekomme (also musikalisch, nicht was Ihr jetzt wieder denkt...), von daher dürfte es niemanden verwundert, dass ich von diesem Album schwer begeistert bin! Geiles Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. To Plough the Depths 05:23
2. To Walk the Edge of Infinity 03:51
3. To Glimpse the Absolute 03:44
4. To See Beyond the Mask 05:16
5. To Give Answer (Vincit Qui Se Vincit) 03:17
6. To Scorch the Earth 03:57
7. Labyrinth of Bridges 15:14

Cosmic Void Ritual - Grotesque Infections Of Interplanetary Divide 12" MLP/MCD

Cosmic Void Ritual 2019Label: Iron Bonehead

Spielzeit: 18:41 min.

Genre: Räudiger Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Fleissig ist er ja, der Kollege Unknown Entity, dem Alleinunterhalter hinter Cosmic Void Ritual, denn seit der Gründung seines Projektes im letzten Jahr hat er bereits drei Demos, 'ne Split, 'ne Demo-Compilation und jetzt ganz frisch eine EP rausgehauen. Fand ich die erwähnte Compilation "The excreted remains of the sabatier system" (ja der Mann steht total auf überlange Album- und Songnamen!) damals noch grottenschlecht (Review hier!), so hat sich die Qualität mittlerweile... nicht wirklich gesteigert. Ok, ganz so scheiße klingt die Mucke nicht mehr, ist aber immer noch meilenweit von einem erquickenden Hörgenuss entfernt (und ich bin sicherlich niemand, der nur Hochglanz-Geschichten hört...) und kann mich immer noch nicht überzeugen. Grottig/räudiger Death Metal halt, mit 'nem sehr schlechten Sound und (was im Grunde genommen das wirklich Schlimme ist) völlig belanglosen und uninspirierten Songs, bei denen auch eine bessere Produktion nichts retten würde. Nö, vielen Dank, aber das ist nichts für mich.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Intestinal Rituals 04:12
2. Interplanetary Seeds 05:29
3. Cataclysmic Brutality 04:37
4. Charred Asteroid Fields 04:23

Ancst - Abolitionist

Ancst  AbolitionistLabel: Lifeforce Records

Spielzeit: 27:56 min.

Genre: Black Metal trifft Hardcore

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Leute, habt Ihr keine Freundinnen, oder irgendeine Art von Privatleben? Ich frage deshalb, weil die Kollegen von Ancst seit der zuletzt von mir besprochenen Split mit King Apathy vom August 2017 (Review hier!) eine weitere Split (mit Depravation), zwei komplette Longplayer und 'ne Compilation herausgehauen haben... Aber egal, woran dies liegt, wenden wir uns der Musik auf "Abolitionist" zu: Tja, was soll ich dazu sagen? Fand ich die Songs auf der oben erwähnten Split noch ganz ok, so muss ich leider vermelden, dass mir das Material auf der vorliegenden EP so gar nicht zusagt. Die Band verzettelt sich in einer obskuren Mischung aus 2. Liga-Black Metal und Hardcore, die so gar nicht zünden will. (Dass ich überall lesen kann, hier würde es sich Crust/Black Metal handeln, kann ich übrigens so gar nicht nachvollziehen. Freunde der Sonne, wo hört Ihr denn hier Crust??? Ich jedenfalls nirgendwo...) Nö, das Teil berührt mich so gar nicht (und wenn, dann eher negativ!) und dass man auf die CD-Version noch die beiden Songs der Split mit Depravation und 'nen weiteren Bonustrack drauf gepackt hat, kann daran auch nicht wirklich was ändern. Diese Mucke ist definitiv nicht meine Baustelle!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

01. VICIOUS CYCLE
02. SELF-CLEANSING
03. FALLEN ARCHETYPE
04. DEGRADATION & SUBORDINATION
05. CALL OF THE ENDLESS ROAD (CD ONLY)
06. THE OLD DARKNESS (CD ONLY)
07. GEHENNA OF FIRES (CD ONLY)

Demonbreed - Hunting Heretics

demonbreed 2018Label: Testimony Records

Spielzeit: 19:11 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

So, mit 'Hunting Heretics' erscheint noch kurz vor dem Happy-Lemmy-Day ein weiteres gutklassiges Oldschool-Todesbleiwerk. Das Anfang 2015 gegründete Quartett um die drei ehemaligen Lay-Down-Rotten-Haudegen Daniel 'Mett-God' Jakobi (Gitarre, Backing-Vocals), Jost Kleinert (Vocals) sowie Johannes Pitz am E-Bass präsentieren uns nach dem 2016 erschienen Debütalbum 'Where Gods Come To Die' fünf neue Stücke, die zumeist im Midtempo gehalten mit höllischem Groove alles niederwalzen, was nicht bei drei im Luftschutzbunker ist. Schade bloß, dass die fünf Stücke ratzfatz durchgehört sind und man sich daher rasch einen zweiten Longplayer der Marburger erhofft.

Die EP der Hessen erscheint als ein auf 300 Exemplare limitiertes Digipack, man sollte also schnell zugreifen.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Fear the Verdict
02. Deadly Superstition
03. Confessions in Fire
04. Suprema
05. Hunting Heretics

Vardan + Triebtat - Split

vardan 2019Label: War Against Yourself Records

Spielzeit: 36:56 min.

Genre: Black/Doom/Ambient + Black Metal

Info: Vardan; Triebtat

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

In meiner Kritik zum neuen Vardan-Album "Dirty and bloody nails from the forest" (Review hier!) hatte ich sie ja schon angekündigt, hier kommt sie nun: Die exquisite Split-CD, auf der sich Vardan und Triebtat die Ehre geben. Den Anfang macht der Italiener, doch wer sich auf eine Fortsetzung des "Back to the roots"-Sound des oben erwähnten Albums freut, der tut dies umsonst. Denn die drei präsentierten Songs sind so zwei bis zweieinhalb Jahre alt und damals steckte Herr Vardan noch tief in seiner Black Doom/Ambient-Phase. Demnach geht es hier sehr langsam und sphärisch zur Sache, wobei die durchaus verzweifelt anmutende Atmosphäre durch die "Geräusche" des Protagonisten (Gesang kann man das echt nicht nennen, hört sich eher an wie Gollum mit 'nem Frosch im Hals!!) hervorragend verstärkt wird. Gefällt mir ausgezeichnet! Weiter geht es dann mit den Kollegen von Triebtat, die mit ihren bisherigen Split-Beträgen schon recht überzeugende Songs dargeboten haben. Dabei ist der musikalische Anteil gar nicht mal so aussergewöhnlich, Midtempo-Black Metal, der so ein bisschen in die Depri-Ecke schielt. Doch wenn sich der Gesang von Frontmann M.F. (der übrigens noch in zig anderen Bands unterwegs ist, bzw. war...) dazu gesellt, wird es so richtig geil. Denn diese Stimme ist eine grandiose Mischung aus "extrem bösartig" und "total irre" (quasi Thanos trifft auf den Joker!) und begeistert mich enorm. Dadurch wird der Sound von Triebtat zu etwas sehr eigenständigem und lässt mich hoffen, dass die Band in Kürze mit einem richtigen Longplayer aufwartet. Bis dahin muss und diese Split genügen, die ich mit gutem Gewissen empfehlen kann!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Vardan - S.F.T.W. Part: I
2. Vardan - S.F.T.W. Part: II
3. Vardan - S.F.T.W. Part: III
4. Triebtat - (Intro) The First Step to...
5. Triebtat - Mental Disorder
6. Triebtat - Happy Suicide

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