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Barbaric Horde: Gasmask Perpetrators (MC)

barbaric horde2xxlLabel: War Arts Productions

Spielzeit: 18:50 Min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Es wird mal wieder Zeit für fröhlich/primitiven "Rumpel Black/Death Metal" und dafür begeben wir ins wieder einmal in den von mir so geliebten portugiesischen Underground. Dort beehrt uns eine Formation namens "Barbaric Horde" mit ihrem ersten (auf 100 Teile limitiertes) Demotape.

Und das rumpelt und scheppert ganz wunderbar! Herrlicher Old School- Sound, ein bisserl Death, ein bisserl Black, immer volle Pulle und dabei Ultra-Böse! Das Ganze hat natürlich einen bescheidenen Sound, dafür ein geiles Cover und macht einen Heidenspaß. Leider ist das Gerumpel nach nicht mal 20 Minuten vorbei, aber für ein Demo ist natürlich ok (nur halt schade!). Ansonsten gibt sich die Band geheimnisvoll, keine Angaben, wer, wo und warum unter diesem klangvollen Namen musiziert, aber bei so cooler Mucke kann uns das egal sein! Ein gelungener Einstand, ich würde mich sehr freuen, von den Kollegen in Zukunft noch mehr zu hören!

PS: Falls das Tonband schnell ausverkauft sein sollte: Digital gibt es das Teil auch zu erwerben!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Ritual of sodomy 03:30
2. Aborticide plague 04:16
3. Barbaric horde 03:00
4. Superior baphomet devotion 03:39
5. Salvation deprived 04:23

Axe Crazy: Angry Machines

axe crazyLabel: Pure Underground Records

Spielzeit: 17:30 Min.

Genre: NWoBHM

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 26. Februar 2016

 

Na wenn sich eine junge polnische Band nach dem großen Hit der NWoBHM-Legende "Jaguar" benennt, dürfte die musikalische Ausrichtung ja klar sein und genauso kommt es auch aus den Boxen geschossen: Richtig schöner Old School Heavy Metal, der so klingt, wie zu der Zeit, als in England der Metal quasi neu erfunden wurde. Ein bisschen "Jaguar", natürlich "Iron Maiden", aber auch Tröpfchen Power Metal (aber von der amerikanischen Sorte!) rundet diese Debüt-EP wunderbar ab!

Eigentlich schon 2014 in Eigenregie erschienen, haben die Kollegen von "Pure Underground" sich dieses kleine Juwel geschnappt und legen es 200mal auf schwarzem Gold noch einmal auf. Eine hervorragende Idee, denn die vier Songs dürften jedem Freund der NWoBHM gefallen. Man hört die Spielfreude der Polen deutlich heraus, das ist Musik von Fans für Fans. Kann man damit was falsch machen? Nö und wenn die Qualität von Musik und Gesang dann auch noch derart stimmig ist, wie bei "Axe Crazy" erst recht nicht! Man sollte diese Band unbedingt im Auge behalten, ich könnte mir vorstellen, dass da noch so einiges auf uns zukommt!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1 Angry Machines
2 Hungry For Life
3 Sabretooth Tiger
4 Running Out Of Time

The Wakedead Gathering: Fuscus: Strings of the Black Lyre

THE WAKEDEAD GATHERING xxlLabel: I, Voidhanger Records

Spielzeit: 39:43 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Da schau her, "I, Voidhanger" kann auch Death Metal! Doch selbstverständlich erwartet uns auch in diesem Fall keineswegs Musik aus der Durchschnitts-Grabelkiste, das hätte uns bei dem Label auch gewundert, nicht wahr?

Denn das Ein-Mann-Unternehmen aus Ohio (das ist in Amerika) liefert auf seinem bereits dritten Longplayer ein wahrlich beeindruckendes Werk ab. Bandchef Andrew Lampe ist seit 2007 unter dem Banner "The Wakedead Gathering" unterwegs, mir war der Spaß allerdings bislang völlig unbekannt. Wenn der Mann früher schon so gut war, habe ich eindeutig etwas verpasst! Denn die Musik, die Herr Lampe auf seinem neuen Album produziert ist verdammt gut. Sein Death Metal ist nämlich vor allem eins: Abwechslungsreich und vielschichtig (ok, das sind zwei Sachen!). Er arbeitet mit sehr vielen Variationen der Geschwindigkeit, von rasend schnell bis richtig doomig ist alles dabei. Ebenso setzt er gerne unerwartete Breaks ein, um damit in Sekunden dem Song eine ganz andere Richtung zu geben und auch bei ihm geben sich Melodie und Aggression das Händchen und tanzen zusammen in den Abendhimmel.

Das Ganze hört sich vielleicht auf den ersten Blick etwas überladen an, ist es aber keineswegs. Es harmoniert alles ganz hervorragend miteinander und bildet eine ausgesprochen homogene Einheit. Dabei geht Freund Andrew aber nie so weit, dass man von Prog, oder Avantgarde Death Metal sprechen könnte, er spielt einfach mit den gegebenen Zutaten des ganz "normalen" Death und fügt diese überraschen neu und innovativ zusammen. Ein tolles Album also, das leider auch eine große Schwachstelle hat und das ist meiner Meinung nach der Sound. Der ist nämlich viel zu dünn, es hört sich an, als hätte jemand 'ne dicke Wolldecke über das Aufnahme-Mikro gehängt. Das kann für "Rumpel-Death", oder viele Black Metal Geschichten ok sein, hier stört es mich ungemein und beeinträchtigt das reine Hörvergnügen dieses ansonsten hochklassigen Albums. Sehr, sehr schade...

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Into the Gyre 01:10
2. Blood from the Earth 06:18
3. Deepwoods Nonesuch 05:30
4. Amnioticysts 04:58
5. Lungwort 05:03
6. The Harrowed Column 04:58
7. An Ancient Tradition 09:22

Aluk: Todolo Voix

Aluk Todolo VoixxxlLabel: The Ajna Offensive / Norma Evangelium Diaboli

Spielzeit: 43:18 Min.

Genre: Noisiger Experimental Post Rock

Info: Homepage

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

Also, wenn eine CD das Prädikat "anstrengend" verdient hat, dann das neue Werk der Franzosen "Aluk Todolo"! Was das Trio diesmal auf die kleine silberne Scheibe gebannt hat ist extrem schwer zu beschreiben und ebenso schwer zu hören. Fast 45 Minuten lang wird man von einer wahnsinnigen Mischung aus Noise, Drone, Black Metal, Avantgarde und noch viel mehr beschallt, die das Nervenkostüm ordentlich beansprucht. Auf Gesang wurde komplett verzichtet, das hätte den Zugang zu dieser Musik vielleicht erleichtern können, wer braucht so was also?

Es ist fast unmöglich, dieses Album am Stück durchzuhören, dagegen machen Eyehategod echt Melodic Metal! Die erzeugte Atmosphäre ist allerdings enorm intensiv in ihrer krankhaften und dreckigen Morbidität. Ein außerordentlich faszinierendes Werk, aber definitiv nur für einen winzigen Bruchteil der Menschheit gedacht. Fordernd, dissonant und anstrengend - na wer traut sich an diese CD?

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. 8:18 08:18
2. 7:54 07:54
3. 5:01 05:01
4. 7:01 07:01
5. 5:34 05:34
6. 9:29 09:29

Ecferus: Pangaea

ECFERUS PangaeaxxlLabel: I, Voidhanger Records

Spielzeit: 39:43 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Dass Ecferus aus den USA stammen, muss man wirklich extra erwähnen, denn der Sound des Ein-Mann-Projektes ist volle Lotte skandinavisch. Eine Sache, die Herrn "Alp" (Kopf und Hand hinter Ecferus!) schon mal Pluspunkte einbringt, auch ein Beweis dafür, dass Ein-Mann-Bands nicht zwangsläufig obskuren Ambient Black Metal fabrizieren müssen...

"Alp" erschafft auf seinem zweiten Album eine gewaltige, nordisch anmutende Klanglandschaft, die nicht nur technisch tiptop ist, sondern einen gewaltigen Sog auf den Hörer ausübt. "Intensiv" ist hier das vorherrschende Schlagwort. Das Tempo wird immer wieder gewechselt, doch die besten Momente hat das Album, wenn "Alp" die Geschwindigkeit komplett herausnimmt und es zu kleinen Inseln der Ruhe kommt, in denen der Mastermind teilweise nur spricht, oder die akustische Gitarre zu hören ist. Überhaupt versteht es der Kollege trotz aller Aggression auch gute Melodien in seinem Sound unterzubringen - eine Mischung, die das Ergebnis verwässern kann, hier aber ganz im Gegenteil hervorragend funktioniert.

Auch auf die Atmosphäre wird großen Wert gelegt, diese ist ausgesprochen düster und stets greifbar, also ebenfalls gut in Szene gesetzt. Dann steckt hinter "Pangaea" auch noch ein durchdachtes Textkonzept: "Alp" berichtet von der Erschaffung der Welt und der Kontinente und den Menschen als Zerstörer all dessen. Hoffentlich sind der CD Texte beigelegt! Eine rundum gelungene Sache, dieses Album, intelligenter Black Metal der auf der einen Seite den Geist anspricht, der aber genauso gut funktioniert, wenn man diesen ausschaltet und sich lediglich von der Gewalt der Musik berauschen lassen will! Nur das Cover ist absolut grässlich, auch wenn "Alp" sich auch sicherlich dabei etwas gedacht hat...

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. First Light (1:30)
2. Creation Of A Planet (10:12)
3. Fragmented Body (7:30)
4. The Human Transition (2:28)
5. Reciprocity Of Disrepair (7:26)
6. Storms Continue On (8:47)
7. Into The Inevitable Night (1:50)

Inishmore: The Lemming Project

Inishmore The Lemming Project 300x300Label: Dark Wings

Spielzeit: 59:27 Min.

Genre: Symphonic Metal

Info: Facebook

Album kaufen: iTunes

Hörprobe: Reberbnation

VÖ-Datum: 05. Februar 2016

 

Warum sich eine Band aus der Schweiz nach einer irischen Insel benennt, kann ich nicht beantworten, genauso wenig wieso die Musik der Band hier und da als "Power Metal" bezeichnet wird, denn sonderlich viel Power versprühen die fünf Herren und ihre Sängerin nicht wirklich. Ich denke, dass man mit dem Begriff "Symphonic Metal" dem Ganzen schon näher kommt, also ich finde jedenfalls, dass "Inishmore" näher an Nightwish als an Iced Earth dran sind. Soviel dazu.

Leider macht dies die ganze Sache nicht viel besser, denn was man hier zu hören bekommt, ist bestenfalls Mittelklasse. Die Songs sind ok, Sängerin Michela singt auch sehr ordentlich - mehr ist es aber leider auch nicht. Das Album plätschert so an einem vorbei und schafft es einfach nicht, besondere Akzente zu setzen. Die Band gibt sich sicherlich viel Mühe und das Ganze ist auch ausgesprochen gut produziert, aber für einen Platz an der Spitze der Szene oder eine Kaufempfehlung meinerseits reicht es einfach nicht. Nettes Album, das man leider viel zu schnell wieder vergisst.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Cup of Lies
2. Merciful
3. Better off Dead
4. Finally a Love Song
5. Part of the Game
6. Manifest
7. Eternal Wanderer
8. Red Lake
9. Where Lonely Shadows Walk
10. The Lemming Project
11. Where Lonely Shadows Walk (Acoustic)

Todtgelichter: Rooms

Todtgelichter  RoomsxxlLabel: Supreme Chaos Records

Spielzeit: 51:24 Min.

Genre: Post Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 26. Februar 2016

 

Wer Todtgelichter nur aufgrund ihrer Black Metal Vergangenheit kennt, kann hier eigentlich sofort mit dem Lesen aufhören, denn davon ist auf "Rooms" nur noch ganz rudimentär etwas zu hören. Wer allerdings von ihrem letzten Album "Apnoe" schwer begeistert war, der ist hier genau richtig!

Denn die Band schreitet den dort eingeschlagenen Weg konsequent weiter und baut ihren Sound noch viel weiter aus. Als Fundament des Ganzen lässt sich sicherlich der Post-Rock identifizieren, dieser wird aber mit vielseitigen genrefremden Elementen unterstützt. Da geht es schon mal ins Psychedelische oder auch sakrale, nur um dann eine kurze aber heftige Hommage an die alten Black Metal Zeiten abzuliefern und sei es nur ein markerschütternder Schrei. Sängerin Marta hat den Posten mittlerweile fast zur Gänze allein übernommen, was ausgezeichnet zum Sound der Band passt. Die so erzeugte Stimmung ist von Melancholie und Düsternis geprägt.

Ich muss gestehen, dass es eine ganze Weile gedauert hat, bis das Album bei mir gezündet hat, es ist definitiv keine Musik zum Nebenbei hören. Gerade die oben erwähnte Atmosphäre hat sich erst beim wiederholten Hördurchlauf eingestellt, mich dann aber nicht mehr aus ihren Fängen gelassen. Falls es Euch ähnlich geht: Gebt dem Album unbedingt eine Chance! Man muss vielleicht einfach in der richtigen Stimmung sein, um die Feinheiten der Kompositionen zu erkennen und die gibt es zuhauf! Die Band agiert auf einem erfreulich hohen Niveau und macht feine Musik, für man sich allerdings erst öffnen muss. Aber das ist auch gut so, die breite Masse kann ja weiterhin "Varg", oder "Sabaton" hören...

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Ghost
Schrein
Lost
Shinigam
Necromant
Zuflucht
4JK
Origin
Pacific

Seite 238 von 281

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