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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsSourvein: Aquatic Occult

Decrepit Soul: The Coming Of War!!

Decrepit Soul The Coming of War xxlLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 29:55 Min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 11. März 2016

Aus dem fernen Australien kommt dieses Duo mit seinem zweiten Longplayer. Der alte Drummer "Rossco" wurde gegen Marcus Hellcunt (Der hat schon beim"Bestial Warlust" und "Gospel of the Horns" (u.a.) getrommelt!) ausgetauscht. Auch Bassist "Astro" scheint nicht mehr dabei zu sein, ob er das Album noch miteingespielt hat, kann ich allerdings nicht sagen.

Musikalisch hat sich nicht viel geändert, es gibt technisch gut gemachten Black/Death Metal zu hören, der es aber nicht schafft, mich so wirklich zu begeistern. Dafür ist das Songwriting einfach nicht aufregend genug. Das Album rauscht an einem vorbei, ohne dass allzu viel hängen bleibt. Liegt vielleicht auch daran, dass sich die Band allzu oft im Mid-Tempo-Bereich aufhält, wo leider nicht ihre Stärke liegt. Sobald die Geschwindigkeit angezogen wird und es so richtig schön Prügel gibt, gefällt mir der Spaß ganz gut. Aber so fehlt mir einfach der nötige Schwung, bzw. das gewisse Etwas, um sich von der großen Masse abzuheben.

Gutes Mittelmaß kann ich dem Album dennoch bescheinigen, mehr aber leider nicht.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Awaken
Feral Howling Winds
The Coming Of War
Perished In Flames
Piscatorial Death
Black Goats Breath
Storm Of Steel

Voidnaga: Demo MMXVI (MC)

VoidnagaLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 18:11 Min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 11. März 2016

Musik aus Malaysia - das heißt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit: Es gibt ordentlich einen auf die Glocke! (Mich würde mal interessieren, ob es in Südostasien auch eine Szene für "normalen" Heavy Metal gibt?)

Das Intro vergessen wir mal ganz schnell wieder, es hört sich zwar recht ordentlich an (folkloristische Klänge sind mir da immer noch lieber, als so ein Ambient trifft Pferdegetrappel im Gewitter-Zeug...), ist aber mit fast drei Minuten viel zu lang. Dafür geht es aber im Folgenden ordentlich ab. Der erste Song "Emanated light towards chaos" beginnt zunächst herrlich zähflüssig und langsam, um dann in gefälligen Rumpel-Black/Death überzugehen. Dieses Wechselspiel zwischen schnell und langsam wird auch bei den beiden noch folgenden Songs durchgezogen, was mir persönlich sehr gut gefällt und mich ein wenig an die grandiosen "Sorrow" erinnert. Der Sound geht für ein erstes Demo ebenfalls voll in Ordnung, auch hier kann man nicht meckern.

Insgesamt also ein verdammt guter Start für Herrn "Adian", dem einzigen Mitglied bei "Voidnaga". Da kann sehr gerne mehr von kommen! Muss man definitiv mal im Auge behalten!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Intro (The Coronation)
Emanated Light Towards Chaos
Haze Bore Darkness
Those Who Dwell In The Halo Of The Sun

Rizon: Power Plant

Rizon  Power PlantLabel: Pure Rock Records

Spielzeit: 50:32 Min.

Genre: Hard Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 03. März 2016

Die Schweizer Kapelle "Rizon" veröffentlicht mit "Power Plant" schon das vierte Album (die Band existiert seit 1997) und es hat mal ordentlich im Bandgefüge gerappelt. Es gibt drei neue Mitglieder, wobei die größte Neuerung die Verpflichtung von Rahel Fischer als zusätzliche Sängerin ist. (Ansonsten wurden Bass und eine Gitarre neu besetzt) Einigen dürfte das blonde Goldkehlchen sicherlich bekannt sein, da sie bereits viele Erfahrungen in anderen Bands und vor allem Musicals (was eindeutig für die Qualität ihrer Stimme sprechen dürfte!) machen konnte.

Geboten wird auf "Power Plant" feinster, melodischer Hard Rock bis Metal voller Bombast und Power, der total mitreißt. Das Keyboard ist gleichberechtigtes Instrument und nutzt diesen Status immer wieder, um die richtig gut gemachten Songs mit ordentlich "80er-Pomp" zu unterstützen. (Irgendwie muss ich an mehreren Stellen an "The final countdown" denken, was den Keyboard-Sound angeht, warum auch immer?) Beim ersten Hördurchlauf fand ich das Ganze ehrlich gesagt noch etwas zu sehr "drüber", zu süßlich und kitschig. Das hat sich aber ganz schnell gelegt und nun bin ich schwer begeistert von der CD. Gerade auch die Sangesleistung von Rahel und ihrem Kollegen am Mikro (Matthias Götz) sind beeindruckend und veredeln jeden der 12 Tracks auf dem Album.

Wer also keine Angst vor Pomp, Bombast und ein ganz klein wenig Kitsch hat, dafür aber Spaß an gut gemachten Songs voller Power, vorgetragen von zwei richtig geilen Stimmen und talentierten Mitmusikern hat, der ist hier aber so was von richtig! Unbedingt mal antesten!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Nevermore 04:09
2. Feel the Heat 03:50
3. Midnight Sun 03:08
4. If You Rule the World 03:43
5. Lost Without You 04:04
6. I Follow You 06:43
7. Me 05:03
8. New Age Dawn 04:29
9. No Way Out 06:03
10. Timebomb 06:26
11. Freedom of Life (Part I) 00:45
12. Freedom of Life (Part II) 04:20

Ninja: Into The Fire

ninjaxxlLabel: Pure Steel Records

Spielzeit: 50:32 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 18. März 2016

Die deutsche Band "Ninja" war mir bislang kein Begriff, doch ich denke, dass Liebhaber und Kenner der einheimischen Metal Szene gerade der späten 80er darüber nur den Kopf schütteln können. Denn "Ninja" haben bereits eine Vergangenheit, waren von 1986 bis 1992 aktiv (mit zwei Alben), dann gab es mit 1997 mit dem Album "Valley of wolves" einen ganz kurzen Comeback- Versuch (das Album wurde nämlich nie veröffentlicht!) und seit 2014 ist man nun wiederum am Start. Schön, wenn eine Band auch nach so langer Zeit immer noch das Feuer in sich spürt - Geld verdient man ja sicher keinen Cent mehr heutzutage.

So ist auch "Into the fire" schon ein paar Monate alt, es erschien ursprünglich als Eigenproduktion im Dezember 2014 und wurde jetzt von "Pure Steel Records" nochmal neu aufgelegt. Und das mit Recht, denn was die Wuppertaler hier abliefern, ist so richtig cooler 80er-Jahre-Metal! Begleitet von einer sehr Produktion gibt es eine Mischung aus alten Krokus, ein wenig NWoBHM und den guten alten Accept, wenn man zwischendurch mal das Gaspedal durchzieht. Hilfreich ist dabei natürlich auch der rauchige, ein klein wenig an Kollege Udo Dirkschneider erinnernde Gesang von Ur-Mitglied Holger vom Scheidt.

Leider fehlt mir ein wenig der rote Faden bei dem Album. Das Songmaterial ist soweit in Ordnung (wenn jetzt auch nix für Ewigkeit), aber mir persönlich nicht homogen genug. Mal gibt es stampfendes Mid-Tempo, dann richtig treibenden Metal, dann wieder wird's balladesk - das Ganze wirkt eher wie eine willkürliche Zusammenstellung von Tracks. Das stört ein wenig den Fluss beim Hörgenuss.

Trotzdem ist das Teil jetzt kein Reinfall, die Songs machen Spaß, gerade weil sie so richtig schön Old School sind, nur für die erste Liga reicht es halt nicht ganz.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracks:

1. Frozen Time
2. Thunder
3. Vagabond Heart
4. Masterpiece
5. Hot Blond Shot
6. Always Been Hell
7. Blood Of My Blood
8. Coward
9. Last Chance
10. Sledgehammer
11. Supernatural
12. Into The Fire

Blood: O Agios Pethane

blood Label: Dunkelheit Productions

Spielzeit: 32:35 Min.

Genre: Deathgrind

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 20. März 2016

Ein ganz feines Scheibchen hat hier der Bernd von "Dunkelheit" an Land gezogen, um es in einem formschönen Digipack wieder zu veröffentlichen, nämlich das in vielen Ohren beste Werk der deutschen Death/Grind-Legende Blood!

Wer jetzt lange überlegen muss, ist schon ausgeschieden, die Rede ist selbstverständlich von "O agios pathene" von 1993. Damals bei 1MF Records (ein Label, das viele schöne Bands herausgebracht hat!) erschienen, ist es heute nur schlecht zu bekommen und entsprechend teuer. (Und selbst die Wiederveröffentlichung über "Leviathan Records" ist mittlerweile 16 Jahre her!) Mit ihrer grandiosen Mixtur aus Death Metal und Grindcore feuerten die Jungs aus Speyer eine Granate nach der anderen ab und haben bis heute nichts an ihrer Faszination verloren. Meiner Meinung nach könnte man das Album heute genauso auf den Markt werfen und es würde keinem auffallen - ein wahrlich zeitloser Klassiker! Den übrigens sowohl Death Metal, als auch Grindcore-Jünger in ihrer Sammlung stehen haben müssen!

Die Band existiert übrigens immer noch und feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Leider ist das letzte Album der Truppe auch schon 13 Jahre her, da könnte doch so langsam mal was Neues kommen, oder? So lange erfreuen wir uns an der Neuauflage von "O agios panthene"!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Intro 01:28
2. Kadath 02:16
3. Cannibal Ritual 01:45
4. Profanity 00:48
5. Submission 02:52
6. Sodomize the Weak 01:18
7. Punishment 02:50
8. Christbait 01:16
9. Dread 01:50
10. Wings of Declaration 00:35
11. By the Way of Grace 02:12
12. God Left the World 00:40
13. Aesta Ta Malakja Sou 00:29
14. Revelation 00:58
15. Divine Seed 02:47
16. Spasmo Paralytic Dreams 01:55
17. Lamentation 03:02
18. Stream of Anguish 01:20
19. Blood for Blood 01:40
20. Outro 00:34

Sulphur: Omens Of Doom

sulphur coverLabel: Dark Essence Records

Spielzeit: 46:45 Min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 11. März 2016

Das dritte Album der norwegischen Band Sulphur nach einer längeren Pause (der Vorgänger „Thorns In Existence“ erschien 2009) enthält grenzgängerischen Dunkelsaft im Spannungsfeld zwischen Black und Death Metal, wobei die letztgenannte Stilistik hier in ihrer Mitt- bis Spätneunziger Melodic-Inkarnation, bevorzugt schwedischer Provenienz, beigemengt ist.

Dabei ist alles hörbar und durchaus nett – aber auch entsetzlich keimfrei, antiseptisch und generisch. Das Handwerk stimmt, die Songs an und für sich eigentlich auch – aber dieses „eigentlich“ steht wie der sprichwörtliche Elefant im Raum, wenn sich nämlich schnell offenbart, dass de facto alles wie ein lebloses Abziehbild vergangener Klein- und Großtaten der Black und Death Metal-Geschichte klingt. Ein wenig mutet „Omens Of Doom“ wie eine langweilige Diplomarbeit ohne jegliche eigene Note an – und so wenig, wie ich einem Studenten hierfür eine gute, sehr gute oder gar überragende Leistung attestieren würde, so wenig bin ich auch gewillt, dies im Falle dieser Platte zu tun. „Omens Of Doom“ ist ebenso plakativ wie Bandname und Albumtitel.

Nein, es ist keine Bauchlandung. Vieles darauf ist gefällig, das Coverartwork von Costin Chioreanu gar (wie von ihm nicht anders gewohnt) großartig. Am Ende des Tages jedoch ist es nur ein weiteres Album im Meer der Veröffentlichungen. Nicht ganz Fisch, nicht ganz Fleisch, nichts, was diese Welt gehört haben muss; ganz sicher auch nichts, was schwerlich wieder vergessen sein wird. Im Gegenteil – denn im Langzeitgedächtnis hängengeblieben ist zumindest mir auch nach drei Wochen und mindestens 15 Durchläufen: nichts.

Und das muss sich eben ganz klar in der Endnote niederschlagen. Wer selbst im Jahr 2016 noch die komplette Black und Death Metal-Historie auf Tonträger braucht, der greife zu und erfreue sich an immerhin einigen tollen Momenten (etwa dem Ende von „Rise Of The Mushroom Clouds“). Wer hingegen Wert auf nachhaltige Qualität legt, der spare sich tunlichst den Griff zur Geldbörse.

Daniel Lofgren

XXL WertungS

Tracklist:

1. The Force of our Fall
2. Gathering Storms
3. The Devil’s Pyre
4. Plague and Pestilence
5. Omens of Doom
6. Rise of the Mushroom Clouds
7. Alt svartner

Dissvarth: Between The Light And The Moon

DISSVARTH xxlLabel: I, Voidhanger

Spielzeit: 53:30 Min.

Genre: Ambient

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 11. März 2016

Zwischendurch ist es mal schön, sich eine kleine Auszeit vom Black und Death Metal Geprügel zu nehmen und musikalisch die Seele baumeln zu lassen. Und auch dafür haben die Kollegen von "I, Voidhanger Records" etwas in ihrem Repertoire.

"Dissvarth" nennt sich das Ambient Projekt von Dis Pater (Midnight Odyssey) und Svarthen (Aeon Winds) und begleitet uns in träumerische Sphären. Während viele andere Ambient Geschichten, deren Musiker einen Black Metal Hintergrund haben, gerne eine bösartig bis gruselige Atmosphäre kreieren, geht man bei "Dissvarth" genau den anderen Weg. Auf "Between the light and the moon" dürfen wir Hörer eine sanfte Naturmystik erleben, die voller positiver Energie steckt. Nicht umsonst wurde ich recht schnell an die herrliche Musik von Enya erinnert, auch wenn "Dissvarth" qualitativ natürlich nicht an die Klänge der ehemaligen "Clanned"-Frontfrau herankommen.

Denn leider schaffen es die beiden Protagonisten auf ihrem Debüt-Album (noch) nicht, die stimmungsvolle Spannung die gesamte Laufzeit lang aufrecht zu erhalten. Leider fehlt es für fast eine Stunde Spielzeit an genug Ideen, um die Aufmerksamkeit des Hörers von Anfang bis Ende zu erhalten. Trotzdem ein schönes Album für die kleine Auszeit zwischendurch.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Into Darkness Now Your Spirit Flies
Ablaze Of Solar Night
Between The Light And The Moon
Polaris
Halls Hidden In Eternal Fog
Sink Below To Shadow
From A Journey Comes The Forgotten
Through Oceans Of Stars
...Which Dreams Forgot

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