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Necrosemen: Vglns (MC)

Necrosemen Vglns TAPELabel: Blood Harvest Records

Spielzeit: 19:55 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Aus der Schweiz kommt das Duo "Necrosemen", das mit vorliegender Kassette seine zweite Veröffentlichung präsentiert. (2013 gab es schon eine EP mit dem Namen "And all shall be smitten by fire")

Geboten wird uns dreckiger Underground Death Metal in einem räudigen (aber noch einigermaßen akzeptablem) Soundgewand. Die vier Songs bewegen sich zwischen amtlichem Gekloppe und Midtempo und wartet mit heftig/tiefen Growls auf. Nun, das machen sehr viele Bands, schaffen es "Necrosemen", sich irgendwie von der Masse abzusetzen? Sie können - und zwar mit der Atmosphäre! Die ist nämlich so richtig schön intensiv böse mit einem mystisch/okkulten Touch. Man meint beim Hören auf dem Weg zum nächsten Opfer-Ritual zu sein.

Schöne Sache, kurz und knackig, schön brutal mit lecker Atmosphäre, da kann man nicht meckern!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Vglns - Serpent ov Qvndalini 06:07
2. Kh(X)s - Satvrn Fraticidivm 05:27
3. Eskh†tos - End All Flesh 04:30
4. Necrosemen 03:51

Slægt: Beautiful And Damned

Slaegt coverLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 23:31 Min.

Genre: Blackened Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 22. Januar 2016

 

Nachdem die dänische Formation Slægt 2011 gegründet wurde, zockte man reinrassigen Black Metal und veröffentlichte ein Jahr später die Debüt-Demo, schlicht 'Demo' betitelt, sowie Anfang 2015 das Debüt-Album 'Ildsvanger'. Im November desselben Jahres erschien 'Beautiful And Damned' als Mini-CD im Digi-Pack-Format sowie auf Kassette und wird dieser Tage via Iron Bonehead in Form einer Mini-LP wiederveröffentlicht. Auf besagtem Output, dessen Produktion übrigens erste Sahne ist, vollzieht man eine Stiländerung, was wohl auch mit der Erweiterung der Besetzung zu tun hat. Geboten werden dreimal geschwärzter Death Metal á la Dissection oder Necrophobic, wobei insbesondere die Gitarrenarbeit lobend erwähnt werden sollte, welche man ansonsten eher vom klassischen Heavy Metal oder vielleicht noch von Arch Enemy gewohnt ist. Die Songs der Kopenhagener sind zwar überlang (zwischen knapp sieben und knapp acht Minuten), aber keinesfalls langweilig und trotz der epischen Gitarrenversatzstücke zu keiner Zeit wirklich nett oder handzahm, wozu nicht zuletzt auch das raue Gekeife des Sängers sorgt. Angenehme Sperrigkeit trifft auf musikalische Virtuosität sozusagen. Sehr großartig fiel auch das mit Akkustikgitarren eingespielte Interludium 'Church Of The Night' aus, so dass ich nicht anders kann als bei dieser Veröffentlichung die Höchstnote zu zücken. Die einzigen Dinge, welche mir so gar nicht zusagen, sind a) das äußerst klischeehafte, nicht gute Cover-Artwork sowie b) die viel zu kurze Spielzeit.
Wer weiß, was wir von dieser Band noch alles zu erwarten haben?

Kai Ellermann

XXL WertungXXL

Tracklisting:

01. Move In Chaos
02. Alshincheri
03. Church Of The Night
04. Beautiful And Damned

Affliction Gate: Dying Alone

Affliction Gate  Dying AloneLabel: Transcending Obscurity

Spielzeit: 17:20 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Januar 2016

 

Die französische Death-Metal-Walze Affliction Gate war mir bisher gar nicht geläufig, obschon die Jungs seit etwa einer Dekade existieren und bereits zwei EPs ('Severance (Dead to This World)' aus dem Jahre 2008 sowie das 2012 veröffentlichte 'Shattered Ante Mortem Illusions') und die 2009 herausgebrachte Full-Length 'Aeon of Nox (From Darkness Comes Liberation)' unters lechzende Volk brachten.

Nach dem allerersten Rezipieren der vorliegenden EP fiel mir zunächst der recht raue und unsaubere Sound auf - eine etwas klarere Produktion hätte dem Ganzen sicherlich gut getan, wobei man vor allem die Doublebass quasi nur erahnen kann. Musikalisch sind die vier Stücke des Scheibchens ganz klar dem Death Metal zuzuordnen. Man hört, dass die Herren nicht gerade wenig Bolt Thrower, vor allem was die Gitarrensoli und die Midtempo-Geschwindigkeit betreffen, gehört haben. Man darf aber nicht von einem Plagiat sprechen; dafür sind die Kompositionen zu eigenständig, zumal auch ein gewisser Einfluss schwedischer Todesblei-Kapellen wie Amon Amarth oder ältere Entombed auszumachen sind. Hin und wieder wird der Knüppel aus dem Sack geholt und im Uptempo gebolzt oder auch mal á la Asphyx die Bremse betätigt und dem Doomdeath gefrönt, was für genügend Abwechslung sorgt.
'Dying Alone' bietet viermal feinen Death Metal in einem eher mittelprächtigen Soundgewand.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

01. Negative Lucidity
02. Devising Our Own Chains
03. Dying Alone
04. Manicheism Inertia

Inner Sanctum: Legions Awake

inner sactum neuLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 40:41 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Nachdem das sehr dramatische und gleichzeitig atmosphärische orchestrale Intro, welches in all seiner Pracht nach epischem Fantasyfilm-Score á la Lord Of The Rings, The Scorpion King, Conan etc. klingt, den Hörer gut in Stimmung gebracht hat, gibt es 25 ziemlich räudige Grindcore-Fuhrwerke in knapp acht Minuten auf die ungewaschenen Lauscher, welche die Elfen, Insekten-Oberhäupter usw. bei Weitem schneller in die Flucht schlagen werden als Hessi James aus dem Badesalz-Hörspiel-Clip.

Verarscht! Nach dem wirklich gelungenen Vorspann erwarten uns auf dem Debüt 'Legions Awake' der indischen Extrem-Metaller keine unzähligen Grindcore-Eskapaden, sondern achtmal recht moderner und ausgesprochen gut (von Lasse Lammert/LSD Studios) produzierter Thrash Metal, wobei die Grenzen zum Death Metal immer wieder überschritten werden. Das Quintett aus Bangalore, welches seit 2007 existiert und mittlerweile zur Speerspitze der Extreme-Metal-Szene ihres Landes gehört, machte mit seiner 2009 veröffentlichten EP 'Provenance' bereits von sich reden, war in den Jahren zwischen beiden Outputs ganz bestimmt nicht faul und hat in den Fächern Komposition, Technik und Dynamik noch einmal kräftig zugelegt. Shouter Gaurav Basu macht einen ziemlich guten Job und ist auch verantwortlich für das ausgesprochen sphärische Artwork des Booklets.

Wer die heutigen Outputs von Sepultura, Testament, Fear Factory etc. liebt, wird auch diese Scheibe definitiv zu schätzen wissen.

Anspieltipps: das groovige 'Existence Denied', auf dem James Murphy, Chrisopher Amott und Daniel Mongrain als Gastmusiker ihre Gitarren quälen dürfen.

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Incipiens
02. Wake Of Destruction
03. Reflections Of The Past
04. Realms Of Oblivion
05. Legions Awake
06. Tainted Soils
07. March Of The Wounded
08. Existence Denied
09. Guardian

Swarming: Cacophony Of Ripping Flesh

Swarming  Cacophony of ripping fleshLabel: Dead Beat Media

Spielzeit: 23:03 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: MySpace

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Schon wieder eine neue Band von Onkel Rogga? Nee, diesmal eine alte, die auch schon wieder Geschichte ist. 2010 hat sich Rogga mit Lasse Pyykkö (Hooded Menace, Phlegethon) zusammen getan, um ein wenig Old School Death Metal zu spielen (was für eine Überraschung!). Die Band existiert mittlerweile schon gar nicht mehr und hat es lediglich auf eine Split mit "Zombie Ritual" und eine Handvoll weiterer Songs gebracht.

Diese insgesamt acht Tracks haben es auf die vorliegende Compilation geschafft und erfreuen das begeisterte Publikum auch drei Jahre nach dem Band-Aus immer noch. Geboten wird wie schon gesagt klassischer, leicht schwedisch angehauchter Old School Death Metal. Meistens immer fett auf die Zwölf, manchmal wird ein wenig das Tempo gedrosselt, aber niemals die Brutalität! Das Ganze macht ordentlich Spaß, ist allerdings viel zu kurz (aber wenn's halt nicht mehr Material gibt, was soll man da machen?)

Man kann über den Veröffentlichungs-Overkill von Onkel Rogga denken was man will, aber es ist nicht abzustreiten, dass der Schwede ein gewisses Grundniveau nie unterschreitet und so ist es auch diesmal. Schönes kleines Album!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Hideous Incantation 03:53
2. Reeking of the Bowels 02:55
3. It Came from the Graveyard 03:15
4. Hacksaw Holiday 03:22
5. Feasting on Drowned Flesh 03:00
6. Amputation Frenzy 01:51
7. Convulsing into Eternal Doom 02:58
8. Premature Embalming 01:49

Ice War: Battle Zone (7")

Ice War Battle Zone 7 EPLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 06:27 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Erinnert sich noch jemand an die schrägen Kanadier von "Iron Dogs"? Die gibt es wohl nicht mehr und die Hälfte der Band, nämlich Jo Capotalicide macht nun als "Ice War" munter weiter. Neben ein paar Songs, die man sich nur digital besorgen kann, kommt dieser Tage die erste "echte" Veröffentlichung via "Iron Bonehead" auf den Markt.

Auf der Single befinden sich zwei Songs, die sich musikalisch nicht wirklich von der Vorgänger-Formation unterscheiden: Es gibt schrägen (manche nennen es kauzigen) Uralt-Heavy Metal, der seine Momente hat, aber eines ganz Besonders besitzt: Nämlich einen unverwechselbaren Charme! Der Spaß ist von perfekt, oder innovativ weit entfernt, aber gerade dieser Charme und der hörbare Enthusiasmus des Herrn Capitalicide machen es aus. Hier macht ein bekloppter Fan Musik für andere bekloppte Fans und das ist irgendwie saucool!

Hatte ich der letzten Platte von "Iron Dogs" noch eine "L"-Wertung gegeben, so überzeugen mich die beiden Songs auf "Battle Zone" doch noch etwas mehr. Ist halt was ganz spezielles und nix für den Mainstream-Metaller! Und das ist auch gut so!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Battle Zone
This Was Our Home

Nachtlieder: The Female Of The Species

NACHTLIEDER The Female Of The SpeciesLabel: I, Voidhanger

Spielzeit: 40:00 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Ein-Mann-Projekte sind im Black Metal keine Seltenheit, Ein-Frau-Projekte dagegen schon! Die treibende Kraft hinter "Nachtlieder" ist nämlich die Schwedin "Dagny Susanne", die nicht nur an sämtlichen Instrumenten fit ist, sondern auch beim "Gesang" (also herrliches Black Metal Gekreische!) keine Gefangenen macht.

Cover und Bandname deuten zwar in eine eher uncoole Ecke des Musikgeschehens, lenken aber nur auf eine falsche Fährte (nochmal Glück gehabt!). Geboten wird uns nämlich lupenreiner, klassischer Black Metal. Vierzig Minuten lang wird ordentlich geknüppelt und gekrächzt. Das ist eigentlich auch schon alles, was man so über das Album sagen kann. Es ist totaler Standard, nicht wirklich schlecht, aber auch kein Werk, an das man sich lange erinnern wird. (Allerdings immer noch besser als 20 Metalcore-Alben!) (!!!! – Sven)

Ein ordentlich gemachtes Album mit Black Metal-Stangenware. Braucht man nicht wirklich in seiner Sammlung, man blamiert sich damit aber auch nicht...

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Malice, Come Closer 04:20
2. Nightfall 04:34
3. Fatale 04:14
4. Lonely Mortal 04:39
5. Eve 05:16
6. Silence and Devastation 03:58
7. Cimmerian Child 04:34
8. The Female of the Species 08:25

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