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Inishmore: The Lemming Project

Inishmore The Lemming Project 300x300Label: Dark Wings

Spielzeit: 59:27 Min.

Genre: Symphonic Metal

Info: Facebook

Album kaufen: iTunes

Hörprobe: Reberbnation

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Warum sich eine Band aus der Schweiz nach einer irischen Insel benennt, kann ich nicht beantworten, genauso wenig wieso die Musik der Band hier und da als "Power Metal" bezeichnet wird, denn sonderlich viel Power versprühen die fünf Herren und ihre Sängerin nicht wirklich. Ich denke, dass man mit dem Begriff "Symphonic Metal" dem Ganzen schon näher kommt, also ich finde jedenfalls, dass "Inishmore" näher an Nightwish als an Iced Earth dran sind. Soviel dazu.

Leider macht dies die ganze Sache nicht viel besser, denn was man hier zu hören bekommt, ist bestenfalls Mittelklasse. Die Songs sind ok, Sängerin Michela singt auch sehr ordentlich - mehr ist es aber leider auch nicht. Das Album plätschert so an einem vorbei und schafft es einfach nicht, besondere Akzente zu setzen. Die Band gibt sich sicherlich viel Mühe und das Ganze ist auch ausgesprochen gut produziert, aber für einen Platz an der Spitze der Szene oder eine Kaufempfehlung meinerseits reicht es einfach nicht. Nettes Album, das man leider viel zu schnell wieder vergisst.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Cup of Lies
2. Merciful
3. Better off Dead
4. Finally a Love Song
5. Part of the Game
6. Manifest
7. Eternal Wanderer
8. Red Lake
9. Where Lonely Shadows Walk
10. The Lemming Project
11. Where Lonely Shadows Walk (Acoustic)

Todtgelichter: Rooms

Todtgelichter  RoomsxxlLabel: Supreme Chaos Records

Spielzeit: 51:24 Min.

Genre: Post Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 26. Februar 2016

 

Wer Todtgelichter nur aufgrund ihrer Black Metal Vergangenheit kennt, kann hier eigentlich sofort mit dem Lesen aufhören, denn davon ist auf "Rooms" nur noch ganz rudimentär etwas zu hören. Wer allerdings von ihrem letzten Album "Apnoe" schwer begeistert war, der ist hier genau richtig!

Denn die Band schreitet den dort eingeschlagenen Weg konsequent weiter und baut ihren Sound noch viel weiter aus. Als Fundament des Ganzen lässt sich sicherlich der Post-Rock identifizieren, dieser wird aber mit vielseitigen genrefremden Elementen unterstützt. Da geht es schon mal ins Psychedelische oder auch sakrale, nur um dann eine kurze aber heftige Hommage an die alten Black Metal Zeiten abzuliefern und sei es nur ein markerschütternder Schrei. Sängerin Marta hat den Posten mittlerweile fast zur Gänze allein übernommen, was ausgezeichnet zum Sound der Band passt. Die so erzeugte Stimmung ist von Melancholie und Düsternis geprägt.

Ich muss gestehen, dass es eine ganze Weile gedauert hat, bis das Album bei mir gezündet hat, es ist definitiv keine Musik zum Nebenbei hören. Gerade die oben erwähnte Atmosphäre hat sich erst beim wiederholten Hördurchlauf eingestellt, mich dann aber nicht mehr aus ihren Fängen gelassen. Falls es Euch ähnlich geht: Gebt dem Album unbedingt eine Chance! Man muss vielleicht einfach in der richtigen Stimmung sein, um die Feinheiten der Kompositionen zu erkennen und die gibt es zuhauf! Die Band agiert auf einem erfreulich hohen Niveau und macht feine Musik, für man sich allerdings erst öffnen muss. Aber das ist auch gut so, die breite Masse kann ja weiterhin "Varg", oder "Sabaton" hören...

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Ghost
Schrein
Lost
Shinigam
Necromant
Zuflucht
4JK
Origin
Pacific

Power From Hell: Devil's Whorehouse

POWER FROM HELL Devils Whorehousexxl Label: Hells Headbangers

Spielzeit: 35:00 Min.

Genre: Black Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Venom, Venom und nochmal Venom - so einfach könnte man die Musik von "Power From Hell" beschreiben. Die Brasilianer weichen auch auf ihrem nunmehr fünften Longplayer von diesem einst eingeschlagenen Weg keinen Millimeter ab - warum auch? Ein herrlich räudiger Retro-Sound, irgendwo zwischen Black, Thrash und Speed Metal beheimatet, damit kann man schließlich immer punkten (zumindest bei mir!). Die Kollegen holzen sich durch ihre Songs, als hätten sie seit den späten Achtzigern keine neue Platte mehr gekauft und das mit hörbarer Leidenschaft. Ein Album für alle schon etwas ranzig riechenden Old School Kuttenträger unter uns, die lieber fünf schlecht produzierte Südamerika-Rumpel-Tapes ihr eigen nennen, als irgendeine gehypte Hochglanz-Produktion ohne Eier und Seele. Netterweise covern die Kollegen auch noch einen Song ihrer Landsmänner von "Velho", deren letztjähriges Album "Decrepitude & Sabedoria" ähnlich geil ausgefallen ist und allen Freunden von "Power From Hell" ebenfalls gefallen dürfte (am besten gleich mitkaufen!).

"Devil's whorehouse" ist ein großartiges Rumpel-Black/Thrash/Speed-Album geworden, das mir sehr gut gefällt und ordentlich Spaß macht! Lautstärke auf "Volle Pulle!" und ab geht die Post!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Old Metal 03:21
2. Revelations of the Flesh 02:16
3. Howling at the Blood Moon 01:51
4. Armageddon 03:10
5. Nightcrawler 02:07
6. Torture Garden 03:41
7. 666 Ways to Blasphemy 03:38
8. Black Forest 04:48
9. The Evil and the Lust Never Sleeps 03:51
10. Mais um Ano Esfria (Velho cover) 02:31
11. Long Road to Hell 03:46

My Silent Wake: An Unbroken Threnody (2005 - 2015)

My Silent Wake  An unbroken threnody xxlLabel: Stone Groove Productions

Spielzeit: 79:32 Min.

Genre: Doom/Gothic Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 08. Februar 2016

 

Zur Feier ihre zehnjährigen Bestehens gönnen die britischen Doomster sich und ihren Fans diese Zusammenstellung von alten, raren und unbekannten Stücken. Eine gute Idee, denn die Musik der Kollegen weiß zu gefallen (ihr letztjähriges Werk "Damnatio Memoriae" hat damals eine verdiente "XL" Wertung von mir bekommen!)

Natürlich lässt sich so eine Compilation nicht so flüssig durchhören, wie zum Beispiel das angesprochene letzte Album, vor allem weil die Band ja auch gerne mal Schlenker in ihrer musikalischen Ausrichtung vorgenommen hat. Trotzdem ist "An unbroken threnody" eine sehr schöne Werkschau geworden. Neben der wunderbar melancholischen Musik finde ich es auch besonders lobenswert, dass die CD-Laufzeit bis zum Gehtnichtmehr ausgereizt wurde, bei über einem Dutzend CDs, EPs und Splits ist ja genug Material vorhanden. Trotzdem leider nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit! So bekommt der Hörer auf jeden Fall ordentlich was für seine Kohle, qualitativ, aber auch quantitativ - so ist's recht! Falls man die Band noch nicht kennt, ein perfekter Einstieg!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Sturm 04:53
2. The Last Man 03:53
3. And So It Comes to an End 05:31
4. Cruel Grey Skies 08:05
5. Burning 06:10
6. Journey's End 05:34
7. Oblivion 05:27
8. Tunnels 11:19
9. The Dying Things We're Living For 06:40
10. Bleak Endless Winter 06:03
11. Highwire 03:52
12. Shadow of Sorrow (live) 08:41
13. Mimir's Well 03:24

Virulency: The Anthropodermic Manuscript of Retribution

Virulency The Anthropodermic Manuscript of RetributionLabel: New Standard Elite Records

Spielzeit: 28:15 Min.

Genre: Deathgrind

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 28. Februar 2016

 

Jawoll, genau so was habe ich jetzt mal gebraucht: Die totale und absolute Gewaltorgie! Virulency aus Spanien machen auf ihrem ersten Longplayer (also für Grindcore-Verhältnisse!) echt keine Gefangenen. Ultra-Brutal von der allerersten Note an holzt sich die Band in Lichtgeschwindigkeit durch ihre acht Songs. Eine wahre Freude für alle Deathgrind Fans! Nicht nur die Musik mäht alles nieder, auch der gurgelnd/gutturale "Gesang" (garniert mit einigen erfrischenden Pig-Screams!) lässt keine Wünsche offen. Sehr intensiv, aber nie zu eintönig oder gar monoton. Grindcore, wie man ihn sich wünscht, technisch tadellos und abwechslungsreich - dufte!

Die Spanier machen aber auch sonst alles richtig: Kaum auszusprechende Song- und Albumtitel und ein wirklich grandioses Coverartwork runden diese verdammt geile CD so richtig ab. Eindeutig eine rundum gelungene Scheibe, an der Freunde des Genres nichts auszusetzen haben dürften. Dass ca. 93% der Menschheit die Musik als puren Krach bezeichnen würde, macht die Sache eh nur noch cooler! Schade nur, dass der Spaß (wie bei so vielen Grindcore-Alben) noch nicht einmal 'ne halbe Stunde als Spielzeit auf die Reihe kriegt. Also, ein oder zwei Songs mehr hätten Euch auch nicht weh getan, Leute! Trotzdem eine geile Scheibe!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Myriapod Constructology – Part I – The Inception 03:06
2. Myriapod Constructology – Part II – Absolute Zenith 03:16
3. Immeasurable Gigantomastic Phenomenology 03:04
4. Concupiscent Succubus Disturbance 03:02
5. …from Putrescible to Perpetual 03:57
6. Mephistophelian Æsthetic Eroticism 03:13
7. Beyond the Ablated Clitoral Organs 03:34
8. Sculptured Didelphic Uterus 05:13

Abyssus: Once Entombed

Abyssus Once EntombedxxlLabel: Transcending Obscurity Records

Spielzeit: 54:52 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 20. Februar 2016

 

Seit 2011 existiert diese griechische Death Metal Formation und hat seitdem neben einem Album ("Into the abyss" -2015) schon einige Splits unters Volk gebracht, die man nun auf dieser CD freundlicherweise gebündelt hat. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, denn erstmal sind die Originale streng limitiert und mittlerweile sicherlich vergriffen, und zweitens: Die Band ist einfach schweinegeil!

Stellt Euch eine Mischung aus alten Obituary mit einem ordentlichen Schlag Crust/Punk vor - und ihr erhaltet "Abyssus"! So richtig schön Old School, erinnert gerade der Gesang von Fronter Kostas Analytis so richtig schön an seinen Kollegen John Tardy. Wenn man aus einem derart krisengebeutelten Land wie Griechenland kommt, hat man sicherlich mehr als genug Gründe, so richtig schön angepisst zu sein und dies setzt das Trio gekonnt in aggressive, aber keineswegs primitive Songs um.

Die Compilation beinhaltet übrigens die Split-EPs mit "Nocturnal Vomit" (2013), "Morbider" (2014) und "Slaktgrav" (2014), sowie ihre Debüt-EP "Monarch to the kingdom of the dead" (2012). Sehr gelungen sind auch die Coverversionen von The Exploided, Sodom, Asphyx, Slayer und Death, die von den Griechen gekonnt in ihren ganz eigenen Sound eingebettet werden. Lustigerweise hat man die 19 Songs in umgedrehter chronologischer Reihenfolge auf die CD gepackt, so dass es mit zunehmender Spielzeit immer räudiger und dreckiger (gerade auch beim Sound!) wird. Eine gelungene Sache, macht eindeutig Appetit auf mehr, also ran an den oben erwähnten Longplayer und die beiden bereits in diesem Jahr erschienenen Splits (mit "Blessed by Pervertion" und "Slaughterday"!)

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Phobos 01:14
2. Chaos Is My Life (The Exploited cover) 01:58
3. Morbid Inheritance 03:20
4. Summon the Dead 03:22
5. Sacrifice 03:04
6. Remnants of War 03:32
7. Outbreak of Evil (Sodom cover) 03:08
8. Days of Wrath 01:15
9. Remnants of War 03:09
10. Left to Suffer 02:20
11. Unleash the Storm 04:26
12. Deathhammer (Asphyx cover) 02:38
13. Servants to Hypocrisy 02:57
14. Reprisal 02:20
15. Left to Suffer 02:05
16. Compromised 02:44
17. No Tolerance 03:25
18. Sacred Serenity (Death cover) 04:30
19. Postmortem (Slayer cover) 03:25

Cirith Gorgor: Visions Of Exalted Lucifer

cirith goLabel: Hammerheart Records

Spielzeit: 42:55 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 15. Februar 2016

 

Cirith Gorgor sind nun auch schon im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens (noch drei Jahre länger, wenn man die Vorgeschichte als "Dark Sorceress" dazuzählt!) und haben mich bislang mit ihrem bodenständigen und ehrlichen Black Metal noch nie enttäuscht. (Leider ist mir ihr letztes Werk "Untergang" durch die Lappen gegangen, muss ich unbedingt in Kürze nachholen!)

Wenn eine solch gestandene Band, die ihren ganz eigenen Stil längst gefunden hat, sich auf einmal neuen Einflüssen und Wegen öffnet, dann ist das Ergebnis sehr oft großer Scheiß! (Ich sag nur Morbid Angel!) Aber nicht so bei unseren niederländischen Nachbarn! Zum ersten Mal hat sich Gitarrist "Marchosias" beim Schreiben der Songs unterstützen lassen und das Zusammenspiel mit den neuen Bandkollegen hat nicht nur ihn überzeugt, sondern auch mich!

Es ist immer noch Black Metal - keine Sorge! Aber er ist auf "Visions of exalted Lucifer" unglaublich vielschichtig und facettenreich ausgefallen, wie man es von der Band bislang noch nicht kannte. Kein stumpfes Durchgeprügel mehr, hier kommt lecker Niveau um die Ecke! Doch das Wichtigste bei der Sache hat die Band zu keiner Zeit aus den Augen verloren: Die nötige Brutalität und Aggression ist bei dem neuen Werk nicht auf der Strecke geblieben und auch ihre Wurzeln werden die Kollegen wohl nie verlieren (So muss das sein!). Aber der Sound wurde verfeinert, progressiv durchgeschüttelt und das Ergebnis spricht für sich - es ist ohne Zweifel das bislang beste Werk der Niederländer. Sie verbinden auf extrem gelungene Weise Old School mit Moderne (der Sound ist zum Beispiel untypisch klar und tadellos!), erweitern ihr Spektrum, ohne den guten alten Black Metal damit zu kastrieren und begeistern mich damit auf ganzer Linie. So kann das kommen, da erwartet man ein gutes, aber nicht unbedingt weltbewegendes Album und dann bekommt man einen solchen Prachtburschen vorgesetzt! Herrlich! Ein guter Start ins neue Black Metal-Jahr!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Salvator
2. A Vision of Exalted Lucifer
3. Of Black Dimensions...
4. ...and Demonic Wisdom
5. Wille zur Macht
6. Rite of Purification - Vanished from This World
7. Into the Nameless Void

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