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Gaahls Wyrd: GastiR - Ghosts Invited

gaahlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 42:16 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Seien wir ganz ehrlich, in letzter Zeit hat sich Kollege Gaahl ja nicht unbedingt durch sein musikalisches Schaffen in die Schlagzeilen gebracht, wollte der Norweger sich nicht sogar komplett aus dem Geschäft zurückziehen? Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich das mal sage, aber erfreulicherweise hat er dies nicht getan! Denn das, was er hier mit seiner Band Gaahls Wyrd erschaffen hat, ist schlicht und ergreifend grandios und zweifellos das Beste, was der Kollege jemals veröffentlicht hat! Grundlage dieses herrlichen Albums ist sicherlich noch Black Metal, aber dieser schaut rechts und links ganz weit über den Tellerrand der Szene und packt vielerlei Einflüsse in seinen Sound, die man so sicherlich nicht erwartet hätte! Es ist experimental, progressiv, gleichzeitig aggressiv und zerbrechlich, es ist echt wunderbar! Allein der Gesang von Herrn Gaahl ist unglaublich facettenreich, er singt, schreit, flüstert, kreischt - der totale Hammer! Es hat, gerade in Norwegen, schon viele Bands und Künstler gegeben, die sich aus dem Black Metal in ganz andere Sphären aufgemacht (Enslaved, Ulver, Helheim, Ihsahn...) und damit meistens meine Wenigkeit als Hörer verloren haben. Nicht so bei Gaahls Wyrd!! Ich bin absolut fasziniert von diesem Werk und vergebe mit Hochachtung die Höchstnote!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Ek Erilar (05:34)
2. From The Spear (04:37)
3. Ghosts Invited (04:23)
4. Carving The Voices (07:26)
5. Veiztu Hve (06:41)
6. The Speech And The Self (05:02)
7. Through And Past And Past (02:59)
8. Within The Voice Of Existence (05:25)

Nocturnal Breed - We only came for the violence

Nocturnal Breedxxl  We only came for the violenceLabel: Folter Records

Spielzeit: 49:06 min.

Genre: Black/Thrash

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 28. Juni 2019

So geil die im letzten Jahr erschienene "The Whiskey Tapes Germany"-Compilation (Review hier!) auch war, ist es leider kein neues Album gewesen. Das kommt aber jetzt!! (HURRA!!) 49 Minuten lang gibt es auf "We only came for the violence" (Sehr passender Albumtitel!) das, was die Norweger am besten können: Saugeilen Krach! Wie gewohnt präsentiert man uns eine angeschwärzte Mischung aus Speed und Thrash Metal, der unglaublich knallt und dementsprechend ziemlichen Spaß macht. Es scheppert, es bollert - es ist einfach nur herrlich, der ungeheuren Spielfreude der Musiker zuzuhören. Produziert wurde das Ganze übrigens von Sverre Dæhli, dem wir ja von Audiopain kennen. Was mir bei der Band so gut gefällt, ist das absolut ungekünstelte - hier gibt es keinerlei Beiwerk oder irgendwelche überflüssigen Spielereien, es geht immer und konsequent vorwärts mitten in die Fresse! Das ist räudig und dreckig, genauso, wie man sich seinen Heavy Metal wünscht (es sei denn, man ist Sabaton-Fan...). Ich finde Band und Album extrem dufte und lasse mir von ihrem neuen Longplayer sehr gerne noch einige Runden lang die Birne freikloppen!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01 Iron Winter (Intro)
02 Choke on Blood
03 Nekrohagel
04 We Only Came for the Violence
05 Frozen to the Cross
06 Desecrator
07 Cannibalized by Fear (Intro)
08 Sharks of the Wehrmacht
09 Limbs of Gehenna
10 War-Metal Engine
11 Can't Hold Back the Night
12 Bless the Whore
13 A Million Miles of Trench

Oltretomba: The Horror - Figure del torre

Oltretomba  The Horror   Figure del torre Label: Moribund Records

Spielzeit: 39:25 min.

Genre: Grooviger Horror Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ein Blick auf das Cover des zweiten Longplayers der italienischen Formation lässt schon recht schnell vermuten, dass es hier keinen lupenreinen Black Metal nordischer Prägung zu hören gibt. Nö, hier bekommt der Hörer eine Mischung aus einer Art Proto Black Metal mit ordentlichen Doom-Elementen, ein bisserl Black/Thrash und einem guten Schwung Horror-Punk angeboten. Das Ganze hat bei aller Aggressivität einen gehörigen Groove und dürfte von daher auch Freunden des Black'n'Roll Genres zusagen. Für mich persönlich ist die Mixtur nicht wirklich ausgewogen, auch wenn die Mucke durchaus hier und da ihre Momente hat. Haut mich aber einfach nicht um. Was den Italienern allerdings sehr gut gelungen ist, ist die Atmosphäre. Diese ist okkult/rockig und transportiert den Sound der Kollegen richtig gut. Wie gesagt, ist nicht so ganz meine Baustelle, aber die Band geht definitiv eigene Wege und lässt sich so überhaupt nicht in eine bestimmte Schublade stopfen, dafür meinen Respekt! Auf jeden Fall eine Platte, die man nicht blind kaufen, sondern vorher mal reinhören sollte!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. The Horror (Intro) 01:19
2. Her Eyes 03:54
3. Epitaph on the Cenotaph 04:35
4. Motherfucker of Grand Cross 03:08
5. The River in the Middle 03:59
6. The Blade and the Hungry 03:53
7. Blue Devil 03:58
8. Amputation (Arms and Legs) 04:50
9. Nameless Occultist 03:50
10. Dracul 04:40
11. L'orrore (Outro) 01:19

Malum - Legion

Malumxxl LegionLabel: Purity Through Fire

Spielzeit: 37:58 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Die hier aufspielenden Malum kommen aus Finnland (es gibt ja noch ein paar andere Kapellen gleichen Namens!) und mit "Legion" ballern sie uns ihren dritten Longplayer um die Lauscher. Dabei gehen sie keineswegs den Weg, den man von einer typisch finnischen Black Metal Band erwarten könnte, sondern zelebrieren einen kalten, eher norwegischen Stil, der mit einem Hauch Melodie dezent verfeinert wird. Die Atmosphäre ist sehr aggressiv und auch tempomässig orientiert man sich vorwiegend im flotten Bereich. Gerade Sänger Tyrant (den man auch von Kalmankantaja kennen dürfte!) gefällt mir ausgezeichnet, denn die von ihm vorgetragene Mischung aus rauem Röcheln und ätzendem Keifen rundet diesen Tonträger gelungen ab. Dass auch die anderen Bandmitglieder in weiteren Kapellen musizieren, dürfte eigentlich klar sein, sind halt Finnen... Wie so oft gefällt mir persönlich am besten der Song, der etwas aus der Reihe fällt, nämlich der abgrundtief geile Midtempo-Stampfer "Days of slaughter and destruction" - mächtig, episch, einfach grandios! Insgesamt ein vortreffliches Album!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Sun Devouring Dragon 04:07
2. Manifest Malum 05:26
3. Sexual Demon 04:08
4. Days of Slaughter and Destruction 03:49
5. Blessed by the Devil's Blood 08:51
6. Luciferian Legion 05:30
7. Ajattoman viisauden loisteessa 06:07

Old Night - A fracture in the human soul

Old Night  A fracture in the human soul Label: Rain Without End Records

Spielzeit: 44:05 min.

Genre: Doom

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Schön, die Kroaten von Old Night sind wieder da! Ihr vor zwei Jahren erschienenes Debüt "Pale cold irrelevance" (Review hier!) kam damals ja sehr gut bei mir an, von daher hat es mich schon mal gefreut, dass es keinerlei Veränderung in der Besetzung gegeben hat - immer ein gutes Zeichen! Demnach hat sich der Sound der Kollegen auch nicht wirklich verändert, die Songs sind nicht viel kürzer ausgefallen und zelebrieren weiterhin traurig/schöne Melancholie. Geblieben sind natürlich auch die ausschweifenden Instrumentalparts, die träumerisch den Gesang vom Ex-Ashes You Leave Mastermind Luka Petrović umschmeicheln. Und hier kommen wir dann auch zu dem Punkt, in dem sich die beiden Platten dann doch etwas unterscheiden: Der Kroate hat ordentlich an seinem (ohnehin schon sehr schönen!) Gesang gearbeitet und transportiert die Emotionen so intensiv und fesselnd wie nie zuvor! Wenn er dabei noch von der Stimme von Matej Hanzek (auch an der Gitarre zugange) unterstützt wird, wird's besonders fein! Ein wirklich tolles Doom-Album, das ich nur wärmstens empfehlen kann!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Entwined 10:54 
2. Hearken and Remember 10:51
3. Elder 04:07 
4. Glacial 08:30 
5. The Reaping of Hearts 09:43

Hate - Auric Gates Of Veles

Hate  Auric Gates Of VelesLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 49:27 min.

Genre: Black Metal/ Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Wenn man in der Suchfunktion der Encyclopedia Metallum den Bandnamen "Hate" eingibt, wird man gleich unzählige Male fündig: Death-Metal-Bands aus Finland, Rumänien, Kanada und Griechenland werden einem beispielsweise angezeigt, auch je zwei Kapellen aus Italien, den Vereinigten Staaten und Südamerika. Die bekannteste Formation mit diesem Namen, welche bereits seit 1990 am Start ist, kommt aus der Landeshauptstadt Polens und spielte - zunächst Infected und später Somuchhate benannt - in seinen Anfangstagen recht kompromisslosen und recht düsteren Death Metal á la Deicide und Morbid Angel. In den Folgejahren, in denen es zu diversen Besetzungswechseln kam (kein Wunder, wenn man bedenkt, seit wie vielen Jahren die Truppe bereits besteht), nahmen die Black-Metal-Elemente mehr und mehr Raum im Sound des Trios um Gründungsmitglied Adam 'the First Sinner' Buszko ein. Mittlerweile werden Hate gerne mit Behemoth und Vader in einem Atemzug genannt, was nicht unbedingt nur daran liegen mag, dass alle drei Bands aus demselben Land stammen.

Album Nummer 11, 'Auric Gates Of Veles' feuergetauft, führt den eingeschlagenen Weg auf mehr als 49 Minuten konsequent fort; man gibt sich nuancenreich und vielschichtig, ohne sich dabei allzu weit vom Todesblei einerseits sowie dem Black Metal andererseits zu entfernen. D. h. es gibt feinstes Geblaste, unheilige Melodien, zentnerschwere Riffs,Doublebass-Attacken, blaspemische Texte und was das dunkle Metaller-Herz noch so alles zum Leben braucht. Hate erbringt über die gesamte Scheibe die Glanzleistung, trotz des Abwechslungsreichtums verdammt homogene Songs abzuliefern, die sich auch nach dem drölfzigsten Hören nicht abnutzen.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Seventh Manvantara
02. Triskhelion
03. The Volga's Veins
04. Sovereign Sanctity
05. Path To Arkhen
06. Auric Gates Of Veles
07. Salve Ignis
08. Generation Sulphur
09. In the Shrine of Veles (Pre-Production)
10. Path to Arkhen (Pre-Production)

Panzerfaust - The sun of perdition I: War, Horrid War

Panzerfaust  The sun of perdition I  War, Horrid War Label: Eisenwald

Spielzeit: 31:31 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Klar, Panzerfaust ist ein cooler Bandname für Kapellen aus dem Black oder Death Metal Sektor, aber irgendwann sollte man doch mal gecheckt haben, dass es schon zig Bands dieses Namens gibt - sowas herauszufinden ist in Zeiten des Internets ja nun wirklich kein Problem mehr... Naja, diesmal klopfen die kanadischen Panzerfaust an und wollen ihr neues Album am den Mann bzw. die Frau bringen. Man existiert jetzt auch schon seit 2005 und wie der Albumtitel andeutet, startet man heuer eine auf vier Teile angelegte Reihe von Werken. Thematisch geht um Krieg, Krieg und nochmal Krieg, was auch nicht sonderlich originell ist, aber zumindest wird das Ganze nicht verherrlicht oder glorifiziert. Musikalisch wird das von einem Black Metal umgesetzt, den man ganz gut in der schwedischen Ecke lokalisieren kann, d.h. lecker aggro, aber mit netten Melodien. Das wird von den Kanadiern ganz gut umgesetzt (inkl. historischen Sprachsamples und den üblichen Kriegsgeräuschen...), löst aber keine Stürme der Begeisterung bei mir aus. Solider Standart-Stoff, aber aus dieser musikalischen Richtung gibt es halt viele und bedeutend bessere Sachen. Kann man sich anhören, aber erwartet nichts weltbewegendes!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A
1. The Day After 'Trinity' 05:24
2. Stalingrad, Massengrab 04:13
3. Crimes Against Humanity 02:25
Side B
4. The Decapitator's Prayer 06:28
5. The Men of No Man's Land 13:01

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