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Forsaken Tomb im Interview

Sven bedient den Viersaiter bei der relativ frischen Kapelle Forsaken Tomb, welche vor kurzem ihre erste Demo 'Possessed By Moonlight' in Eigenregie veröffentlichte. Wenn er nicht gerade kleine Kinder hütet, seine Muskeln stählt oder Gruselliteratur konsumiert, findet er auch schon mal die Zeit, ein Interview zu führen.

Forsaken Tomb Bandpic

(Bildquelle: Band)

Hey, Forsaken Tomb. Stellt mal Eure Band vor und gebt zum Besten, in welchen Formationen ihr spielt sowie in der Vergangenheit gespielt habt.

Hallo Kai, wir sind eine fünfköpfige Band aus der schönen Friedensstadt Osnabrück und haben uns im Herbst vergangenen Jahres gegründet. Jetzt die ganze Leidensgeschichte von jedem von uns aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, darum fasse ich mich kurz und beschränke mich auf die aktuellen Bandtätigkeiten.
Wulle am Mikro und Sven am Bass. Beide spielen auch bei der Thrash-Kapelle Panzer Squad.
Sara und Jan an der Gitarre. Jan ist zudem Gitarrero bei Bitter Piece. Hendrik hinterm Schlagzeug. Der junge Mann ist dermaßen unausgelastet, dass er nebenbei noch die Drums bei Misery Vortex und Baerus sowie momentan als Drummervertretung bei Panzer Squad spielt.

Inwiefern seid Ihr zufrieden mit der ersten Aufnahme? Wie waren die Reaktionen?

Wir sind sehr zufrieden. Wir haben alle Saiteninstrumente in Eigenregie aufgenommen und der Tobias (übrigens auch bei Panzer Squad) hat den Gesang und die Drums in unserem Proberaum abgenommen sowie einen wunderbaren Mix aus allem produziert. Ich wüsste nicht, dass ich in einer meiner vergangenen Bands schon mal eine besser klingende Eigenproduktion in der Hand gehalten hätte. Die Reaktionen waren bisher auch durchweg positiv, darum hier noch einmal ein dickes Dankeschön an Tobias Petri (bester Mann).

forsaken tomb xxlEuer Gitarrist Oscar hat die Band nach den Aufnahmen von 'Possessed By Moonlight' verlassen. Was waren die Gründe? Gibt es bereits einen Nachfolger?

Oscar, der aus Asunción in Paraguay kommt, nahm am Erasmus-Programm teil, deshalb war seine Abreise vorhersehbar. Wir lernten ihn letztes Jahr im Bastard Club in Osnabrück kennen und nahmen ihn kurz danach in die Band auf. Er hat seinen Aufenthalt in Deutschland und das hiesige Bier sehr genossen, ist viel herumgereist und hat die Band mit seinem Solospiel bereichert. Wir wünschen ihm alles Gute in Paraguay und freuen uns auf seine geplante Rückkehr.
Oscars Nachfolger ist Jan, der sich momentan die Songs draufhaut und mit dem wir dann im November wieder auftreten werden.

Das Interesse insbesondere an Speed Metal ist in den letzten Jahren etwas eingetrocknet. Was bewegt Euch, gerade diese Art der Musik zu spielen? Was sind Eure Einflüsse? Was wollt Ihr erreichen?

Auf dem Party.San 2015 hat mich die rohe Energie der Band Midnight dermaßen umgehauen, dass ich noch während des Auftritts entschied: solche Mucke will ich auch machen. Gepaart mit meinem Interesse für diverse Crust- und D-Beat-Kapellen entstanden dann im August die ersten Riffs. Die Einflüssen sind Bands wie Midnight, Motörhead, Venom gepaart mit einer großen Portion D-Beat und Crust wie Anti Cimex und Wolfbrigade.
Was wir erreichen wollen? Gigs, Alben, Spaß und Bier.

Eure Texte sind eher surreal bzw. zollen diversen Horror-Szenarien Tribut, was ich ziemlich gediegen finde. Wie geht Ihr da an die Thematik ran?

Die Texte sind vor allem durch Wulles und mein Interesse für Horrorliteratur à la Edgar Alan Poe, sowie Bands mit ähnlich gelagerter Thematik, wie zum Beispiel Attic, die wir beide sehr feiern, beeinflusst. Da dieses Genre sehr ergiebig ist, können wir uns nicht über mangelnde Ideen beklagen.

Stellt Euch vor: ein Raumschiff landet in Eurem Proberaum und findet alles komisch. Was macht Ihr, um die außerirdische Rasselbande bei Laune zu halten?

Unser Proberaum ist in einem alten Luftschutzbunker, der jetzt ein Jugendzentrum ist, da fliegt nichts rein. Wenn die es aufgrund irgendeiner Technik doch schaffen, müssen sie erst mal am Jugendzentrumsleiter Uwe vorbei, was gar nicht so einfach ist.

Was habt Ihr noch so vor in der nächsten Zukunft und darüber hinaus?

Im November starten wir wieder mit Auftritten und sind bereits dabei, Gigs für das nächste Jahr zu organisieren. Ebenfalls 2017 werden wir das erste Album aufnehmen, die genauen Eckdaten stehen aber noch nicht fest.

Was präferiert Ihr eher: Accept oder Heaven Shall Burn?

Ich spreche mal nur für mich: Musikalisch ersteres, von der Attitüde her letzteres.

Ein Witz: Wo wohnt die Katze?

Im Miezhaus. Ein Klassiker.

Ich sage vielen Dank und wünsche gewaltig viel Spaß.

Kai Ellermann

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