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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsTrono Alem Morte - O Olhar Atento da Escuridão

Nekrofilth - Worm Ritual

Nekrofilth   Label: Hells Headbangers

Spielzeit: 30:05 min.

Genre: Death/Thrash/Punk

Info: Facebook

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VÖ-Datum: 28. Dezember 2018

Jawoll, das gefällt dem Onkel Christian! Das Krawall-Kommando aus Cleveland knüppelt auf seinem zweiten Longplayer (in zehn Jahren Bandgeschichte!) so ziemlich alles in Grund und Boden, was nicht clever genug war, vorher abzuhauen. Dreckig, räudig, rotzig - so wird der Hörer eine gute halbe Stunde akustisch verkloppt und zumindest meine Wenigkeit findet es richtig cool. Die Amis schmeissen einfach alles zusammen, was ordentlich knallt: Death, Thrash, Punk, Core -scheißegal, Hauptsache es macht lecker Krach! Da passt auch das abschliessende (stimmt gar nicht, ist der vorletzte Track!!) Venom-Cover ("Poison") wie Faust in Fresse! Die Songs sind kurz und knapp, dafür doppelt so brutal und haben mich schon beim ersten Hören komplett zum Ausrasten gebracht. Das wird auch durch wiederholtes Beschallen nicht anders, eher noch besser. Nix für Warmduscher und ähnliche Weicheier - ich dagegen finde das Teil verdammt geil! (Heisst also, dass ich ein cooler Typ bin...)

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Ready to Defile 02:40
2. Dead Brain 00:33
3. Rot with the Dead 01:32
4. Vomit Dog 02:10
5. Repulsed at Birth 01:17
6. Night of the Leech 02:25
7. Cruel Addiction 02:24
8. Feast of the Rats 02:24
9. Gutter Oil 03:13
10. Severed Eyes 00:47
11. They Took My Skin 01:04
12. Unbirthed 01:25
13. Worm Ritual 02:30
14. Poison (Venom cover) 03:35
15. Horror of the Crypt 02:08

Bonehunter - Children of the Atom

Bonehunter2019Label: Hells Headbangers

Spielzeit: 36:11 min.

Genre: Black/Thrash/Punk

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Für aufmerksame Leser unseres kleinen Wissensmagazins dürften die finnischen Black/Thrasher von Bonehunter keine Unbekannten mehr sein, hatte ich doch bereits zweimal das Vergnügen, ihre musikalischen Ergüsse bewerten zu dürfen, namentlich "Evil triumphs again" (Review hier!) und "Sexual panic human machine" (Review hier!). Nun geht es weiter mit den Krawallbrüdern und verändert hat sich nix. Es gibt immer noch gepflegt einen auf die Glocke mit einem famosen Mix aus Black/Thrash und Punk, der definitiv keine Gefangenen macht. Die Mucke soll in erster Linie Spaß machen und dieses Ziel erreicht man auch mit "Children of the Atom" (die X-Men lassen grüßen...) hervorragend. Wer die Band dufte findet, darf auch hier bedenkenlos zuschlagen und einfach ignorieren, dass es selbstverständlich einen Riesenhaufen an Bands gibt, die einen ähnlichen Sound fabrizieren. Bonehunter machen einfach coole Mucke - Punkt!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Initiate the Sequence 00:57
2. Demonic Nuclear Armament 03:39
3. Sex Messiah Android 03:57
4. Children of the Atom 05:28
5. The Reek of Reaper's Scythe 03:39
6. Black Star Carcass 03:13
7. Spider's Grave 03:46
8. Cybernetic Vampirism 03:24
9. Man of Steel (Spiritus Mortis cover) 03:01
10. Devil Signal Burst 05:07

Valdrin - Two Carrion Talismans

Valdrin  Two carrion talismansLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 43:18 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Mit "Two carrion talismans" präsentieren uns die Jungs von Valdrin ihren zweiten Longplayer und das Teil kann echt was! Ich war zwar erst ein wenig misstrauisch, da die Band als "Melodic Black Metal" verkauft wird (brrrr....), aber da kann ich (dem Gehörnten sei Dank!!!) Entwarnung geben. Ok, es wird konsequent das Keyboard eingesetzt, dies aber ausgesprochen zurückhaltend und songdienlich, so dass Ihr das "Melodic" gleich wieder streichen könnt. Der Black Metal der Amerikaner versprüht eine mystische Atmosphäre, schlängelt sich vorwiegend im Midtempo in Eure Gehörgänge und krallt sich dort sofort fest! Liebe Möchtegern-Symphonic-Black Metaller: Hört Euch "Two carrion talismans" ganz genau an und schneidet Euch 'ne fette Scheibe davon ab, denn so wird's richtig gemacht! Zu der wirklich extrem ausgewogenen Mischung zwischen Melodie und Aggression kommt nämlich auch noch die Tatsache, dass die Musiker ihre Instrumente verdammt gut beherrschen und dies mit vielen kleinen technischen Spielereien beweisen. Aber auch hier gilt: Mit Bedacht eingesetzt und nie zu sehr in den Vordergrund gepackt! Kein Ahnung, ob das Debüt "Beyond the forest" ("Blast Head Records" - 2014) auch schon so gut war, aber spätestens jetzt hat sich die Truppe eine eindrucksvolle Eigenständigkeit auf hohem Niveau erspielt. Geiles Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Junnatox 04:50 
2. Nex - The Barren Sculptor 05:01
3. Sinews of Blood and Vein 04:22
4. Funeral Tides of Orcus 06:32
5. Tempest Torn Asunder 05:59
6. Vesper in the Animus Lair 06:44
7. Crimson Blades in the Ausadjur Wake 07:27
8. Awaiting in the Spirit Genome... 02:23

Hacavitz - Nex Nihil

Hacavitz  Nex NihilLabel: Moribund Records

Spielzeit: 46:55 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die Mexikaner von Hacavitz waren mir bereits von ihrer Split mit den grandiosen Thornspawn (wer die Band noch nicht kennt - unbedingt mal antesten!!) bekannt. Das war allerdings 2008 und seitdem habe ich die Kollegen leider aus den Augen (bzw. Ohren!) verloren, was sehr schade ist, denn wenn ich mir deren neuen Longplayer reinziehe, merke ich: Da haste was verpasst! Die Band (gegründet 2003) prügelt uns einen astreinen Black Metal der alten Schule um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist. Dabei gehen sie ausgesprochen räudig und besonders ätzend zur Sache, was sie angenehm vom Black Metal-Standart-Sound abhebt. Also eher südamerikanisch als nordisch angehaucht und dabei klingt man immer schön fies und kaputt! Die Protagonisten sind aber auch alte Hasen des mexikanischen Death und Black Metal Undergrounds, Sänger und Gitarrist Antimo Buonnano hat sogar mal für die Kult-Truppe Impiety die Saiten gequält! Alles in allem also ein gelungenes Album ohne irgendwelchen Firlefanz, immer schön mitten in die Fresse rein und dabei eigenständig genug, um nicht im akustischen Einerlei unterzugehen. Sollte demnach eigentlich für jeden Black Metaller ein Ohrenschmaus sein, hört einfach mal rein!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Grimmagia 04:51 
2. Nighte 08:06 
3. Relentless Sleep 10:46
4. Perish 05:08 
5. Semen Nihil 05:13 
6. Unconsecrate 04:30 
7. Rabid the Moon 08:21 

Obscenity - Summoning The Circle

OBSCENITY 2019xxlLabel: Apostasy Records

Spielzeit: 38:42 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Bereits vor gut zwei Wochen erschien mit 'Summoning The Circle' das zehnte Studioalbum des Todesbleikommandos aus dem beschaulichen Oldenburg. Das soll uns aber nicht davon abhalten, diese Review nachzureichen; schließlich wird hier nach dem "nur" guten Vorgänger 'Retaliation' von vor zwei Jahren wieder Death Metal alter Schule vom Feinsten geboten.

Ich hatte in meiner Review zum neunten Silberling ja gemutmaßt, dass Besetzungswechsel Unruhe in die Kapelle gebracht haben mussten. Nun gab es nach dem Erscheinen besagter Scheibe gleich wieder einen Wechsel an der Gesangs- sowie E-Bass-Fraktion: Manuel Siewert, der u. a. bei Chronicle Of Tyrant ins Mikro bölkte, sowie David Speckmann (vermutlich nicht verwandt oder verschwägert mit dem ollen Onkel Paule) am Viersaiter, der auch noch bei Burial Vault und Namrasit spielt. Dennoch entsteht beim Rezipieren der neun Songs der Eindruck, als sei wieder Ruhe in die Band eingekehrt; 'Summoning The Circle' brettert einem jedenfalls ordentlich den Schädel weg, weist mordsgeile Soloparts auf, groovt stellenweise wie Hölle und ist trotz gewisser progressivere Ansätze außerordentlich brutal ausgefallen. Besser kann man Alte-Schule-Todesblei fast gar nicht machen.
Aufgenommen wurde dieses Kleinod teils in Jörg Ukens renommiertem Soundlodge Studio, teils in Gitarrist Christoph Weerts eigenem Studio; gemischt und gemastert hat das Gesamtpaket Christoph Brandes in seinem Iguana Studio (das quasi hier um die Ecke liegt).

Was soll ich noch groß sagen? 'Summoning The Circle' ist eine saustarke Veröffentlichung einer (wenn nicht der) Dienstältesten Death-Metal-Kapellen aus unserem (leider nicht immer) schönen Land.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Used and Abused
02. Feasting from the Dead
03. Infernal Warfare
04. Dreadfully Embraced
05. Scourge of Humanity
06. Torment for the Living
07. Invocation Obscure
08. The Ones Concerned
09. Let Her Bleed

Misotheist - Misotheist

MisotheistLabel: Terratur Possessions

Spielzeit: 33:24 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Plötzlich da, aus dem Nichts erscheinend, präsentieren uns Misotheist aus Norwegen ihr Debütalbum. Aus Trondheim stammend und gänzlich ohne Informationen über Mitmusiker bekommen wir drei feinste Longtracks serviert.

Misotheist zelebrieren ihren Black Metal ausufernd, keiner der Songs läuft unter zehn Minuten. Dissonanz wird hierbei groß geschrieben, Melodien finden selten ihren Platz in der pechschwarzen Masse, die für den besten Hörgenuss am Stück einverleibt werden sollte. Schleppend bahnen sich die Stücke so den Weg in die Hirnwindungen des Hörers, erzielen oftmals hypnotische Wirkung. Ob hier wirklich keine bekannten Szenegesichter am Werk sind, ist zu bezweifeln, dafür klingt es als Debüt fast schon zu ausgereift.

Freunde der isländischen Schule sollten an der Scheibe durchaus gefallen finden, schwimmt sie doch in ähnlichen Gewässern. Die knappe halbe Stunde vergeht wie im Flug ohne langweilig zu werden und bietet mehr als solide Genrekost, die zum verweilen und genießen einlädt. Ein wirklich starkes Jahr für den Black Metal, geht somit mit einem weiteren kleinen Highlight zu Ende.

Sascha Scheibel

XXL WertungL

Tracklist:

1. Carriers of Captivity 10:18
2. Beast and Soil 11:06
3. Blood of Rats 12:00

Ichor - Depths

ichor depths cover smLabel: Bastardized Recordings

Spielzeit: 42:05 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 05. September 2014

 

Wie man dem Albumtitel sowie der Tracklist entnehmen kann, dreht es sich auf Ichors neuestem Release offensichtlich vornehmlich um verschiedene Abscheulichkeiten beispielsweise der griechischen Mythologie, der Bibel oder aber des lovecraftschen Universums, welche in den Ozeanen unseres Planeten schlummern. (Passend dazu übrigens auch das ziemlich atmosphärische Cover.)

Die seit 2008 bestehende, aus dem rheinland-pfälzischen Trier stammende Krachkapelle veröffentlichte vor diesem Release bereits zwei Langeisen - ebenfalls auf Bastardized Recordings - und offeriert dem geneigten Hörer auf 'Depths' neben dem düsteren Intro zehn knallharte, brachial in Szene gesetzte Todesbleigschosse, die immer wieder die Grenzen zum Deathcore überschreiten, ohne dabei in all zu moderne Bereiche vorzudringen. Sprich: das Dargebotene ist natürlich glasklar produziert und erinnert hier und da ein wenig an All Shall Perish und Konsorten, doch die Parallelen zu Bands wie aktuelle Behemoth oder aber Morbid Angel (was einige Harmonien, das Drumming sowie die äußerst düstere Grundstimmung betrifft) sind keinesfalls von der Hand zu weisen. Die meisten Songs präsentieren sich in sehr hoher Geschwindigkeit, ohne dabei nach dem dritten Stück langweilig oder monoton zu wirken, wie das auf Veröffentlichungen manch anderer Technical-Death-Metal-Formation schon mal vorkommen kann. Dafür demonstrieren die Musiker, die spielerisch eh über jeden Zweifel erhaben sind, kompositorischen Einfallsreichtum, indem sie auch schleppendere, aber keinesfalls doomige Nummern wie 'While Giants Sleep' oder 'Hadal Sirens' (zumindest anfänglich fräst sich der Song beinahe buchstäblich durch die Gehörgänge) schreiben sowie ab und an auch mal auf die Bremse drücken, den Rückwärtsgang einlegen und Dich ein zweites Mal überrollen, hähä!
Aufgenommen wurde das Ganze im renomierten Hertz-Studio (u a. Vader).
Wer brutales Geknüppel in gefühlter Lichtgeschwindigkeit präferiert, wird mit 'Depths' definitiv seine Freude haben.

Kai Ellermann

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

01. Deep Rising (0:49)
02. Apophis (3:18)
03. Ra´iroa (3:41)
04. While Giants Sleep (5:09)
05. The Beasts Approach (3:50)
06. The Heretic King (4:22)
07. Leviathan (3:26)
08. Deny Your God (3:35)
09. Desire Of The Depth (4:09)
10. Cthulus Sons (3:14)
11. Hadal Sirens (6:27)

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