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Septagon: Deadhead Syndicate

septagon1Label: Cruz Del Sur Music

Spielzeit: 66:42 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Das Quintett Septagon veröffentlicht in Bälde sein Debütalbum 'Deadhead Syndicate' und soll daher Gegenstand dieser Rezension sein. Der Band, welche 2013 von Markus Ullrich, Gitarrist der süddeutschen Power-Metal-Formation Lanfear, mit dem Anspruch gegründet wurde, brutalen, aber dabei technischen melodischen Thrash Metal vornehmlich amerikanischer Prägung zu spielen, stießen weitere Mitstreiter - u. a. Musiker von Atlanten Kodex - dazu. Was hat der Käufer also zu erwarten?

Natürlich brutalen, aber dennoch technischen melodischen Thrash Metal, haha. Ein bisschen Testament hier, eine Schäufelchen Flotsam And Jetsam dort, Heathen oben drauf und Death Angel sowie Metallica zu 'Master...'-Zeiten im Nachgeschmack. Will heißen: ausgefeilte Melodien, stampfende Rhythmen und wohlgefälliger Gesang (Markus von den oben erwähnten Atlantean Kodex), der nicht selten nach dem des Flotsam-Fronters klingt, aber ansonsten sehr viel Eigenständigkeit beweist. Manche (wie ich) werden ein wenig positive Sperrigkeit vermissen; zudem wird hier natürlich auch das Rad nicht neu erfunden. Aber in rein objektiver Hinsicht haben die fünf Jungs aus dem Süden unserer Republik verdammt noch mal alles richtig gemacht - schließlich sind die Kompositionen erstklassig, zudem abwechslungsreich dargeboten sowie ziemlich gut produziert - und sollten vor allem allen Fans des Bay-Area-Thrashs die Tränen in die Augen treiben (aber nicht nur denen). Insgesamt eine ziemlich gediegene Scheibe, auch wenn da ein wenig die Rostspuren fehlen.

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Ignite The Apocalypse
02. Revolt Against The Revolution
03. Exit…Gunfire
04. Ripper
05. Septagon Conspiracy
06. Henchman Of Darkness
07. Deadhead Syndicate
08. Unwanted Company
09. Secret Silver Panorama Machine

Prong: X-No Absolutes

PRONG X No Absolutes WebLabel: SPV/Steamhammer

Spielzeit: 44:37 Min.

Genre: Thrash / Hardcore

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Prong haben ein Problem: die Band ist zwar wieder hochaktiv, wirkt aber zu umtriebig und unausreichend auf das große Ganze fokussiert. Zu wenig wirkliche Höhepunkte vermögen Tommy Victor und Co. zu diesem Zeitpunkt ihrer Karriere zu setzen. Und so überrascht es leider wenig, dass „X-No Absolutes“ kaum besser als das letzte Studioalbum „Ruining Lives“, vor allem aber deutlich weniger abwechslungsreich als das nach wie vor absolut empfehlenswerte Coveralbum „Songs From The Black Hole“ aus dem vergangenen Jahr geraten ist.

Warum so viel Musik in so kurzer Zeit? Klar, die Band muss irgendwie von dem leben, was da finanziell hereinkommt – aber ich betrachte das Ganze als Hörer ausschließlich unter qualitativen Gesichtspunkten. Und stelle fest, dass die besten Momente der in den vergangenen 24 Monaten veröffentlichten Alben ein Endprodukt ergeben hätten, welches es fast mit den Sternstunden der Diskografie wie „Cleansing“ (1994) aufnehmen könnte. Nur fast – aber immerhin. Stattdessen wird aber leider im Hauruckverfahren ein Album nach dem nächsten auf den Markt geworfen und Prong bieten darauf fast schon folgerichtig nicht nur glänzendes Material.

Erneut ist die aktuelle Platte zwar hörenswert, doch insgesamt nicht meisterhaft oder gar Funken sprühend wie die frühen Feuerwerke. Es gibt stattdessen immer wieder diese Stellen, die austauschbar oder bekannt klingen. Streckenweise ist alles noch im grünen Bereich, aber kaum zwingend. Die Band überrascht nicht mehr (außer vielleicht bei den Linkin Park-Anklängen in „With Dignity“) und verwaltet lediglich ihren eingefahrenen, routinierten Standard. Einen Übersong wie in den Neunzigern (und damals gab es mehrere Lieder dieser Sorte auf jedem Prong-Album) wird man hier vergeblich suchen. Vereinzelte Höhepunkte gibt es – aber das Zeug zum wahren Klassiker hat keiner davon.

Natürlich macht das Album Spaß, natürlich verbergen sich darauf auch tolle Melodien und Songs („Without Words“, „No Absolutes“, „Ultimate Authority“). Der ganz große Kick bleibt jedoch auch dieses Mal leider aus – das Coveralbum war klar besser. Die Band sollte künftig wieder länger an den Songs feilen, um wie in ihrer seligen Vergangenheit wahre Schmuckstücke zu feilen. „X-No Absolutes“ ist Vordergründigkeit ohne Tiefgang – nett zu hören zwar, und gefallen tut es auch – aber letztlich positioniert sich dies alles doch zu sehr im akustischen Meer des blanken Durchschnitts.

Phasenweise gefiel mir das Album gut, doch nach mehreren Wochen der Auseinandersetzung damit steht als Ergebnis leider eindeutig im Raum: wenig davon wird sich nachhaltig im Gedächtnis halten, das meiste bald wieder vergessen sein. Von einer Band, die vor über 20 Jahren so einflussreich und genial war, erwarte ich eindeutig mehr.

Daniel Lofgren

XXL WertungM

Tracklist:

01. Ultimate Authority 2:54
02. Sense Of Ease 4:05
03. Without Words 3:18
04. Cut And Dry 3:51
05. No Absolutes 3:17
06. Do Nothing 3:40
07. Belief System 3.21
08. Soul Sickness 3:05
09. In Spite Of Hindrances 2:45
10. Ice Runs Through My Veins 4:04
11. Worth Pursuing 3:12
12. With Dignity 3:14
13. Universal Law (DigiPak bonus track)

Deathraid: Submit to the will of chaos

deathraidLabel: Iron Tyrant Records

Spielzeit: 18:58 Min.

Genre: Death/Thrash Metal

Info: /

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 25. Januar 2016

 

Manchmal frage ich mich wirklich, wo und wie manche Labels an die oft extrem obskure Musik herankommen, der sie dann als Wiederveröffentlichung neues Leben einhauchen?

Diesmal trifft es die italienische Formation "Deathraid", die sich 1996 gegründet haben soll und 2001 ein einziges Demo herausgebracht hat, welches damals angeblich nur auf 20 Exemplare begrenzt war. Aber was soll's, wichtig ist eh nur die Musik und die ist ziemlich cool. Gespielt wird ein fieser kleiner und dreckiger Bastard aus Death und Thrash Metal, der herrlich hektisch und brutal ist und Dir mächtig in den Arsch tritt. Das gute Stück könnte locker auch 15 Jahre älter sein, klar ist im Rückblick nur, dass sich im Jahre 2001 für so eine Mucke keine Sau interessiert hat. So macht diese erneute Veröffentlichung nicht nur deshalb Sinn, weil außerhalb der Band so gut wie niemand dieses Werk kennen dürfte, sondern auch, weil es ein hübscher Leckerbissen für jeden "Retro-Metaller" ist! Schönes Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Violent Penetration 03:52
2. Reborn in Fire 04:18
3. Lunatic Souls Domain 02:51
4. Asphyctic 04:07
5. Contagious (Of Terror) 03:50

Armoured Angel: Communion

Armoured Angel  CommunionLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 16:25 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: /

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Na bei wem klingelt es bei dem Namen? Jeder traditionsbewusste Thrash-Fan sollte an dieser Stelle eigentlich schon ein feuchtes Höschen haben, denn bei "Armoured Angel" handelt es sich um eine absolute Legende. Die Band gründete sich 1982 in Canberra und gilt als eine der ersten richtig extremen Bands Australiens. Angefangen beim Speed/Thrash öffnete man sich später dem Death Metal und war noch im Demo-Status Vorband von "Morbid Angel".

"Hells Headbangers Records" hatten nun die grandiose Idee, das dritte Demo der Band, nämlich "Communion" (1999) erstmals wieder zu veröffentlichen und zwar formschön auf Vinyl. Die vier enthaltenen Stücke sind herrlich räudiger Thrash Metal, der bis heute nichts an seiner Faszination eingebüßt hat. Eine Geschichtsstunde in Sachen Metal, die Spaß macht. Für Sammler, Liebhaber und Raritätenjäger definitiv ein Muss! Zwar gibt es keine Bonustracks, aber bei diesen wirklich legendären Songs ist das zu verschmerzen. Hoffen wir mal, dass "Hells Headbangers" noch mehr Zeug der Australier wieder ausgraben!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Castration 04:16
2. Tergiversator 03:50
Side B
3. Communion 05:21
4. My Fist Your Face 03:18

Khthoniik Cerviiks: SeroLogiikal Scars (Vertex of Demntiia)

 Khthoniik Cerviiks1Label: Iron Bonehead

Spielzeit: 44:16 Min.

Genre: Abgedrehter Death/Black Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 06. Februar 2016

 

Mann, was habe ich dieses Album mit Spannung und Vorfreude erwartet! Die letzte Veröffentlichung der Band "Heptaedrone" ist eines der genialsten Stücke Musik der letzten Jahre, da erwartet man natürlich so einiges vom Debüt-Album!

Und ich werde nicht mal im Ansatz enttäuscht! "SeroLogiikal Scars" ist ein unglaubliches Stück Musik geworden. Es fängt damit an, dass es völlig unmöglich ist, dieses Werk vernünftig mit Worten zu beschreiben, klar haben wir fiesen Death/Black Metal als soliden Untergrund und Nährboden, aber was die Band um dieses Fundament aufbaut, ist einzigartig und einfach nur grandios! Soll man es technisch, progressiv, oder gar avantgardistisch nennen? Irgendwie ist es alles davon, auf jeden Fall aber innovativ und abwechslungsreich. Die Band wirft mit einer Ideenvielfalt um sich, da machen Andere drei Alben draus.

Dazu gesellt sich eine düstere und enorm mysteriöse Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch das Werk zieht und durch ihre Intensität den Hörer sofort in ihren Bann nimmt und nicht mehr auf den Fängen lässt. Wer "Heptaedrone" geil fand, wird auch "SeroLogiikal Scars" lieben, da bin ich mir ganz sicher. Definitiv ist dieses Album ist nicht einfach zu verdauen und auf keinen Fall für den Mainstream-Hörer gedacht, trotzdem (oder gerade deshalb?) ist es einfach nur grandios! Egal, zum wievielten Male man sich diesem Meisterwerk hingibt, man entdeckt immer wieder neue Elemente und Spielereien, die einen faszinieren. Absolute Kaufempfehlung von mir!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Schizophradio (KC Exhalement 2.0: Technocide Inertiia)
2. SeroLogiikal Scars (Sequence 1.0: Vertex of Dementiia)
3. Miindwrecked (Project Eigengalaxy)
4. Biinary Epitome (Spyder’s Web)
5. SeroLogiikal Scars (Sequence 2.0: Veiled Viiral Vektor)
6. Cranial Leftoverture (Angel’s Pyramiid)
7. Voiidwarp (KC Inhalement 2.0: Meta Material Monoliith)

Aborted: Termination Redux

Aborted  Termination reduxLabel: Century Media Records

Spielzeit: 15:17 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Das belgische Abrusskommando "Aborted" ist wieder da und kredenzt uns eine gute Viertelstunde gnadenlosen Death Metal! Nach einem kurzen Intro geht es sofort in die Vollen. Irrwitzige Raserei, mörderische Riffs, knüppelharte Blastbeats, da geht doch jedem Knüppel-Fan das Herz auf! Dazu der gewohnt abgefuckte gutturale "Gesang" von Kollege "Svencho" und schweinegeilster Death Metal ist fertig!

Also nichts Neues im Hause "Aborted", sondern altbewährte Qualität und vor allem Brutalität. So wollen wir es doch auch haben, oder? Interessanterweise gibt es diese Veröffentlichung nur in digitaler Form bei den üblichen Anbietern und als formschönes 10"-Vinyl. Das Ganze soll uns übrigens Appetit machen auf den in Kürze erscheinenden Longplayer. Also bei mir hat das verdammt gut funktioniert!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Liberate Me Ex-Inferis 00:31
2. Termination Redux 03:27
3. Vestal Disfigurement upon the Sacred Chantry 03:45
Side B
4. Bound in Acrimony 02:12
5. The Holocaust Re-Incarnate 05:22

Seer: Vol. 1 & 2

seer cover smLabel: Art of Propaganda

Spielzeit: 38:00 Min.

Genre: Stoner/Doom/Sludge

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 22. Januar 2016

 

Aus Kanada kommt diese noch recht junge Band, die seit ihrer Gründung 2014 zwei EPs veröffentlicht haben. Die Kollegen von "Art of Propaganda" fanden diese so dufte, dass sie nun zusammen auf einer Scheibe nochmal neu unters Volk gebracht werden sollen.

EP Nummer Eins beinhaltet die ersten beiden Songs und bietet uns eine Mischung aus Sludge und Doom mit ziemlichen großen Stoner Rock Anteilen. Das Zeug ist recht flott und groovt auch ganz gut, insgesamt kann mich diese Mischung aber nicht wirklich überzeugen. Da gefällt mir EP 2 (Songs 3 bis 6) schon besser! Hier ist vom Stoner Rock weit und breit nichts mehr zu hören und die Musik beschränkt sich auf eine interessante Mixtur aus Sludge und leicht episch angehauchtem Doom. Der Spaß wird gegen Ende der Laufzeit dann immer sphärischer, was mir persönlich am Besten gefällt!

Insgesamt eine ganz nette Angelegenheit, die aber noch nicht die ganz großen Akzente setzen kann. Mal schauen, was hier die Zukunft so bringt!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Glimmervoid (7:51)
2. Hive Mind (6:10)
3. Cosmic Ghost (6:10)
4. Haunter (8:51)
5. Antibody (3:45)
6. Aeons (5:21)

 

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