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Bombs Of Hades: Death Mask Replica

bombs of hades Death Mask ReplicaLabel: War Anthem Records

Spielzeit: 36:17 Min.

Genre: Death Metal / Crust

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Heute haben wir das vierte Album der schwedischen Dampfwalze Bombs Of Hades, 'Death Mask Replica', auf dem Seziertisch. Die seit 2002 Tod und Crust verbreitende Jahrmarkttruppe aus Västerås, welche neben den regulären Albumveröffentlichungen diverse Demos, EPs und Splits auf der Haben-Seite zu verzeichnen hat, klingt anno 2016 wie eine Mischung aus älteren Motörhead, neueren Entombed sowie einem Quäntchen zeitlosem Crust á la Discharge. Besagte Scheibe ist für ein paar Überraschungen gut - insbesondere der überlange, allerdings nicht langatmige Track 'Burning Angel (Uhuru)' reißt einiges heraus, aber auch der nachfolgende Song 'Old Fires Die' ist ein Kracher - und bietet einiges an Kurzweil. Kein genereller Pflichtkauf, aber auch definitiv kein Griff ins Klo.
Das Ding erscheint sowohl als Digi-Pack als auch als LP.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

01. Death Mask Replica
02. To Walk Through The Pyres
03. Tombsday
04. Long May You Rot
05. Burning Angel (Uhuru)
06. Old Fires Die
07. On Pillars Of Madness
08. When The Reaper Comes
09. The Venom
10. Mad Shadows

Brimstone Coven: Black Magic

brimestone 2016xxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 54:31 Min.

Genre: Okkulter Retro Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Eins muss man der Band aus dem "Mountain State" West Virginia lassen, sie sind extrem authentisch. Hätte mir jemand dieses Album in die Hand gedrückt, mit dem Zusatz, es wäre cooler Stoff aus den späten 60ern/frühen 70ern, so hätte ich mich sicherlich über die unpassend moderne Produktion gewundert, an der Musik selber aber keinen Moment gezweifelt.

"Brimstone Coven" verstehen es auf ihrem ersten "richtigen" Longplayer (der selbstbetitelte Vorgänger war ja eine Zusammenstellung früherer Werke), eine mitreißende Atmosphäre aus der Rock Musik der oben erwähnten Zeit, vermischt mit einigen sehr "bunten" psychedelischen Klängen zu erschaffen. Und dies so gekonnt, dass man sowohl Band, als auch Album (trotz der enormen Schwemme, die im Moment an ähnlich gearteten Retro-Bands herumläuft) bedenkenlos weiterempfehlen kann. Handwerklich sehr gut in Szene gesetzt, besitzt die Band vor allem jenes Quäntchen Eigenständigkeit, um sich von der großen Masse abzusetzen. Gut, es ist kein neuer Szene-Klassiker, besticht aber durch eine tolle, sehr warme Atmosphäre, dem nötigen Ernst und einer hör- und spürbaren Spielfreude. Und das müssen Andere erst mal nachmachen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Black Magic
02. Black Unicorn
03. Beyond the Astral
04. As We Fall
05. Upon the Mountain
06. Slow Death
07. The Seers
08. The Plague
09. Forsaken
10. The Eldest Tree

Exumer: Raging Tides

exhumer 2016xxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 35:10 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Ganz klar, ihre beiden ersten Alben aus den Achtzigern sind legendär, ihr Comeback-Werk "Fire and Dammation" (von 2012) fand ich dagegen ganz ok, hat mich aber jetzt nicht weltbewegend aus den Socken gehauen. Dementsprechend ging ich mit eher geringen Erwartungen an die neue CD "Raging Tides" heran... und wurde völlig weggeballert!!!

Na da haben die Kollegen aber ein Monster losgelassen! Purer, unverfälschter Thrash der alten Schule knallt hier dem Hörer entgegen, ohne Kompromisse auf den Punkt gebracht, ohne Firlefanz, oder peinliche Referenzen an den Zeitgeist - es ist einfach nur herrlich! Ein geiler Sound, der an die guten alten Zeiten erinnert, als Bands wie Slayer oder Destruction noch geile Musik gemacht haben (ich persönlich höre zum Beispiel irgendwie immer wieder Elemente heraus, die mich an Sepultura zu "Beneath the Remains"-Zeiten erinnern!) - da können die Horden von Neo-Thrash-Bands aber einpacken!

Unterstützt werden die Jungs um die Urgesteine Mem von Stein (immer noch einer coolsten Thrash-Sänger dieses Planeten mit seinem originellen und unverwechselbaren Organ!) und Ray Mensh von einer gnadenlos geilen und powervollen Produktion, für die kein Geringerer als Waldemar Sorychta verantwortlich war. Ein wunderbar "altmodisches" und genau deshalb total mitreißendes Thrash-Album, das ich in dieser Wucht und Kraft echt nicht erwartet hätte - ein absoluter Kracher!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. The Raging Tides
02. Brand Of Evil
03. Catatonic
04. Sacred Defense
05. Welcome To Hellfire
06. Sinister Souls
07. Shadow Walker
08. There Will Always Be Blood
09. Dark Reflections
10. Death Factory
11. Forever My Queen (Bonustrack)
12. Hostage To Heaven (Bonustrack)

RAW: Battalion Of Demons

RAW Battalion Cover Promo1Label: MDD Records

Spielzeit: 34:13 Min.

Genre: Thrash Metal / Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 15. Januar 2016

 

Das seit 2006 in tiefsten Thrash-Gefilden wildernde Quintett RAW hat zwar aller Wahrscheinlichkeit nichts mit den Söhnen Mannheims zu tun, kommt aber dennoch aus der bezaubernden ZEWA-Stadt im äußersten Norden Baden-Württembergs. Nach der Veröffentlichung dreier Demos sowie der ebenfalls auf MDD veröffentlichten Alben 'Moshpit' von 2009 und 'Rawzilla' von 2012 holen Ill Phil und Kosorten mit 'Battalion Of Demons' zum feisten Drittschlag aus, auf dem sie recht deutlich Einflüsse aus dem Todesblei sowie dem Crust- und Grindcore aufweisen und auch etwas Motörhead (beispielsweise 'Career Decisions') in ihren Sound integrieren und dadurch um Ecken brutaler, aber auch geplanter als auf den Vorgänger-Alben zu Werke gehen, was a) schon gewaltig Sinn ergibt und b) gehörig die Extremitäten und vor allem den Kopf der Rezipienten zu schnellen Auf-und-ab-Bewegungen reizt. Gemixt und gemastert wurde der Spaß adäquat von Andy 'Holy Moses' Classen im renommierten Stage One Studio und erhielt ein adäquates Artwork vom bandeigenen Haus-und-Hof-Künstler Matt Auer.

Alles in allem eine recht gediegene Scheibe, die eine Menge Spaß macht und unbedingt laut gehört werden sollte. Da zückt man gern mal fünf von sieben Punkten. Wer seinen Thrash Metal etwas abseitiger mag und Dew Scented zu angesagt empfindet, ist mit besagter Veröffentlichung jedenfalls bestens bedient.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Battalion Of Demons
02. Death Bacteria
03. Career Decisions
04. Shell Shock
05. Last Breath
06. Full Speed Ahead
07. Dark Clouds
08. Stop Asking
09. Start A Cult
10. Life Sucks
11. Link Riders
12. Rawmetal Thrashsquad

Spektr: The Art To Disappear

SPEKTR The Art to DisappearLabel: Agonia Records

Spielzeit: 39:19 Min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Schon das Vorgänger-Album "Cypher" überzeugte durch seine brachiale Mischung aus Black Metal, Industrial, Noise und Ambient! Doch diesmal haben es die Franzosen kl.K und Hth wirklich geschafft, diesem Monstrum noch einen draufzusetzen.

"The art to disappear" ist eine verstörende Reise durch fremdartige und Grauen erregende Dimensionen der Furcht und des Terrors. Man stelle sich eine Mischung aus "Mysticum", "Aphyx Twins" und den kaputtesten Kapellen des legendären "Cold Meat Industrie"-Labels vor und man erhält den Sound von "Spektr"! Es ist nicht leicht, sich dieses Album komplett am Stück anzuhören und definitiv auch nichts für jeden Hörer, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man (wenn auch auf eine recht kranke Weise!) belohnt!

"The art to disappear" ist nichts weniger als das vertonte Chaos, der Soundtrack im Fahrstuhl zur Hölle. Krank, kaputt und abstoßend und gerade deswegen umso faszinierender! Mir gefällt's extrem gut - was das wohl über mich aussagt???

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Again
2. Through the darkness of future past 05:26
3. Kill Again
4. From the Terrifying to the Fascinating
5. That day will definitely come
6. Soror Mystica
7. Your flesh is a relic
8. The Only one here
9. The Art to Disappear

Shakra: High Noon

SK HN 1500x1500Label: AFM Records

Spielzeit: 50:11 Min.

Genre: Hard Rock

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Mir war gar nicht bewusst gewesen, wie nah die Band vor dem Aus stand, als der damalige Sänger John Prakesh kurz nach der Veröffentlichung des letzten Albums "Powerplay" 2013 das Handtuch geworfen hat - und das nach der erfolgreichsten Platte der Bandgeschichte (Nummer 1 in der Schweiz!!). Gottseidank besann man sich und kontaktierte einen alten Bekannten, nämlich Mark Fox (der schon von 2001 bis 2009 hinterm Mikro stand), bereinigte alte Streitigkeiten und spielte ein neues Album ein.

Und das war genau das Richtige, denn "High Noon" klingt, als wäre Mark Fox (der auch am Songwriting beteiligt war) nie weg gewesen, hier hat sich ein hervorragend eingespieltes Team wiedergefunden. Das Ergebnis ist ein herrliches Hard Rock Album geworden: Erdig, voller Power und vor allem seltsam vertraut! Mark Fox war und ist ein Klasse-Sänger und verleiht dem Ganzen mit seinem Gesang so einen "Amerikanischen Touch", was den Songs sehr gut steht! Neben elf amtlichen Rockern darf mit "Life's what you need" auch noch die obligatorische Ballade nicht fehlen - es bleiben also keine Wünsche offen.

Mit der Wiederaufnahme ihres alten Sängers hat die Band einfach alles richtig gemacht und ein sehr gutes, zeitloses Hard Rock Album abgeliefert, das einfach Spaß macht! Wäre aber auch echt schade um die Band gewesen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Hello 04:16
2. High Noon 05:06
3. Into Your Heart 03:55
4. Around the World 04:24
5. Eye to Eye 03:52
6. Is It Real 04:02
7. Life's What You Need 04:14
8. The Storm 04:15
9. Raise Your Hands 03:46
10. Stand Tall 04:10
11. Watch Me Burn 04:03
12. Wild and Hungry 04:08

Disquiet: The Condemnation

disquiet cover smLabel: Soulseller Records

Spielzeit: 54:31 Min.

Genre: Melodic Thrash Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Während ich diese Review verfasse, höre ich nicht etwa die entsprechende Platte (das tat ich zuvor, und zwar in sieben Hördurchläufen), sondern lausche den Klängen eines Nigel Kennedy. Kommt irgendwie ganz witzig.

Die Thrasher Disquiet aus dem niederländischen Utrecht existieren seit 2000, veröffentlichten noch im selben Jahr ihre erste sowie 2002 und 2008 jeweils eine weitere Demo und präsentierten 2011 ihre Debütscheibe 'Scars Of Undying Grief '. Ende Januar erscheint nun das Zweitwerk 'The Condemnation' des Quintetts aus Tulip-Country, auf dem sich zehn Tracks tummeln, welche alle irgendwo in der Schnittmenge von modernem Thrash und dynamischen Melodeath anzusiedeln sind. Der Gesang im Allgemein ist eher harsch und streckenweise growlig, orientiert sich in seinen melodischeren Momenten durchaus auch mal an Gus Chambers oder Chuck Billy und kann insgesamt als recht gelungen und abwechslungsreich bezeichnet werden. Auch an der Instrumentalfront gibt es nichts zu meckern: eine dynamische und sehr tighte Rhythmusfraktion, Dich an die Wand nagelnde Gitarrenwände und präzise gespielte, aber sich nicht in Wichsorgien verlierende Gitarrensoli sind alle top-notch.
Die Produktion kann auch mehr als nur gelungen bezeichnet werden. Glasklar produziert und sehr druckvoll, wobei die Drums manches Mal ein wenig untergehen, aber das wirklich nur ein wenig.
Was hier noch fehlt, ist der eine oder andere Gassenhauer, aber immerhin wissen wir, was wir mit Album Numero drei erwarten können: den einen oder anderen Hit.

Im Gesamtbild ist 'The Condemnation' also eine echt gute Scheibe geworden. Fans von beispielsweise Grip Inc. und neueren Testament oder In Flames, The Haunted, Arch Enemy und wie die ganzen Schnuckis aus Schweden heißen bekommen hier verdammt gediegene Kost geboten. So, der gute Nigel hat nun Sendepause. Ich ziehe mir die Scheibe der fünf Niederländer jetzt noch mal rein, yeah!

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

1. Ascending
2. The Condemnation
3. Fist of Persistence
4. Born to Dissent
5. The Great Divide
6. Haul Down the Tree of Life
7. Las’Pasi
8. From Essence Deprived
9. IDK
10. Bred to Fail

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