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Black Crucifixion - Lightless Violent Chaos

Black Crucifixion  LigLabel: Seance Records

Spielzeit: 38:48 min.

Genre: Melodic Black/Gothic/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

So wirklich leicht haben es uns die Finnen von Black Crucifixion ja noch nie gemacht. Ok, die beiden ersten Veröffentlichungen "The fallen one of flames" (1992) und "Promethean Gift" (1993) haben der Band einen gewissen Status verliehen und als Black Metaller sollte man die Teile auch mal gehört haben, aber alles was danach kam, war ja jetzt wirklich nix dolles. Und in diese Linie reiht sich auch der neue Longplayer ein und präsentiert uns ein völlig belangloses Geschwurbel: Eine halbgare Mischung aus Black Metal, ein bisserl Doom und Gothic - irgendwie weder Fisch noch Fleisch und somit ohne jeglichen musikalischen Nährwert. An mir sind die knapp vierzig Minuten zumindest komplett vorbei gerauscht, ohne Eindruck zu hinterlassen und auch weitere Durchläufe (man muss mancher Musik ja Zeit lassen, um sich zu entfalten!) haben daran nichts geändert. Braucht man echt nicht

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

01. Five-Pointed Eye
02. Black Hole Metal
03. Free of Light
04. Deathless Be Me
05. Of the Godless and Brave
06. Discipline
07. Intuition

 

Nekrofilth - Love me like a reptile (7")

nekrofilth Label: Hells Headbangers

Spielzeit: 07:01 min.

Genre: Death/Thrash/Punk

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wie schön, was Neues von den räudigen Krachmachern aus Denver! Ihren letztjährigen Longplayer "Worm Ritual" (Review hier!) fand ich ja ziemlich cool, von daher war ich zunächst etwas enttäuscht, dass es sich bei der vorliegenden 7" nur um eine reine Cover-Platte handelt. Doch das hielt nur ganz kurz an, denn die Amis haben nicht nur vier sehr geile Songs zum Nachspielen ausgesucht, sondern diese auch gelungen in ihren eigenen Soundmix aus Death, Thrash, Punk und Crust eingebettet. Zu Motörhead und Mortician brauche ich ja wohl niemandem was erzählen, deshalb kurz zu den beiden anderen Bands: Rudimentary Peni sind 'ne kultige britische Anarcho-Punk Band aus den 80ern und Mob 47 (die auch in den 80ern ihre große Zeit hatten!) gelten als Vorreiter der schwedischen Crust/Punk-Szene. Beide Bands gibt gibt es wohl wieder (oder immer noch...) und ich muss sagen, dass ich durch die beiden (zugegeben, extrem kurzen) Cover-Versionen ordentlich angefixt bin, mich mal mit dem Schaffen der Kapellen etwas näher zu beschäftigen. Klar ist diese Single nur was für Liebhaber, aber mir gefällt's recht gut!
Sehr nett übrigens auch, dass man das Bandlogo für diese Veröffentlichung mit 'nem "ö" ausgestattet hat - auf Lemmy können sich halt immer noch alle härteren Stilrichtungen einigen!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A
1. Love Me like a Reptile (Motörhead cover) 03:35
2. Media Person (Rudimentary Peni cover) 00:52
Side B
3. Zombie Apocalypse (Mortician cover) 02:10
4. Det är upp till oss (Mob 47 cover) 00:24

Carnal Tomb - Abhorrent Veneration

carnalxxltomb2019Label: Testimony Records

Spielzeit: 44:53 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Japps, da torkelt ein verfickter Zombie in unmittelbarer Nähe, verdammt! Mach' das Viech bloß weg!!!

Die seit 2014 Unheil, Chaos, Zerstörung sowie ganz viel Untoten-Flair verbreitende Todesblei-Formation Carnal Tomb aus unserer wahrlich wunderbaren Bundeshauptstadt hat ein neues - das zweite - Album am Start, welches just ganz frisch erschienen ist und in nicht einmal 45 Minuten sieben für Death-Metal-Verhältnisse zwar deutlich lange, jedoch in keiner Weise langatmige oder gar langweilige Tracks aufweist, welche vielmehr ziemlich genau eine gelungene Mischung aus altem US-Death á la frühe Death, der schwedischen Variante (Entombed, Grave...) sowie dem berüchtigten und in den allermeisten Fällen äußerst grabesfeuchten finnischen Todesblei darstellen.

Dabei wird man immer wieder überrascht, ohne einen Schock erleben zu müssen: Die abwechslungsreichen Versatzstücke tauchen stets plötzlich und unerwartet auf, wirken aber zu keiner Weise ansatzweise konstruiert oder gar fehl am Platz. Schon mal wird geknüppelt und auch hin und wieder die Grenze zum Doom überschritten, größtenteils verweilen die Berliner aber im Midtempo. Man hat zwar alles schon mal gehört, aber das soll jetzt nicht als negative Kritik verstanden wissen: Schnitzel - Pommes - Schranke kann man schließlich auch öfter als einmal im Jahr essen.
Recht fett produziert hat das Ganze Tobias Engle (Englsound Studios), wobei er erfreulicherweise auch den E-Bass, der ja bei anderen Produktionen ja leider häufiger vernachlässigt wird, schön in den Vordergrund gemischt hat.

Rippenspieß:

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Putrid Fumes
02. Abhorrent Veneration
03. Cryptic Nebula
04. Amid The Graves
05. Dissonant Incubation
06. Feeding Mold
07. Sepulchral Descent

Temptress - The Orb (7")

tempressLabel: Dying Victims Productions

Spielzeit: 09:02 min.

Genre: 80iger Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Hui, was für ein beeindruckender Einstand im großen Heavy Metal Universum! Das italienische Trio Temptress debütiert dieser Tage via Dying Victims Productions mit ihrer allerersten 7" und die beiden darauf enthaltenen Songs überzeugen von Anfang an. Was das Cover (vor allem das Bandlogo!) schon dezent andeutet, steckt uns die Band in eine musikalische Zeitmaschine und transportiert und weit zurück in die glorreichen Achtziger. Eine gelungene Hommage an den Sound dieser Zeit wird uns geboten, wenn jemand behaupten würde, das Teil wäre irgendein vergessenes Juwel von 1986 oder ähnlich - ich würde es sofort glauben! Gerade auch der Gesang von Herrn M. Dee ist sehr geil, nie zu hoch oder gar zu schrill (obwohl der gute Mann an einigen Stellen aufzeigt, dass er das sehr wohl drauf hätte!!), sondern extrem ausgeglichen und perfekt an die Songs angepasst. Nur schade, dass der Spaß nach noch nicht einmal zehn Minuten schon wieder vorbei ist - da hoffe ich doch sehr auf baldigen Nachschub!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Orb 04:09
2. Woman 04:53

The Night Eternal - The Night Eternal

The Night Eternal  The Night EternalLabel: Dying Victims Productions

Spielzeit: 17:22 min.

Genre: Hard Rock/ Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Und schon wieder beglücken uns Dying Victims Productions mit einem Newcomer, der mich aufhorchen lässt. (Neben den wunderbaren Temptress - Review hier!) Diesmal handelt es sich um The Night Eternal aus meiner Heimatstadt Essen. Die vier Songs (inkl. einer Coverversion!) sind aber auch wirklich verdammt geil! Irgendwo in der Schnittmenge von klassischem Hard Rock und melodischem Heavy Metal ist die Musik der Band angesiedelt und fasziniert mit ihrem zeitlosen Charme und ihrer ausgezeichneten Qualität - man möchte kaum glauben, dass es sich hier um eine Art Demo handelt. Melodisch, energiegeladen und sofort ins Ohr gehend - sowas ergibt einen geilen Song und The Night Eternal präsentieren gleich drei davon. Auch die Wahl von "Take these chains", einem doch eher unbekannterem Judas Priest Song, zeigt, dass sich die Herren in der Materie auskennen und Liebhaber dieses ganz speziellen Sounds sind, denn das Cover passt wirklich ausgezeichnet zu den Eigenkompositionen. Zum Schluss möchte ich noch ein besonderes Augenmerk auf dem wunderbaren Gesang lenken: Sänger Ricardo zieht hier echt alle Register und setzt den ohnehin schon guten Songs noch ein fettes Sahnehäubchen auf! Auch hier kann ich es gar nicht erwarten, dass die Kollegen weitere Veröffentlichungen auf die Menschheit loslassen, bis dahin legt ich nochmal die EP auf (gibt es übrigens stilvoll nur auf Vinyl und Kassette!).

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Eternal Night 05:05
2. Mark of Kain 04:51
Side B
3. Vindicta 04:18
4. (Take These) Chains (Judas Priest cover) 03:10

Scarcrow - Beyond The Black Rainbow

scarcrow2019Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 45:29 min.

Genre: Hard Rock/ Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Es ist schon eine kleine Weile her, dass das im Jahre 2015 formierte Quartett Scarcrow sein Debütalbum 'Beyond The Black Rainbow' in eigener Regie veröffentlichte, was uns aber nicht davon abhalten soll, eine Rezension nachzureichen.

Vorab sei gesagt, dass die Scheibe bei einigen Musikjournalisten-Kollegen alles andere als wohlwollend aufgenommen wurde, was ich mehr als nur ein wenig schade finde, erscheint mir die Kritik mitunter reichlich unfair. Von nicht zu ertragenden Drums ist beispielsweise die Rede, welche ich durchweg – sowohl vom Spielerischen als auch von der Produktion her – als einwandfrei empfinde. Zudem werden dem Sänger Damon Fry Overacting attestiert und die Texte als plattitüdenhaft dargestellt. WTF – ich bin ja nicht der allergrößte Hardrock- und Heavy-Metal-Experte auf diesem Erdball, doch gerade in diesen Genres sind Overacting und Plattitüde verdammt noch mal ein echtes Muss, oder?. Und was mich am Allermeisten ärgert, ist die Tatsache, dass die Herren Kollegen in ihren Reviews diese Eigenproduktion an den High-End-Produktionen der ganz großen Metal-Helden messen.

Scarcrow präsentieren nach einem atmosphärisch dichten Intro elf größtenteils starke Hardrock- und Heavy-Metal-Songs, die augenblicklich im Ohr hängenbleiben und mit wirklich gutklassigen Vocals versehen wurden. Das Ganze kommt sehr authentisch und auch nur ganz bedingt bieder herüber – und selbst das in einem guten Sinne. Mal wird es etwas heftiger ('From The Ashes'), mal gibt es ein nettes Duett ('It Can´t Rain All The Time'), aber ein schlechtes Album ist 'Beyond The Black Rainbow' beileibe nicht. Von daher: anchecken und nicht immer glauben, was böse Märchenonkel von sich geben!

Rippenspieß:

XXL WertungL

Tracklist:

Beyond the Black Rainbow
S.W.T.W.C.A
Blood Brother
Stagefryght
Children of the Crow
Wolf in Sheeps Clothin'
Jezebel
Mr. Lee
Born Guilty
From the Ashes
It Can't Rain All the Time
Scars Behind the Mask

Kapala - Termination Apex

kapala2019Label: Dunkelheit Produktionen

Spielzeit: 25:01 min.

Genre: Black Noise

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dass ich die vor zwei Jahren erschienene EP "Infest cesspool" (Review hier!) der Inder damals so krass abgestraft habe, kann ich ganz ehrlich gesagt aus heutiger Sicht nicht mehr so ganz nachvollziehen. Hatte wohl einen verdammt schlechten Tag oder ich war für diese Art Krach noch nicht bereit. Sorry Leute!! Auf jeden Fall steht heuer der Nachfolger "Termination Apex" auf der Matte und wieder gibt es das volle Brett! Totales Chaos, eine unglaubliche Welle an Wut und Aggression bricht über den Hörer zusammen und hinterlässt nichts als blutige Ohren. Diese ultrabrutale Mischung aus Black Metal und Noise ist echt nichts für Warmduscher. Was mich erfreut ist, dass die Kollegen ihren unterirdisch schlechten Sound vom Debüt mittlerweile etwas verfeinert haben. Natürlich ist das Ganze immer noch ordentlich rau und dreckig, aber zumindest hört es sich nicht mehr so an, als würde die Band zwei Häuser weiter ihren Krach zelebrieren. Auch wenn sie an ihre Labelkollegen von Subduer qualitativ nicht herankommen, so kann man doch von einer soliden Leistung (natürlich im eng gesteckten Rahmen dieses Genres!) sprechen. Ein ausgesprochen extremes Werk für die ganz kaputten unter Euch!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. The Beating Heart of War (Intro) 02:39 
2. Martial Dominance 04:32
3. Moral Attrition 04:45
4. Paths of Ash 05:29
5. Vomit the Phosphorus 05:26
6. Unto Ash (Outro) 02:10

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